Ballack großer Verlierer in Englands Gigantenduell
London (dpa) - Michael Ballack ist der große Verlierer des «Giganten-Duells» in der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Chelsea. Die englische Presse fiel nach dem 1:1 über den Kapitän der deutschen Nationalmannschaft her.
«Das Tempo in der Premier League scheint für ihn zu hoch», sagte der frühere schottische Nationalspieler Lou Macari. Die Boulevardzeitung «The Sun» lästerte: «Er scheint immer im Weg zu stehen.» Und der «Guardian» riet dem 30-Jährigen, er solle «sich ein wenig schämen».
Vier Monate nach seinem Dienstantritt beim englischen Meister hat Ballack - ebenso wie der 50 Millionen Euro teure Neuzugang Andrej Schewtschenko - viel Kredit verspielt. «Manchmal schienen selbst die einfachsten Aufgaben, wie einen kurzen Pass zu spielen, für die beiden zu viel», schrieb der «Guardian».
«Wenn man nicht wüsste, dass er der deutsche Kapitän ist, würde man sagen: ein sehr durchschnittlicher Spieler», meinte der ehemalige Liverpooler Profi Alan Hansen, der als TV- und Zeitungskommentator die Meinung an den englischen Stammtischen vorgibt. «Von ihm kommen keine Vorstöße, alles scheint sehr lethargisch und langsam. Man muss ihm mal sagen, dass Chelsea verdammt viel Geld für seine Dienste gezahlt hat und dass sie eine Gegenleistung erwarten dürfen.»
Bereits in den ersten Spielminuten fiel Ballack durch eine Vielzahl unnötiger Fouls auf, dabei hatte ihm die «Sunday Times» extra mit auf den Weg gegeben, er möge weniger gelbe und rote Karten sammeln. «Wenn Ballack mal ins Spielgeschehen eingriff, dann negativ», ätzte der «Daily Mirror» und die «Sun» fand: «Lampard musste für zwei arbeiten, um seinen Ausfall zu kompensieren».
Außer Ballack und Schewtschenko gab es nur Gewinner nach dem Unentschieden durch Tore von Saha (29.) für «ManU» und Carvalho (69.) für Chelsea. «Für uns ist es ein besseres Resultat als für die», sagte Chelsea-Trainer José Mourinho. «An deren Stelle wäre ich enttäuscht. United hat die sehr große Chance verpasst, sechs Punkte davon zu ziehen.»
Doch auch sein Kollege Alex Ferguson blieb angesichts des verteidigten Drei-Punkte-Vorsprungs gelassen: «Das wichtigste ist, dass wir bewiesen haben, die Tabellenführung zu verdienen. Ich bin zufrieden mit unserer Leistung.» Einen Satz, den Ballack nicht sagen konnte. Er ging nach Hause, ohne ein Wort zu verlieren.
aber eine Bundesliga ohne den HSV kann und will ich mir nicht vorstellen. Genauso weinig wie ich mir vorstellen kann, dass Doll sonderlich lange Trainer bleibt.
2x Klose 

