Genau das meinte ich, ich verstehe den Sinn hinter diesen QTE Spielen nicht. Ich meine, OK wenn du eine Geschichte erzählen willst, schön, dann erzähle einfach eine Geschichte und lass das Gameplay einfach komplett weg. Ich finde es schwer zu erklären was ich meine, aber ich glaube man kann es am besten Mit Sport vergleichen. Die Regeln der meisten Sportarten sind sehr einfach; nehmen wir mal Fußball, Ziel des Spiels ist es den Ball in eines von zwei Netzen zu treten. Das klingt so als hätte man nach fünf Minuten alles gesehen was das Spiel zu bieten hat, und in gewisser Weise hat man das auch, es gibt keine Überrraschungen, keine Handlung, keine Wende, nur 22 erwachsene Männer die 90 Minuten lang auf einen gemeinsamen Ball eintreten um ihn in ein Netz zu befördern. Was das Spiel aber interessant macht ist dass man nie weiß was genau passieren wird, es gibt unzählige Möglichkeiten wie sich jede einzelen Minute entwickeln kann. Ein Spieler kann den Ball verlieren, er kann daneben treten, er kann stürzen, in jemanden hineinrennen, den Schuss verfehlen oder einen Schuss aufhalten. Und das ist nur ein Spieler, Fußball hat 22 davon, da ergeben sich noch viel mehr Möglichkeiten wie sich das Spiel entwickeln kann.
Sobald wir aber wissen, wie das Spiel sich entwickeln wird gibt es keinen Grund mehr es weiter anzuschauen. Was alle vier jahre jeden dazu bringt vor dem Fernseher zu hocken is genau dass niemand weiß wer Weltmeister wird. Das ist es was die Spannung ausmacht. Das Gleiche kann man auch über Videospiele sagen. Wenn ich ein Videospiel einlege dann will ich nicht wissen was passieren wird, ich will dass jede Partie sich anders enwickelt. Daher macht es auch Spaß zu verlieren, es ist eine logische Konsequenz aus meiner Spielweise, während Spiele die zu einfach sind langweilig werden weil ich genau weiß dass ich gewinnen werde.
Deshalb hasse ich QTEs, sie geben einem das Gefühl etwas zu tun, aber am Ende passiert immer das Gleiche, entweder man schafft es oder nicht, es ist einfach nur ein ein/aus Zustand, nur zwei Möglichkeiten. Das ist genauso interaktiv wie ein DVD Menü, dafür brauche ich keine Videospiele. QTEs nerven mich weil sie grundlos den Fluss unterbrechen und mich genau daran erinnern dass ich bloß ein Videospiel spiele wo ich bloß Knöpfchen drücke. Es ist nichteinmal immersiv; wenn meine Figur versucht eine Tür aufzubrechen und ich bloß auf einer Taste hämmere hat das nichts miteinander zu tun, meine Figur tippt nicht mit dem Daumen gegen eine schwere Tür sondern drückt mit der Schulter dagegen. Ich habe es schon immer gesagt und ich bleibe dabei, QTEs existieren nur damit die Entwickler mit dem Animations Framework spielen können während sie dem Spieler die Illusion geben er würde etwas tun.