Netflix

Lohnt sich die neue Serie Ripley?
Bin heut durch damit und mir hat die gut gefallen.

Die Story ist durch den Romanbestseller und vor allem dem Matt Damon Film wohl den meisten schon bekannt, wird hier aber noch facettenreicher herausgearbeitet durch das Serienformat, das eine feiner ziselierte Zeichnung der Figuren und Schauplätze erlaubt.

Letztere sind dabei wuchtig in Szene gesetzt mit viel Wert auf Details und bilden die zeitliche Ära der früheren 60er sehr überzeugend ab - gleichermaßen New York, wo Ripley startet und danach die verschiedenen italienischen Städte und der Schwarz/Weiss Stil ist perfekte Wahl, weil man sich dadurch wirklich komplett hineinversetzt fühlt.

Die Serie nimmt sich dabei schon sehr viel Zeit für seine Protagonisten und Handlungsstränge. Wer sich auf dieses ruhigere Tempo einlassen kann, der wird jedenfalls mit tollem Schauspiel querbank und insbesondere des großartigen Hauptdarstellers Andrew Scott und einem historisch faszinierend akkuraten Settings belohnt.
 
Hab am Wochenende crooks durchgeguckt, war ganz spaßig, aber leider ein zwei dicke Fehler in der Logik und im Aufbau.

Trotzdem für eine deutsche Produktion ganz ok.

Einmal schauen reicht aber.

Würde 7/10 geben
 
Einmal schauen reicht aber.
Ich weiß gar nicht, wann ich in den letzten Jahren eine Serie noch mal geschaut habe. Machst du das öfter?

Früher, also Pre-Netflix, kam das noch öfters vor. So Zeug wie Friends, Scrubs und My Name is Earl. Alias hab ich nach langer Zeit auch noch mal gesehen. Und Full Metal Alchemist lustigerweise.
 
Eine traurige Nachricht. Ich habe es mir schon beinahe gedacht.
"Staffel 2 wird eingestampft: Netflix setzt die nächste Serie nach Season 1 ab."

es geht um die Serie Everything Now. Mir hat die Serie sehr gefallen. :shakehead:
 
hab von sex education auch nur 2 oder 3 folgen der letzten Staffel gesehen weil es mich so genervt hat, dabei hat mich der wokeness Kram auch absolut gar nicht bisher gestört. Das ist aber ein komplett neues Level.

Es fängt sich danach etwas und meines Erachtens lohnt es sich, die Serie zu Ende zu schauen. Es ist nun mal etwas Eigenes, was auch ein rundes Ende bekommen hat. Die ersten 3 Staffeln waren sehr stark und eine 8.5 von 10, aber die letzte Staffel hat das insgesamt auf 8 von 10 runtergezogen, was immer noch sehr gut ist.

Mit One Tree Hill, Friday Night Lights und Euphoria ist es dennoch eine der besten Highschool Serien.

Das ist doch aber Absicht. Selbst der Hauptcharakter, der eigentlich komplett offen gegenüber allen Eigenheiten ist, ist total verwirrt durch die nahezu utopischen Zustände an dieser Schule. Und es stellt sich ja auch raus, dass einiges davon nur Fassade ist und die Schüler trotz Sextherapie und co. auch nicht wirklich offen über ihre Probleme reden.

Also man muss die Staffel nicht mögen, aber dass es dort so übertrieben ist, bis hin zum fast Unangenehmen, ist denke ich zumindest volle Absicht.

Natürlich ist das Absicht, aber das macht das völlige over the top Szenario nicht besser und schadet eher dem Ganzen. Vorher hat man die Wokeness einigermaßen sympathisch bzw. authentisch rüberkommen lassen und die 4. Staffel hat das Fass zum Überlaufen lassen. Bei den meisten Fans scheint das auch nicht gut angekommen zu sein.

Ich bin etwas enttäuscht darüber, dass hier niemand über netflix Top Neuzugänge vom Beginn des Jahres schreibt. Gomorrha und Yellowstone. Gomorrha ist natürlich harter Tobak, sodass man wohl ab und zu Pausen benötigen wird.

Yellowstone bewahre ich mir noch auf bis die Serie abgeschlossen ist. Ende des Jahres soll die finale Staffel folgen und dann würde ich die Serie gerne in einem Rutsch sehen.

Ripley

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man den Film nicht kennt bzw den nicht kurz vorher wie ich gesehen hat.

Die Serie scheint nicht nur wegen des Schwarz/Weiß Filters einen anderen Ansatz zu verfolgen. Ich habe nur eine Folge gesehen, aber die Serie scheint von Beginn an (nicht nur wegen der fehlenden Farben) eher düsterer sein zu wollen, was mir im Vergleich zum Film nicht gefällt.

Dasselbe gilt für die Besetzung der Hauptcharaktere. Was hat man sich dabei gedacht? Im Film hat man mit Matt Damon und Jude Law 2 junge, charismatische und attraktive Männer gesehen und in der Serie besetzt man diese 2 Rollen durch Altherren.

Ripley benötigt für das Treppen steigen ein Sauerstoffzelt, hat nix charismatisches an sich und kommt nicht mal besonders helle rüber. Ein ganz anderer Ansatz, welcher mir nicht gefällt. Der Film scheint sich recht nah am Roman gehalten zu haben. Das wird die Serie wohl auch tun, aber nicht was das Wesen der Charaktere betrifft. Die Charaktere spielen nicht schlecht, aber müssen scheinbar andere Rollen spielen. Sehr schade.

Positiv hervorzuheben ist, dass es filmisch sehr gut gemacht zu sein scheint und dass das Setting authentisch "alt" rüberkommt. Bereits in der 1. Folge gab es einige interessante Kameraperspektiven.

Vielleicht gebe ich dem Ganzen noch eine Chance und gucke 1-2 Folgen weiter, aber im Vergleich zum Film wird mir die Serie wohl nicht gefallen, weil die Charaktere mit Altherren fehlbesetzt sind und die Rollen wohl anders interpretiert werden.

Das Schwarz/Weiß ist mal etwas Anderes, aber ich hätte mich über die Option einer Farbversion gefreut. Gerade das Setting in Italien will man doch in Farbe sehen.
 
@Avalon Nun ja, „Altherren“ ist ziemlich relativ. Es stimmt zwar, dass beide Darsteller (Tom ripley und Dickie) in ihren 40ern sind und 30er Figuren spielen, aber beide sehen jünger aus und durch den schwarz-weiß look fällts m.E. nicht so ins Gewicht.

Und Schwarz-Weiß fand ich fast schon essenziell um die akribische Authentizität des historischen Rahmens perfekt zu machen. In modernen Farben wäre das nie so überzeugend geworden.

von der erzählstruktur ist die Serie aber sicher unterkühlter wie der 1999er Film mit einem kaltblütiger kalkulierenden und agierenden Tom Ripley, dessen Hauptmotiv einzig ökonomischer Aufstieg ist ohne die Faszination für Dickie, den er ja schnell als talentfreien Bohemien durchschaut und nur Mittel zum Zweck ist.
 
Ripley ist bisher meine Top 1 Serie dieses Jahr. Man fühlt recht gut mit mit dem Protagonisten - selten so eine durchgehende subtile Spannung in einer Serie erleben können.
 
Tatsächlich ist die Serie sehr viel näher an Patricia Highsmiths Roman als der Minghella-Film. Ich fand die Besetzung von Tom und Dickie anfangs auch als zu alt, aber Andrew Scott spielt dieses Andersartige (alle von Highsmiths Hauptfiguren haben das, auch wenn sie gleichzeitig bemüht sind, einen schönen Schein nach Außen hin zu wahren) sehr faszinierend.
Mir gefallen beide Interpretationen des Romans, der Film mit Alain Delon, "Nur die Sonne war Zeuge" ist auch nett anzusehen, auch wenn mir das Ende absolut nicht zusagt.

Mal sehen, ob noch weitere Staffeln folgen, der Gastauftritt in der letzten Folge deutet zumindest darauf hin.
 
Also wer bei Anthracite für den Sound veranwortlich war, dem müssens ins Hirn gschissen haben. Die Lautstärkeverhältnisse sind so unausgeglichen, das es richtig anstrengend ist die Serie zu schauen.
 
Und seit heute habe ich den Hinweis das netflix teurer wird und ich das bestätigen soll :lol:
Keine Ahnung ob ich überhaupt noch bereit bin 20 Euro für netflix zu zahlen während alles eingestellt wird.
 
Und seit heute habe ich den Hinweis das netflix teurer wird und ich das bestätigen soll :lol:
Keine Ahnung ob ich überhaupt noch bereit bin 20 Euro für netflix zu zahlen während alles eingestellt wird.
Ich hab zwar nur (noch) das Base 1080p Abo. Aber wenn ich das nicht mit meinem Bruder sharen würde, weil ich im Gegenzug dazu von ihm Zugriff auf Disney+ kriege, hätte ich auch schon vor Monaten gekündigt.
 
Hatte den Account eigentlich nur für 3Body Problem wieder aktiviert. Gesten wieder gekündigt.
Werde jetzt Mal wieder zu A+, gibt da für mich interessantere Serien.
 
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