PlatformWAR Ready for the future [XBox Series X und PlayStation 5]

Wer macht in der Next - Gen das Rennen?


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xKeylowx

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Microsoft: Maschinelles Lernen stellt hochauflösende Texturen her

Bei Microsoft gibt es ein Studio, das maschinelles Lernen einsetzt, um Assets für Spiele herzustellen. Das sagte James Gwertzman im Gespräch mit Venturebeat, der als General Manager für Microsoft Game Stack arbeitet.

Diese Technologie könnte in der kommenden Konsolengeneration womöglich schon zum Einsatz kommen: Dabei wird ein Spiel mit niedrig aufgelösten Texturen ausgeliefert, die dann durch maschinelles Lernen in Echtzeit hoch aufgelöst werden.

Gwertzman wird gefragt, was in der Spiele-Entwicklung der nächste Meilenstein sein wird, den jeder versucht zu erreichen. "Sie meinen maschinelles Lernen und die Erstellung von Inhalten. Ich glaube, das wird richtig interessant sein.

Eines der Studios bei Microsoft hat mit der Verwendung von ML-Modellen zur Generierung von Inhalten experimentiert. Es funktioniert unglaublich gut. Bis zu dem Punkt, an dem wir einfach niedrig aufgelöste Texturen ausliefern und ML-Modelle die Texturen dann in Echtzeit hochrechnen.

Man kann nicht mehr zwischen der von Hand erstellten hochauflösenden Textur und der maschinell vergrößerten niedrigaufgelösten Textur unterscheiden, so dass man die niedrigauflösende Textur genauso gut ausliefern und von der Maschine bearbeiten lassen könnte", sagt Gwertzman.

Dieser Vorgang seit direkt in der Hardware ausführbar, es muss nichts installiert werden. "Als ob man buchstäblich keine massiven 2K x 2K-Texturen mitliefern müsste. Man kann ganz einfach winzige Texturen ausliefern", fügt er hinzu.

Die Texturen werden On-The-Fly in Echtzeit erstellt, während der Spieler sich durch die Spielwelt bewegt: "Die Texturen werden in Echtzeit aufbereitet", bestätigt Gwertzman. Dieses System könnte auf der Blu-ray enthalten sein, wobei ein Download viel kleiner wäre.

"Der Download ist viel kleiner, doch es gibt keinen erkennbaren Unterschied in der Spielqualität. Stellen Sie es sich eher wie eine magische Kompressionstechnologie vor. Es ist wirklich Magie, und es erfordert ein riesiges Forschungs- und Entwicklungs-Budget.

Ich sehe mir solche Dinge an und sage: Entweder ist genau das die nächste ernst zu nehmende Sache, bei der man Datenwissenschaftler für ein Spielstudio einstellen muss, oder es ist eine Möglichkeit für ein Produkt. Wir könnten allen solche Technologien zur Verfügung stellen, um wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen", erklärt Gwertzman.

Abschließend erklärt er, woher die Quelldaten für solche Texturen kommen: "In diesem Fall funktioniert es nur, indem die Modelle mit ganz bestimmten Sets trainiert werden - zum Beispiel ein einziges Spielgenre. Es gibt keine universelle Texturkarte. Das wäre irgendwie auch verrückt. Es ist vielmehr so, dass man es mit bestimmten Texturen trainiert und es dann mit diesen funktioniert. Aber es würde nicht mit einem ganz anderen Set funktionieren."

Original Quelle
 

NATHAN

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chankoedo1988
Verkaufszahlen-Threads waren auch in der PS3-Gen von Sony-Fans gut besucht. Ne ziemlich schwache Aussage...die HW-Zahlen der PS3 hätte MS diese Gen auch gerne (die Gewinne natürlich nicht).

Ansonsten ist das was Spencer sagt ziemlich seltsam. "Going forward" ist erst einmal gar nichts...das dauert noch ein paar Jahre, wie Google gerade eindrucksvoll bewiesen hat. Weiters klingt das fast stärker wie eine Aussage zu Azure und weniger Xbox, weil natürlich nicht zwingend jemand Streamingmarkt dominieren muss, der auch die Infrastruktur stellt (siehe Netflix)...das ist eher ein Wettbewerbsvorteil von MS (genauso wie Content einer von Sony ist wenn mit Amazon und Google verglichen und der wirkt sich gerade bei Stadia ja massiver aus als die eigene Stärke bei der Infrastruktur).

Und ich habe es ja schon gestern gesagt: Dieses Gequatsche von 7 Mrd - Gamern kann er direkt wieder vergessen. Entweder das, oder (wie Piscatella auch schon dazu meinte) er fängt an fleißig Mobile-Games zu basteln, weil 7 Mrd Gamer zocken nicht Hellblade, Halo, Gears und Forza...ja nicht einmal Minecraft.

Und das ist eben auch ein Punkt, den die ganz großen Visionäre unter Fans und auch Experten der Branche nicht verstehen: Filme und Serien hat schon immer jeder Lutscher konsumiert. Gaming nicht. Gaming ist einfach auch auf den potentiellen MAU-Count bezogen ein kleinerer Markt als FIlme/Serien oder Musik. Die Stärke war stets, dass ein Gamer dafür umgekehrt bereit ist mehr Geld im Schnitt hinzulegen.
Du vergisst aber wohl dass MS, Google, Sony und co mit Cloud Gaming vor allem hoffen neue Märkte in wachsenden Regionen wie Indien und Südamerika zu erschließen, in denen keine bedeutende Adoption traditioneller Spielekonsolen stattfand. Das ist ein komplett neuer Markt von 2 Milliarden Einwohnern, und da werden sich auch ein paar Gamer darunter befinden. Wenn sich die Infrastruktur der Telekommunikation verbessert, wird Cloud-Streaming Kunden in solchen Märkten direkt mit Spielumgebungen versorgen, die den Bedarf nach traditionellen Konsolen und PCs eliminieren. Dort gab es bis jetzt kaum Gaming.
Nintendo hat sich selbst schon den Handymarkt geöffnet um dort einen optionalen Weg zu haben um Geld zu verdienen, Sony hat Now. Aber MS sind wieder mal komischerweise die Deppen hier.
Jede Firma richtet sich neu aus wenn etwas nach einiger Zeit nicht erfolgreich klappt. Da werden Konsolen schon mal nach 4-5 Jahren langsam eingestampft während andere Firmen es mal 2-3 Jahre länger mitschleifen.
 

Brod

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Wie stark man diese Märkte bedient sieht man an der Priorisierung dieser Märkte zum Launch der Services. Und natürlich sehe auch ich Wachstumschancen bei Streaming und das Loslösen von HW. Aber das 7 Mrd. -Geschwafel bleibt eben genau das: Geschwafel. Egal wie toll und flächendeckend das mal funktionieren wird...Spencers Interview hat 3 ganz klare Flaws:

- "going forward"...nix going forward...das Szenario, das er zeichnet ist Zukunftsmusik. In den nächsten Jahren bleibt Sony der Hauptkonkurrent. Stadia hat eindrucksvoll bewiesen, dass das alles langsamer passiert, als viele sich gedacht haben. Das ist zum Start erst einmal ein gigantischer Flop und auf diesem niedrigen Niveau muss Google jetzt geduldig aufbauen.

- 7 Mrd. Wird nicht passieren. Filme und Serien erreichen das natürlich auch nicht, aber bei Videospielen braucht man gar nicht von der Reichweite von Serien fantasieren. Das wird nicht passieren. Und wenn es passiert, dann wird man ganz andere Spieleerfahrungen bieten müssen als das aktuell MS, Sony, Nin oder auch Stadia tun. Traditionelles Gaming hat natürlich Wachstumschancen, aber da ist das Potential einfach beschränkter.

- Amazon und Google als Hauptkonkurrenten. Das ist wie gesagt überhaupt nicht abzusehen. Aus Sicht von Azure? Klar. Aber das ist nicht einmal Spencers Kaffee. Aber Cloudgaming wird nicht einzig und allein von der Infrastruktur der Cloud alleine entschieden werden. Das ist Unsinn. Passiert bei anderen Streamingdiensten ja auch nicht. Oder sind Netflix und Disney+ für Amazon Prime Video kein Hauptkonkurrent?

Mich wundert auch, dass Spencer das nun so auf die Infrastruktur beschränkt. Ich kann mich an eine Aussage von ihm aus dem letzten Jahr erinnern, in der noch klar darauf hingewiesen hat, dass MS anders als Amazon und Google nicht nur die Infrastruktur hat, sondern auch den Content. Die ergab weit mehr Sinn als das hier.

Und vor allem zu Beginn werden imo Cloudgamer auch hauptsächlich jene sein, die wegen Konsolen und PC dem Geschehen sowieso näher sind. Der klassische Gamer wird zuerst aufspringen und da hat MS genauso wie Sony natürlich große Vorteile gegenüber Stadia.
Ich bin mir auch sicher, dass es sinnvoller für MS, Google und Sony wäre, wenn man sich zuerst um Switch-Unterstützung kümmert und erst dann um Support für einzelne Smartphone-Modelle. Aber das ist nur meine Meinung.

edit: und Now ist übrigens auch weder in Indien, noch Südamerika bisher verfügbar so viel ich weiß. Stadia sowieso nicht. Wie gesagt: Wachstum in diesen Ländern wird noch gar nicht priorisiert...wie auch bei den Internetzuständen?
 
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NATHAN

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chankoedo1988
Das war ein Interview in einer x beliebigen Zeitschrift. Spencer ist ja kein Depp, und er hat selbst unzählige Male gesagt, dass Cloud Gaming zunächst nur eine Ergänzung sein wird. Aber wer zuspät kommt, den bestraft das leben. Und daher hat sich MS ja auch in alle Richtungen abgesichert.

XCloud wird in der beta getestet.
2020 kommt die neue XBox
und zusätzlich bietet MS auch seine Spiele am PC an.

und das alles unter einer Marke. Ich muss zugeben, dass MS mir da am besten für die Zukunft gerüstet scheint. Die Schwäche von MS ist aktuell sicher nicht die fehlende Zukunftsausrichtung, sondern die Fehler der Vergangenheit (MS Ruf bei den Gamern ist mies, Sony und Nintendo verbindet man einfach mit Gaming etc)

Man muss sich halt früh genug vorbereiten - wenn man Technologien verschläft, kann das fatale folgen haben. Und das machen aktuell alle Drei. Sony und MS mit cloud gaming; Nintendo mit Smartphone Games. Wobei die Switch in Japan ja sogar schon cloud Gaming anbietet.

Das Festhalten an den Modulen von Nintendo war mit ein Grund für das Scheitern des N64 (kaum Speicher - extrem teuere spiele etc).
Und das fehlende Online Service von NIntendo ein Makel des Gamecube...

Das Nintendo trotz seines miesen Online Service so gut dasteht, ist eh ein Wunder...


Jörg Luibl hat gut zusammengefasst was Google, MS und amazon eigentlich vorhaben:

Google hat mit Stadia seine Zukunft der Spiele vorgestellt, in der wir alles bei permanenter Internetverbindung streamen. Aber ich reibe mir als Zocker alter Schule verwundert die Augen. Nein, nicht weil wir in Deutschland auf Platz 31 der weltweit schnellsten Internetzugänge stehen. Nur 2,6 Prozent aller stationären Breitbandanschlüsse sind hierzulande übrigens mit Glasfaser verbunden - da ist selbst Rumänien weiter...

Aber was ist das bitte für ein Portfolio zum Start? Zwei kleine exklusive Spiele? Get Packed und Gylt von Tequila Works? Das soll kurz vor der E3 euer Angebot als neues "Netflix der Spielewelt" sein? Apple startet seinen Abo-Dienst Arcade im Herbst immerhin mit 100 exklusiven Spielen, hat mit Hironobu Sakaguchi, Ken Wong und Will Wright echte Prominenz verpflichtet. Oder hat euch THQ Nordic schon alle Lizenzen und Microsoft alle Studios weggekauft? Wofür bezahlt ihr eigentlich Jade Raymond?

Aber diese polternde Häme ist fehl am Platz, denn...

..erstens: Google hat Geduld, denkt eine Dekade weiter, will sogar sein mächtiges YouTube direkt mit Spielen verknüpfen. Sie machen jetzt schon 6,5 Mrd. Dollar Umsatz pro Jahr mit Android-Spielen, sind damit auf Platz 6 der erfolgreichsten Unternehmen im Bereich Videospiele - vor EA, Nintendo oder TakeTwo. Sie haben die Kriegskasse für einen langen Atem, zumal neben Jade auch Phil Harrison an Bord ist; also Know-how von Ubisoft, Microsoft und Sony. Auch dieses Personal zeigt, wie ernst und strategisch sie es meinen.

Zweitens: Für den Erfolg von Stadia brauchen sie mich alten Meckerkopp nicht. Und sie brauchen euch Hardcore-Zocker auch nicht, die leidenschaftlich über die Vorteile der eigenen Konsole debattieren oder an ihrem Rechner basteln, die ihre Spielesammlung seit Jahren pflegen, alles optimal im Keller verkabeln und jeden Frame pro Sekunde wertschätzen. Wir sind eine aussterbende Spezies mit Schwanengesang: Sony schenkt uns zum Abschied zu Weihnachten 2020 die PlayStation 5. Microsoft und Nintendo legen vielleicht auch noch was unter den Baum - und dann beginnt die Übergangsphase.

Mit dem Start von Stadia im November 2019 passiert natürlich erstmal nichts, aber Google mischt in einem ganz neuen Krieg um Spiele und Studios mit, so dass die Konkurrenz reagieren muss. Denn Stadia wird zusammen mit anderen Streaming-Angeboten wie GeForce Now der natürliche Begleiter einer anderen Generation an Spielern, für die Streaming ganz normal und Plastikkisten mit Schlitzen oder dicke Rechner mit Monitor archäologische Relikte sein werden.

In einer nicht ganz so weit entfernten Zukunft, sagen wir sehr wohlwollend ab 2025 - denn bis dahin will die EU tatsächlich die "europäische Gigabit-Gesellschaft“ ausrufen - wird es für die spielende Masse nicht mehr um Teraflop-Potenzen oder Konsolen-Rivalitäten gehen, sondern um den besten digitalen Spieleservice. Das klingt ja gar nicht schlecht, denn dann müsste es ja auch mehr Qualität geben, oder? Und warum sollten Nischen für Hardcore-Zocker verschwinden?

Aber wo kommt der Service her? Er strömt aus dem Himmel, da wo die Wolken noch grenzenlos sind, direkt auf den Bildschirm, ohne Hardware auf Knopfdruck. Und wer beherrscht den? Genau darum geht es. Genau deshalb kooperieren alte Rivalen wie Sony und Microsoft im Bereich der Cloud-Technologie. Genau deshalb ist der Himmel gerade voller bunter Ballone, die immer dicker werden wollen: Wer nicht wächst, der stirbt. Dieser ökonomischen Mahnung folgen bekanntlich viele Unternehmen.

Selbst Publisher aus der dritten Reihe wie Focus Home Interactive, THQ Nordic oder Bigben verfolgen in letzter Zeit diese nimmersatte Strategie. Sie pumpen sich mit Lizenzen und Studios auf, protzen mit hunderten Spielen in Entwicklung. Warum plustern die sich wohl alle so auf? Für wen gehen sie auf den Laufsteg?

Sie machen sich in weiser Voraussicht fetter und hübscher, denn sie sind alle potenzielles Futter für die wirklich gefräßigen Zeppeline, für die digitalen Götter, die unser Leben im Westen seit einem Jahrzehnt so stark beeinflussen wie anno dazumal die Religionen. Sie haben jetzt soziokulturelle Macht. Sie sind so stark, weil wir sie tagtäglich dutzendfach antippen. Mit allen Vor- und Nachteilen prägen sie unser Leben, unsere Berufe und Kinder. Und da sind wir wieder bei Google und den Big Five oder FAAMG.

F acebook, A mazon, A pple, M icrosoft und G oogle haben in den letzten zehn Jahren alles an Start-ups in sich hinein gestopft, was mehr Reichweite, Werbung, Kunden, Daten aka Wachstum aller Art versprach: Instagram, WhatsApp, Oculus, Friendfeed, Face; Twitch, Alexa, Audible, ImdB, WholeFoods; Shazam, Next, Siri, Beats, Emagic ; Skype, LinkedIn, Mojang, Hotmail, Github; YouTube, HTC, Motorola, Waze, Blogger. Sie haben immer noch Hunger, und zwar auf Spiele. Denn einige alte Garanten für ihre Reichweite werden wegbrechen, ersetzt oder langsam dahinsiechen wie aktuell Facebook.

Es ging bisher in erster Linie um Technologie der Vernetzung, Kommunikation und Unterhaltung. Jetzt gerät die florierende und gesellschaftlich komplett akzeptierte Spielebranche deutlicher ins Visier. Warum? Nicht nur, weil der weltweite Markt für Videospiele 2018 auf 89 Mrd Dollar geschätzt wurde - und weiter wächst. Sondern vor allem, weil das Spiel so eine Macht im Alltag gewonnen hat, dass andere Freizeitbeschäftigungen schrumpfen. Laut Umfragen würden immer mehr Leute auf das Surfen oder Serienschauen, ja sogar auf das Schlafen verzichten, wenn sie dafür zocken können - aber da geht es nicht in erster Linie um die Kategorie eines God of War, sondern um FIFA, Call of Duty, Fortnite und vor allem um Tetris & Co auf dem Smartphone.

Deshalb kann Google nicht aus Größenwahn, sondern aus kalkuliertem Geprotze mit Stadia tatsächlich zwei Milliarden (!) Kunden anvisieren - dagegen wirkt der blaue Ozean von Nintendo wie ein Tümpel. Zum Vergleich: Steam zählte 2018 etwa 90 Millionen Spieler weltweit, davon waren im Oktober sogar mal 18,5 Millionen gleichzeitig aktiv. Im Kontext dieses Wettbewerbs muss man auch die Markteinführung des Epic Games Stores sehen. Denn den größten Umsatz mit Videospielen machen weder EA noch Activision Blizzard oder Sony, sondern der chinesische Konzern Tencent mit knapp 20 Milliarden Dollar im Jahr 2018. Und das "Facebook Asiens" hält 40% der Aktien von Epic, entscheidet auf höchster Ebene mit über die Zukunft der Unreal- und Fortnite-Macher. Und damit über die Zukunft der Spielebranche. Plötzlich ist aus einem Hobby ein fast schon geopolitischer Faktor geworden, wenn man auch an Seltene Erden denkt.

Jetzt ist auch verständlich, warum Microsoft und Sony auf der Ebene des Streamings oder der "Direct-to-Consumer Entertainment-Plattformen" kooperieren. Obwohl Microsoft im Rekordjahr 2018 erstmals über 100 Mrd. Dollar Umsatz verzeichnete und Sony mit dem Umsatz aus Videospielen immerhin auf Platz 2 hinter Tencent rangiert, reicht das alles nicht. Sie müssen in der kommenden Dekade aufpassen, dass sie den Anschluss nicht verpassen. Im Herbst gehen Google und Apple in die Offensive, nicht zu vergessen die Amazon Game Studios, die erst kürzlich Christoph Hartman von 2K Games als neuen Vize-Präsidenten eingesetzt haben, der drei Studios in San Diego, Seattle und Orange County entwickeln lässt. Das alles ist erst der Anfang einer Expansion und Zusammenballung, die es in dieser Größenordnung noch nie in der Branche gegeben hat.

Im neuen Krieg der Spiele mischen die Big Five mit, sind die alten Rivalen und Marken alleine zu klein. Egal ob Electronic Arts, Nintendo, Ubisoft oder wer auch immer: Sie müssen aufpassen, nicht von einem Todesstern gefressen zu werden. Aber für eine Zunft müssten bei all dem Gekaufe, Gewachse und Gefresse trotzdem goldene Zeiten anbrechen: Spiele-Entwickler. Am Ende des Tages streamen wir auch 2025 keine Aktien und keine Dollars, sondern Bits und Bytes auf den Bildschirm, die uns unterhalten müssen. Und dafür braucht man jede Menge engagierten Nachwuchs in allen Bereichen des Gamedesigns.

Wenn wir Glück haben, sind auch ein paar kreative Rebellen darunter, die unser Hobby bereichern.
 
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Brod

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Ja, aber Sony kommt doch nicht zu spät, sondern ist mit Abstand in dem Gebiet auf P1. Das wirkt nur so irritierend, weil das Niveau so niedrig ist. Dass das aber nicht nur an der mangelnden Vermarktungsbereitschaft von Sony lag, hat Google nun bewiesen. Natürlich wird das Thema demnächst größer und MS hat einen sehr guten Einstiegszeitpunkt gewählt. Warum? Weil man den Launch der NextGen-Konsolen nutzen kann und wird um auch Cloudgaming stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Sony hat außerdem noch VR. Die wühlen ja wirklich ebenso in allen Gewässern und das nicht erst seit gestern. Der große Unterschied ist eigentlich nur, dass man bei Subs noch konservativer ist, weil man beim traditionellen Konsolengeschäft so klar führend ist und dort nach wie vor mehr Kohle liegt als bei allen anderen Zukunftsfantasien.


Und ein ganz wesentlicher Punkt wird ebenso hier klar nicht berücksichtigt: Bei Sony ist Gaming eine der 3 wichtigsten Säulen des Unternehmens. Der Umstand trifft weder auf Google und Amazon und auch nicht MS zu. Entsprechend wird man im Fall des Falls auch investieren...vor allem da ja längst klar sein muss, dass Sony hier nichts verschläft (wie z.B. damals bei Smartphones).
 

becko2011

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Google Stadia ist gefloppt, weil das Gebotene, Stand jetzt, einfach mangelhaft ist. Kein vernünftiges Preismodell, kaum Features, nicht eingehaltene Versprechen, viel zu wenig Content etc. - Da liegt der Hund begraben.

Nicht weil per se niemand Bock auf Streaming hat.
 

Montalaar

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Google Stadia ist gefloppt, weil das Gebotene, Stand jetzt, einfach mangelhaft ist. Kein vernünftiges Preismodell, kaum Features, nicht eingehaltene Versprechen, viel zu wenig Content etc. - Da liegt der Hund begraben.

Nicht weil per se niemand Bock auf Streaming hat.
Ist es nicht etwas früh um es als gefloppt zu sehen?
Das ist ein völlig neuer Markt der erst am kommen ist und noch seine Zeit braucht.
Ich zitiere mich mal selbst.. :nyanwins:
Du zitierst dein mangelndes Wissen und bist stolz drauf?
 

Brod

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Google Stadia ist gefloppt, weil das Gebotene, Stand jetzt, einfach mangelhaft ist. Kein vernünftiges Preismodell, kaum Features, nicht eingehaltene Versprechen, viel zu wenig Content etc. - Da liegt der Hund begraben.

Nicht weil per se niemand Bock auf Streaming hat.
Hat keiner gesagt. Zeigt aber doch wunderbar, dass Infrastruktur alleine erst einmal wenig darüber aussagt wer in Zukunft der Hauptkonkurrent für Xbox sein wird.
Und Google wirkt halt einfach nur stümperhaft aktuell.
 

Atram

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Atram#5777
Alle relevanten Hardwarekomponenten werden außerhalb Chinas produziert.
ändert nichts an dieser frischen News (sofern nicht bald ne Lösung gefunden wird natürlich)

China's manufacturing sector, which is responsible for producing the vast majority of the world's consumer electronics, has been hit particularly hard. Foxconn, the manufacturing giant that produces the iPhone, is quarantining workers. At least one supply chain executive told Nikkei Asian Review that, "The [coronavirus] situation in China could affect the planned production schedule" of the next iPhone.

Similarly, as Microsoft and Sony ramp up production of their next-gen consoles, those launches could see delays or, at least, constrained launch supply due to the coronavirus outbreak.

"The video game sector is currently manufacturing, or beginning to, a once-in-several-years' product generation change for the 2020 holiday season," a note from Jefferies Group published this week says. "If [company] shutdowns exceed a month or so, game schedules will be delayed. New consoles may likewise suffer supply issues from a prolonged disruption, ahead of their Fall 2020 planned launches."

Put more simply: Next-gen consoles, and the games being produced for those consoles, may get hit with delays due to the coronavirus outbreak.
 

Brod

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Für full production ist noch etwas Zeit. Mal abwarten wie lange die Krise geht. Und wenn die Krise sich nicht deutlich verstärkt, nehme ich eher an, dass mit weniger Units gelaunched wird, als gar nicht. Damit gar nichts geht, muss sich die Lage doch noch deutlich verschlechtern (so hart das klingt).
 

Atram

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Für full production ist noch etwas Zeit. Mal abwarten wie lange die Krise geht. Und wenn die Krise sich nicht deutlich verstärkt, nehme ich eher an, dass mit weniger Units gelaunched wird, als gar nicht. Damit gar nichts geht, muss sich die Lage doch noch deutlich verschlechtern (so hart das klingt).
ich denke mal das schlimmste was passieren kann sind weniger Units. Das Problem sind ja eher die Verzögerungen die jetzt schon entstehen, die Produktionsstrassen sind definitiv jetzt schon gebucht und Natürlich nicht exklusiv.

Das ist ja jetzt schon ein Riesen Rattenschwanz.

Was natürlich sein kann ist das die Menge auf geplante releases Einfluss haben kann (wird im Full Artikel ja auch gesagt).

Sollte das ganze aber weit länger als noch einen Monat gehen wird es seine Auswirkungen auf den NG Release in irgendeiner Form haben. Die aktuelle Lage geht auch eher Richtung das wird noch ne gute Weile dauern
 

xKeylowx

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Würde jetzt einfach einmal behaupten, sobald einer der beiden in die Vollproduktion geht. Bedeutet das ja gleichzeitig, dass man die Hardware Hose runterlässt! Ok die Taktraten vielleicht nicht, aber alles an vorhanden Chips oder besser RAM Art - RAM Menge und eben Durchsatzzahlen.
 

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Ja, aber Sony kommt doch nicht zu spät, sondern ist mit Abstand in dem Gebiet auf P1. Das wirkt nur so irritierend, weil das Niveau so niedrig ist. Dass das aber nicht nur an der mangelnden Vermarktungsbereitschaft von Sony lag, hat Google nun bewiesen. Natürlich wird das Thema demnächst größer und MS hat einen sehr guten Einstiegszeitpunkt gewählt. Warum? Weil man den Launch der NextGen-Konsolen nutzen kann und wird um auch Cloudgaming stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Sony hat außerdem noch VR. Die wühlen ja wirklich ebenso in allen Gewässern und das nicht erst seit gestern. Der große Unterschied ist eigentlich nur, dass man bei Subs noch konservativer ist, weil man beim traditionellen Konsolengeschäft so klar führend ist und dort nach wie vor mehr Kohle liegt als bei allen anderen Zukunftsfantasien.

Und ein ganz wesentlicher Punkt wird ebenso hier klar nicht berücksichtigt: Bei Sony ist Gaming eine der 3 wichtigsten Säulen des Unternehmens. Der Umstand trifft weder auf Google und Amazon und auch nicht MS zu. Entsprechend wird man im Fall des Falls auch investieren...vor allem da ja längst klar sein muss, dass Sony hier nichts verschläft (wie z.B. damals bei Smartphones).
Sony verpennt diese "Zukunft" nicht, im Gegenteil. Sie sind momentan ja auch schon gut dabei. Trotzdem bleibt die Frage der Infrastruktur dahinter. Kann Sony diese so aufbauen und aufstellen, dass sie auch zukünftig dauerhaft konkurrenzfähig ist? Wobei man fairerweise sagen muss, ein Azure bsp. bedient ja ein gewaltiges Feld, Game-Streaming ist nur ein kleiner Bruchteil davon, sprich es braucht auch nicht unbedingt dieses gewaltige Gesamtsystem, wenn man nur einen bestimmten Bereich bedienen will. Gaming ist eine Kernsparte von Sony und sie werden alles tun, um diese weiter vollumfänglich zu erhalten, mit allen Technologien die da kommen werden.

Und letztlich bleibt auch die Frage, und das betrifft besonders Nintendo, ob man hier mitmachen "muss" oder man nicht weiterhin auf konventionellen Pfaden genug generieren kann, um problemlos weiterexistieren zu können. Und davon gehe ich nämlich aus.

Die Technologie ist nur der Weg zum Kunden. Dieser entscheidet, was er möchte. Und wenn er auch 2030 noch gerne eine Konsole und native Games kaufen möchte, wird der Markt dafür weiterhin da sein und bedient werden... egal ob der Nachbar nebenan nur noch streamt. Es gibt auch weiterhin trotz des Siegeszugs der E-Reader Bücher in gedruckter Form und sie finden ihre Abnehmer, man kann DVDs und Blu-rays kaufen und wenn man will sogar Schallplatten.
 

Xyleph

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Sony benötigt dafür nicht unbedingt eine eigene Infrastruktur, sondern nutzt darauf spezialisierte Dienstleister.
Einer davon wäre bswp. MS.
 

NATHAN

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chankoedo1988
Sony verpennt diese "Zukunft" nicht, im Gegenteil. Sie sind momentan ja auch schon gut dabei. Trotzdem bleibt die Frage der Infrastruktur dahinter. Kann Sony diese so aufbauen und aufstellen, dass sie auch zukünftig dauerhaft konkurrenzfähig ist? Wobei man fairerweise sagen muss, ein Azure bsp. bedient ja ein gewaltiges Feld, Game-Streaming ist nur ein kleiner Bruchteil davon, sprich es braucht auch nicht unbedingt dieses gewaltige Gesamtsystem, wenn man nur einen bestimmten Bereich bedienen will. Gaming ist eine Kernsparte von Sony und sie werden alles tun, um diese weiter vollumfänglich zu erhalten, mit allen Technologien die da kommen werden.

Und letztlich bleibt auch die Frage, und das betrifft besonders Nintendo, ob man hier mitmachen "muss" oder man nicht weiterhin auf konventionellen Pfaden genug generieren kann, um problemlos weiterexistieren zu können. Und davon gehe ich nämlich aus.

Die Technologie ist nur der Weg zum Kunden. Dieser entscheidet, was er möchte. Und wenn er auch 2030 noch gerne eine Konsole und native Games kaufen möchte, wird der Markt dafür weiterhin da sein und bedient werden... egal ob der Nachbar nebenan nur noch streamt. Es gibt auch weiterhin trotz des Siegeszugs der E-Reader Bücher in gedruckter Form und sie finden ihre Abnehmer, man kann DVDs und Blu-rays kaufen und wenn man will sogar Schallplatten.

Die Frage stellt sich überhaupt nicht mehr. Es ist ja schon länger bekannt, dass Sony Interaktiv keine eigene Infrastruktur baut, sondern eben auf MS setzt.

Sony und Microsoft haben eine strategische Partnerschaft angekündigt. Die beiden Unternehmen wollen zum Beispiel beim Cloud Gaming zusammenarbeiten: Sony kann für seine Game- und Content-Streaming-Dienste auf die Cloud-Infrastruktur von Microsoft Azure zurückgreifen. Im Gegenzug will Sony sich an der Entwicklung von Cloud-Lösungen für Azure beteiligen. Außerdem wollen Sony und Microsoft künftig im Bereich Halbleiter und Künstliche Intelligenz kooperieren, teilten die Unternehmen in einem gemeinsamen Statement mit. Als die beiden Unternehmen diese Spielepartnerschaft ankündigten, waren alle überrascht – einschließlich Sonys eigenem PlayStation-Team, so ein Bericht von Bloomberg.

Auch nintendo hat sich schon dazu geäußert:


Furukawa: "Es ist möglich, dass Cloud-Gaming in fünf Jahren das Interesse der Öffentlichkeit gewinnen könnte, aber zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt glaube ich nicht, dass dedizierte Hardware verschwinden wird. Es ist noch ein weiter Weg, bis wir das Ende der Entwicklung wirklich absehen können. Abgesehen davon wäre es dumm, sich nur auf Spielmöglichkeiten zu konzentrieren, die nur mit dedizierter Hardware möglich sind. Sobald ihr Publikum anfängt zu sagen, dass es stattdessen auf anderen Konsolen oder Smartphones spielen könne, ist es zu spät für sie. "

Zumal die Nintendo-Switch-Version von "Assassin's Creed Odyssey" zwar bisher nur in Japan erhältlich ist, aber Cloud-Technologie nutzt um das grafisch aufwändige Open-World-Spiel auf der mobilen Konsole darzustellen. Dabei wird das Ubisoft-Game auf einem Server gerendert und dann online auf die Switch gestreamt.
 
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Nullpointer

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Sonys CEO stimmt Phil da zu ("console gaming is niche"), deshalb auch der Handschlag mit Satya :nix: Passt doch mal besser auf eure blauen Vortanzer auf, dann passieren auch nicht dauernd eure "Sony würde niemals"-Fails.
 

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Xyleph schrieb:
Sony benötigt dafür nicht unbedingt eine eigene Infrastruktur, sondern nutzt darauf spezialisierte Dienstleister.
Einer davon wäre bswp. MS.
Gut, das stimmt natürlich. Dennoch wäre man "abhängiger". Mal schauen wie sich das entwickelt.

Sonys CEO stimmt Phil da zu ("console gaming is niche"), deshalb auch der Handschlag mit Satya :nix: Passt doch mal besser auf eure blauen Vortanzer auf, dann passieren auch nicht dauernd eure "Sony würde niemals"-Fails.
Es herrscht gerade soweit eine normale, angenehme Diskussions-Atmosphäre, bis wieder ein grüner Troll dazwischen grätschen muss... manchmal wäre es besser, einfach nichts zu posten, selbst im War.
 

Brod

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Sony verpennt diese "Zukunft" nicht, im Gegenteil. Sie sind momentan ja auch schon gut dabei. Trotzdem bleibt die Frage der Infrastruktur dahinter. Kann Sony diese so aufbauen und aufstellen, dass sie auch zukünftig dauerhaft konkurrenzfähig ist? Wobei man fairerweise sagen muss, ein Azure bsp. bedient ja ein gewaltiges Feld, Game-Streaming ist nur ein kleiner Bruchteil davon, sprich es braucht auch nicht unbedingt dieses gewaltige Gesamtsystem, wenn man nur einen bestimmten Bereich bedienen will. Gaming ist eine Kernsparte von Sony und sie werden alles tun, um diese weiter vollumfänglich zu erhalten, mit allen Technologien die da kommen werden.

Und letztlich bleibt auch die Frage, und das betrifft besonders Nintendo, ob man hier mitmachen "muss" oder man nicht weiterhin auf konventionellen Pfaden genug generieren kann, um problemlos weiterexistieren zu können. Und davon gehe ich nämlich aus.

Die Technologie ist nur der Weg zum Kunden. Dieser entscheidet, was er möchte. Und wenn er auch 2030 noch gerne eine Konsole und native Games kaufen möchte, wird der Markt dafür weiterhin da sein und bedient werden... egal ob der Nachbar nebenan nur noch streamt. Es gibt auch weiterhin trotz des Siegeszugs der E-Reader Bücher in gedruckter Form und sie finden ihre Abnehmer, man kann DVDs und Blu-rays kaufen und wenn man will sogar Schallplatten.
Wie Xyleph schon sagt: Sony braucht keine eigene Infrastruktur. Nicht in dem Sinne wie sie Google, MS und Amazon stellen. Wo man natürlich investieren muss, ist die HW die dann dahintersteckt, aber da hat man ja keinen Nachteil. Die 10.7 TFlops von Stadia haben ja mit dem sonstigen Cloudgeschäft von Google nichts zu tun. Hier muss Google genauso investieren wie Sony. Gleiches gilt für MS. Nur Azure alleine ermöglicht dir ja kein Streaming von Xbox-Games.

Natürlich ist die Infrastruktur von MS und Co. bei dem Thema dennoch ein Vorteil. Hauptsächlich bei der Preisgestaltung der Modelle (auch wenn Google gerade da ja aktuell ziemlich verkackt im Vergleich zu Sony und PS Now...da zeigt sich dann auch, dass der Vorteil hier wohl auch nicht riesig ist. Warum das so ist, darüber kann man nur spekulieren. Meine Annahme: Der Markt ist noch so klein, dass da zunächst eh nur Verluste eingefahren werden. Siehe Netflix dazu).

Ansonsten zeigt sich zumindest bei Serien/Film-Streaming doch recht deutlich, dass auch Abseits davon Content king ist. Am Ende interessiert sich der Konsument nämlich wenig dafür, ob DAZN, Disney+ oder Netflix eine geile Infrastruktur haben. Auch der Preisvorteil von Amazon Prime hält sich in Grenzen wenn es um die Beliebtheit von Video geht - einfach weil der Content als mangelhaft wahrgenommen wird.

Und das sieht man ja auch aktuell: Mit den aktuellen Plänen von Google zum Content hat man 2020 genau 0 Chance an PS Now überhaupt ranzukommen und das ist ein Service der noch nicht mal wirklich von Sony gepushed wird. Die Preissenkung war da das 1. echte Lebenszeichen seit Ewigkeiten und mit Druck von MS und der NextGen wird da sicher auch mehr passieren.

Streaming ist natürlich ein Punkt dem man Beachtung schenken muss in Zukunft, aber ich glaube nicht, dass MS sich besonders vor Google und Amazon fürchten muss, so lange die beim Content so bedeutungslos sind. Ich glaube allgemein, dass es für Google klüger gewesen wäre sich um eine Partnerschaft mit Sony oder Nin zu bemühen als so halbherzig loszulegen.
Einfach auch mal ansehen wie Google in den Gamingmarkt einsteigt: Die sind null vorbereitet auf der Contentseite. Da hatte MS eine stärkere Basis damals 2001. Sony in den 90ern sowieso. Man hat sich überhaupt keinen Gefallen damit getan so früh auf den Markt zu drücken und die 10.7 TFlops werden schon bald keinen mehr interessieren.
 

ChoosenOne

L14: Freak
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Sony verpennt diese "Zukunft" nicht, im Gegenteil. Sie sind momentan ja auch schon gut dabei. Trotzdem bleibt die Frage der Infrastruktur dahinter. Kann Sony diese so aufbauen und aufstellen, dass sie auch zukünftig dauerhaft konkurrenzfähig ist? Wobei man fairerweise sagen muss, ein Azure bsp. bedient ja ein gewaltiges Feld, Game-Streaming ist nur ein kleiner Bruchteil davon, sprich es braucht auch nicht unbedingt dieses gewaltige Gesamtsystem, wenn man nur einen bestimmten Bereich bedienen will. Gaming ist eine Kernsparte von Sony und sie werden alles tun, um diese weiter vollumfänglich zu erhalten, mit allen Technologien die da kommen werden.

Und letztlich bleibt auch die Frage, und das betrifft besonders Nintendo, ob man hier mitmachen "muss" oder man nicht weiterhin auf konventionellen Pfaden genug generieren kann, um problemlos weiterexistieren zu können. Und davon gehe ich nämlich aus.

Die Technologie ist nur der Weg zum Kunden. Dieser entscheidet, was er möchte. Und wenn er auch 2030 noch gerne eine Konsole und native Games kaufen möchte, wird der Markt dafür weiterhin da sein und bedient werden... egal ob der Nachbar nebenan nur noch streamt. Es gibt auch weiterhin trotz des Siegeszugs der E-Reader Bücher in gedruckter Form und sie finden ihre Abnehmer, man kann DVDs und Blu-rays kaufen und wenn man will sogar Schallplatten.
Die Frage, ob Sony eine Cloud Infrastruktur aufbauen kann die auch nur im Ansatz mit der von Amazon, Google und MS konkurrieren kann, kann man jetzt schon definitiv mit Nein beantworten.

Auch nicht gaming only
 

Nullpointer

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Es herrscht gerade soweit eine normale, angenehme Diskussions-Atmosphäre, bis wieder ein grüner Troll dazwischen grätschen muss... manchmal wäre es besser, einfach nichts zu posten, selbst im War.
:eek: Jetzt bezeichnet ein Cernyanbeter sogar Sonys CEO schon als Troll. Musste gerade auf den Kalender schauen um mich zu vergewissern, dass noch nicht Sonntag ist.
 

Brod

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Brod107
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Wenn du nicht glaubst ein Player im Cloud-Geschäft selbst werden zu können, dann bist du ja auch wahnsinnig es zu tun. "Können" ist übrigens relativ. IBM ist heute auch weit kleiner als MS und Co. und näher an Sony als an MS und Amazon...wird aber auch mehr und mehr in diese Richtung drücken.

Übrigens wird einer der Gründe, weswegen MS wohl Sony wohl ganz ordentlich entgegenkam, der Umstand sein, dass AWS nach wie vor Marktführer ist. Sollte Cloudgaming eine große Zukunft haben, wird Sony kein Problem haben einen ordentlichen Partner zu finden.

Nulli, du nervst mal wieder.
 

Flax

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Ob Cloudgaming die Zukunft ist, wird sich in den nächsten 10 Jahren zeigen. Nach dem aktuellen Stand zocken die meisten Menschen am Smartphone. Warum sollten jetzt alle auf Streaming umsteigen und komplexe Games die mit dem Handy nicht steuerbar sind zocken? Zudem werden die laufende Kosten auch unterschätzt. Ich sehr den Markt zwar als interessant an, sehe Gaming dort langfristig nicht. Einzig der Vorteil bei der Anschaffung einer Konsole entfällt, das wars dann zukünftig auch schon.
 
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