wsippel
L20: Enlightened
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Dazu empfehle ich das Vorwort eines älteren Maya-Leerbuchs von Maximilan Schönherr, erschienen bei Addison Wesley. Da wird die Parallele 3D-Grafik - Synthesizer sehr schön aufgezeigt./ajk schrieb:jop wsippel.Stimme dir zu.
Wenn ich realistische Graphik haben will, schau ich aus dem Fenster.. Inklusive Ton und Geruch, sogar die Windstärke ist sehr realistisch..
das mit den synthesizern weiss ich aber nicht, war vor meiner zeitOder so.. gibt es da ne geschichtliche beschreibung?
/ajk
Das bekannteste Beispiel ist die Roland 303. War ursprünglich als Bass-Begleitung für Musiker gedacht, klingt aber eben nicht im Ansatz nach einem normalen Bass. Das Gerät ist nach Erscheinen total gefloppt, eben weil es nicht realistisch klang, und Roland musste die Produktion wieder einstellen. Viele Jahre später haben Musiker die 303 wiederentdeckt, und daraus entstand die Musikrichtung Acid. Der charakteristische Acid-Klang ist eigentlich immer eine Roland 303, weil die zwar echt mies darin war, einen Kontrabass nachzuahmen, aber dafür eine ganze Reihe sehr eigener Klänge auf Lager hatte. Mit den Roland 808 und 909 Drum-Synthesizern verhielt es sich ähnlich, erst wurden die Geräte mangels Interesse eingestellt, dann entdeckte die Breakdance und Hip-Hop Szene die Geräte, daraus leitete sich dann in Teilen die Detroiter Techno-Szene ab, und die liebten die 808 und 909 wegen ihrer einzigartigen, trockenen und total neuen Klänge. Die experimentelle Synthesizer-Musik der 60er Jahre, bei der eher selbstgebaute Geräte oder große Maschinen wie Moogs und dergleichen eingesetzt wurden, entwickelte sich ja auch nicht weiter, obwohl sie sicher ein Wegbereiter für den Synthi-Pop der 80er (Tangerine Dream, eindeutig Yamaha DX7) war. Die Rave/ Techno/ Acid-Szene entwickelte sich eher parallel dazu Ende der 80er, entstammt also überhaupt nicht der experimentellen Synthi-Musik. Obwohl auch Techno-Produzenten später gerne Moogs, Yamaha FM-Synthis, ARPs und dergleichen eingesetzt haben.
@Rolyet:
Synthesizer haben üblicherweise keine eingespielten Töne, sie generieren die Töne aus verzerrten, übereinandergelegten Oszillatoren, also Sinus- Rechtecks oder Sägezahn-Wellen, und Hüllkurven. "Echte" Synthis sind normalerweise auch analog. Heutzutage gibt's aber fast nur noch digitale Synthesizer, und auch abstraktes Zeug wie Wavetable- und Graintable-Synthesizer...