Der glorreiche FC Bayern München

Hasenauge

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Ribery kann man imo vergessen. Der kommt nicht mehr zurück - jedenfalls nicht mehr in der Form wo er den Bayern zu großen Triumpfen verhelfen kann.

Vor allem sollte mal der Trainer ausgetauscht werden wenn man sich nächste Saison wieder in der CL von den Großen abschlachten lässt. Finde nicht, dass sein Konzept so gut zu den Bayern passt. Es wirkt manchmal so als würde man Holzfäller in Ballettkostüme zwingen wollen.
 

Avalon

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Ich bin kein Arzt und kann deshalb nicht die Verpflichtung objektiv bewerten, aber wieso zur Hölle holen wir einen Arzt vom BVB? Mal davon abgesehen, dass wir dort schon genügend Leute rüber geholt haben, frage ich mich, was wir mit einem Arzt wollen, der in Dortmund scheinbar nicht viel retten konnte. Wenn man jetzt die letzte Saison auslässt, wo wir enormes Verletzungspech hatten, war der Dortmund gefühlt immer ganz oben dabei, was Verletzungen angeht ...

Ich hoffe Ribery wird noch einmal gesund. Vom Willen her denke ich auf jeden Fall, dass er nochmal zurückkommen und eine gute Rolle spielen kann. Der Körper muss es aber mitmachen. :/

Wenn Costa wirklich für 35 Mio. kommt, ist er natürlich überteuert, aber der Markt wird leider immer extremer. Anscheinend ist er eher auf der rechten Seite zu Hause, aber wir bräuchten eher jemanden für links, auch wenn er dort die Seite eventuell spielen könnte.

PS: Hab das neue Trikot mittlerweile auch in den Läden und finde es nicht besonders toll. Etwas schade, da man die letzten Jahre immer verwöhnt wurde. Naja, vielleicht bekomme ich das Trikot von der letzten Saison noch irgendwo billig her.

PPS: Ich hoffe an den Schweini Gerüchten ist nichts dran. Seine Karriere muss beim glorreichen FC Bayern München enden! :dbz2:
 

Devil

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Hab mir nur ein paar Videos von ihm angeschaut und die überzeugen mich jetzt nur so mittelmäßig. Dribbeltechnisch und von der Geschwindigkeit her ist er stark, gute Vorlagen kann er wohl auch geben. Wohl auf jeden Fall ein besserer Mann als Shaqiri als Ersatz/Nachfolge von Robben und Ribery. Ein Ribery kam im beinahe selben Alter nach München und war allerdings damals schon besser. Soll nicht heißen, dass man heute noch Glücksgriffe wie Ribery erwarten kann (schon gar nicht zu dem Preis), nur, dass ich noch nicht weiß, ob Costa jemals eine ähnliche Entwicklung durchmachen können wird.

Ansonsten spielt er manchmal ein wenig dumm bzw egoistisch auf schön, was ihm hoffentlich noch abtrainiert wird. Sein Abschluss sieht leider nicht gerade gefährlich aus.

Bin mal gespannt. Der wird mit Sicherheit 50-70% der Saison Zeit kriegen zu spielen, da er links und rechts spielen kann und Robben und/oder Ribery eh ständig ausfallen.
 

miperco

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snagel178


Der FC Bayern München hat am heutigen Mittwoch, den 1. Juli 2015, den brasilianischen Nationalspieler Douglas Costa (24) unter Vertrag genommen. Zusammen mit Bayerns stellvertretendem Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen, der mit Douglas Costas bisherigem Klub Shakhtar Donetsk die Verhandlungen geführt hatte, unterzeichnete der 1,72 m große Stürmer am Vormittag einen Fünfjahresvertag (bis zum 30.6.2020) beim deutschen Rekordmeister.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Douglas Costa verpflichten konnten“, erklärt Jan-Christian Dreesen, „sein Fünfjahresvertrag bis 2020 zeigt auch, dass wir mit diesem Stürmer für die Zukunft des FC Bayern planen. Wir wünschen ihm nun, dass er sich schnell hier in München und beim FC Bayern einlebt und die erhoffte Verstärkung für unser Team sein wird.“

„Douglas Costa wird unserer Mannschaft gut tun“, versichert auch Sportvorstand Matthias Sammer, „er hat große technische Fähigkeiten, einen starken linken Fuß, ist sehr beweglich und extrem schnell.“ Eigenschaften, die der Stürmer bereits im Champions League-Achtelfinale im Trikot von Shakhtar Donetsk gegen den FC Bayern bewiesen hat. „Douglas Costa hat sich entschieden, nach Brasilien und der Ukraine nun in der Bundesliga und beim FC Bayern München den nächsten Schritt in seiner Laufbahn zu machen. Wir werden ihn dabei in allen Belangen unterstützen.“

„Für mich erfüllt sich heute ein Traum,“ erklärte Douglas Costa nach seiner Vertragsunterzeichnung heute Vormittag. „Ich bin stolz, nun beim FC Bayern zu spielen, bei dem schon so viele bekannte brasilianische Spieler unter Vertrag waren. Ich freue mich auf ein großartiges Team und werde alles dafür tun, um die in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen.“

Da Douglas Costa bis vergangene Woche noch für Brasilien bei der „Copa America“ im Einsatz war erhält er von Trainer Pep Guardiola noch ein paar Tage „Sonderurlaub“ und wird erst am 11. Juli zur Mannschaft des FC Bayern München stoßen.
http://www.fcbayern.de/de/news/news/2015/presseerklaerung-fc-bayern-verpflichtet-douglas-costa-010715.php
 

tialo

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Götze soll nicht rumflennen und lieber mal an seiner Leistung arbeiten.

Seine erste Saison bei Bayern fand ich noch ziemlich gut, nicht ganz so hervorragend wie bei Dortmund, aber trotzdem hat er ordentlich geliefert imo und auch in wichtigen Spielen getroffen (beim Bayern -BVB-Spiel damals bspw.)

Jetzt in der zweiten Saison war er schon deutlich schlechter, da muss er sich unbedingt wieder steigern. Sein Tor gestern gegen Mailand war klasse, gerade solche Abschlüsse muss er mal wieder viel öfter bringen.
 

xNn

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Laut Poschmann gestern war er auch der Spieler mit den fünftmeisten Einsätzen aller Bayern-Spieler
 

Wiesenlooser

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Verstehe Götzes Problem nicht. Von seinen Anlagen her passt er sehr gut in Guardiolas System. Er muss nur mal sein Potenzial abrufen und das liegt an ihm. Er hat wirklich mehr als genug einsatzzeiten
 

Kakashi

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Pep Guardiola verzweifelt an den Deutschen

Jetzt verschießen die Bayern auch noch Elfmeter. Den Supercup am vorigen Samstag verloren sie, weil Wolfsburg vom Punkt besser traf. Schon im DFB-Pokal gegen Dortmund im April landete keiner der vier Versuche der Bayern im Netz. Deutschlands größter Fußballverein versagt in der urdeutschen Disziplin.

Elfmeter sind nicht nur, aber auch Glückssache, einem Trainer wird man eine Niederlage im Shootout nicht vorwerfen, auch nicht Pep Guardiola. Aber der verpasste Supercup-Titel befeuert eine seltsame Debatte, die weit in die neue Bundesliga-Saison reichen wird, die am Freitag beginnt. Es geht um seine Art, seine Zukunft, gar seine Qualität.

Vielleicht geht es aber um etwas anderes, vielleicht um grundsätzlichere Fragen: Passen Pep und die Deutschen zusammen? Mögen sie seinen Fußball? Und verstehen sie ihn?

Guardiola und die Deutschen – es ist eine schwierige Beziehung. Sie fremdeln mit ihm und er verzweifelt an ihnen. Er begreift nicht, dass die Deutschen selbst in der Stunde eines seiner größten Siege, dem 6:1 gegen Porto im April, lieber über seine geplatzte Hose reden als über Pass- und Laufwege. Und als er jüngst wieder mal nach irgendwas gefragt wurde statt nach dem nächsten Angriffszug, sagte er: "Ich verstehe nicht, warum wir nicht über Fußball reden."

Als Uli Hoeneß ihn vor gut zwei Jahren nach München holte, wurde Guardiola fast heilig gesprochen. Dann gewann er beide Meisterschaften mit riesigem Vorsprung, kam zwei Mal ins Halbfinale der Champions League. Eine sehr gute Bilanz, zumal wohl keine deutsche Mannschaft zuvor derart harmonisch und schön spielt wie die Pep-Bayern.

Vorsicht ist die Mutter des Fußballweltmeisters

Doch die aktuellen Schlagzeilen klingen, als sehnten sich viele, selbst Bayernfans, nach dem Tag, an dem Guardiola endlich geht. "Götze gibt Guardiola noch eine Chance", schrieb die Bild-Zeitung. "Das Rätsel Pep", titelte die Sport-Bild. Er hispanisiere den Verein, sagen Kritiker. Dabei hat er sich bislang nur für einen spanischen Spieler, Thiago, starkgemacht. Und klebte nicht schon zu Beginn seiner Zeit in München an ihm das Klischee vom weichen Fußball, vom zweckfreien Ballgeschiebe? Dieser südländische Stil steht in Deutschland trotz des WM-Titels des Ästheten Löw unter Schönheitsverdacht.

Offenbar kann Guardiola in Deutschland nur dann seinen Ruf als Trainer von Welt retten, wenn er die Champions League gewinnt. "Nur" Meisterschaft und Pokal wären schon kein Erfolg mehr. Gewinnt er das Triple, heißt es sogar vielleicht: Wird aber auch Zeit!

Solch hohe Forderungen wurden an noch keinen Bundesligatrainer gestellt. Warum ist das so? Weil er so oft Thomas Müller auswechselt, den deutschesten Spieler mit dem deutschesten Namen? Oder rührt das alles aus einer deutschen Abneigung gegen Eleganz? Muss es im Fußball der Trainings- und nicht der Maßanzug sein?

Die Skepsis könnte auch daran liegen, dass in Deutschland die Analyse des Fußballs keine Tradition hat. Wir mögen das Land der Tüftler und Ingenieure sein, doch im Fußball sind uns die Volkstribune lieber. Zwar redet und schreibt man inzwischen vermehrt über Taktik, doch das bleibt eine Nische für Nerds. Das mit dem Verschieben der Viererkette und der falschen 9 glauben wir, verstanden zu haben. Doch wenn's schlecht läuft, hört man im Fernsehen die alten Sätze: Die Aggressivität fehlt. Die Einstellung stimmt nicht. Da musst du dazwischenhauen.

Daraus spricht eine konservative Auffassung von Fußball. Vorsicht ist die Mutter des Fußballweltmeisters. Zwar hat sich die Bundesliga in den vergangenen fünf Jahren entwickelt, aber vor allem im Verteidigen. Selbst bei den Konzepttrainern ist der schnelle Umschaltfußball in Mode. Man wartet auf die Fehler des Gegners, will ihn dazu zwingen. Jürgen Klopp brachte diese Form des Konterns zur Blüte.

Viele nehmen sich ihn zum Vorbild. Der Neu-Stuttgarter Alexander Zorniger sagt, dass im Fußball der gewinne, der weniger Fehler mache. Ralf Rangnick, der zur Jahrhundertwende den Teutonen gegen deren Widerstand die Raumdeckung beibrachte, steht für eine ähnliche Auffassung. Und Lucien Favre gilt als moderner Trainer, obwohl (oder weil) seine Gladbacher selbst gegen einen Zweitligisten wie St. Pauli manchmal zu acht oder neunt im eigenen Strafraum stehen.



Die Ursituation im Fußball aus Sicht deutscher Trainer: Der Gegner hat den Ball. Man "spielt" gegen den Ball. Das setzt man besser in Anführungszeichen, da wenig gespielt, mehr gerannt und gekämpft wird. Deutscher Fußball ist die offensivste Form von Defensivfußball.

Guardiola ist das suspekt. Er möchte mit dem Ball spielen, mit dem Gegner. Er will Initiative, Risiko, Spielfluss, Technik, Ballkontrolle vom Mittelfeld bis in den Strafraum. Verteidiger braucht er nur so viele wie nötig. Die verbliebenen rückt er immer weiter nach vorne, auch der Tormann. Am liebsten sind ihm deswegen leichtfüßige Spieler, die ein Gelenk mehr haben als die Typen mit preußischem Gardemaß.

An guten Tagen ist Guardiola-Fußball state of the art im Weltfußball, an schlechten kann er langatmig sein. Und wenn er verliert, hat er es ganz schwer, denn offensiver Fußball steht im Misserfolgsfall in Deutschland schnell unter Rechtfertigungszwang. Auch deswegen hinterlässt Guardiola kaum Spuren im deutschen Fußball. Es ahmt ihn kaum einer nach, von der möglichen Ausnahme Thomas Tuchel abgesehen.

Deutsche lieben Helden

Exemplarisch für das Missverständnis zwischen Pep und den Deutschen bleibt das 0:4 der Bayern gegen Real im Mai 2014, seine schwerste Niederlage. Die meisten warfen ihm vor, den Erfolg der Ästhetik geopfert zu haben. Er habe mit dem FC Bayern zu spanisch gespielt. Aus Guardiolas Sicht war es genau umgekehrt. Er hat das Mittelfeld preisgegeben, ließ seine Stürmer vorne drauf gehen, setzte auf Physis. Aus Guardiolas Sicht hatte er zu deutsch gespielt.

Solche Feinheiten gehen meist unter. Guardiola müssen viele Fragen oberflächlich vorkommen. Als er neulich vor einem Spiel Freunde im Publikum grüßte, wurde das auf der Pressekonferenz danach zum Thema. In diesen Tagen ist er dauergenervt, etwa von den Fragen nach seinem Vertrag. Bei einem Testspiel legte er sich mehrfach mit einem gegnerischen Spieler an, selbst nach dem Abpfiff beruhigte er sich nicht. Auch Trainerkollegen fällt Guardiolas Dünnhäutigkeit auf. Zusätzlich ermüden dürfte ihn ein weiteres deutsches Phänomen: die Ratschläge der Altnationalen Kahn, Beckenbauer, Effenberg.

Wenige rechnen damit, dass Guardiola noch über diese Saison hinaus in München bleiben wird. Das liegt natürlich auch an seiner Weigerung, seinen Vertrag schon jetzt zu verlängern. Er kann sich das leisten, in Manchester werden sie ihn mit Pfund-Noten bewerfen, ob bei City oder United. "Ich will nicht ein Problem für diesen Verein werden", sagt er.

Aber das wirkt berechnend. Genau wie die Entscheidungen, sich von Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Bastian Schweinsteiger zu trennen. Der war für viele Bayernfans das Vereinssymbol, für viele andere der blutende Held von Rio, obwohl er vor dem Finale keine große Rolle spielte. Die Deutschen lieben Helden.

Auch mancher Bayern-Spieler, nicht nur Mario Götze, wünscht sich, dass der Trainer mehr mit ihnen spricht. Er ist ihnen manchmal zu kalt. Doch loben sie seinen Fachverstand und seine Spielidee so überschwänglich, dass sein Nachfolger es schwer haben dürfte. Die Spieler wissen: Nie wurden sie so klug gecoacht, nie haben sie so gut gespielt wie unter Pep Guardiola.

http://www.zeit.de/sport/2015-08/pep-guardiola-fc-bayern




Erfolgreich rausgeekelt. Hoffe trotzdem er bleibt noch 2 Jahre.









Edit:


[video=youtube;1JaCywEp9_A]https://www.youtube.com/watch?v=1JaCywEp9_A[/video]

Wie schon solche "Vorfälle" medial aufgebauscht werden :lol:
 
Zuletzt bearbeitet:

superposition

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6 Okt 2012
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Viele Verallgemeinerungen, Stereotypen und Vorurteile. Bayern hat auch in der Vergangenheit nicht jedes Elfmeterschießen gewonnen, man denke ans tragische "Finale dahoam". Waren die Bayern damals auch "undeutsch" so wie die nur dem Namen nach deutsche Nationalmannschaft 1976? Bayern hat zwei Elfmeterschießen in Folge verloren, eins davon war auch noch in der Vorbereitung und bedingt wichtig (Super Cup). Man sollte nicht übertreiben.

Auch dass man in Deutschland so rückständig in Strategie und Taktik sei und andere Länder viel weiter, halte ich für Gewäsch. Hier wie im Ausland gibt es solche und solche Teams und Trainer.
 

Nerazar

L99: LIMIT BREAKER
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23 Okt 2005
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Viele Verallgemeinerungen, Stereotypen und Vorurteile. Bayern hat auch in der Vergangenheit nicht jedes Elfmeterschießen gewonnen, man denke ans tragische "Finale dahoam". Waren die Bayern damals auch "undeutsch" so wie die nur dem Namen nach deutsche Nationalmannschaft 1976? Bayern hat zwei Elfmeterschießen in Folge verloren, eins davon war auch noch in der Vorbereitung und bedingt wichtig (Super Cup). Man sollte nicht übertreiben.

Auch dass man in Deutschland so rückständig in Strategie und Taktik sei und andere Länder viel weiter, halte ich für Gewäsch. Hier wie im Ausland gibt es solche und solche Teams und Trainer.
Ich glaube, da geht es (auch) darum, dass der Durchschnittsfan und die Medien sich zu sehr auf Nebensächlichkeiten einschießen (Geplatzte Hose, irgendwelche missverstandenen Aussagen) als konkret Fragen zur taktischen Ausrichtung zu stellen und das Thema beim Fußball zu belassen.

Auch ist das deutsche Durchschnittsspiel relativ risikoarm, was Pep nicht passen dürfte. Darauf warten, dass der Gegner Fehler macht, ist nur bedingt ein attraktives Spiel. Scheinbar will Guardiola sein Spiel gestalten und fährt damit gegen das Establishment des deutschen Fußballs. Wäre schade, wenn er da so viel Widerstand erfährt, dass er keinen Bock mehr hat.
 

Wiesenlooser

L18: Pre Master
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19 Apr 2005
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Momentan wird Guardiola in der Tat rausgeekelt, da trägt er aber selbst Mitverantwortung. Teilweise hätte man sich etwas mehr Einfühlungsvermögen erwarten können. Die deutsche Medienlandschaft funktioniert in der Regel anders und wenn der trainer in der Saison, in der der Vertrag ausläuft immernoch sagt, er habe nicht entschieden ob er verlängern will, dann wird das als etwas schlechtes ausgelegt. es tut dem Selbstverständnis vom FCB nicht gut, wenn er vom eigenen Trainer so in der Luft hängen gelassen wird.

In Bayern ticken die Uhren nunmal etwas anders. Was auf dem Platz und in den Trainingseinheiten passiert ist - solange die Ergebnisse stimmen - vollkommen Sache des Trainers, aber die Kommunikation nach außen ist wichtig.In letzter Zeit wirkt er äußerst unzufrieden bei Bayern und das ist schade, weil der Verein ihm eigentlich jede erdenkliche Rückendeckung gibt.


Ich würde die Bundesliga oder den deutschen Fußball nicht als "untaktisch" bezeichnen. Im Gegenteil wird hier sehr mit Taktik gearbeitet, allerdings ist das deutsche Spiel - so wie der Deutsche an sich - eher pragmatisch, d.h. man versucht sein System nach den Stärken der Spieler anzupassen, anstatt die Spieler in ein System zu zwängen. Man darf aber nicht vergessen, dass gerade dieses Pragmatische extrem erfolgreich ist. Die Saison unter Jupp Heynckes war vielleicht das am dominantesten auftretende Team in der CL seit langem und auch der WM-Titel war letztlich nur die logische Konsequenz.

Man hat Guardiola geholt, weil man sich erhofft hat, dass er viel von der Spielkultur mit einbringt und die Bayern weiterentwickelt und langfristig zu einem Top-Team macht. Ich finde, er ist auf einem guten Weg. Aber das ist ein langfristiges Verfahren und das einzige, was Guardiola machen kann ist verlängern um das Projekt am laufen zu lassen. 2 Saisons + eine verschenkte, wo quasi das Team dauerverletzt war) reichen da nicht.
 

Ryuss

L12: Crazy
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18 Jul 2007
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Mr_Ryuss
Warum nicht?

Glaube Dante ist einer Lage, in der er sich wohl gerne Angebote anhört.

Danke sobald Badstuber wieder fit und dauerhaft spielt sind sein tage in Muc eh gezählt, obwohl ich eig. gerne mag.
 

xNn

L14: Freak
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15 Jun 2008
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Wie sieht's eigentlich bei Badstuber aus? Befindet er sich schon wieder im Aufbautraining und ist ein Comeback absehbar?
 

Wiesenlooser

L18: Pre Master
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19 Apr 2005
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Was Costa da macht ist echt krass. Die Frage ist gar nicht mehr, ob Ribery noch fit wird, sondern ob er dann überhaupt nochmal an Costas Niveau herankommt.
 

Kakashi

L18: Pre Master
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5 Nov 2005
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Kak4shi9
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cw_kakashi
Naja. Costa ist bisher überraschend gut aber er spielt mir noch zu kopflos um mit Ribery verglichen werden zu können. Heute gingen 70% der Flanken ins nichts, viele davon waren einfach überhastet oder total unpräzise. Das reicht vielleicht in der Bundesliga aber ob das in den entscheidenden CL-Partien auch so klappt werden wir sehen.
 
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