Markt Die Zukunft des Gaming Business

Nullpointer

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Die Belegschaft will seine Arbeitnehmer nicht vergraulen, sondern gute behalten. Es ergibt langfristig also allein aus der Sicht keinen Sinn, diese Personen auszubeuten.
Nun, bei Rockstar scheint das offensichtlich nicht der Fall zu sein.
Und wieso ist dann allgemein die Karrieredauer in der Spieleindustrie so viel kürzer als bei Jobs in vergleichbaren Branchen?

"die Belegschaft nicht vergraulen"- a) ist das immer noch eine Sache von Angebot und Nachfrage, je nachdem kannst du deine Belegschaft sehr wohl vergraulen und b) Leistung sollte sich nicht über die Arbeitsstunden definieren! Der Mensch ist per se mit zunehmenden Arbeitsstunden weniger Leistungsfähig. deshalb gibt es auch sowas wie angeordnete überstunden und ein Arbeitnehmerschutz.
Wo gibt es das im amerikanischen/kalifornischen Arbeitsrecht? Bin kein Jurist, aber den Vergleich mit deutschem/europäischem Arbeitsrecht wird das wohl nicht standhalten.
Vielleicht liegt es auch daran, dass wir hier keine AAA-Studios haben. Lohnt sich einfach nicht.
 

Frontliner

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Naiv ist höchstens deine veralgermeinende Sichtweise. Wir reden hier nun mal nicht von "normal arbeitern/angestellten" die im Büro tagesdienst schieben.

Wir sprechen von entwicklerstudios die quasi ausschließlich projektorientiert und mit time- sowie deadlines zu tun haben. Deren Mitarbeiter sind ausgesuchte Profis auf ihren Gebieten oder glaubst du das dort auch die sekräterinen oder reinigungskräfte 100h Wochen haben.

Und ja, jeder von den betroffen dürfte sicher quasi sofort einen anderen Job finden mit anderen Anforderungen. Das sie bleiben und sich dem Stress antun hat fast ausschließlich individuelle Gründe wie die Leidenschaft für das was man tut ( den das Arbeitszeiten UND Bezahlung scheisse sind haben wir ja bereits geklärt).

Das betrifft auch nicht nur gameentwicler sondern auch andere Firmen die in der unterhaltungsindustrie unterwegs sind. Glaubst du etwa, das bei einem Film set nach 8h der Hammer fällt sofern man sich dem geplanten drehende nähert?

Es sollte sich nun mal jeder genau überlegen, ob er diesen Job machen will und sich dem aussetzt. Den es ist sicher weder lukrativ noch gesund.

Und japanischer workaholic hätt hiermit nichts zu tun, sondern hätt andere kulturelle gründe
Nur weil eine Branche so ist wie sie ist, ist es nicht per se gut. Das es so ist stimmt, nur gut finden muss man das nicht.

Und workoholics muss man vor sich selber schützen, denn irgendwann kommt doch noch bei den meisten workoholics der tiefe fall
 
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MrSalbei

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Überstunden, knapp überdurchschnittliche Bezahlung und dann noch die Gamingcommunity hinter sich haben.

Kein wunder dass sich viele in die Applikationsentwicklung flüchten.
Dort ist es aber auch nicht immer besser. Kommt halt auch darauf an, was man mit sich machen lässt und was man selbst machen will. Ich hatte in verschiedenen Branchen einen Arsch voll Überstunden und jede einzelne davon war freiwillig.

Ein einigermaßen fähiger Programmierer in der Game-Branche wird ganz sicher niemals Probleme haben, jederzeit in eine andere, einfachere Branche zu wechseln. Bei den anderen Berufen sieht es vielleicht nicht so rosig aus.

Die Fähigkeit zur Kommunikation mit dem Management ist entscheidend. Wie oft habe ich schon Volltrottel gesehen, die meinten "Ja, das schaffen wir in der Zeit schon", nur weil sie Angst vor dem bösen bösen Manager hatten? Es kommt nicht einfach ein Manager an und meint gleich mal "Da habt ihr Projekt XY, das habt ihr unabhängig von der Teamgröße bis zum 20. November fertigzustellen" xD
 

Masterxploder

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Verstoß ordentlicher Diskussionskultur
Jap, da zeigt sich mal wieder die Ahnungslosigkeit der üblichen. Bwl studieren und vom echten Leben keine Ahnung haben
Vom Studium ist Ark noch weit entfernt, der soll erstmal Sekundarstufe 1 hinter sich bringen. Bei dem Stuss der er hier absondert ist ja wohl offensichtlich dass er noch nie gearbeitet hat.


Und zum Thema Freiwilligkeit, einigen Leuten hier scheint nicht klar zu sein, dass man z. B. in den USA ruck zuck auf der Straße landet wenn man seinen Job verliert, krankenversichert ist man dann übrigens ebenfalls nicht mehr.
 

UchihaSasuke

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Vom Studium ist Ark noch weit entfernt, der soll erstmal Sekundarstufe 1 hinter sich bringen. Bei dem Stuss der er hier absondert ist ja wohl offensichtlich dass er noch nie gearbeitet hat.


Und zum Thema Freiwilligkeit, einigen Leuten hier scheint nicht klar zu sein, dass man z. B. in den USA ruck zuck auf der Straße landet wenn man seinen Job verliert, krankenversichert ist man dann übrigens ebenfalls nicht mehr.
Ich arbeite selbst mehr als 15 Jahre, es heißt zwar immer ist freiwillig oder wer will kann muss aber nicht. Die Realität sieht dann so aus das es heißt aber die anderen machen es auch oder man bekommt nicht mehr die guten Aufgaben und landet ganz schnell auf dem Abstellgleis weil man nicht flexibel ist. Und was regelmäßige massive Überstunden mit einem machen brauch ich ja nicht sagen, einfach mal die Krankheitstage der letzten Jahre anschauen und man sieht das immer mehr wegen Burnout ausfallen.
 

verplant80

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Nach Jahren?
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Nach einem 16h Tag machst du den nächsten Tag nicht viel anderes als die Bugs vom Vortag fixen. Kein Mensch kann sich so lange effizient konzentrieren. Es gibt genügend Studien die festgestellt haben, das viel mehr als 40h vollkommener Käse sind. Aus eigener Erfahrung kann ich das nur bestätigen.
Ich kenne Leute die programmieren 9 Stunden in der Arbeit, kommen heim. Und programmieren danach private Projekte bis in die Nacht hinein. Das ist quasi das gleiche.

Es ist ja auch nicht so dass die dann 14 Stunden am Stück programmieren, zwischendurch macht man halt Pausen, geht was Essen, geht einmal um den Block, unterhält sich mal mit jemanden etc.


Für mich ist das nix, mir langts nach 8 Stunden. Und werde garantiert nicht am Abend weiter programmieren, habe relativ schnell damals sämtliche Hobbyprojekte beendet. Genau genommen mache ich den PC Abends überhaupt nicht mehr an.
 

Masterxploder

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"die Belegschaft nicht vergraulen"- a) ist das immer noch eine Sache von Angebot und Nachfrage, je nachdem kannst du deine Belegschaft sehr wohl vergraulen und b) Leistung sollte sich nicht über die Arbeitsstunden definieren! Der Mensch ist per se mit zunehmenden Arbeitsstunden weniger Leistungsfähig. deshalb gibt es auch sowas wie angeordnete überstunden und ein Arbeitnehmerschutz.

das nächste Treppchen auf der Leister ist nämlich Medikamentenmissbrauch, um überhaupt wirklich 60h + Leistungsfähig zu bleiben. Es gibt keine positiven Effekte bei derart vielen überstunden! Jeder der in der Entwicklung arbeitet weiss, das es mal zu mehr kommen kann (Releasewochenenden und damit einhergehende Probleme frühezeitig am Wochenende noch lösen etc.) aber es ist und darf kein Dauerzustand sein.

Leistung definiert sich nicht über die Anzahl Arbeitsstunden! sondern schon eher darüber was du in der Lage bist in einer Arbeitsstunde zu Leisten. das diese Leistung mit zunehmenden Stunden abfallend ist, sollte klar sein und eben, gesundheitliche Risiken oder dann eben der Push mit anderen mitteln. das ist die Leistungsgesellschaft. irgendwann kommt der Punkt wo du etwas nehmen MUSST um in Sachen Leistung mit deinen Mitarbeitern - oder Konkurrenten - mitzuhalten. Ist das ein toller Zustand? Nein! aber etwas wo man hinkommt wenn man diese Ansicht der Dinge nicht bekämpft. Deshalb sind die Shitstorms schon ganz gut und richtig.
Der durchschnittliche Aufenthalt in der Gamingbranche beträgt 5 Jahre. Soviel zum Thema "Mitarbeiter nicht vergraulen". :lol:
 

ChoosenOne

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Nur weil eine Branche so ist wie sie ist, ist es nicht per se gut. Das es so ist stimmt, nur gut finden muss man das nicht.

Und workoholics muss man vor sich selber schützen, denn irgendwann kommt doch noch bei den meisten workoholics der tiefe fall
Ich habe auch nicht gesagt, das ich das per se gut finde (siehe meinen ersten Post dazu) und nein für mich wär das auch nichts.

Ich weise nur darauf hin, das wir von einer sehr speziellen kleinen Branche innerhalb der unterhaltungsindustrie sprechen. Und ja, da sind nun mal die Anforderungen ganz anders und das weiss man bevor man unterschreibt.

Die vergleiche die hier gestellt werden, sind zu sehr aus dem eigenen Arbeitsalltag gegriffen den man kennt und auf den man diese Aussage projiziert. Und dieser Vergleich passt nun mal hinten und vorne nicht.

Ganz davon abgesehen, das die arbeitsmentalität und den USA eh ne ganz andere ist für die die schon mal da waren.


Wird hier gerade ernsthaft karoshi (Tod durch Überarbeitung) und die Arbeitsbedingungen, die dazu führen, verteidigt?
Meine Güte.
Karoshi ist hier gar nicht das Thema, sondern wurde hier nur von einigen offtopic bzw fälschlicherweise eingeworfen
 

Hazuki

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Wenn das Game draußen ist, kräht kein Hahn mehr danach war bei RDR 1 auch nicht anders.... Schon komisch, das die beiden Games unter den Missständen nicht gelitten haben.... Wird also nicht völliges Chaots geherrscht haben^^

Dennoch Denkwürdig das ganze ....
 
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Ark

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Wird hier gerade ernsthaft karoshi (Tod durch Überarbeitung) und die Arbeitsbedingungen, die dazu führen, verteidigt?
Meine Güte.
Mein Ursprungsbeitrag hatte damit gar nichts zu tun. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass man es nicht immer einseitig sehen sollte. Deswegen auch der Vergleich mit der Gehaltserhöhung.

Nur weil das irgendwie rausgekommen ist, heißt es nicht, dass es keine Leute gab, die das auf freiwilliger Basis gemacht haben, um ihr "Baby fertig zu bringen" und ein starkes Produkt auf den Markt bringen wollen.

Und wenn man sagt, man hat 8 Stunden gearbeitet, stimmt das ja auch nicht immer. Das ist keine Akkordarbeit im Normalfall, sondern dazwischen gibt es genug Luft. Will die Nettoarbeitszeit nicht wissen. Hat mit Rockstar Games auch nichts zu tun, sondern ist eine allgemeine Sache.

Und diese bzw. manche Leute machen so was auch gerne freiwillig. Wer hatte das nicht: Muss aufhören wegen Müdigkeit, nach ein wenig Schlaf sofort wieder an die Arbeit, weil man einfach nicht abwarten kann, damit fertig zu werden. Jede Sekunde wird da reininvestiert.

Und ja, es gibt Menschen, die sehen Arbeit nicht als Arbeit, sondern gehen da voll und ganz auf. Alleine also die einseitige Ansicht (immer böse und schlecht für Arbeitnehmer) ist wieder völlig falsch und zu pauschalisierend.
Was mich nervt, ist dieser Shitstorm, der mit völliger Ahnungslosigkeit los geht. Den Arbeitgeber will man da gar nicht anhören, man ist sofort dagegen.
 

Frontliner

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Mein Ursprungsbeitrag hatte damit gar nichts zu tun. Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass man es nicht immer einseitig sehen sollte. Deswegen auch der Vergleich mit der Gehaltserhöhung.

Nur weil das irgendwie rausgekommen ist, heißt es nicht, dass es keine Leute gab, die das auf freiwilliger Basis gemacht haben, um ihr "Baby fertig zu bringen" und ein starkes Produkt auf dem Markt bringen wollen.

Und wenn man sagt, man hat 8 Stunden gearbeitet, stimmt das ja auch nicht immer. Das ist keine Akkordarbeit im Normalfall, sondern dazwischen gibt es genug Luft. Will die Nettoarbeitszeit nicht wissen. Hat mit Rockstar Games auch nichts zu tun, sondern ist eine allgemeine Sache.

Und diese Leute machen so was auch gerne freiwillig. Wer hatte das nicht: Muss aufhören wegen Müdigkeit, nach ein wenig Schlaf sofort wieder an die Arbeit, weil man einfach nicht abwarten kann, damit fertig zu werden. Jede Sekunde wird da rein investiert.

Und ja, es gibt Menschen, die sehen Arbeit nicht als Arbeit, sondern gehen da voll und ganz auf. Alleine diese einseitige Ansicht ist wieder völlig falsch und zu pauschalisiert.

Was mich nervt, ist dieser Shitstorm, der mit völliger Ahnungslosigkeit los geht. Den Arbeitgeber will man da gar nicht anhören.
ich arbeite 8h am Tag, mache meine Arbeit aber gerne und gehe gerne arbeiten. Habe aber auch ein Privatleben. wenn jetzt jeder in meiner Abteilung anfängt aus "spass" 65h Wochen zu schieben, ist der normaler Arbeiter verloren, fällt ab und riskiert unter umständen (Wenn es dem unternehmen schlecht geht) als erstes die Position zu verlieren. er ist ja nicht bereit zur "Mehrleistung". nur das der eine halt ein Privatleben hat, und Kinder, und Familie und nicht gewillt ist 60+ h zu arbeiten. da kannst du noch 65x erwähnen das die anderen es gern machen.

es ist:
a) nicht gut für das Unternehmen (Was wir gerade an dem Shitstorm sehen)
b) nicht gut für den Mitarbeiter der zu viel arbeitet (Überarbeitung, Burnout, mangelnde soziale Kontakte und damit einhergehend mögliche Krankheiten
c) für die Person welche im Team oder im Unternehmen nicht gewillt ist so viel zu arbeiten, weil er Familie hat oder einfach auch andere Interessen neben der Arbeit (was nicht heisst das er sein job nicht gut oder nicht gerne macht!)
d) für die Gesellschaft allgemein, welche immer einem noch grösseren Leistungs bzw. Arbeitsdruck ausgesetzt wird
e) für das Gesundheitssystam bzw. das soziale Netz, welche dann die "Reste" dieser Pesonen auflesen und wieder aufrappeln darf

damit widerspreche ich nicht das es jemand nicht gern macht, aber es ist weder im Interesse des Arbeitgebers, des Arbeitnehmers und der Gesellschaft wenn solche Dinge mehr und mehr Einzug halten.

und nein, es betrifft nicht nur diesen kleinen Bereich der Branche. solche Entwicklungen nehmen auch in ganz anderen Branchen und Ländern Form an. ich will nicht damit konkurrieren müssen, da ich einfach noch andere Interessen als meinen job habe.

du kannst dich gerne über den indifferenzierten Shitstorm aufregen, aber offensichtlich gibt es Leute die solche Stunden aufbringen müssen, aber nicht gewillt waren, es aber "mussten". du kannst weiter deine "mein job macht mir spass also arbeite ich 100h" fahren. tu das, ausbaden muss es dann die Gesellschaft wenn wieder jemand an sein Limit kommt, Unterstützung braucht, arbeitsunfähig wird und weiss der Teufel. Vielleicht hast du das in deinem näheren Umfeld noch nicht erlebt.

und ich möchte nochmals erwähnen: ist es einmalig, oder kurzfristig, ist sowas durchaus vertretbar. ist es ein Dauerzustand, ist es das nicht. dann hat schlicht das Unternehmen versagt. Dass sowas in den USA funktioniert ist klar. da kannst du 4 jahre 100h arbeiten, dann floppt das spiel und du bist am nächsten Tag raus. Kein Lohn, keine Krankenversicherung welche dir allfällige Therapien zur Erschöpfungserscheinung bezahlt.

Well Done

Nenn mir doch mal die positiven Aspekte deiner Denkweise das sowas ja nicht schlimm ist und ein Mitarbeiter es "gern" macht?
 

Calvin

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Ich bin da ganz bei Frontliner. Solche Arbeitsbedingungen gehen gar nicht. Die Publisher machen Millionen-Gewinne (gerade Rockstar!), aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beuten sie de facto aus. Aber auch wir müssen uns fragen, inwieweit wir mit unserem Konsumverhalten zu sowas beitragen. Ich bin gerne bereit mehr für ein Spiel zu bezahlen, wenn das bessere Arbeitsbedingungen bedeutete. Doch leider würde sowas eher in Gewinnmaximierung fließen. die aktionäre wollen ja fröhlich gestimmt werden. Ich finde es daher gut, wenn sowas öfffentlich wird und dann auch entsprechende Reaktionen auslöst. Denn nur so kann sich etwas ändern.
 

Ark

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a) ist das immer noch eine Sache von Angebot und Nachfrage, je nachdem kannst du deine Belegschaft sehr wohl vergraulen und b) Leistung sollte sich nicht über die Arbeitsstunden definieren! Der Mensch ist per se mit zunehmenden Arbeitsstunden weniger Leistungsfähig. deshalb gibt es auch sowas wie angeordnete überstunden und ein Arbeitnehmerschutz.
Wo habe ich denn diesem Punkt widersprochen? Genau deswegen macht es bspw. Google übrigens auch so, dass es "lockerer" ist. Man hält die Mitarbeiter im Campus und die arbeiten "in einem lockeren Arbeitsumfeld". So halte ich meine Mitarbeiter vor Ort und die arbeiten lang für mich. Man motiviert sie also mehr oder weniger unbewusst. Optimales Szenario, so lange die Meilensteine erreicht werden.

das nächste Treppchen auf der Leister ist nämlich Medikamentenmissbrauch, um überhaupt wirklich 60h + Leistungsfähig zu bleiben. Es gibt keine positiven Effekte bei derart vielen überstunden! Jeder der in der Entwicklung arbeitet weiss, das es mal zu mehr kommen kann (Releasewochenenden und damit einhergehende Probleme frühezeitig am Wochenende noch lösen etc.) aber es ist und darf kein Dauerzustand sein.
Für mich ist das alles viel zu pauschalisierend und geht komplett am Thema vorbei. Allein die Tatsache, dass man nicht pauschalisieren kann, wie sehr ein Mensch belastbar ist. Menschen sind unterschiedlich belastbar, somit ist so eine Aussage also unmöglich. Hey, manche finden einen Teilzeitjob schon zu viel des Guten. Nur weil du der Meinung bist, 40h sind optimal, muss das nicht stimmen. Ich sage, 60h sind optimal. Und jetzt?

Mir geht es mittlerweile fast schon zu sehr in Richtung Politik. All das interessiert mich nicht. Es geht darum, wie man die Sache sieht und manche flippen sofort komplett aus. Das ist hier das Problem.

ich arbeite 8h am Tag, mache meine Arbeit aber gerne und gehe gerne arbeiten. Habe aber auch ein Privatleben. wenn jetzt jeder in meiner Abteilung anfängt aus "spass" 65h Wochen zu schieben, ist der normaler Arbeiter verloren, fällt ab und riskiert unter umständen (Wenn es dem unternehmen schlecht geht) als erstes die Position zu verlieren. er ist ja nicht bereit zur "Mehrleistung". nur das der eine halt ein Privatleben hat, und Kinder, und Familie und nicht gewillt ist 60+ h zu arbeiten. da kannst du noch 65x erwähnen das die anderen es gern machen.
Siehe oben. Für dich sind 8h am Tag offenbar schon genug. Für mich bspw. nicht. Und jetzt? Was machen diese pauschalen Aussagen?

damit widerspreche ich nicht das es jemand nicht gern macht, aber es ist weder im Interesse des Arbeitgebers, des Arbeitnehmers und der Gesellschaft wenn solche Dinge mehr und mehr Einzug halten.
Das soll der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber ausmachen. Nicht mein Problem.

du kannst dich gerne über den indifferenzierten Shitstorm aufregen, aber offensichtlich gibt es Leute die solche Stunden aufbringen müssen, aber nicht gewillt waren, es aber "mussten".
Nicht mein Problem. Die Hintergründe bei so was sind mir nicht bekannt, deswegen kann man diesbezüglich nicht diskutieren. Aber pauschalisiert wird "von der Gesellschaft" ja immer gern.

du kannst weiter deine "mein job macht mir spass also arbeite ich 100h" fahren. tu das, ausbaden muss es dann die Gesellschaft wenn wieder jemand an sein Limit kommt, Unterstützung braucht, arbeitsunfähig wird und weiss der Teufel.
Siehe einen Absatz drüber.

Soll ich Samariter spielen? Ist doch wirklich nicht mein Problem.

Übrigens ist ein gutes Stichwort auch Sonntagsarbeiten oder Einzelhandel-24/7 (lang offen). Aber das geht weit über das Thema hier hinaus und deswegen kommen wir auch zu einem Ende.
 

Frontliner

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@Ark du willst es nicht verstehen. du erkennst nicht das Problem. deshalb macht die Diskussion keinen Sinn.

und by the way, ich kann auch mehr Stunden arbeiten. nur bin ich keine hure die ihr leben verkauft für ein bisschen Anerkennung beim Arbeitgeber

und die, "nicht mein Problem" Aussagen, machen es nicht besser.
 

ChoosenOne

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@Ark du willst es nicht verstehen. du erkennst nicht das Problem. deshalb macht die Diskussion keinen Sinn.

und by the way, ich kann auch mehr Stunden arbeiten. nur bin ich keine hure die ihr leben verkauft für ein bisschen Anerkennung beim Arbeitgeber

und die, "nicht mein Problem" Aussagen, machen es nicht besser.
Ich finde das du nach wie vor den Fehler begehst, deinen Job (Büro? ) mit dem Job im Gamedevelpment zu vergleichen

Das ist imo verkehrt.

Im Prinzip kann man schon keine deutschen und amerikanischen Arbeitsbedingungen vergleichen, da gibt's schon mentalitätsbedingt viel zu große Unterschiede.
 

Frontliner

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Ich finde das du nach wie vor den Fehler begehst, deinen Job (Büro? ) mit dem Job im Gamedevelpment zu vergleichen

Das ist imo verkehrt.

Im Prinzip kann man schon keine deutschen und amerikanischen Arbeitsbedingungen vergleichen, da gibt's schon mentalitätsbedingt viel zu große Unterschiede.
natürlich sind es unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten usw. Aber das spielt nur untergeordnet eine Rolle. Denn 100h arbeiten, ob das ein Japaner, ein Amerikaner, oder ein Europäer macht, physisch ist das in den meisten Fällen nicht gesund für den Menschen. Nur das die Amerikaner das "bejubeln" wenn du 100h "fleissig" bist, und die Japaner es nicht mal mehr bejubeln, weil es einfach normal ist.

es ist wichtig dass das Thema angesprochen wird und das es diskutiert wird. sonst wird das eher so weitergehen und auch irgendwann zu uns rüberschwappen in einer globalisierten Wirtschaft.
 
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kerv

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Ich finde das du nach wie vor den Fehler begehst, deinen Job (Büro? ) mit dem Job im Gamedevelpment zu vergleichen
Wie stellst Du Dir bitte Gamedevelopment vor?

natürlich sind es unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten usw. Aber das spielt nur untergeordnet eine Rolle. Denn 100h arbeiten, ob das ein Japaner, ein Amerikaner, oder ein Europäer macht, physisch ist das in den meisten Fällen nicht gesund für den Menschen. Nur das die Amerikaner das "bejubeln" wenn du 100h "fleissig" bist, und die Japaner es nicht mal mehr bejubeln, weil es einfach normal ist.

es ist wichtig dass das Thema angesprochen wird und das es diskutiert wird. sonst wird das eher so weitergehen und auch irgendwann zu uns rüberschwappen in einer globalisierten Wirtschaft.
Ich muss Dir insgesamt in allem ziemlich zustimmen. Wer gerne 100h pro Woche Arbeitet ist Workaholic. Und weder Workaholic sein noch es loben ist in irgendeiner Form gut.
 

Ark

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und die, "nicht mein Problem" Aussagen, machen es nicht besser.
Ich bin nicht im sozialen Zweig tätig.
Jegliche Arbeitsbedingungen, die nicht mich betreffen, sind mir tatsächlich egal. Das ist eine Sache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn ein Bekannter nur 1000€ im Monat verdient und dafür 40h arbeitet, ist dieser komplett selbst schuld. Nicht der Arbeitgeber - und vor allem nicht ich in diesem Fall. Wenn jede Last dieser Welt auf meinen Schultern liegen würde, gute Nacht. Ich bin auch nicht für die Gesellschaft zuständig, sondern für mich.

und by the way, ich kann auch mehr Stunden arbeiten. nur bin ich keine hure die ihr leben verkauft für ein bisschen Anerkennung beim Arbeitgeber
Letztendlich macht man alles, um Geld zu verdienen und sich das leisten zu können, was man sich wünscht. Manchen reicht es auch, nur die Familie zu ernähren und das Lächeln seiner Kinder zu sehen. Das sind eben Standards, die jeder anders definiert hat. Manche wollen nur eine gesunde Familie, andere wollen nur materielle Dinge und wiederum andere wollen beides.

Wir sind aber, wie ja schon erwähnt, schon längst über meinen Ursprungsbeitrag drüber.

Aber jetzt merkst du bestimmt selbst, wie politisch das Thema ist. Also beenden wir das Thema einfach, kaufe dir RDR 2 und hoffe auf ein gutes Spiel. Schließlich sind wir in einem Gaming-Forum und sollen Spaß dabei haben. :goodwork:
 

Frontliner

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Ich bin nicht im sozialen Zweig tätig.
Jegliche Arbeitsbedingungen, die nicht mich betreffen, sind mir tatsächlich egal. Das ist eine Sache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn ein Bekannter nur 1000€ im Monat verdient und dafür 40h arbeitet, ist dieser komplett selbst schuld. Nicht der Arbeitgeber - und vor allem nicht ich in diesem Fall. Wenn jede Last dieser Welt auf meinen Schultern liegen würde, gute Nacht. Ich bin auch nicht für die Gesellschaft zuständig, sondern für mich.



Letztendlich macht man alles, um Geld zu verdienen und sich das leisten zu können, was man sich wünscht. Manchen reicht es auch, nur die Familie zu ernähren und das Lächeln seiner Kinder zu sehen. Das sind eben Standards, die jeder anders definiert hat. Manche wollen nur eine gesunde Familie, andere wollen nur materielle Dinge und wiederum andere wollen beides.

Wir sind aber, wie ja schon erwähnt, schon längst über meinen Ursprungsbeitrag drüber.

Aber jetzt merkst du bestimmt selbst, wie politisch das Thema ist. Also beenden wir das Thema einfach, kaufe dir RDR 2 und hoffe auf ein gutes Spiel. Schließlich sind wir in einem Gaming-Forum und sollen Spaß dabei haben. :goodwork:
RDR2 kaufe ich nicht, keine Zeit :v: und zudem, kein Geld der Welt bezahlt dir die verlorene Zeit. du wirst das schon irgendwann mal noch lernen, scheinst noch jung zu sein - vielleicht fehlt es etwas an Lebenserfahrung ;)

und nur zuletzt, folgender Satz:

"Wenn ein Bekannter nur 1000€ im Monat verdient und dafür 40h arbeitet, ist dieser komplett selbst schuld. Nicht der Arbeitgeber"

halte ich für ignorant. oder wollen wir so tun als Nutzen Unternehmen in jeglichen Ecken dieser Welt die Situation der Bevölkerung oder eines Arbeitnehmers in Not nicht aus? ich bin froh bist du nicht für sowas zuständig, denn Soziale Ader scheint für dich ein Fremdwort zu sein.
 

Calvin

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Wo habe ich denn diesem Punkt widersprochen? Genau deswegen macht es bspw. Google übrigens auch so, dass es "lockerer" ist. Man hält die Mitarbeiter im Campus und die arbeiten "in einem lockeren Arbeitsumfeld". So halte ich meine Mitarbeiter vor Ort und die arbeiten lang für mich. Man motiviert sie also mehr oder weniger unbewusst. Optimales Szenario, so lange die Meilensteine erreicht werden.



Für mich ist das alles viel zu pauschalisierend und geht komplett am Thema vorbei. Allein die Tatsache, dass man nicht pauschalisieren kann, wie sehr ein Mensch belastbar ist. Menschen sind unterschiedlich belastbar, somit ist so eine Aussage also unmöglich. Hey, manche finden einen Teilzeitjob schon zu viel des Guten. Nur weil du der Meinung bist, 40h sind optimal, muss das nicht stimmen. Ich sage, 60h sind optimal. Und jetzt?

Mir geht es mittlerweile fast schon zu sehr in Richtung Politik. All das interessiert mich nicht. Es geht darum, wie man die Sache sieht und manche flippen sofort komplett aus. Das ist hier das Problem.



Siehe oben. Für dich sind 8h am Tag offenbar schon genug. Für mich bspw. nicht. Und jetzt? Was machen diese pauschalen Aussagen?


Das soll der Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber ausmachen. Nicht mein Problem.



Nicht mein Problem. Die Hintergründe bei so was sind mir nicht bekannt, deswegen kann man diesbezüglich nicht diskutieren. Aber pauschalisiert wird "von der Gesellschaft" ja immer gern.


Siehe einen Absatz drüber.

Soll ich Samariter spielen? Ist doch wirklich nicht mein Problem.

Übrigens ist ein gutes Stichwort auch Sonntagsarbeiten oder Einzelhandel-24/7 (lang offen). Aber das geht weit über das Thema hier hinaus und deswegen kommen wir auch zu einem Ende.
Ich muss bei deinen Beiträgen dazu schon ganz hart schlucken. Du hältst 60-Stunden-Arbeitswoche für optimal? Hier geht es doch nicht um Belastbarkeit. Hier geht es darum, dass das Leben aus mehr als nur aus Arbeit besteht. Ich habe einen "normalen" 40-Stunden-Job. und trotzdem habe ich das Gefühl zu wenig Zeit für Familie, Freunde und Freizeit zu haben. Ich will kein Leben, dass aus Schlafen und Arbeiten besteht. Und ich will auch nicht, dass irgendjemand jemanden dazu zwingen kann, ein solches Leben zu führen. Erst Recht will ich nicht, dass mein Lieblings-Hobby nur unter solchen Arbeitsbedingungen ermöglicht wird. Die großen Publisher haben mehr genug finanzielle Ressource, um bessere Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Und wir haben als Konsumenten sicher auch noch Möglichkeiten, für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen. Indem wir mehr für Spiele bezahlen, indem wir dagegen protestieren, indem wir vielleicht auch boykottieren. akzeptieren sollten wir das zumindest in keinem Fall!
 

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Man merkt hier wieder mal deutlich, wer mit einem Ayn Rand Buch unter dem Kopfkissen schläft.
Für mich ist das alles viel zu pauschalisierend und geht komplett am Thema vorbei. Allein die Tatsache, dass man nicht pauschalisieren kann, wie sehr ein Mensch belastbar ist. Menschen sind unterschiedlich belastbar, somit ist so eine Aussage also unmöglich. Hey, manche finden einen Teilzeitjob schon zu viel des Guten. Nur weil du der Meinung bist, 40h sind optimal, muss das nicht stimmen. Ich sage, 60h sind optimal. Und jetzt?
Gibt genügend Studien die belegen, dass man mit einer 60-Stunden-Woche seine Gesundheit ernsthaft gefährdet, z.B. durch höheres Herzinfarkt-Risiko.
 
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