Android

frames60

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Das Mate 20 Pro kehrt in die Android Q Beta zurück:

Ich kann mir vorstellen, dass die verschiedenen Firmen nach den schnellen Reaktionen der letzten Wochen nun langsam ihre rechtliche Situation haben prüfen lassen und daher an vereinzelten, rechtssicheren Stellen die Zusammenarbeit wieder aufnehmen. Letztlich verdienen Google, ARM und Co. ja auch einen Haufen Kohle mit Huawei, die ihnen durch diese Sanktionen durch die Lappen geht...
 

steffundso

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läuft wieder etwas besser für huawei

Gleich drei Industrieverbände haben Huawei wieder als Mitglied aufgenommen, nachdem der chinesische Hersteller zuvor aufgrund des US-Boykotts von diesen Verbänden ausgeschlossen worden war. Das betrifft die für die entsprechenden Standards verantwortlichen Organisationen WiFi Alliance, Bluetooth SIG und SD Association.
ganze news hier
 

Rappyfan

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International vielleicht, national wurden schon die anti-amerikanischen Kriegsfilme ausgepackt und in den Nachrichten Unterstützung für Huawei signalisiert, was immer noch als "privates" Unternehmen bezeichnet wird.

Da möchte ich nur kurz Mal einhaken, dass der Großteil der Chinesen von diesem Huawei Vorfall mit Amerika so gut wie nichts mitbekommen. Von Nachrichten und Kriegsfilmen habe ich hier absolut nichts mitbekommen :nix:
 

Heavenraiser

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Heavenraiser #7000
Da möchte ich nur kurz Mal einhaken, dass der Großteil der Chinesen von diesem Huawei Vorfall mit Amerika so gut wie nichts mitbekommen. Von Nachrichten und Kriegsfilmen habe ich hier absolut nichts mitbekommen
Ja, die Sachen dürften auch eher unter die Kategorie Anekdote fallen. Wobei sich die meisten Chinesen, die ich zumindest kenne, kaum für Politik interessieren, von daher kann ich es nachvollziehen, wenn man selber davon im Land wenig erfährt.

Wobei es schon besonders ist, dass die Global Times #Huawei als Hashtag bei nicht direkt zusammenhängenden Meldungen verwendet.
 

frames60

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Habe mir das Oneplus 7 Pro jetzt mal geholt, wollte es einfach testen, nachdem im HUAWEI-Streit bisher ja noch keine Einigung in Sicht ist. Da die Preise bei den Oneplus recht stabil sind, bekäme ich es auch wieder gut los. Habe es in Nebula Blue mit 8 Gbyte RAM und 256 Speicher.

Optisch ist es ein wirklich sehr großes und verhältnismäßig schweres Gerät, aber absolut sauber verarbeitet und das Blau sieht traumhaft schön aus. Aber ist wirklich an der Grenze dessen, was ich noch als gut handlebar empfinde... dagegen wirkt mein Mate 9 schon fast zierlich. Muss schauen, ob ich mich daran gewöhne. Aber ein P30 Pro wäre fairerweise auch nicht viel kleiner.

Das Display ist ein Traum, die 90Hz sind butterweich und die OLED-Darstellung ist erwartungsgemäß klasse und dank hoher Auflösung mehr als knackscharf. Allerdings... wenn man nicht direkt ein 90Hz und 60Hz Display nebeneinander hat, kann man trotzdem auch 60Hz Displays weiterhin "ohne Entzugserscheinungen" nutzen... finde da so manche Test-Aussagen, dass man nach dem Oneplus 7 Pro nie wieder ein anderes Display möchte, etwas arg übertrieben. Nichtsdestrotz, absolut tolles Display und wirklich ein Smartphone, wo das Display die absolute Hauptrolle spielt und keine Notch etc. stört.

Performance ist bombe und alles läuft sauschnell... aber auch hier, rein subjektiv sind die Unterschiede zu meinem Mate 9 recht gering, obwohl das aus 2016 stammt... zeigt aber halt auch, dass das Niveau inzwischen sehr hoch ist. Da ich auf dem Smartphone kaum spiele, ist mir die Leistung diesbezüglich allerdings recht egal, vielleicht sind die Differenzen da schon wesentlich größer.

Die Kamera habe ich bisher nur rudimentär ausprobiert, macht bisher einen guten Eindruck und auch unter schlechten Lichtverhältnisse noch prima Bilder. Aber das muss ich noch mehr probieren um da mehr dazu sagen zu können. Die ausfahrbare Frontkamera funktioniert schnell, leise und sieht wider Erwarten ganz cool aus.

Was die Bedienung angeht... manche Sachen finde ich gut, andere wieder schlecht. Muss Stand jetzt sagen, dass ich EMUI weiterhin deutlich besser finde. Die Gestensteuerung klappt bei Huawei besser (und ist in meinen Augen auch wesentlich sinniger gelöst) und so manche Punkte wie einen nicht aktivierbaren Google Discovery Feed beim nach links swipen kann ich nicht nachvollziehen (Oneplus hat da so eine eigene Lösung gebastelt, die zwar anpassbar ist, aber eben keinen solchen Feed ermöglicht. Schade, dabei wird das von Usern im Forum scheinbar schon recht lange gefordert und sollte ja eigentlich auch kein Problem sein. Andere Dinge wie Kontextaufrufe mit haptischem Feedback sind ähnlich wie bei Huawei und sehr gut, der Force-Motor ist im Übrigen klasse und macht wirklich Spaß. Ich will hier jetzt noch nicht zuviel negatives sagen, da der Mensch ja auch ein Gewöhnungstier ist und ich eben an EMUI gewöhnt bin... allerdings war es damals beim Wechsel von Samsung auf Huawei so, dass ich absolut positiv überrascht war, wie gut bei EMUI alles funktioniert und ich jetzt eher im Status bin, meinen Anspruch wieder etwas herunterschrauben zu müssen. Auch die vorinstallierten System-Apps von Oneplus sind in meinen Augen teilweise klar schlechter als ihre Huawei-Pendants.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet sehr schnell und fast immer zuverlässig... nur schade, dass man nicht direkt auf die Stelle tippen kann zum Entsperren, das Display muss dafür an sein (was aber in der Praxis faierweise wohl kaum stört, da man einstellen kann, dass das Display angeht, sobald man das Smartphone anhebt).

Bisher habe ich das Mate 9 noch als Hauptgeräte im Einsatz, ich werde das Oneplus jetzt heute / morgen soweit fertig einrichten, dass es mein Hauptgerät ist und dann wird der Alltag zeigen, inwieweit es für mich als zukünftiges Gerät taugen wird. Momentan sieht es so aus, dass wenn / falls die Huawei-Problematik wieder gelöst wird, ich dann doch zum P30 Pro umsteigen werde... ansonsten glaube ich, beim Oneplus die bestmögliche Alternative gefunden zu haben (Galaxy, Pixel und Co. haben mich noch weniger überzeugt beim Ausprobieren).
 

frames60

L20: Enlightened
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Aktueller Stand zum Thema Huawei:


Wäre natürlich erstmal eine gute Sache und würde den Support für die bereits erhältlichen Geräte aufrecht erhalten. Damit wären alle Huawei-Besitzer save und die momentanen Geräte eigentlich wieder uneingeschränkt empfehlenswert.

So, nun noch paar Punkte zum Oneplus 7 Pro:

- Kamera habe ich jetzt öfter benutzt und bin sehr zufrieden soweit. Scharfe Bilder und gute Darstellung. Der 3x Zoom ist IMHO etwas enttäuschend, weniger wegen der Bildqualität als mehr das der Zoom-Faktor kaum größer ist als der 2x Zoom vom Mate 9. Was ebenfalls definitiv schlecht ist als beim Mate 9 ist der Bookeh-Effekt, vor allem das man diesen auch nicht selbst setzen und nachträglich verändern kann.

- Die Geschwindigkeit und das Display machen in der täglichen Nutzung echt Spaß, alles ratzfatz und ultra-flüssig. Auch der Fingerabdrucksensor ist bisher zu 99% zuverlässig und kaum langsamer als der Manuelle vom Mate 9. Da gibt es auch nichts zu meckern.

Gerade lädt es auch ein neues Update, mal schauen was das so ändert :)
 

Belphegor666

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Pesthauch666
Die ganze Panikmache gegenüber China, Huawei aber insbesondere die Bedenken wegen des 5G Aufbaus wirkt erst richtig absurd, wenn man sich anschaut, dass die üblichen Verdächtigen bei uns (und nicht etwa in China) selbst Hintertüren in den Standard eingebaut haben möchten.

Sicherheit des neuen Netzes
Justizminister wollen, dass Mobilfunk-Überwachung bei 5G möglich ist

Die Justizminister der Länder sorgen sich, dass 5G-Mobilfunk allzu sicher vor staatlichem Zugriff werden könnte. Diese Woche werden sie sich wohl für eine Daten-Beschaffungspflicht für die Provider aussprechen.

Die 5G-Mobilfunknetze sollen gefälligst nicht sicherer werden als die bisherigen Netze. Genauer: Nicht abhörsicherer. Das verlangen die Justizminister der Länder laut einem Beschlussvorschlag für ihre am Mittwoch beginnende Frühjahrskonferenz, der dem SPIEGEL vorliegt.

Die Justizminister sehen in der absehbaren 5G-Architektur an mehreren Stellen die Überwachungsmöglichkeiten der Polizei gefährdet. Dem wollen sie technisch und gesetzgeberisch begegnen: "Ziel muss sein, dass die Anbieter der 5G-Netze technisch in der Lage und rechtlich verpflichtet sind, die TKÜ-Daten (Telekommunikationsüberwachung - Anm. der Red.) den Ermittlungsbehörden in gleichem Umfang und in gleicher technischer Qualität wie bisher zur Verfügung zu stellen", heißt es in dem Papier.
[...]
Quelle: Spiegel
Noch absurder ist aber, dass man so etwas fordert, obwohl man doch die Sicherheitsaspekte die 5G eigentlich mal hatte (bzw. wurden diese lediglich versprochen und werden wohl nicht mal bei 6G kommen), längst wie ein Schweizer Käse durchlöchert hat, bis diese auf das erbärmliche Niveau der vorherigen bzw. aktuellen Standards abgesenkt wurden, sodass quasi jeder dahergelaufene Gauner und Kriminelle einen IMSI-Catcher nutzen kann (die imaginierten "Überwachungschips" in Huawei Hardware braucht es dazu gar nicht). Dieses reicht aber offenbar immer noch nicht aus, man will offenbar echte Hintertüren haben (also genau das, was man Huawei vorwirft).

Verschlüsselung in 5G: "Das Rennen ist verloren"
Die Innenminister wollen die Sicherheit von 5G schwächen, um Behörden die Möglichkeit zum Abhören zu geben. Experten mahnen: Das ist längst passiert.

Große Aufregung der Sicherheitspolitiker: Die deutschen Innenminister wollen eine starke Verschlüsselung im kommenden Mobilfunkstandard 5G verhindern. Beim zuständigen Standardisierungsgremium 3GPP sorgt das für Stirnrunzeln: Regierungen und Behörden haben längst dafür gesorgt, dass 5G die gleichen Abhörstandards wie seine Vorgänger bekommt.

Keine harte Verschlüsselung
Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei bei der Standardisierung fast kein Thema gewesen, kritisiert Alf Zugenmaier, Professor für mobile Netze und Sicherheit an der Hochschule München: "Das Rennen war verloren, bevor es richtig begonnen hat." Eine Verschlüsselung des Netzverkehrs, die auch der Netzbetreiber nicht mehr entschlüsseln kann, verbat sich aus Sicht der an der Standardisierung beteiligten Firmen durch bestehende Überwachungsgesetze.

Die 3GPP-Arbeitsgruppe Strafverfolgung hat nach Ansicht von Zugenmaier dafür gesorgt, dass die Interessen der Ermittlungsbehörden gewürdigt werden. Der Experte sieht bei den Abhörmöglichkeiten daher keine großen Unterschiede zwischen 5G und älteren Mobilfunkstandards. Abhörschnittstellen zur Ausleitung von Verkehr im Sinne der entsprechenden ETSI-Standards – ausgearbeitet von 3GPP – seien längst Bestandteil der Spezifikationen.

Mit Blick auf versagende IMSI-Catcher meint Zugenmaier, dass die Änderungen im Vergleich zu 3G und LTE ebenfalls maßvoll ausgefallen sind. Bei 5G sollen die "International Mobile Subscriber Identity"-Nummern (IMSI) verschlüsselt übertragen werden. IMSI-Catcher, die eine Basis-Station vorgaukeln und die in der Umgebung vorhandenen Geräte anhand ihrer IMSI erfassen, scheitern an der obligatorischen Authentifizierung. Mit richterlichem Beschluss seien Zugriffe auf die Bewegungs- und Verkehrsdaten bei den Providern aber kein Problem, betont Zugenmaier.

Dienste längst Teilnehmer der Standardisierung
Erstaunt beobachten die technischen Experten die Vorschläge, die nun in Luxemberg und Berlin auf dem Tisch liegen. EU-Terrorismus-Koordinator Gilles de Kerchove erkennt in seinem Bericht für die Telekom-Minister zwar an, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht Bestandteil des Standards ist. Es sei aber nicht auszuschließen, dass dies am Ende doch noch in den Standard aufgenommen werde.

Um das zu verhindern, schlägt Kerchove vor, dass die 5G-Arbeitsgruppe von Europol sich mit den großen Netzbetreibern zusammensetzt, um die Sorgen der Strafverfolger auch auf diesem Weg in die Standardisierung mit einzubringen. Zudem könnte Europol Mitglied des European Telecommunication Standardization Institute (ETSI) werden und darüber Einfluss auf die 3GPP Arbeitsgruppe Strafverfolgung nehmen.

Tatsächlich haben Behörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz, das britische National Cyber Security Center (NCSC) oder das niederländische Innenministerium an den Beratungen der Standardisierer intensiv teilgenommen. Auch in anderen Standardisierungsgremien, etwa in der Internet Engineering Task Force versuchen die Sicherheitsbehörden, Abhörmöglichkeiten abzusichern und Verschlüsselung zu verhindern. Bei der Transportverschlüsselung TLS1.3 blieb die IETF am Ende hart.
[...]
Quelle: heise.de
Anstatt Scheindebatten und Boykotts bestimmter Firmen durchzuführen, sollte man sich, wenn einem die Sicherheit wirklich wichtig ist, vielleicht noch mal überlegen den eigentlich 5G Standard wieder mehr aufzurüsten, nachzupatchen, um die ganzen bewusst eingebauten Lücken zu schließen, die am Ende auch alle Kriminellen (und nicht nur die offiziell zugelassenen Spitzel) nutzen werden und vielleicht bei den nächsten Verhandlungen über einen neuen Standard schlauer sein und einer bestimmten Personengruppen den Finger zu zeigen und diese um Himmels Willen in die Standardfindung nicht mit einzubeziehen.
 
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