hier eine kleine, liebevoll unobjektive abkanzelung der selbsternannten "edelgamer":
hardcore- (
gamerus intollerantus) oder edelgamer (
gamerus intollerantus prollericus maximus) sind das wahre übel der gamingindustrie!
konservativ, schnell gelangweilt, nörglerisch aber voller forderungen nach irgendwelchen nebulösen "verbesserungen". quasi die "mercedesfahrer mit hut" der gamingindustrie.
diese machen den leuten angst. stundenlanges vor dem bildschirm hocken um tausende virtueller leben auszulöschen, stellen für den im realen leben existenten menschen, keine besonders attraktive form der lebensführung dar, was durch die immer realistischere darstellung des pixeltodes noch verstärkt wird.
der normale mensch überlegt es sich, sofern ihn dieses thema überhaupt berührt, zweimal ob er wirklich zu dieser gattung gehören möchte. doch so schlimm ist es noch gar nicht. diese gruppe der extrem lebenszeitverschwender ist sehr klein: weltweit ungefähr 30-50 millionen (bei einer weltweiten bevölkerung von ca. 6 milliarden menschen, tatsächlich ein mäusefurz im wind)! in sich ziemlich zerstritten, stellt sie für den produzenten von entsprechender hardware eine zunehmend kleinere klientel dar.
diese 30 - 50 millionen weltweit teilen sich in diverse grüppchen auf, von denen nur wenige bereit sind den pfad der sturheit zu verlassen und "multi" zu werden. damit reduziert sich die zu erwartende zahl potenzieller kunden dramatisch und diese situation macht es für den produzenten immer schwerer den, proportional zur persönlichen frustration, ansteigenden hunger nach ablenkung, adäquat zu befriedigen.
diese überlegung wird auch insofern schwieriger, da sich diese klientel doch insgesamt negativ auf das gesamte image der industrie auswirkt.
in japan hat dieser "okatismus" mittlerweile zu einer veränderung der ansprüche geführt, die einen unbeschwerteren umgang mit dem an sich schönen hobby, gefordert hat. nicht mehr technikverliebtheit und das abgrenzen des individuums in separaten traumwelten stehen im vordergrund, sondern der soziale aspekt, der immer eine grundidee das spielens war rückt mehr in den vordergrund und damit auch die kindliche natur des spiels. fröhliches entrückt sein von den zwängen des alltags im sozialen umfeld der leute, die man mag.
kein wunder eigentlich das sich firmen wie nintendo bewusst von dieser negativ behafteten und nihilistischen welt des hardcoregamers abwenden und ihn im regen stehen lassen. kein wunder auch, dass dieser trend von einer japanischen firma kommt. die japaner, die schon immer einen etwas unbeschwerteren, umgang mit naiven, kindlichen symbolen hatten (hello kitty, pokemon und astroboy sind da nur die bekanntesten beispiele), wenden sich als erste von dieser unheimlichen entwicklung ab und verweigern schlicht den konsum solcher titel.
da wundert sich der westliche hardcoreler ob der verweigerung westlicher schnetzelgrafikwunder während sich der japaner, ohne sich böses dabei zu denken, dem schlichten, reinen vergnügen hingibt.
nintendo hat sich dem hardcoremarkt eigentlich schon immer verschlossen, der angefangen mit mortal kombat, immer mehr nach blut dürstete. obwohl es fast ihren untergang bedeutete, weil es schlicht als uncool galt, der zerstörungswut nicht anheim zu fallen. stattdessen stellten sie immer den spaß und die qualität vor vordergründigkeit und ich freue mich wie bolle, dass diese "true to the game" einstellung nun wieder früchte trägt und sie den verdienten erfolg einheimsen.
und ob die hardcoregamer sich darüber ärgern wie kleine, exorzierte pazuzus... wen juckts?
p.s.: wer tatsächlich bis hierhin gelesen hat, danke dafür und: bitte nicht zuuu ernst nehmen!