Xbox 360: Anfällige Hardware?
Berichte über Xbox 360-Systeme, die ihren Dienst quittiert haben, sind keine Seltenheit, der "Red Ring of Death" scheint unter Besitzern der Konsole mittlerweile fast so berüchtigt zu sein wie der "Blue Screen of Death" seinerzeit unter Windows-Nutzern.
Microsoft selbst hält sich eher bedeckt. Hatte man früher noch behauptet, dass sich die Fehlerrate im üblichen Rahmen, einem Bereich von 3 Prozent, bewege, äußerte sich Peter Moore kürzlich nur noch ausweichend:
"Ich kann die Ausfallquoten nicht kommentieren, es ist nicht einfach etwas - es ist ein sich bewegendes Ziel."
Was letztendlich zähle, sei ja außerdem, dass sich der Hersteller dann entsprechend um die Kunden kümmere. So hatte Microsoft vor einiger Zeit ohne weitere Begründung die Garantiezeit für die Hardware verlängert - in vielen Ländern existiert schließlich keine vom Gesetzgeber festgelegte Frist wie in Deutschland -, was von vielen als inoffizielles und stilles Eingeständnis des Problems gewertet wurde.
Auch das Techblog des Guardian beschäftigte sich mit der Frage und kommt zu dem Schluss, dass es wohl mehr als die ursprünglich angegebenen drei Prozent sein dürften. Die 360 hat laut einem Mitarbeiter von Undercutter UK, einer auf Hardwarereparaturen spezialisierten Kette, vor allem ein Hitzeproblem. So soll der Lüfter oftmals nicht genug warme Luft aus dem System abführen, was gerade für die Lötstellen auf der Hauptplatine problematisch sein würde.
Microsoft sagt allerdings nach wie vor, dass es kein spezifisches Grundproblem gebe, vielmehr hätte das Gerät eine Vielzahl von Komponenten, die irgendwann ausfallen könnten.
360-Gamer hatte vor Kurzem eine Umfrage unter den Besuchern der Seite gemacht. Von den bisher fast 4500 Teilnehmern gaben insgesamt über 60 Prozent an, dass ihr System schon mindestens einmal den Geist aufgegeben hat. Der Seitenbetreiber selbst merkt an, dass die Ergebnisse aufgrund der Natur der Umfrage sicherlich nicht repräsentativ für die gesamte Nutzerbasis seien, jedoch darauf hindeuten würden, dass die Ausfallquote deutlich höher sei, als Microsoft bisher zugeben wollte.
4players.de