Gott oder nicht?

Avi

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Das ist ganz einfach und vernünftig zu erklären:
Der war halt schon immer da!
https://www.gotquestions.org/Deutsch/wer-schuf-Gott.html
:awesome:

Ok, sehen wir uns das mal an. :unsure:

Gott ist unverursacht und unerschaffen - Er existiert einfach.

Und nun ersetzen wir das Wort "Gott" durch das Universum oder die Zeit, und schon haben sich alle Fragen der Religionsanhänger bezüglich des Alls, der Entstehung des Seins usw erledigt.

Aber wie kann etwas ewig existieren, mag man nun fragen. Immerhin sieht man wie die Welt um uns im Wandel ist.
Die Erde verändert sich unentwegt. Dschungel werden zu Wüsten, Gebirge liegen irgendwann unter dem Meer, Kontinente brechen auseinander... Tiere und Menschen verändern sich evolutionsbedingt ebenfalls. Der Mensch besitzt selbst noch rudimentär Dinge, die er selbst nicht mehr braucht und die manche Menschen gar nicht mehr besitzen. Weisheitszähne, der Stietz welcher bei manchen Babys noch ein kleiner Schwanz ist, spitze Ohren usw usf. Aber nicht nur wir Menschen haben uns verändert, und besitzen nun einen kleineren Kiefer, ein gut ausgebildetes Stimmorgan, den aufrechten Gang, geschickte Hände usw.

Auch das Universum ist im Wandel. Sonnen explodieren zu Supernovae ( @DeathSephiroth :ugly: ) und daraus entstehen Sternennebel und Sternenstaub, woraus wiederum mit Hilfe der Gravitation neue Sonnen und Planetensysteme entstehen.

Wenn all das im stetigen Wandel von Tod und Wiedergeburt ist, wo ist denn da der Anfang allen Seins?

Gläubige Religionsanhänger distanzieren sich von der Frage wer nun Gott erschaffen hat oder wie er entstand. Wissenschaftler hingegen weichen dieser Frage nach dem Anfang nicht aus, und tun nun etwas was sehr spannend ist: sie beobachten. Dadurch wurde auch die Rotverschiebung im All entdeckt, welche den Aufschluss gab, das sich das Universum ausdehnt und vielleicht einen Anfang, eine Singularität, gehabt haben könnte.

Ohne diese Beobachtung könnten gläubige Religionsanhänger heute nicht darauf plädieren das Gott in dieser Singularität den Urknall ausgelöst hat. Dumm nur das die Urknall - Theorie in der Wissenschaft nicht die einzige Theorie ist. Der "Cold Spot" deutet auf Multiversen hin, und hier könnte man sich nun fragen wie dieses Gebilde an unzähligen Universen entstanden sein könnte. Und vielleicht ist dort eine einfachere und spannendere Antwort zu finden als jene des Urknalls?

Währenddessen gläubige Religionsanhänger aufhören zu suchen und einem Gott all das zuschreiben, so wie man einst Zeus dem Donner, Blitz und das Gewitter zuschrieb, suchen und forschen Wissenschaftler akribisch weiter. Und mit ihren Erkenntnissen verändert sich auch unsere Welt. Wir leben derzeit sehr modern mit all den Luxus unserer Zivilisation. Das war allein ein menschliches, ja sogar ein wissenschaftliches Werk und nicht das Werk Gottes.

Wenn die Menschheit lange genug existiert, erlangt sie vielleicht die absolute Erkenntnis wie all das entstanden ist und warum. (42 :ugly: ) Ich fürchte aber das wir Menschen uns zuvor auslöschen werden. Und dennoch lohnt es sich zu suchen, war der Weg doch schon immer das Ziel.
 

Taro

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Joa so einen Thread habe ich auf Conesolewars nicht erwartet,
nun habe ich ihn gesehen und schreibe auch etwas dazu.

Meiner Meinung nach gibts keine Realität ohne ein mächtiges schöpferisches Wesen, weil der blose Körper mit seinen Sehnen, Muskeln Organen und Knochen kein Bewusstsein schafft, sowie Maschinenteile in einem KFZ es nicht tun. Für mich basiert das Weltbild von Menschen welche die Schöpfung als von sich selbst aus entstanden betrachten übrigens auch auf einer Glaubensüberzeugung, weil vieles mit dem Zufall erklärt werden muss und den kann man nicht sehen, messen oder wiegen oder ausrechnen, sondern man muss glauben das er eintritt bzw. er eingetroffen ist. Wenn man die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens errechnen will um die Entstehung des Universums zu erklären kommt man in schwere Erklärungsnöten. Der Anspruch von Wissenschaftler die Entstehung des Universums durch wissenschaftliche Methoden und beweise zu erklären wird überhaupt nicht erfüllt, sondern das Nichts und der Zufall sind die tragenden Säulen derer Erklärungsmodelle. Man kann daher die Glaubwürdigkeit von Glaubensschriften anzweifeln, allerdings sollte man diese auch bei Glaubensschriften von Menschen machen welche bei Ihren Erklärungsmodellen auf die Wissenschaft pochen.

Wann, wie und aus was ist denn dieses schöpferische Wesen entstanden?
 

Provence

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Die Erklärung mit einem göttlichen Wesen hingegen ist die einfache, es ist die Abgabe von Eigenverantwortung an etwas Vorstellbaren, gleichzeitig aber auch der widersprüchliche, führt er dich zugleich zu der Frage woher dieses göttliche Wesen denn nun kommen mag.
Ehrlich gesagt ist das der Knackpunkt. Gott ist ebenfalls ein Konstrukt, der sich die Fragen gefallen muss, woher er kommt. Kam Gott dann aus dem "Nichts"? Wenn ja, dann gibt man auch gleichzeitig zu, dass der Urknall existiert haben könnte.
 

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Man kommst aus meiner Sicht in Erklärungsnot, weil die Urknall- und Evolutionstheorie als wissenschaftliche Werke angesehen werden, welche nur funktionieren wenn Nichts und der Zufall für die Entstehung von Materie und Leben verantwortlich sind und ans Nichts was etwas hat entstehen lassen, muss man glauben. Naja letztlich ist es also denn ja aber doch so, wenn die Wissenschaft gar nicht alles erklären will und kann dass man eben auch glauben muss.

Diese Aussage ist ganz einfach falsch. Die Evolutionstheorie und der Urknall sind wissenschaftliche Werke, weil sie sich den Erkenntnissen entsprechend anpassen. Kommen neue Erkenntnisse ans Licht, werden die bestehenden Theorien erweitert, erneuert und den neuen Erkenntnissen entsprechend angepasst. Dass die Theorien wissenschaftlich sind, bedeutet also überhaupt nicht, dass sie in der Form wie sie derzeit existieren, jeden einzelnen Punkt genau beweisen können. Genau das ist auch der Unterschied zwischen einem Glaubenskonstrukt und einem wissenschaftlichen Werk. Oder um es anders zu sagen, ein passendes Zitat: ""Science adjusts its views based on what's observed. Faith is the denial of observation, so that belief can be preserved."

Das heißt also nicht, dass die Wissenschaft schon alles weiß. In Bezug auf die Evolutionstheorie ist die Menschheit aber in der Lage, vieles wissenschaftlich zu erklären. Hier gibt es wenige Zweifel und darum auch wenige Zweifler. Bei der Urknall-Theorie ist die Sache aufgrund der Thematik etwas schwieriger. Nur spielt die Schwierigkeit eines Themenfelds absolut keine Rolle bei der Suche nach der Wahrheit. Nur weil die Gelehrten früher nicht erklären konnten, wie Blitz und Donner entstehen, sind Blitz und Donner damals nicht von Göttern erzeugt worden. Genauso ist es ein Irrglaube anzunehmen, dass es unbedingt einen Schöpfer braucht, weil die Wissenschaft noch nicht in der Lage ist, jede einzelne Frage in Bezug auf die Entstehung des Universums zu beantworten.

Die Menschheit, bzw. die Wissenschaft arbeitet darauf hin, dass diese Fragen beantwortet werden können. Wenn im Prozess dieser Arbeiten irgendwann erwiesen wird, dass es zwangsläufig einen Schöpfer geben muss, wird das auch wissenschaftlich anerkannt werden. Das wird mit absolut größter Wahrscheinlichkeit natürlich nie passieren, weil es noch diverse Theorien gibt, mit denen man sich der Entstehung des Universums annähern kann. Und wie die Geschichte der Menschheit zeigt, bestätigen sich diese Theorien irgendwann. Immerhin gibt es keinen bekannten Fall, wo von den Wissenschaftlern der Schluss gezogen werden musste, dass es unbedingt einen Gott braucht, um ein bestimmtes Phänomen zu erklären.
 

rubikon

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Das meinte ich damit. Man könnte noch weitere Variablen einbauen und sagen: Wow, es ist so extrem unwahrscheinlich, dass es mich gibt. Das muss Schicksal sein u.Ä.


Moment. Du wechselst das Argument. Ich stimme dir zu, dass aus dem Nichts nichts entsteht. Man braucht eine unendliche Instanz und die Urknalltheorie nimmt an, das Universum sei nicht unendlich. Aber vielleicht ist das Universum doch unendlich. Da man das nicht weiß, wäre die ehrliche Antwort aller Menschen Nichtwissen (Agnostizismus).

Genau. Der Wortschatz umfasst nunmal auch Wörter wie "vermuten", "Überzeugung", "ich denke". Leider werden vermutungen und Überzeugungen auch gerne als Fakten oder Wissen ausgegeben

Meiner Meinung nach gibts keine Realität ohne ein mächtiges schöpferisches Wesen, weil der blose Körper mit seinen Sehnen, Muskeln Organen und Knochen kein Bewusstsein schafft, sowie Maschinenteile in einem KFZ es nicht tun. Für mich basiert das Weltbild von Menschen welche die Schöpfung als von sich selbst aus entstanden betrachten übrigens auch auf einer Glaubensüberzeugung, weil vieles mit dem Zufall erklärt werden muss und den kann man nicht sehen, messen oder wiegen oder ausrechnen, sondern man muss glauben das er eintritt bzw. er eingetroffen ist. Wenn man die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens errechnen will um die Entstehung des Universums zu erklären kommt man in schwere Erklärungsnöten. Der Anspruch von Wissenschaftler die Entstehung des Universums durch wissenschaftliche Methoden und beweise zu erklären wird überhaupt nicht erfüllt, sondern das Nichts und der Zufall sind die tragenden Säulen derer Erklärungsmodelle. Man kann daher die Glaubwürdigkeit von Glaubensschriften anzweifeln, allerdings sollte man diese auch bei Glaubensschriften von Menschen machen welche bei Ihren Erklärungsmodellen auf die Wissenschaft pochen.

Najo du stimmst mir also zu das aus nichts nichts entsteht, womit du auch nicht nachweisen und erklären kannst woher der Urknall kommt.
Nun beschreibst du lediglich ein Glaubensmodel so wie die Glaubensschriften. Dies stellt aber für Menschen welche die Entstehung allen Lebens durch die beiden Theorien kein Problem dar und man fühlt sich nicht lächerlich in seiner Überzeugung. Leider wird bei Glaubensschriften dann (meine jetzt keinen hier aus diesem Forum, sondern beziehe mich auf gesagtem und eigenen tatsächlichen Erfahrungswerten) manchmal ein seltsamer Maßstab angewand und Erklärungen von Land, Mensch Tier usw. werden teilweise ins lächerliche gezogen und selbst geht man davon aus das aus Nichts etwas entstanden ist und das komplexe Vorgänge die bei der Entstehung von Land und Leben entstehen niemandem Zugeschrieben werden können, weshalb es wohl nicht verwundert wird wenn die Urknall- und Evot. von der Intelligent Design Theorie abgelöst wird.
 
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Avi

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weshalb es wohl nicht verwundert wird wenn die Urknall- und Evot. von der Intelligent Design Theorie abgelöst werden.

Wäre dies der Fall, würden wir uns viel mehr mit einer Theorie bezüglich des holografischen Universums (der "Matrix") befassen. Aber das erklärt nicht wie dieser Designer entstand, wie seine Welt aussieht und wie diese wiederum entstand. Die fundamentalistische Vorstellung eines Schöpfers führt in die Irre, erklärt nichts und wirft drölfzillionen neue Fragen auf, welcher die Religion, bzw deren Anhänger gewiss nicht gewillt sind auf den Grund zu gehen.
 

rubikon

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Wird möglichweise die bestehenden Überzeugung der gängigen Wissenschaft teilweise ersetzen oder gar komplett über Bord werfen.


https://www.gotquestions.org/Deutsch/Intelligentes-Design.html



Ehrlich gesagt ist das der Knackpunkt. Gott ist ebenfalls ein Konstrukt, der sich die Fragen gefallen muss, woher er kommt. Kam Gott dann aus dem "Nichts"? Wenn ja, dann gibt man auch gleichzeitig zu, dass der Urknall existiert haben könnte.
Genau. Solch eine Selbstkritik wünschte man sich manchmal bei Menschen welche von der Urknall und Evot. dermaßen überzeugt sind, das man sich nicht darüber bewusst ist das diese beiden Theorien überhaupt nicht vollständig empirisch nachweisbar sind und löchrig wie Käse sind. Leider stößt man da auf wenig Ehrlichkeit.



Wäre dies der Fall, würden wir uns viel mehr mit einer Theorie bezüglich des holografischen Universums (der "Matrix") befassen. Aber das erklärt nicht wie dieser Designer entstand, wie seine Welt aussieht und wie diese wiederum entstand. Die fundamentalistische Vorstellung eines Schöpfers führt in die Irre, erklärt nichts und wirft drölfzillionen neue Fragen auf, welcher die Religion, bzw deren Anhänger gewiss nicht gewillt sind auf den Grund zu gehen.


Es ist eben Glauben notwendig, sowohl bei den Erklärungen der Glaubensschriften, als auch bei der Erklärung der gängigen wissenschaftlichen.
 

Xyleph

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Ehrlich gesagt ist das der Knackpunkt. Gott ist ebenfalls ein Konstrukt, der sich die Fragen gefallen muss, woher er kommt. Kam Gott dann aus dem "Nichts"? Wenn ja, dann gibt man auch gleichzeitig zu, dass der Urknall existiert haben könnte.

Korrekt. Daher ist der Vorwurf an die Wissenschaft hanebüchen. Überhaupt beschäftigt sich die Wissenschaft mit der Beantwortung von Fragen, wie z. B. der Schaffung von Energie und Materie. Materie und Energie aus dem unweigerlich auch ein übernatürliches Wesen bestehen muss. Wenn man der Frage nachkommen will, woher dieses Wesen stammt, kommt die Frage zustande woher das kommt aus was es besteht.

Dass man sich auch bei dem Thema Wissenschaft und Religion als dem Urknall aufhängt, wird der Sache eh nicht gerecht. Nicht nur dass die Religion darauf nie eine Antwort hatte, sondern es wird gänzlich unter den Teppich gekehrt, welche Erkenntnisse die Menschheit auf den Weg bis zu dieser Theorie gewonnen hat.
Und praktisch immer musste sich die Religion beugen.

Edit: Ersten Zeilen dieser Design Theory gelesen. Die packt schon als erstes völlig falsche Annahmen hinein und argumentiert damit auf völlig falsche Basis, da sie schlicht einfach milliardenlange Entwicklung und unter Miioarden von Organismen unter den Teppich kehrt.
 
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Avi

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Genau. Solch eine Selbstkritik wünschte man sich manchmal bei Menschen welche von der Urknall und Evot. dermaßen überzeugt sind, das man sich nicht darüber bewusst ist das diese beiden Theorien überhaupt nicht vollständig empirisch nachweisbar sind und löchrig wie Käse sind. Leider stößt man da auf wenig Ehrlichkeit.

Du hast die letzten Posts hier scheinbar nicht gelesen, welche genau das Gegenteil beweisen. Schade.

In der Wissenschaft gibt es Paradigmenwechsel, und dass ist auch gut so. Intelligent Design ist dabei noch löchriger als alles von dir bisher kritisierte.
 

rubikon

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Korrekt. Daher ist der Vorwurf an die Wissenschaft hanebüchen. Überhaupt beschäftigt sich die Wissenschaft mit der Beantwortung von Fragen, wie z. B. der Schaffung von Energie und Materie. Materie und Energie aus dem unweigerlich auch ein übernatürliches Wesen bestehen muss. Wenn man der Frage nachkommen will, woher dieses Wesen stammt, kommt die Frage zustande woher das kommt aus was es besteht.

Dass man sich auch bei dem Thema Wissenschaft und Religion als dem Urknall aufhängt, wird der Sache eh nicht gerecht. Nicht nur dass die Religion darauf nie eine Antwort hatte, sondern es wird gänzlich unter den Teppich gekehrt, welche Erkenntnisse die Menschheit auf den Weg bis zu dieser Theorie gewonnen hat.
Und praktisch immer musste sich die Religion beugen.

Edit: Ersten Zeilen dieser Design Theory gelesen. Die packt schon als erstes völlig falsche Annahmen hinein und argumentiert damit auf völlig falsche Basis, da sie schlicht einfach milliardenlange Entwicklung und unter Miioarden von Organismen unter den Teppich kehrt.

Halb so wild. Gibt ja auch Überzeugungen welche erklären das aus nichts etwas entstanden sein soll, komplexes Leben einfach so entstanden ist und diese halten seit Jahrhunderten und sind wissenschaftlich anerkannt. Was auch kein Problem ist.
 

Swisslink

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Wird möglichweise die bestehenden Überzeugung der gängigen Wissenschaft teilweise ersetzen oder gar komplett über Bord werfen.


https://www.gotquestions.org/Deutsch/Intelligentes-Design.html

Die Theorie wird natürlich nie die gängige Wissenschaft ersetzen oder über Bord werfen, weil sie keine einzige Frage mehr beantworten kann als die gängige Wissenschaft es bereits heute kann. Die Lücken, die bei den tatsächlich wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Thematik entstehen, werden einfach durch ein unbekanntes Etwas gefüllt, das in unbekannter Art und Weise aus unbekannten Gründen irgendwas gemacht haben soll. Das ist wiederum nicht wissenschaftlich, sondern unbegründeter Glaube an einen Lückenfüller, um ein Phänomen, das man noch nicht in allen Einzelheiten belegen kann, zu erklären. Und im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Theorien versuchen die Vertreter des Intelligent Designs gar nicht erst, diese Unklarheiten zu klären, weil alles auf einem Glauben an irgendeine Gottheit basiert, die ohnehin unerklärbar ist.

Aber schön, hast du mit dem Intelligent Design gerade selber die großen Unterschiede zwischen Glaube und Wissenschaft darlegen können. Wissenschaft versucht zu erklären, Glaube gibt die Erklärungsversuche auf und begründet alles mit einem göttlichen Wesen, das man aufgrund dessen göttlichen Wesens ohnehin nicht erklären kann. Zu allen anderen Aspekten deiner Aussage, habe ich im vorherigen Post eigentlich genug geschrieben.
 

rubikon

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Diese Aussage ist ganz einfach falsch. Die Evolutionstheorie und der Urknall sind wissenschaftliche Werke, weil sie sich den Erkenntnissen entsprechend anpassen. Kommen neue Erkenntnisse ans Licht, werden die bestehenden Theorien erweitert, erneuert und den neuen Erkenntnissen entsprechend angepasst. Dass die Theorien wissenschaftlich sind, bedeutet also überhaupt nicht, dass sie in der Form wie sie derzeit existieren, jeden einzelnen Punkt genau beweisen können. Genau das ist auch der Unterschied zwischen einem Glaubenskonstrukt und einem wissenschaftlichen Werk. Oder um es anders zu sagen, ein passendes Zitat: ""Science adjusts its views based on what's observed. Faith is the denial of observation, so that belief can be preserved."

Das heißt also nicht, dass die Wissenschaft schon alles weiß. In Bezug auf die Evolutionstheorie ist die Menschheit aber in der Lage, vieles wissenschaftlich zu erklären. Hier gibt es wenige Zweifel und darum auch wenige Zweifler. Bei der Urknall-Theorie ist die Sache aufgrund der Thematik etwas schwieriger. Nur spielt die Schwierigkeit eines Themenfelds absolut keine Rolle bei der Suche nach der Wahrheit. Nur weil die Gelehrten früher nicht erklären konnten, wie Blitz und Donner entstehen, sind Blitz und Donner damals nicht von Göttern erzeugt worden. Genauso ist es ein Irrglaube anzunehmen, dass es unbedingt einen Schöpfer braucht, weil die Wissenschaft noch nicht in der Lage ist, jede einzelne Frage in Bezug auf die Entstehung des Universums zu beantworten.

Die Menschheit, bzw. die Wissenschaft arbeitet darauf hin, dass diese Fragen beantwortet werden können. Wenn im Prozess dieser Arbeiten irgendwann erwiesen wird, dass es zwangsläufig einen Schöpfer geben muss, wird das auch wissenschaftlich anerkannt werden. Das wird mit absolut größter Wahrscheinlichkeit natürlich nie passieren, weil es noch diverse Theorien gibt, mit denen man sich der Entstehung des Universums annähern kann. Und wie die Geschichte der Menschheit zeigt, bestätigen sich diese Theorien irgendwann. Immerhin gibt es keinen bekannten Fall, wo von den Wissenschaftlern der Schluss gezogen werden musste, dass es unbedingt einen Gott braucht, um ein bestimmtes Phänomen zu erklären.


Bis zum Zeitpunkt in dem etwas empirisch nachweisbar ist, oder bis die Theorie bestätigt werden kann gibts keine sicheren erklärungen.
Was auch nicht schlimm ist. Existenziell ist der Glaube daran, das die Urknalltheorie stimmt. Nichts und Zufall wie bereits geschrieben sind die Säulen dieser Gedankenkonstrukte, sowie der Glaube für die Glaubensschriften notwendig ist.



Die Theorie wird natürlich nie die gängige Wissenschaft ersetzen oder über Bord werfen, weil sie keine einzige Frage mehr beantworten kann als die gängige Wissenschaft es bereits heute kann. Die Lücken, die bei den tatsächlich wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit der Thematik entstehen, werden einfach durch ein unbekanntes Etwas gefüllt, das in unbekannter Art und Weise aus unbekannten Gründen irgendwas gemacht haben soll. Das ist wiederum nicht wissenschaftlich, sondern unbegründeter Glaube an einen Lückenfüller, um ein Phänomen, das man noch nicht in allen Einzelheiten belegen kann, zu erklären. Und im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Theorien versuchen die Vertreter des Intelligent Designs gar nicht erst, diese Unklarheiten zu klären, weil alles auf einem Glauben an irgendeine Gottheit basiert, die ohnehin unerklärbar ist.

Aber schön, hast du mit dem Intelligent Design gerade selber die großen Unterschiede zwischen Glaube und Wissenschaft darlegen können. Wissenschaft versucht zu erklären, Glaube gibt die Erklärungsversuche auf und begründet alles mit einem göttlichen Wesen, das man aufgrund dessen göttlichen Wesens ohnehin nicht erklären kann. Zu allen anderen Aspekten deiner Aussage, habe ich im vorherigen Post eigentlich genug geschrieben.


Huh. Najo es ist keinesfalls so, das Glaube die Wissenschaft komplett ersetzen soll und davon überzeugt zu sein das bei der WIssenschaft kein Glaube notwendig ist ist schlichtweg falsch.

Gab auch geniale Mensche welche Glauben und Wissenschaft an sich wunderbar kombinieren konnten.
https://dctb.de/de/article/isaac-newton-ein-mann-mit-kopf-und-herz
 
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Xyleph

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Halb so wild. Gibt ja auch Überzeugungen welche erklären das aus nichts etwas entstanden sein soll, komplexes Leben einfach so entstanden ist und diese halten seit Jahrhunderten und sind wissenschaftlich anerkannt. Was auch kein Problem ist.

Du scheinst den Thread nicht gelesen zu haben. Auf diese Aussagen deineeseits habe ich schon geantwortet.
Um es noch einmal mal kurz zu mache: Nein, diese Überzeugung gibt es in der Wissenschaft nicht.
 
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Bis zum Zeitpunkt in dem etwas empirisch nachweisbar ist, oder bis die Theorie bestätigt werden kann gibts keine sicheren erklärungen.
Was auch nicht schlimm ist. Existenziell ist der Glaube daran, das die Urknalltheorie stimmt. Nichts und Zufall wie bereits geschrieben sind die Säulen dieser Gedankenkonstrukte, sowie der Glaube für die Glaubensschriften notwendig ist.

Hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe?

Nein, es gibt keinen Glauben an die Urknalltheorie. Die Urknalltheorie kann vieles bereits ganz klar beziffern und erklären. Es gibt aber natürlich Lücken, die in Zukunft noch geschlossen werden müssen.

Und nein, es soll nicht alles aus dem Nichts entstanden sein. Die einzigen Menschen, die der Überzeugung sind, dass das ganze Universum aus dem Nichts entstanden ist, sind die Fundamentalisten.
 

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rubikon, kleiner Einwurf: weißt du, was die Urknall-Theorie besagt? Ich glaube nämlich, du gehst in diesem Zusammenhang von einer völlig falschen Annahme aus, was die Theorie bis heute zu erklären vermag. Das würde nämlich auch deine Fehlannahmen erklären, dass die Wissenschaft daran glauben muss, dass vor dem Urknall nichts war.
 
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Bevor ich off muss @rubikon :

Als Urknall wird in der Kosmologie der Beginn des Universums, also der Anfangspunkt der Entstehung von Materie, Raum und Zeit bezeichnet. Nach dem kosmologischen Standardmodell (Lambda-CDM-Modell) ereignete sich der Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren. Urknalltheorien beschreiben nicht den Urknall selbst, sondern das frühe Universum in seiner zeitlichen Entwicklung nach dem Urknall.

„Urknall“ bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität. Diese ergibt sich formal, indem man die Entwicklung des expandierenden Universums zeitlich rückwärts bis zu dem Punkt betrachtet, an dem die Materie- und Energiedichte unendlich wird. Demnach muss noch kurz nach dem Urknall die Dichte des Universums die Planck-Dichte übertroffen haben. In diesem Zustand gilt die Allgemeine Relativitätstheorie nicht; er ließe sich allenfalls durch eine noch unbekannte Theorie der Quantengravitation beschreiben.

Daher gibt es in der heutigen Physik keine allgemein akzeptierte Theorie für das sehr frühe Universum und den Urknall selbst.

Quelle

Noch einmal: Daher gibt es in der heutigen Physik keine allgemein akzeptierte Theorie für das sehr frühe Universum und den Urknall selbst.

„Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.“
Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust)

Ne. Ich muss glauben ;)

Niemand muss etwas. Wissenschaft entwickelt sich aus Beobachtung und Erkenntniss, sowie Paradigmenwechsel. Auch glauben muss man nicht, aber man kann, wenn man sich dadurch besser fühlt. Glauben heißt aber nie wissen. ^^
 

rubikon

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rubikon, kleiner Einwurf: weißt du, was die Urknall-Theorie besagt? Ich glaube nämlich, du gehst in diesem Zusammenhang von einer völlig falschen Annahme aus, was die Theorie bis heute zu erklären vermag.

Ne. Und glaube in diesem Thread bin ich damit nicht alleine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall

Nichts erklärt was den Knall ausgelöst hat und nichts liefert einen Nachweis woher Materie stammt.
 

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Ne. Und glaube in diesem Thread bin ich damit nicht alleine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall

Nichts erklärt was den Knall ausgelöst hat und nichts liefert einen Nachweis woher Materie stammt. Theorie.

Der Name der Urknall-Theorie ist etwas irreführend, aber die Theorie dahinter ist weit mehr als Glaube. Denn die Wissenschaft erhebt keinen Anspruch darauf, den Urknall selber erklären zu können (also hat man de facto nichts, woran man überhaupt glauben könnte) sondern erklärt mit der Urknall-Theorie, was nach der Entstehung des Universums passiert ist.
 

Avi

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Es ist eben Glauben notwendig, sowohl bei den Erklärungen der Glaubensschriften, als auch bei der Erklärung der gängigen wissenschaftlichen.

Nein, denn ein Glaube ist in der Wissenschaft definitiv nicht erforderlich.

Huh. Najo es ist keinesfalls so, das Glaube die Wissenschaft komplett ersetzen soll und davon überzeugt zu sein das bei der WIssenschaft kein Glaube notwendig ist ist schlichtweg falsch.

Gab auch geniale Mensche welche Glauben und Wissenschaft an sich wunderbar kombinieren konnten.
https://dctb.de/de/article/isaac-newton-ein-mann-mit-kopf-und-herz

Was nichts mit deiner Theorie zu tun hat das Glaube und Wissenschaft zusammen gehören. Man kann glauben und forschen, oder forschen weil man glaubt, oder forschen ohne Glaube oder glauben ohne Forschung. Das heißt nicht das die Wissenschaft auf den Glauben angewiesen ist.

Würde man nun, wovon du ausgehst, den Glauben an die Wissenschaft koppeln, würde die Wissenschaft stagnieren, und das tut sie nicht wie du weißt. :)

Ne. Und glaube in diesem Thread bin ich damit nicht alleine.
https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall

Nichts erklärt was den Knall ausgelöst hat und nichts liefert einen Nachweis woher Materie stammt.

Und Gott liefert den Beweis? :unsure:

Noch mal (zum drölfzillionstel Mal): Multiversen könnten darauf hindeuten das es keinen "Urknall" gab. In dieser Richtung gibt es andere Antworten und Fragen. All das benötigt aber noch immer keinen Schöpfer.

Wetterbedingungen wie Sturm, Blitze und Feuer waren den Menschen früher suspekt, und ihnen wurden Götter bzw göttliche Kräfte zugewiesen. Das Gleiche tust du nun mit der Singularität vor dem "Urknall".
 
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Taro

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Hasenauge

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Es ist eben Glauben notwendig, sowohl bei den Erklärungen der Glaubensschriften, als auch bei der Erklärung der gängigen wissenschaftlichen.
Nein eigentlich ist dazu kein Glaube notwendig. Man kann sich Vorstellungen von der Welt machen, die logisch konsistent und in sich widerspruchsfrei sind, die im Einklang mit der Beobachtung stehen, und die einem deshalb möglich und plausibel erscheinen. Derartige Vorstellungsmodelle gibt es viele und an keines davon muss man glauben. Aber man kann eine Entscheidung treffen welchen man Vorrang einräumt. Ob man Modelle präferiert, die prinzipiell nichts erklären können, weil sie gar nicht an der Beobachtung scheitern können, oder ob man Modelle bevorzugt die Erklärungspotenzial haben weil sie auch scheitern können. In diesem Sinne können aber zunächst weder die Vorstellung von Intelligent Design, noch die Vorstellung von Evolution irgend etwas erklären. Beide Vorstellungen sind grundsätzlich nicht falsifizierbar, da sie zu wenig konkret sind. Evolution als Idee ist also noch kein wissenschaftliches Modell, definiert aber einen Vorstellungsraum, innerhalb dem prüfbare wissenschaftliche Modelle und Theorien über die genauen Mechanismen und die Abläufe von Evolution formuliert werden. Diese Modelle weisen zwar oft Lücken auf. Dafür haben sie aber Erklärungspotenzial, indem sie sich mit dem konkreten Wie der Evolution beschäftigen und dadurch falsifizierbare Aussagen ermöglichen. Im Gegensatz dazu bleibt der ID-Ansatz schwammig. Er vermeidet Lücken indem er erst gar keine prüfbaren Aussagen zum Wie der Schöpfung macht. Also erklärt er nichts, und deshalb ist es vernünftig der Evolutionstheorie den Vorrang zu geben.
 
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P.E%

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Woher rührt dieser Glaube? Soweit ich das sehe, gibt es im Nichts nichts, das die Entstehung des Universums hätte verhindern können. Weder einen Gott, noch Naturgesetze oder Logik.
Weil Ursache und Wirkung der Logik meines (möglicherweise beschränkten) Homo Sapiens Sapiens-Gehirns entspricht. Mag sein, dass es nicht so ist.
 
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