GripsinderBirn schrieb:
Metroid ist zum Beispiel was ganz anderes. Da wird nicht auf Menschen geschossen und es ist auch ein anderer Schwerpunkt gesetzt als hirnloses abmetzeln. Metroid ist klasse. Ich freue mich auf das Spiel schon sehr. Und es ist alles andere als inhaltslos, wie der Biber da gemeint hat. Was es bei MP und MP2 alles für Geschichten gab, herrlich inszeniert, so dass man alles selbst wie ein Detektiv erforschen muss. So etwas lob ich mir. Metroid ist eine riesige Entdeckungsreise, wo man auch das Gehirn und Geschick anstrengen muss. Auf der PS3 und der Xbox gibts doch so etwas kaum noch. Da gehts ja nur noch ums Rum- und Totballern. Klar gibts da auch sehr viele kluge Spiele aber nur, weil es ja so viele Spiele auf der PS2 gibt.
Die große Masse sind halt Gewaltspiele, wo der Kampf ausgeschaltet wird und nur noch der Schwerpunkt auf Totschießen gelegt wird. Klar kriegt man da mal einen Knacks, wenn man stundenlang nur vor dem Fernseher hockt und dauernd Menschen abmetzelt und Blut spritzen sieht. Das darf doch alles nicht wahr sein!
Am besten gefällt mir deshalb die Mario-Reihe. Hier wird alles schön kindgerecht dargestellt, und dennoch ist es die höchste Herausforderung für Erwachsene. So etwas lob ich mir, ein Spiel für alt und jung gleichermaßen. Das macht gute Software aus! Nintendo halt
Bist du von Frontal daneben abgestellt worden?
Wie dem auch sei, es geht in erster Linie gar nicht darum ob Blut spritzt
(sehen wir mal "grob" von den Kindern
unter 16 ab), sondern um die Moral.
Wenn man bei Resi 4 den kranken Typen die da rumlaufen mit der Schrotflinte
die Rübe wegballert, so sehe ich das als nicht jugendgefährdend an.
Wenn man hingegen bei GTA dazu gezwungen wird, sich wie das letzte
asoziale Arschloch zu verhalten, so ist dies in meinen Augen höchst
jugendgefährdend. Man wird quasi dazu genötigt, Menschen zu überfahren
oder zu erschießen, welche obendrein noch unschuldig sind.
Ab einem
gewissem geistigen Niveau (bzw. vorhandenem Realitätsbewusstsein)
ist es sicherlich egal, wie unmoralisch die Games sind, die man zockt.
Hier kann man sagen:
Lass mich doch mal was tun, was in der Realität
nicht möglich ist.
Aber generell die Brutalität als böse ansehen, würde ich nicht. Schließlich
hat diese ja auch etwas, das den Menschen an sich fasziniert. Und
selbst wenn man nach langer Diskussion zu dem Schluss kommen sollte,
dass Teens
unter 18 keine brutalen Games mehr zocken dürfen,
so ist das jawohl noch längst kein Grund solche Spiele generell zu verurteilen.
Und wenn du mir an dieser Stelle widersprechen solltest, so sorgst du für
einen Adrenalinschub in meinem Körper, welcher mich dazu nötigt, den
Computer auszuschalten. Und dieser Affekt ist dann nicht die Folge von
Medienkonsum, sondern von öffentlich verschleuderter Inkompetenz.