Killzone: Interview mit dem Entwickler-Team Guerrilla
22.04.04 - DGS-Online.nl führte ein Interview mit Guerrilla, die derzeit an dem 3D Shooter Killzone für Sony arbeiten. Die interessantesten Aussagen in der Zusammenfassung:
- Vor Killzone wurde an dem Spiel Knights gearbeitet. Die Arbeiten wurden allerdings eingestellt, weil der Publisher pleite gegangen ist. Sollte Sony CEE aber Interesse an Knights haben, würde man es fertigstellen.
- Momentan arbeiten 87 Angestellte bei Guerrilla.
- Die Entstehung von Killzone : Einige Gründungsmitglieder von Guerrilla zeigten Sony ein PC Technikdemo. Sony war beeindruckt, zu welchen Leistungen Guerrilla fähig ist und sie sollten diese Technologie auf die PlayStation2 für einen Ego-Shooter übertragen.
- Die Geschichte handelt wie gemeldet in der Zukunft und behandelt den Krieg zwischen Helghast und ISA. Der Spieler beginnt als Templar, der ein Captain der ISA ist. Der Krieg ist bereits in vollem Gange, als man das Spiel aufnimmt - zu diesem Zeitpunkt scheint die ISA den Kampf gegen die Helghast zu verlieren.
Man trifft drei weitere Charaktere der ISA, die man manchmal auch rettet. Sie schließen sich der eigenen Truppe an und sind ab diesem Zeitpunkt spielbare Charaktere.
- Technisch basiert Killzone auf der von Guerrilla entwickelten Engine namens 'Core'. Bevor man mit den Arbeiten an dem Spiel begann, hat man sehr lange die PS2-Technik studiert und untersucht.
Dadurch kann man die Hardware jetzt effizienter und geschickter nutzen. Zu einem der grafischen Tricks gehört das 'Multilayer Texturing', durch den man aus der Nähe einen hohen Detaillierungsgrad erhält.
'Multilayer Texturing' zeichnet mehrere Ebenen von winzigen Texturen aufeinander. Gegenstände im Vordergrund zeigen das komplette Ausmaß der detaillierten Texturen. Entfernt stehende Objekte benötigen hingegen nicht alle Textur-Ebenen, da sie weniger sichtbar sind. Dadurch kann man am meisten aus dem Speicher der PS2 herausholen.
- Derzeit gibt es noch einge Störungen bei der Framerate, die durch 'Raycasting' und nicht durch die grafischen Details hervorgerufen werden. Man versucht eine konstant hohe Framerate zu erreichen und ist überzeugt, dies auch zu schaffen.
Es ist noch unklar, ob die Framerate bei 30 fps oder 60 fps liegen wird - sie soll auf jeden Fall stabil sein und keine Slowdowns haben.
- Der Nebel und Dunst taucht nur in einigen Außen-Levels auf und soll zur Atmosphäre beitragen.
- Das eigene Team reagiert auf die Aktionen des Spielers. Sie werden z.B. vorsichtig schleichen oder angreifen, wenn es auch der Spieler macht.
- Am Anfang jedes Levels sucht man sich aus, mit welchem der vier Charaktere man spielen will. Deshalb gibt es auch kein System mit Erfahrungspunkten, durch das man neue Angriffstechniken oder mehr Energie bekommen würde.
Jeder Charakter hat andere Taktien und Waffen, benutzt andere Wege im Level.
- Steht man nahe genug an einem Feind, greift man mit einer Schlagattacke an.
- Die Umgebung ist nicht vollständig, sondern nur teilweise zerstörbar.
- Die Steuerung ist entweder mit einem oder alternativ auch mit beiden Analogsticks möglich. Die Joypad-Belegung lässt sich beliebig verändern und anpassen.
- Dolby Pro Logic II wird unterstützt, Progressive Scan dagegen nicht (würde zu Lasten des Texturspeichers gehen).
- Auch das Headset kommt zum Einsatz, Details werden aber noch nicht genannt.
- Details zum Online-Modus werden auf der E3 bekanntgegeben.
- Auf der Disc befinden sich einige Extras, ähnlich wie bei einem DVD Film. Geplant sind Konzeptentwürfe und frühe Filme, so dass man einen Einblick in die Entstehung des Spiels bekommt.
- Die PAL-Version soll einen 60 Hz Modus haben. Release: Herbst 2004 (Europa)
Quelle: gamefront