Oh man.....
Nochmal Nera. Du kannst nicht gleichzeitig das NC verfahren und die Studiengebühren abschaffen und dann auch noch beklagen, dass die Höörsääle so voll sind........
Ebenso ist es schwachsinnig noch mehr Leute zum Studieren anzuregen, denn dann ist deine Ausbildung immer weniger wert. Schon heute ist es so, dass du ohne Abi keinen bzw kaum noch einen gescheiten Job bekommst, weil es einfach viel zu viele Abiturienten gibt. Wenn sich das auch noch weiter in Studium ausbreitet, muss bald jeder studieren um überhaupt noch im Büro oder so arbeiten zu können.
@Und Dark: das was Nera will ist schlicht und einfach Utopie. Er will soziale gerechtigkeit für alle, er will abitur für alle und er will ein Studium für alle. Und das ist einfach nicht möglich. Studium ist ein Privileg dass du dir durch harte arbeit verdeinst und dann auch durch noch mehr arbeit bestehen solltest. Je mehr studenten umso schlechter die Ausbildung an den Unis. Je mehr studenten umso schlechtere Jobchancen hast du nach deinem Studium. Je mehr studenten, die dafür gar nicht qualifiziert sind umso mehr Abrecher wirst du haben und das ist einfach verschwendetes Geld.
Wer studieren will, sollte sich darauf gefasst machen hart zu arbeiten und mit hart meine ich hart. Sprich von 9-18 Uhr Uni und danach auch noch weiter lernen. Ein Studium sollte man nicht einfach so geschenkt kriegen.
Und Darji, du verwechselst noch immer Begriffe und verwirrst sie noch immer.
Und du bist zum Beispiel nicht auf die Tatsache eingegangen, dass die Hörsäle sowohl
vor, als auch
nach den Studiengebühren schlicht und ergreifend überfüllt sind.
Was kannst du dazu sagen? Studiengebühren sind einfach fehl am Platze und selektieren an falscher Stelle.
Und hier nochmals, das ist es, was ich mir wünschen würde. Jetzt mal am Grundgesetz ausgelegt:
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Es ist menschenunwürdig, wenn Menschen ein Arbeitspensum von mehr als 60 Stunden in der Woche verlangt wird. Davon abgesehen, dass wissenschaftliche Hilfsarbeiter quasi schon prekäre Arbeitsverhältnisse haben.
Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Ich fasse das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit als Teil der Bildung auf.
Ich will nicht, dass jeder ohne Mühen studieren kann.
Ich will, dass jeder die Möglichkeit zum Studium erhalten kann, nachdem er seine Schullaufbahn beendet hat.
Nochmals:
Die Zeit vor dem Abitur (hier in Deutschland) steht in keiner Relation zu dem, was ein Mensch als interessierter Student in der Lage ist.
Deswegen muss eine Selektion auf dieser Ebene aufgelöst werden, denn sie geht nicht auf die persönliche Leistung und das persönliche Potenzial des Einzelnen ein.
Intelligenz ist nicht angeboren. Jeder Mensch ist fähig, die Bildung aufzunehmen, die er mit sich vereinbaren kann.
Die finanzielle und soziale Selektion, wie sie im deutschen System vorliegt, muss aufgelöst werden.
Artikel 3 des Grundgesetzes schrieb:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Auf diesen Artikel kann ich mich voll und ganz berufen und hieraus entsteht auch unsere Motivation.
Hieraus lässt sich alles ableiten, wofür wir stehen.
Der Staat muss eine Gleichberechtigung aller Menschen in diesem Lande durchsetzen.
Was heutzutage bei weitem nicht der Fall ist.
Auch nicht bei der Bildung (wofür wir streiken).
Darji, wenn du gegen das Grundgesetz bist, musst du es auch nur sagen... Unsere Ziele und Forderungen sind schon von den Vätern dieses Staates ausformuliert worden, als Grundsätze einer demokratischen Gesellschaft, in der jeder Mensch das sein darf, was er sein will.
Die Tendenzen, das aufzulösen (mal ein Exkurs: Verpflichtende 1€-Jobs bei Hartz4 sind an und für sich moderne Sklaverei), müssen bekämpft werden.
Sie zerstören den (sozialen) Frieden zwischen den Menschen und führen zu einer Klassen-Gesellschaft.
Bildung ist ein Schlüssel dazu, es ist erwiesen, dass Menschen mit akademischem Abschluss in der Regel eine höhere soziale Stellung haben, als nicht-studierte Menschen. (Und das führt dazu, dass deren Kinder es weitaus leichter haben, und so weiter.)
Deswegen muss ein Studium jedem ermöglicht werden, der sich hierzu in der Lage sieht.
Sonst ist es nicht gerecht und fair.
Nochmals: An der Härte des Studiums wollen wir ganz gewiss nicht schrauben. Wer nicht den hohen Standards gerecht wird, der sollte sich eben überlegen, ob es das richtige für ihn ist.
(Jedoch wollen wir auch, dass jeder eine Studieninhalte und seinen Studienrhythmus frei bestimmen kann.)
Allerdings will ich mir keine Meinung einbilden, was ein Mensch zu tun hat oder zu was ein Mensch fähig sein kann.
Oder in welcher 'Geschwindigkeit' dieser zu studieren/lernen hätte. Jeder Mensch ist anders.
Mal auf dein Beispiel niedergebrochen, Darji:
Was hättest du zu jemandem gesagt, dass du ein Hauptschüler zu sein und zu bleiben hast und dass du zu 'dumm/faul bist für ein Studium/Abitur'?
Wer hätte das Recht dazu gehabt?
Irgendein Lehrer in der 4ten Klasse? Da anzusetzen müsste auch in deinem Interesse liegen. Wenn du an die anderen denken würdest.
Aber jetzt siehst du deine 'Arbeit' in Gefahr und hast Sorge, dass andere nach dir es leichter und besser haben werden, als du es hattest.
Und hier liegt schon der Fehler im Gedanken. Das ist nicht verantwortungsbewusst.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Generationen es nach uns tatsächlich besser haben, als wir selbst. Sonst richten wir diese Gesellschaft zu Grunde.
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
Hieraus leiten wir unsere Forderung ab, dass Studierende mit Familie in der Lage sein müssen(!), ein Studium wahrzunehmen. Entweder als Teilzeitstudium (indem wir die maximal-Studienzeit verwerfen) oder mit anderen Systemen.
Dass das nicht unmöglich ist, beweisen die Studiensysteme in anderen Ländern und zum Teil auch hier in Deutschland. (Studium neben dem Beruf, Abendkurse, etc.)
Die Kosten hierfür hat der Staat zu tragen.
Artikel 12 schrieb:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
Und mit diesem Paukenschlag höre ich für den Moment auf, Darji.
Das Grundgesetz bestimmt unsere Verpflichtung zu diesem Protest. Wir müssen diese und viele weitere Punkte erstreiten, denn sie sind das Grundverständnis eines Demokraten und eines Bürgers in diesem Lande.
Wenn du willst, dass das Grundgesetz aufgelöst werden soll, 'da utopisch', dann sprich bitte jetzt, Darji.
Übrigens: Die Universität ist laut Gesetz eine Ausbildungsstätte, wie jede andere Einrichtung zur Bildung.
Zeig' dich einfach solidarisch, anstatt darauf zu pochen, dass es andere (nach dir) unter keinen Umständen besser haben dürfen, als du.