Naja, da spricht man deswegen ja dann auch von strukturellen Rassismus bzw. erörtert dann in jedem Fall spezifisch auch die Folgen des Rassismus. Das ist ja auch richtig, dass man auch die Auswirkungen dann entsprechend bewertet, aber allgemein funktioniert diese Auslegung für mich einfach nicht. Natürlich kann man auch rassistisch gegenüber weißen Menschen sein. Es hat historisch und heute in den meisten Ländern dieser Welt eben nicht diese Auswirkungen und Folgen wie andersherum. Und oft wird Rassismus ja auch gelebt, ohne dass es dieses strukturelle Element überhaupt gibt. Wenn ein Afro-Amerikaner diese Tage einen Asiaten verprügelt, dann ist das natürlich auch ein rassistisch motiviertes hate crime....da muss man sich doch einig sein.
Oder nimm eben tatsächlich auch Hitler als Beispiel: Der fühlte sich, genauso wie viele Deutsche damals nach dem 1. WK unterdrückt - und das kann man ja sogar noch nachvollziehen. Er war doch deswegen dennoch schon damals schon ein Rassist, Antisemit und Nazi.
Ich weiß zumindest nicht warum man den Begriff nun verklären muss, wenn man das einfach spezfisch auf strukturellen Rassismus runterbrechen kann. Wie ich schrieb: Wer andere nur auf Grund optischer Merkmale beurteilt und vor allem verurteilt....das ist unabhängig von jedem sozialen und gesellschaftlichem Gefüge doch einfach....nicht optimal, oder?