Markt Die Zukunft des Gaming Business

UchihaSasuke

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Wundert mich jetzt ehrlich gesagt nicht, dass ein Nintendo Markenlemming die tiefergehenden Probleme bei derartigen Praktiken weder begreift noch hinterfragt. Die Dynamik am Arbeitsplatz ist halt was anderes als das übliche Tralala im Pokemonland.
Jap, da zeigt sich mal wieder die Ahnungslosigkeit der üblichen. Bwl studieren und vom echten Leben keine Ahnung haben
 
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Hazuki

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Wie immer nur die negative Seite gesehen wird. Als ob alle ausnahmslos gezwungen wurden.

Was ist, wenn es einige gern gemacht haben. "Sein Baby" fertigbekommen und fast 24/7 daran arbeiten. Wer macht das nicht gerne? Normalerweise sollten solche Projekte für alle Beteiligten schließlich eine Herzensangelegenheit sein, wie willst ein Spiel sonst in die Rubrik "Exzellent" bringen?

Wenn man nicht hinter eine Sache steht und nicht dafür alles gibt, kann man auch qualitativ nicht ganz überzeugen. Das liegt in der Natur des Menschen.
Davon mag es einige geben aber qualitativ überzeugen bedeutet nicht zwingend, dass man quasi sein Privatleben aufgeben muss um all seine Energie in ein Projekt zu stecken!

Nicht umsonst bieten immer mehr Firmen wie Google, ect. eine freie Arbeitsgestaltung an. Das beste Ergebnis bringt man meiner Meinung nach wenn Arbeit und Familienleben im Einklang sind.

Alles andere ist er gezwungen.


@Masterxploder

Na immer noch gefrustet oder eher nen Hörsturz von der Pro :goodwork:
 

miko

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Wundert mich jetzt ehrlich gesagt nicht, dass ein Nintendo Markenlemming die tiefergehenden Probleme bei derartigen Praktiken weder begreift noch hinterfragt. Die Dynamik am Arbeitsplatz ist halt was anderes als das übliche Tralala im Pokemonland.
im pkmn land werden solche praktiken nicht praktiziert. und das obwohl wir von einem japanischen unternehmen sprechen.
das ausgerechnet ein nintendo fan crunch schön redet, obwohl diese ein gegner von sowas sind, weil es der kreativität schadet :rolleyes:
 

Masterxploder

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im pkmn land werden solche praktiken nicht praktiziert. und das obwohl wir von einem japanischen unternehmen sprechen.
das ausgerechnet ein nintendo fan crunch schön redet, obwohl diese ein gegner von sowas sind, weil es der kreativität schadet :rolleyes:
Dass gerade ein japanisches Unternehmen auf Crunch verzichtet glaube ich jetzt weniger. Da sind 60+ Stunden Wochen im normalen Bürobetrieb ja leider eher die Regel als die Ausnahme.
 

Nullpointer

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Du legst am Montag um 8 Uhr los bis in die Nacht rein, schläfst dort paar Stunden und weiter gehts. Das kann schon bei manchen funktionieren, die eh keine Familie, Hobbys etc. haben.

Das man dann natürlich nach einigen Jahren völlig ausgebrannt ist, ist auch klar.
Nach Jahren?
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Nach einem 16h Tag machst du den nächsten Tag nicht viel anderes als die Bugs vom Vortag fixen. Kein Mensch kann sich so lange effizient konzentrieren. Es gibt genügend Studien die festgestellt haben, das viel mehr als 40h vollkommener Käse sind. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen.
 

Frontliner

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Wie immer nur die negative Seite gesehen wird. Als ob alle ausnahmslos gezwungen wurden.

Was ist, wenn es einige gern gemacht haben. "Sein Baby" fertigbekommen und fast 24/7 daran arbeiten. Wer macht das nicht gerne? Normalerweise sollten solche Projekte für alle Beteiligten schließlich eine Herzensangelegenheit sein, wie willst ein Spiel sonst in die Rubrik "Exzellent" bringen?

Wenn man nicht hinter eine Sache steht und nicht dafür alles gibt, kann man auch qualitativ nicht ganz überzeugen. Das liegt in der Natur des Menschen.
selbst wenn man seinen job mag, sein Produkt mag und sich für etwas begeistert, arbeiten die wenigstens davon gerne 100h und schon gar nicht über eine längere Zeit. 100h in der Woche zu arbeiten ist immer schlecht, und ist häufig einfach Missmanagement. Zu wenig Ressourcen, zu wenig zeit, falsch geplante Projekte usw.

finde den Beitrag etwas "speziell" um ehrlich zu sein. 100h arbeiten ist nicht gesund, selbst wenn man etwas gerne macht.
 

3headedmonkey

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Nach Jahren?
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Nach einem 16h Tag machst du den nächsten Tag nicht viel anderes als die Bugs vom Vortag fixen. Kein Mensch kann sich so lange effizient konzentrieren. Es gibt genügend Studien die festgestellt haben, das viel mehr als 40h vollkommener Käse sind. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen.
Bis auf eigene Außnahmen, wie bspw. bei gerade sehr Erfolgreichen Messreihen, um so viele Daten wie möglich zu bekommen, stimme ich zu.

Bzgl. Bürojobs reduziert eine Neuseeländische Firma die geregelte Arbeitszeit auf 30h die Woche und die Arbeiter sind genauso effektiv, während sie zufriedener und glücklicher sind.
https://www.theguardian.com/world/2...nd-firms-four-day-week-an-unmitigated-success

Dass gerade ein japanisches Unternehmen auf Crunch verzichtet glaube ich jetzt weniger. Da sind 60+ Stunden Wochen im normalen Bürobetrieb ja leider eher die Regel als die Ausnahme.
In Japan gibt es die Arbeitsphilosphie, dass man einfach bei der Arbeit bleibt. Silicon Valley hat das bspw. ja auch übernommen, sodass sich Mitarbeiter so wohl fühlen wie möglich, durch exquisite entgeltloses Catering, Spielplätzen oder sonst was.
 

Nullpointer

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Bis auf eigene Außnahmen, wie bspw. bei gerade sehr Erfolgreichen Messreihen, um so viele Daten wie möglich zu bekommen, stimme ich zu.
Ja. Leider handelt es sich bei diesen Methoden im Gamingbereich meist nicht nur um ein paar Überstunden um am Ende einen Meilenstein zu halten sondern um einen perversen Dauerzustand. So ist z.B. GTA5 entstanden.
Und oh Wunder, der Mitarbeiter ist jetzt kein Spieleentwickler mehr "Ex video games expendable resource person."

In Japan gibt es die Arbeitsphilosphie, dass man einfach bei der Arbeit bleibt.
Ich weiß. Diese Ausbeutung ist einfach eklig. Wenn es wenigstens gut bezahlt wäre.
 

Ark

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cool einfach mal ein mod der hier crunch verharmlost. :rolleyes:
selbst ea und ubisoft schaffen es mittlerweile normale arbeitsbedingungen zu bieten, sowas sollte zu denken geben...
Ich verharmlose nichts, sondern zeige eine andere Sicht auf die Dinge. Dieses "Oh mein Gott! Alles ist scheiße und böse! Schieben wir gleich Panik und machen Shitstorm." ist eine falsche Einstellung meines Erachtens, aber leider weit verbreitet. Einfach nur nervig.
Noch dazu spreche ich hier nicht für CW, sondern nur für mich. Für Ark.

im pkmn land werden solche praktiken nicht praktiziert. und das obwohl wir von einem japanischen unternehmen sprechen.
das ausgerechnet ein nintendo fan crunch schön redet, obwohl diese ein gegner von sowas sind, weil es der kreativität schadet :rolleyes:
Wie gesagt, ich rede nichts schön. Zeige nur auf, dass man nicht alles negativ sehen sollte. Wenn jemand gezwungen wird, ist es selbstverständlich scheiße und nicht gut. Wobei natürlich auch keiner gezwungen wird, bei der Firma zu bleiben. Ein kompetenter Arbeitnehmer findet einen neuen Job. Und nochmal: Das ist nur meine Meinung und meine Erfahrung.

Gibt sicherlich Ausbeuterfirmen, aber der Arbeitnehmer hat da schon auch eine wesentliche Rolle, warum er so behandelt wird, wie er behandelt wird. Man hört ja immer nur eine Seite.

Nicht umsonst bieten immer mehr Firmen wie Google, ect. eine freie Arbeitsgestaltung an. Das beste Ergebnis bringt man meiner Meinung nach wenn Arbeit und Familienleben im Einklang sind.
Das ist sogar wesentlich. Du kannst dich auf eine Sache nicht konzentrieren, wenn du Angst um deinen Job haben musst oder "geknechtet" wirst. Was glaubst du, bezweckt Google oder Facebook damit? Das ist natürlich auch eine Motivation, noch länger in dem Campus bzw. in der Firma zu bleiben und 24/7 über die Arbeit zu diskutieren und Kreativität zu fördern.

Samariter sind das nicht.
 

Frontliner

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Wie gesagt, ich rede nichts schön. Zeige nur auf, dass man nicht alles negativ sehen sollte. Wenn jemand gezwungen wird, ist es selbstverständlich scheiße und nicht gut. Wobei natürlich auch keiner gezwungen wird, bei der Firma zu bleiben. Ein kompetenter Arbeitnehmer findet einen neuen Job. Und nochmal: Das ist nur meine Meinung und meine Erfahrung.
.
du vergisst da einen ganz wesentlichen punkt. "gezwungen wirst du nicht". nein, wirst du evtl. nicht. nur wenn es ein Grossteil der Belegschaft, sagen wir mal "freiwillig" macht, ist natürlich Druck da. du kannst das jetzt gerne verneinen, wir können auch so tun als findet jeder sofort wieder einen job, oder als ob es nicht zu einem Zeitpunkt so ist, das man halt die entlässt welche nicht "performen", wobei performance anhand von Arbeitsstunden gemessen wird.

ich wäre da einfach ganz vorsichtig mit solchen aussagen. plötzlich sitzen leute nichtstuend einfach noch an ihrem tisch, schieben überstunden, sind aber nur anwesend damit sie nicht abfallen, von Produktivität keine spur.

das ist schon eher die Realität.
 

Striko

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Wie immer nur die negative Seite gesehen wird. Als ob alle ausnahmslos gezwungen wurden.

Was ist, wenn es einige gern gemacht haben. "Sein Baby" fertigbekommen und fast 24/7 daran arbeiten. Wer macht das nicht gerne? Normalerweise sollten solche Projekte für alle Beteiligten schließlich eine Herzensangelegenheit sein, wie willst ein Spiel sonst in die Rubrik "Exzellent" bringen?

Wenn man nicht hinter eine Sache steht und nicht dafür alles gibt, kann man auch qualitativ nicht ganz überzeugen. Das liegt in der Natur des Menschen.
In Japan sterben im Jahr hunderte Menschen an dieser Scheiße, also die Überbelastung in der Arbeit und du versuchst ernsthaft diesen Mist schönzureden? Man muss auch nicht Moralapostel sein, um das schlecht zu finden. Gerade bei Programmieren lässt die Konzentration extrem nach, wenn sie die ganze Woche über täglich im Schnitt mehr als 14 Stunden arbeiten müssen. Das wirkt sich nicht gut aus auf die Qualität aus, das Gegenteil ist der Fall. Außerdem... wieso muss man überhaupt so viel arbeiten, um ein Spiel fertig zu bekommen? Weil die Entwicklungszeit nicht ausreicht, die der Publisher vorgesehen hat. Es wird also nicht 14 Stunden gearbeitet, um eine besonders gute Qualität abzuliefern, sondern um das Spiel in einer unrealistischen Entwicklungszeit fertig zu bekommen. Weil der Publisher um jeden Preis das Weihnachtsgeschäft nicht verpassen will. Es geht um Profitmaximierung zulasten der Qualität und der Gesundheit der Mitarbeiter. Da gibt es keine "positiven" Seiten.
 

UchihaSasuke

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12 Dez 2006
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Wie immer nur die negative Seite gesehen wird. Als ob alle ausnahmslos gezwungen wurden.

Was ist, wenn es einige gern gemacht haben. "Sein Baby" fertigbekommen und fast 24/7 daran arbeiten. Wer macht das nicht gerne? Normalerweise sollten solche Projekte für alle Beteiligten schließlich eine Herzensangelegenheit sein, wie willst ein Spiel sonst in die Rubrik "Exzellent" bringen?

Wenn man nicht hinter eine Sache steht und nicht dafür alles gibt, kann man auch qualitativ nicht ganz überzeugen. Das liegt in der Natur des Menschen.
Man wird gezwungen, es wird zwar einem nicht ins Gesicht gesagt aber indirekt. Das weiß man aber wenn man schon im Leben gearbeitet hat
 
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Damokles
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Es sind in der Geschichte auch schon zahlreiche Künstler gestorben, da sie sich an ihren Werken ab- und todgearbeitet haben.

Genauso wie Sportler, die zu viel trainierten und einen kritischen kreislaufzusammenbruch.

Oder "Gamer" die zu lange am Stück gespielt haben und ebenfalls gestorben sind.

Bei allen lässt sich ein gemeinsamer Nenner finden, Leidenschaft.

Sollte man das kritisch betrachten? Ja, natürlich. Trotzdem sind hier Äpfel/Birnen vergleiche nicht angebracht.

(Freiwillige) Crunch Arbeit bei Spielentwicklern haben nunmal gar nichts mit angeordneten Überstunden und akkordarbeit in chinesischen halbleiterfabriken zu tun. :nix:

Das man gezwungen wird ist natürlich völliger Quatsch!
Druck ja, Zwang nein
 
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Xyleph

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Überstunden, knapp überdurchschnittliche Bezahlung und dann noch die Gamingcommunity hinter sich haben.

Kein wunder dass sich viele in die Applikationsentwicklung flüchten.
 

Nullpointer

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Freiwillig
:rofl:

Weil unzählige dumme 'leidenschaftliche' junge Menschen in diese Branche nachströmen, kann es überhaupt zu solchen Zuständen kommen. Ausbeutung in Reinkultur.

Ich rate ja jedem von der Gaming-Branche ab. Beschissene Bezahlung und miese work life balance. Tut man sich nur an, wenn man jung und dumm ist. Keine Sorge, war ich auch mal.
 

Striko

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Bei allen lässt sich ein gemeinsamer Nenner finden, Leidenschaft.

Sollte man das kritisch betrachten? Ja, natürlich. Trotzdem sind hier Äpfel/Birnen vergleiche nicht angebracht.

(Freiwillige) Crunch Arbeit bei Spielentwicklern haben nunmal gar nichts mit angeordneten Überstunden und akkordarbeit in chinesischen halbleiterfabriken zu tun.
Oh man... Leidenschaft, ja klar. Wie naiv das ist. Das sind ganz normale Mitarbeiter die unter Druck sich zu Tode arbeiten, weil sie ihren Job nicht verlieren wollen, weil sie vielleicht eine Familie zu ernähren haben usw. In Japan hat das mit einem gesellschaftlichen Druck zu tun. Da ist nix mit Leidenschaft.
 
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Enigma

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du vergisst da einen ganz wesentlichen punkt. "gezwungen wirst du nicht". nein, wirst du evtl. nicht. nur wenn es ein Grossteil der Belegschaft, sagen wir mal "freiwillig" macht, ist natürlich Druck da. du kannst das jetzt gerne verneinen, wir können auch so tun als findet jeder sofort wieder einen job, oder als ob es nicht zu einem Zeitpunkt so ist, das man halt die entlässt welche nicht "performen", wobei performance anhand von Arbeitsstunden gemessen wird.

ich wäre da einfach ganz vorsichtig mit solchen aussagen. plötzlich sitzen leute nichtstuend einfach noch an ihrem tisch, schieben überstunden, sind aber nur anwesend damit sie nicht abfallen, von Produktivität keine spur.

das ist schon eher die Realität.
Du meinst bei der Arbeit vor dem PC sitzen und beispielsweise in einem Gameing-Forum posten? :angst:xD:v:

Sorry ich konnte nicht widerstehen. Schliesse mich dabei aber auch nicht aus.
 

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Ich rate ja jedem von der Gaming-Branche ab. Beschissene Bezahlung und miese work life balance. Tut man sich nur an, wenn man jung und dumm ist. Keine Sorge, war ich auch mal.
jetzt nur noch dumm? :v: ba dum ts ;) sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. ;)
zum Rest, volle Zustimmung.

@Enigma
ja, zum Beispiel :v: wenn der Code am compilen ist, darf man das :v:
 

Ark

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du vergisst da einen ganz wesentlichen punkt. "gezwungen wirst du nicht". nein, wirst du evtl. nicht. nur wenn es ein Grossteil der Belegschaft, sagen wir mal "freiwillig" macht, ist natürlich Druck da. du kannst das jetzt gerne verneinen, wir können auch so tun als findet jeder sofort wieder einen job, oder als ob es nicht zu einem Zeitpunkt so ist, das man halt die entlässt welche nicht "performen", wobei performance anhand von Arbeitsstunden gemessen wird.

ich wäre da einfach ganz vorsichtig mit solchen aussagen. plötzlich sitzen leute nichtstuend einfach noch an ihrem tisch, schieben überstunden, sind aber nur anwesend damit sie nicht abfallen, von Produktivität keine spur.

das ist schon eher die Realität.
Der Arbeitgeber will seine Arbeitnehmer nicht vergraulen, sondern gute behalten. Es ergibt langfristig also allein aus der Sicht keinen Sinn, diese Personen auszubeuten.

Und wer keine Leistung bringt - und das ist bei dem Großteil bedauerlicherweise so -, wird eben nicht wie ein Kind behandelt. Ist ja auch in Firmen in Deutschland nicht anders, der eine beschwert sich, dass er keine Gehaltserhöhung bekommen hat. Das Warum wird gar nicht hinterfragt, dass es an der Leistung liegt, kommt schließlich gar nicht in Frage. Das passiert bei 10 Leuten und Schwupps, hast du den Shitstorm auf deiner Seite. Der Arbeitgeber kommentiert so einen Schwachsinn nicht. Die Masse wird schon Recht haben.

Ich will nicht damit sagen, dass es keine Ausnahmen gibt, aber meist sollte der Arbeitnehmer seine Einstellung hinterfragen, warum er einfach nicht das ist, was er sein will.

Allein die Sache aus der Sicht des Arbeitsgebers betrachten. Das ist ein Geben und Nehmen und nicht einseitig, wie immer getan wird: "Böses Management."
Und wer die Leistung nur anhand der Arbeitszeit sieht, ist sicherlich kein guter Arbeitgeber. Das gehört schon dazu, also Einsatz über den 40h zu zeigen, du vertraust jedem ja, aber eben nicht nur.

Und nochmal: Es ist alles nur meine Meinung. Und sollte ein Verhalten wirklich nicht gut für den Arbeitnehmer sein und der Arbeitgeber ihn unfair behandeln, ist das natürlich nicht gut.
 

Frontliner

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Die Belegschaft will seine Arbeitnehmer nicht vergraulen, sondern gute behalten. Es ergibt langfristig also allein aus der Sicht keinen Sinn, diese Personen auszubeuten.

Und wer keine Leistung bringt - und das ist bei dem Großteil bedauerlicherweise so -, wird eben nicht wie ein Kind behandelt. Ist ja auch in Firmen in Deutschland nicht anders, der eine beschwert sich, dass er keine Gehaltserhöhung bekommen hat. Das Warum wird gar nicht hinterfragt, dass es an der Leistung liegt, kommt schließlich gar nicht in Frage. Das passiert bei 10 Leuten und Schwupps, hast du den Shitstorm auf deiner Seite. Der Arbeitgeber kommentiert so einen Schwachsinn nicht. Die Masse wird schon Recht haben.

Ich will nicht damit sagen, dass es keine Ausnahmen gibt, aber meist sollte der Arbeitnehmer seine Einstellung hinterfragen, warum er einfach nicht das ist, was er sein will.

Allein die Sache aus der Sicht des Arbeitsgebers betrachten. Das ist ein Geben und Nehmen und nicht einseitig, wie immer getan wird: "Böses Management."
Und wer die Leistung nur anhand der Arbeitszeit sieht, ist sicherlich kein guter Arbeitgeber. Das gehört schon dazu, also Einsatz über den 40h zu zeigen, du vertraust jedem ja, aber eben nicht nur.

Und nochmal: Es ist alles nur meine Meinung. Und sollte ein Verhalten wirklich nicht gut für den Arbeitnehmer sein und der Arbeitgeber ihn unfair behandeln, ist das natürlich nicht gut.
"die Belegschaft nicht vergraulen"- a) ist das immer noch eine Sache von Angebot und Nachfrage, je nachdem kannst du deine Belegschaft sehr wohl vergraulen und b) Leistung sollte sich nicht über die Arbeitsstunden definieren! Der Mensch ist per se mit zunehmenden Arbeitsstunden weniger Leistungsfähig. deshalb gibt es auch sowas wie angeordnete überstunden und ein Arbeitnehmerschutz.

das nächste Treppchen auf der Leister ist nämlich Medikamentenmissbrauch, um überhaupt wirklich 60h + Leistungsfähig zu bleiben. Es gibt keine positiven Effekte bei derart vielen überstunden! Jeder der in der Entwicklung arbeitet weiss, das es mal zu mehr kommen kann (Releasewochenenden und damit einhergehende Probleme frühezeitig am Wochenende noch lösen etc.) aber es ist und darf kein Dauerzustand sein.

Leistung definiert sich nicht über die Anzahl Arbeitsstunden! sondern schon eher darüber was du in der Lage bist in einer Arbeitsstunde zu Leisten. das diese Leistung mit zunehmenden Stunden abfallend ist, sollte klar sein und eben, gesundheitliche Risiken oder dann eben der Push mit anderen mitteln. das ist die Leistungsgesellschaft. irgendwann kommt der Punkt wo du etwas nehmen MUSST um in Sachen Leistung mit deinen Mitarbeitern - oder Konkurrenten - mitzuhalten. Ist das ein toller Zustand? Nein! aber etwas wo man hinkommt wenn man diese Ansicht der Dinge nicht bekämpft. Deshalb sind die Shitstorms schon ganz gut und richtig.
 

ChoosenOne

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Oh man... Leidenschaft, ja klar. Wie naiv das ist. Das sind ganz normale Mitarbeiter die unter Druck sich zu Tode arbeiten, weil sie ihren Job nicht verlieren wollen, weil sie vielleicht eine Familie zu ernähren haben usw. In Japan hat das mit einem gesellschaftlichen Druck zu tun. Da ist nix mit Leidenschaft.
Naiv ist höchstens deine veralgermeinende Sichtweise. Wir reden hier nun mal nicht von "normal arbeitern/angestellten" die im Büro tagesdienst schieben.

Wir sprechen von entwicklerstudios die quasi ausschließlich projektorientiert und mit time- sowie deadlines zu tun haben. Deren Mitarbeiter sind ausgesuchte Profis auf ihren Gebieten oder glaubst du das dort auch die sekräterinen oder reinigungskräfte 100h Wochen haben.

Und ja, jeder von den betroffen dürfte sicher quasi sofort einen anderen Job finden mit anderen Anforderungen. Das sie bleiben und sich dem Stress antun hat fast ausschließlich individuelle Gründe wie die Leidenschaft für das was man tut ( den das Arbeitszeiten UND Bezahlung scheisse sind haben wir ja bereits geklärt).

Das betrifft auch nicht nur gameentwicler sondern auch andere Firmen die in der unterhaltungsindustrie unterwegs sind. Glaubst du etwa, das bei einem Film set nach 8h der Hammer fällt sofern man sich dem geplanten drehende nähert?

Es sollte sich nun mal jeder genau überlegen, ob er diesen Job machen will und sich dem aussetzt. Den es ist sicher weder lukrativ noch gesund.

Und japanischer workaholic hätt hiermit nichts zu tun, sondern hätt andere kulturelle gründe
 
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