Die Frage die ich mir heute gestellt habe: Werden Videospiele untergehn?
Viele träumen schon von photorealistischer Grafik, Virtual Reality,..., doch was wenn es nie dazu kommen wird. 1983 gabs bereits einen Crash, warum sollte sowas nicht wieder passieren?
Gut, heute ist der Markt wesentlich grösser und nicht mehr zu vergleichen mit dem aus den frühen Achtziger. Doch die Situation bei den Spielern ist ähnlich. Wir wollen immer bessere Spiele. Und irgendwann kann es ein, dass die Spiele langweilig werden und wir aufhören zu spielen. Wer hatte nicht schonmal eine Zeit, in der er keine Videospiele mehr angerührt hat. Ein grosses Risiko besteht meiner Meinung nach vorallem bei den Mainstream-Kiddies. Irgendwann werden die auch merken, dass die x-te Fortsetzung eines GTA, Need for Speed, Fifa,... langweilig wird. Was tun die meisten wohl, anstatt sich anständige Spiele zu kaufen hören sie vielleicht einfach auf. Und was ist mit den unter 10-Jährigen. Auf die kann man auch nicht gerade zählen. Und die Hardcore-Gamer. Vielleicht sind gegen Ende der nächsten Generation viele gelangweilt. An die Grafik wie auch die Steuerung wird man sich gewöhnt haben. Und die darauffolgende Generation wird meiner Meinung nach nicht viel Neues bieten, was einen so unbedingt beim Hobby hält. Wenn jetzt ein grosser Teil der Spieler wegläuft, wie Anfang der 80, dann könnte es das gewesen sein. Allerdings ist das Risiko dass Milllionen von Spielern gleichzeitig keine Lust mehr haben gering, aber wohl nicht unmöglich.
Eine weitaus grössere Gefahr sehe ich in den Kosten. In den ersten Jahren der Videospiele konnte noch eine Person innerhalb von ein paar Wochen etwas hinkriegen. Heute arbeiten teilweise über hundert Leute über ein Jahr lang an einem Spiel. Die Kosten gehen für grössere Spiele in den Millionenbereich. Immer mehr Entwickler/Publisher gehen bankrott, werden aufgekauft, müssen fusionieren. Können sich die Hersteller sowas wirklich auf lange Dauer leisten? Hohe Verkaufszahlen sind ein Muss, doch wird es die geben? Um die hohen Entwicklungskosten wieder auszugleichen werden wohl die Preise für Videospiele steigen, der Kunde wird sich vermutlich weniger Spiele kaufen können. Und jetzt am Anfang einer neuen Generation ist die Hardwarebasis ziemlich klein, also sind die Verkaufszahlen sowieso nicht so hoch. Das Risiko einen grossen Blockbuster zu entwickeln wird für viele vielleicht eine zu grosse Gefahr sein. Und wenn die Entwickler finanziell nicht mehr in der Lage sind Spiele zu entwickeln, dann verschwinden die Spieler und alles ist aus. Ein grosses Problem siehe ich auch in den Mainstream-Titeln. Die mit Abstand erfolgreichste Serie in dieser Generation war GTA, meiner Meinung nach der Mainstream-Titel schlechthin. Die etwas anderen Spiele werden wohl keine so grosse Chance haben. Kleine Entwickler könnten auch Probleme kriegen. Und wenn nur noch Fortsetzungen zu den grossen Serien erscheinen, werden viele wohl keine Lust mehr haben und aufhören zu spielen. Damit wären wir wieder bei Problem eins.
Und zu den Handhelds: Mit dem DS hat Nintendo es geschafft die Zielgruppe zu erweitern und hohe Verkaufszahlen zu erreichen. Doch werden sich diese Menschen auch wirklich weiterhin Spiele kaufen? Und wenn, dann sind es wohl nur Spiele der Touch-Generation. Die "normalen" Spiele werden sich verhältnissmässig wenig verkaufen, die Entwickler sind frustriert und wechseln auch auf eine Touch-generation ähnliche Schiene. Der Hardcorespieler ist genervt, hat keine Lust mehr. Und irgendwann hat wahrscheinlich auch die Berührungsgeneration keine Lust mehr. Immerhin sind sie keine aus vollem Herzen überzeugte Spieler. Somit könnte man mit dieser Methode nur kurzfristig hohe Gewinne machen.
Und auch wenn es noch einige Generationen weitergeht. Spätestens bei der Virtual Reality wird meiner Meinung nach das Ende eingeläutet (hab ich schon vor ein paar Seiten erklärt). Doch wie gesagt, durch zu hohe Entwicklungskosten und gelangweilte Spieler könnte es ein, dass wir nie bis zu diesem Punkt kommen. Die nächste Generation wird wohl noch gut ausgehn, doch in der darauffolgenden sehe ich ernsthafte Probleme. Hardwaremässig wird die grosse Neuheit ziemlich sicher ausbleiben. Grafisch ist nicht mehr so extrem viel rauszuholen, ausserdem wird man sich dann wohl eh schon an guter Grafik sattgesehn haben. An der Steuerung kann man noch etwas arbeiten, doch eine wirklich grosse Neuheit wie mit dem Wii-Controller kan ich mir nicht vorstellen. Und die Spieler werden wohl etwas Neues erwarten. Und wenn es mit der Software immer mehr in Richtung Mainstream-Titel/Billig-Titel geht dann wird es verdammt eng. Die Entscheidung liegt meiner Meinung nach bei den Spielen, wenn die weiterhin faszinieren, dann geht es gut aus. Doch wenn sie langweilig werden, dann wird es problemtisch.