Bildungsstreik 2009

ohhh 8 semester? Und sorry aber das soll nicht machbar sein? diese 108 CP oder was auch immer zu bekommen? Sorry aber das ist schwachsinn. Selbst bei mir haben einige linguistik nebenfachleute nur knappe 19 SMS und haben alles belegt, was man im ersten Semester kann.

Klar weiß ich jetzt nicht, was man für einen Jura oder Biologieabschluss benötigt, aber viel unterschiedlicher kann es ja eigentlich gar nicht sein. Oder variieren die CP Anforderungen so drastisch?

@gerechte Bildung. Wie gesagt entwickelt einen Plan der das möglich macht und dann dürft ihr auch sicherlich was dagegen unternehmen aber ohne Plan etwas zu wollen, was nicht nur finanziell unmöglich ist, ist einfach dämlich.

Das sieht man ja selbst schon daran, dass jede Uni für was anderes nebenbei kämpft und will. Naja mir auch egal besetzt einfach eure Hörsääle oder was auch immer und ich amüsiere mich halt über diese Leute, die vielleicht viel wollen, aber keinen Plan haben wie man es umssetzten kann^^

Und wie Darth schon sagte: Seit froh das es noch nicht so wie in Amerika ist. Sondern freut euch daran, dass ihr noch unte solchen bedingungen studieren konntet.
 
Zumindest sollte man mal sicherstellen, dass die Leute ihren Master machen können, und zwar an jeder Uni.
Ich habe mal von einem Fall gehört, bei dem das Bachelorstudium einer Uni von keiner anderen Uni anerkannt wurde, das heißt die Studenten hatten keine Chance, auf einer anderen Uni den Master zu machen.

Noch blöder war aber nur, dass die eigene Uni auch kein Master Studiumgang für dieses Fach angeboten hatte.
Ergebnis: Die Studenten hatten 4 Semester umsonst studiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest sollte man mal sicherstellen, dass die Leute ihren Master machen können, und zwar an jeder Uni.
Ich habe mal von einem Fall gehört, bei dem das Bachelorstudium einer Uni von keiner anderen Uni angenommen wurde, das heißt die Studenten hatten keine Chance, auf einer anderen Uni den Master zu machen.

Noch blöder war aber nur, dass die eigene Uni auch kein Master Studiumgang für dieses Fach angeboten hatte.
Ergebnis: Die Studenten hatten 4 Semester umsonst studiert.
Naja sowas sollte wirklich geändert werden aber auch hier wären zu viele Masterstudenten sicherlich auch ein problem. Wie gesagt so betreibt man halt etwas auslese und das ist in vielen fällen auch gut so.

Aber gegen studiengebühren und einen NC zu klagen und sich dann auch noch gleichzeitig über zu volle Hörsääle zu beschweren ist verdammt dämlich und zeigt einfach nur, dass die Studenten erst gehandelt haben als vorher etwas nachzudenken.
 
Aber in vielen Fällen kann man ohne Master doch nichts anstellen.
Zumindest bei mir in der Physik ist es so.
Ein Bachelor ist doch eigentlich überhaupt nichts wert, kein Arbeitgeber würde dir einen Job geben wenn du nur Bachelor hast.
 
Ja, und wir sollen dann dabei zuschauen, wie das alles nach und nach zu Grunde geht, Darji, oder wie?

Überhaupt ist das Argument absolut sinnfrei... 'Schaut mal ins Ausland... EUCH geht es ja dagegen noch gut!'.

Das deutsche System und das amerikanische System sind absolut nicht deckungsgleich.
Es herrschen absolut andere Bedingungen vor und so ein Vergleich zieht somit nicht.

Ferner:
Wir haben durchaus einen Plan, wie das Ganze finanzierbar ist (OK, zumindest wissen wir, DASS es finanzierbar zu sein hat! Warum müssen wir denn die Arbeit der gewählten und bezahlten Politiker denn 1:1 übernehmen?), warum denn auch nicht?
Den Beweis hat Vater Staat doch erbracht.

Sie haben... wie groß war die Summe? Mehr als

100.000.000.000 €

binnen 2 Monaten 'aus dem Hut zaubern' können.

Auf Kosten der Bildung und anderer Dinge, die offensichtlich laut deren Meinung keinen so großen Wert mehr haben.

Sollen die Kinder doch 8 Stunden am Tag zur Schule gehen und von den Eltern, die auch beidseitig arbeiten müssen(!) um zu überleben, wegesperrt zu werden.

Sollen die alleinerziehenden Menschen doch schauen, wo sie bleiben! In China geht's den Leuten schlechter! (Sarkasmus)

Nein, Darji... Ernsthaft, ich bitte dich imständig, überdenke deine Ansichten nochmals. :shakehead:

Wir als Menschen sind nicht verpflichtet, alles hinzunehmen, nur weil ein Widerstand unbequemer ist, als die jetzige Lage.

Weißt du, was passiert, wenn du einen Topf mit kochendem Wasser hast und einen Frosch reintun willst? Er springt davon.

Tust du den Frosch jedoch rein und drehst die Temperatur dann langsam auf...
... merkt der Frosch nicht einmal, wenn er stirbt.

Wir sind gerade beim zweiteren Fall, mitten in diesem Prozess.
Und das kannst du doch sicherlich auch nicht hinnehmen?

P.S
Bei uns sind es 180 Leistungspunkte.
Und nein: 1 LP bei dir ist mit weniger Aufwand verbunden als 1 LP bei den Naturwissenschaftlern, als Beispiel, sorry.

Es gibt Leute, die 30 SWS haben und zu Hause dann noch einen Workload haben, der das auch noch übersteigt (also mehr als 30 Stunden in der Woche noch Lernen müssen). Und dazu noch arbeiten? Das ist menschenunwürdig. Auch schon ohne die Pflicht zur Arbeit.
Aber das betrifft dich ja nicht^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber in vielen Fällen kann man ohne Master doch nichts anstellen.
Zumindest bei mir in der Physik ist es so.
Ein Bachelor ist doch eigentlich überhaupt nichts wert, kein Arbeitgeber würde dir einen Job geben wenn du nur Bachelor hast.
Wie gesagt sowas sollte geändert werden, denn du hast ja schließlich nicht auf der faulen haut gelegen. Dennoch sollte es eine grenze geben. Denn auch diese grenze garantiert einfach eine bessere "Ausbildung" als wenn du wieder mit 200 Leuten in irgendwelchen semniaren etc sitzt.
 
naja in berlin haben wir ja keine studiengebühren und konten ( dank streiks ), aber der bachelor ( ich kenn den diplom nicht ) ist schon echt anstrengend. jede woche 3 übungszettel ( pflicht) bearbeiten ( +1 falls noch nebenfach ) und dabei auch über 50% der punkte zu bekommen um in die klausur zu kommen ist schon wirklich anstrengend und anspruchsvoll.
jedoch kenne ich es auch nicht wirklich anders, ich weiß nicht was ich wirklich davon halten soll.
man sollte auch den physik bachelor nicht in 6 semestern zusammenquetschen, von meinem eindruck bisjetzt als ersti :/
 
Eher sollte man sorgen, dass es mehr Studienplätze gibt meiner Meinung nach.
Einerseits jammern Wirtschaft und Staat dass es viel zu wenig Ingenieure und Naturwissenschaftler gibt.
Dabei waren und sind die Hörsäle in meinen Physikvorlesungen immer gerammelt voll.

Bei einem Freund, der in Garching studiert, wird die Vorlesung zum Teil sogar per Videokamera in einen anderen Hörsaal übertragen.

Aber trotzdem gibt es viel zu wenig Ingenieure und Physiker!

Irgendwo doch seltsam, oder?
 
Es gibt Leute, die 30 SMS haben und zu Hause dann noch einen Workload haben, der das auch noch übersteigt. Und dazu noch arbeiten? Das ist menschenunwürdig.
Aber das betrifft dich ja nicht^^
Natürlich betrifft mich dass. Ich habe auch 25 SMS ich hätte auch mehr haben können aber ich habe mich halt entschlossen. 2 Semiare einfach im nächsten Semester zu machen. Sonst hätte ich auch meine 29 oder 30 SMS gehabt.

Und wie gesagt ich habe auch viel aufwand. Ich muss zu hause auch viel lernen und das nicht nur 2 stunden am Tag. Aber ich wußte genau was auf mich zukommt. Und gerade weil mich das was ich studiere so interessiert, bin ich auch bereit das hinzunehmen. Und wie gesagt das gilt nur für japanisch. Beim Nebenfach kommt auch einiges hinzu.

Und klar sollte man etwas tuen, wenn man unmenschlich behandelt wird, aber anscheinend merkst du gar nicht, wie gut es dir eigentlich geht. Hier wird ja schon rumgeheult, wenn man 40 Stunden in der Woche arbeiten muss, während andere fast 60 stunden in einer Woche arbeiten.

Fakt ist einfach: Das diese zustände ihr alles andere als Unmenschlich sind. Studieren sollte ein Privileg sein, für das man auch bereit ist viel und hart zu arbeiten und nicht eine Zeit, in der man glaubt eine ruhige Kugel schieben zu können.
 
Also ich als Diplom-Abgänger kann nur sagen, dass diese 500€ Studiengebühren wirklich Peanuts dafür sind, dass man solch einen Abschluss/Bildung bekommt. Ich persönliche finde, dass man deutlich mehr zahlen muss, wenn man auch solche "Sitzbedingungen" fordert. Dann wäre das Geschrei aber groß. Bildung ist nun mal eine teures Gut, und euer Einsatz wird euch zigfach zurückgezahlt (solange ihr nen Job bekommt, aber das ist ein anderes Thema).

Und über solche Aussagen wie "ich muss pausenlos nur reinklotzen, damit ich meine Prüfungen überstehe" halte ich echt für ziemlich "frech"...Während meines Studiums (Maschinenbau) habe ich in der Regel von morgens bis spät Abends wochenlang gelernt, und das nicht mit dem Ziel nur zu bestehen sondern um auch gut zu bestehen.
Was ich damit sagen will ist, dass ein Studium eben genau das ausmachen soll. Habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, warum ein Studierter eingestellt wird und nicht ein Techniker/Meister/MTA/BTA etc. der schon zig Jahre Praxiserfahrung hat im Gegensatz zu euch? Der Grund liegt darin, dass eben jemand gesucht wird, der solch ein Studium halt "geschafft", praktisch einen der fähig war, diesen Druck etc. zu bestehen/überstehen.

Würdet ihr denn 50.000 pro Semester zahlen, wenn ihr dann Bedingungen habt, wie ihr sie euch vorstellt? Ich wette nich 1% von diesen Demonstranten würden da zustimmen!
 
Und genau da setzen wir auch an. @DarthSol
Wir können von der Uni direkt nicht erwarten, dass sie bessere Bedingungen z.B binnen einem Jahr aufbauen kann.

Das ist ein langer und schwerer Prozess, der nur funktionieren kann, wenn der Staat wieder mehr Geld in die Bildung investiert.

Seit Jahren steigt die Anzahl an Erstsemestern und Schülern stärker, als die Summe oder der Prozentsatz der Investitionen aus dem Staatshaushalt.

Man muss kein BWLer oder Mathematiker sein, damit sich daraus erschließen lässt, dass das System so irgendwann zusammenbrechen muss.
Und dass dies einfach nur geschieht, weil man offensichtlich maximal nur 4 Jahre in die Zukunft hineindenken kann und eher eine total marode Straße 'ausstopfen lässt', anstatt eine komplett neue Straße hieraus zu errichten.

Irgendwann geht auch Ersteres beim Thema Bildung nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, wobei ein etwas lockereres Studiensystem auch seine Vorzüge hat.
Ich hatte in den ersten zwei Semester ziemlich viel Anlaufschwierigkeiten in Mathe. Ich habe zwar durchaus gelernt, aber irgendwie bin ich trotzdem immer haarscharf an der 50% Hürde vorbei.
Ich hab 4 Anläufe für meinen ersten Matheschein gebraucht.
Im Bachelor/Master Studiengang wäre ich damit wohl schon weggewesen.
Im Diplomstudiengang gibt es dagegen nur die Regelung, dass man bis spätestens dem 5. Semester Vordiplom machen muss.
Im 3. Semester habe ich mir dann meine beiden Mathescheine geholt, und hatte seitdem nie wieder Probleme in irgendeinem Fach.Nach dem 4. Semester habe ich dann ganz regulär meine Scheine zusammengehabt.

Und im Mathe Vordiplom hats dann immerhin für ne 1,3 gereicht. :-D
 
Und genau da setzen wir auch an.
Wir können von der Uni direkt nicht erwarten, dass sie bessere Bedingungen z.B binnen einem Jahr aufbauen kann.

Das ist ein langer und schwerer Prozess, der nur funktionieren kann, wenn der Staat wieder mehr Geld in die Bildung investiert.

Seit Jahren steigt die Anzahl an Erstsemestern und Schülern stärker, als die Summe oder der Prozentsatz der Investitionen aus dem Staatshaushalt.

Man muss kein BWLer oder Mathematiker sein, damit sich daraus erschließen lässt, dass das System so irgendwann zusammenbrechen muss.
Und dass dies einfach nur geschieht, weil man offensichtlich maximal nur 4 Jahre in die Zukunft hineindenken kann und eher eine total marode Straße 'ausstopfen lässt', anstatt eine komplett neue Straße hieraus zu errichten.

Irgendwann geht auch Ersteres beim Thema Bildung nicht mehr.
Ach und um das zu verbessern wollte ihr den NC und die studiengebühren abschaffen?:lol::lol::lol::lol:

Sorry Nera: In der Bildung ist sicherlich einiges im argen aber das sind hier viele Dinge, da sie einfach viel zu komplex sind um alle glücklich zu machen. Irgendeine partei wird immer unzufrieden sein. ganz egal was man macht. Der Staat verliert eh immer. Ich glaube viele von euch glauben, dass das alles ganz simpel wäre und das es nur etwas zeit brauch dann läuft das schon, wenn wir die studiengebühren abschaffen, die Universitäten 1000 neue Höösaääle bauen und 100 neue proffessoren und Dozenten einstellen etc.

Hört doch mal auf zu täumen. Vielleicht würde das mit höheren studiengebühren funktionieren aber sichlich nicht mit niedrigen bzw keinen.
 
Ich denke, wenn den Leuten das Gefühl gegeben würde, dass mit dem Geld wirklich was positives für die Uni erreicht werden kann, wären viele auch nicht unbedingt gegen diese Gebühren.

Bei uns in der Uni wurden zum Beispiel neue Betreuer angestellt, es wurden neue Übungsräume eingerichtet. Das waren Schritte, wo man wirklich mal das Gefühl hatte dass das Geld nicht einfach nur in irgendein Haushaltsloch gestopft wird.
 
Fakt ist einfach: Das diese zustände ihr alles andere als Unmenschlich sind. Studieren sollte ein Privileg sein, für das man auch bereit ist viel und hart zu arbeiten und nicht eine Zeit, in der man glaubt eine ruhige Kugel schieben zu können.

Du bist also für eine Zweiklassen-Gesellschaft in der Bildung?
Ja, dann können wir an und für sich nicht auf einen Nenner kommen.

Ich habe nämlich die Meinung, dass jeder Mensch, unabhängig von sozialer Herkunft und vorhandenen Finanzmitteln, das Anrecht hat auf eine Bildung, die dieser frei nach seinen Wünschen und Talenten bestimmen und durchführen kann.

Ferner müssen wir uns im Klaren sein, dass ich einen anderen Begriff von Studieren habe, wie du.
Offensichtlich denkst du dann vermehrt an das, was du in der Schule hast machen müssen.

Aber: Hast du in dieser Zeit wirklich Wissen vermehrt? Also etwas Neues herausgefunden?
Hast du der Wissenschaft und der Gesellschaft einen Dienst getan, oder hast du einfach nur kritiklos reproduziert, was andere vor dir fanden?

Ja oder Nein?

Kurzum:
Die Gesellschaft braucht kritische Wissenschaftler. Gäbe es diese Menschen nicht, würden wir noch immer davon ausgehen, die Erde sei das Zentrum aller Dinge im Weltraum.

Mit einem Workload, wie du ihn gerade hast, ist es schlicht und ergreifend unmöglich, diesen Anspruch der Wissenschaft zu wahren, stimmst du mir dabei zu?
Du findest ja überhaupt nicht einmal die Zeit, über das System nachzudenken, welches uns momentan so im Griff hat.

Wie soll da denn dann wissenschaftliches Arbeiten möglich sein?
 
Ich denke, wenn den Leuten das Gefühl gegeben würde, dass mit dem Geld wirklich was positives für die Uni erreicht werden kann, wären viele auch nicht unbedingt gegen diese Gebühren.

Bei uns in der Uni wurden zum Beispiel neue Betreuer angestellt, es wurden neue Übungsräume eingerichtet. Das waren Schritte, wo man wirklich mal das Gefühl hatte dass das Geld nicht einfach nur in irgendein Haushaltsloch gestopft wird.
DAs geld wird auch sicherlich für solche dinge verwendet. Z.b. um neue Bücher zu kaufen, oder auch neue Partnerschafften mit Unis in anderen Ländern zu etablieren etc .

Aber muss das wirklich alles transparent gemacht werden? Ich meine das Geld wird sicherlich nicht in die eigene Tasche gesteckt, sondern auch für viele Dinge ausgegeben. Genauso dumm wäre es wenn die Studen, bzw ein Auschuss von Studenten entscheiden darf, wohin das geld fließen soll, denn dann gibt es auch hier wieder nur streit und eine Partei ist auch hier wieder schnell beleidigt^^
 
Da der Staat sehr viele Milliarden an Steuerngeldern verschwendet (nachzulesen in den jährlichen Berichten des Bundes der Steuerzahler), wäre es mir schon Recht wenn mein Geld in etwas sinnvolles investiert werden würde.

Und hey, zum Teil wird in den Laboren des Fortgeschrittenenpraktikums mit 20 Jahre alten Geräten gearbeitet, die bestimmt schon 10 mal repariert worden sind und nur bei 6/10 Praktikumstagen zuverlässig funktionieren.
Und Diplomanten kriegen PCs von Anno 2002 für ihre Diplomarbeit gestellt. Das kanns doch eigentlich nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bist also für eine Zweiklassen-Gesellschaft in der Bildung?
Ja, dann können wir an und für sich nicht auf einen Nenner kommen.

Ich habe nämlich die Meinung, dass jeder Mensch, unabhängig von sozialer Herkunft und vorhandenen Finanzmitteln, das Anrecht hat auf eine Bildung, die dieser frei nach seinen Wünschen und Talenten bestimmen und durchführen kann.

Ferner müssen wir uns im Klaren sein, dass ich einen anderen Begriff von Studieren habe, wie du.
Offensichtlich denkst du dann vermehrt an das, was du in der Schule hast machen müssen.

Aber: Hast du in dieser Zeit wirklich Wissen vermehrt? Also etwas Neues herausgefunden?
Hast du der Wissenschaft und der Gesellschaft einen Dienst getan, oder hast du einfach nur kritiklos reproduziert, was andere vor dir fanden?

Ja oder Nein?

Kurzum:
Die Gesellschaft braucht kritische Wissenschaftler. Gäbe es diese Menschen nicht, würden wir noch immer davon ausgehen, die Erde sei das Zentrum aller Dinge im Weltraum.

Mit einem Workload, wie du ihn gerade hast, ist es schlicht und ergreifend unmöglich, diesen Anspruch der Wissenschaft zu wahren, stimmst du mir dabei zu?
Du findest ja überhaupt nicht einmal die Zeit, über das System nachzudenken, welches uns momentan so im Griff hat.

Wie soll da denn dann wissenschaftliches Arbeiten möglich sein?
Sowas machst du aber sicherlich nciht in deinen ersten 5 semestern bzw im Bachelorstudium. Dieses Studium dient einfach nur dazu, die das dazu notwendige wissen anzueignen, dass du dafür brauchst. Hast du wirklich geglaubt, dass wenn du anfängst zu studieren, du die WElt verändern kannst ohne irgendwelches fachliches Grundwissen?:lol::lol:


Und deine vorstellung, von einer Bildung, die allen zugänglich ist, ist und bleibt einfach nur utopie. auch "niedrigere" Arbeiten müssen getan werden. Seih es jetzt bei der Müllabfuhr, der Polizei, beim Bäcker oder sonstwas. Und außerdem kannst du doch studieren wenn du es willst. Du musst halt nur etwas darin investieren. Z.B: in Form von Krediten, viel harte arbeit etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da der Staat sehr viele Milliarden an Steuerngeldern verschwendet (nachzulesen in den jährlichen Berichten des Bundes der Steuerzahler), wäre es mir schon Recht wenn mein Geld in etwas sinnvolles investiert werden würde.
Sicherlich aber wie gesagt sowas bekommst du nie hin, es seih denn du lässt Roboter all das verwalten und selbst die können schnell manipuliert werden.

Sowas macht menschen nunmal aus. Sie sind und bleiben machthunrig und sind größtenteils nur auf ihr eigenes Wohl aus. Dazu verändert Macht einen auch noch (jedenfalls 95% der leute)^^
 
Das ist eine Grundsatz-Sache, Darji, sorry.
Ab einem gewissen Punkt ist es schlicht und ergreifend nicht mehr realistisch... so, wie du meinst, dass es sein sollte.

Nehmen wir an, es gäbe einen Menschen mit dem Willen und dem Talent und dem möglichen Fleiß, genau dein Studienfach zu studieren, welches deines übersteigt...

... dieser Mensch dann jedoch finanziell absolut nicht gut dasteht.
Und andere Verpflichtungen hat, wie Familie oder eine oder mehrere Arbeiten.

Und der es sich nicht unbedingt leisten kann, einfach so eine 5-Stellige Zahl an Euros von einer Bank zu leihen, die er womöglich niemals wieder im Leben zurückzahlen kann.
Oder bereits Schulden hat.

Dieser Mensch entscheidet sich gegen das Studium, aufgrund der Finanzen und der daraus resultierenden Probleme.

Ist das fair? Ist das gerecht? Wenn ihm aufgrund Dinge, für die er nichts kann ein Studium verwehrt wird?

Fangen wir doch ein Eck früher an:

Mit welchem Recht ist ein Mensch mit einem 1,0 Abitur in einem Studienfach besser geeignet / wird bevorzugt, als ein Mensch mit z.B 3,4er Abitur.

Ist Ersterer wirklich besser in diesem Fach? Wieso muss der andere dann 2 Jahre oder mehr auf einen Platz warten (wenn er überhaupt auf eine Warteliste kommt)?

Was sagt die Abitur-Note über dich aus? Nichts!

Deswegen muss der NC gekippt werden. Nicht vergessen: Der 'Numerus Clausus' ist nicht alles, was mit 'Zulassungsbeschränkungen' zu tun hat.

Wir in Augsburg z.B sind an und für sich für den Wegfall des NCs und die Ersetzung eben jener durch andere Einstellungsmethoden wie Vorprüfungen und Gespräche, die jeder abzulegen hat.
Das wäre bei weitem fairer, als das jetzige System.

Und was realistisch ist... Weiß ich nicht und weißt du auch nicht.
Die Diskussionen über die Finanzierbarkeit... habe ich nicht mitbekommen, wenn es nach 3 Tagen überhaupt schon welche gab.

Transparenz ist, DarthSol, auch ein Punkt, den wir ausdrücklich fordern. Neben einer studentischen Vertretung, die im Gesetz verankert ist.
Die Studierenden brauchen mehr Einfluss/Einsichtnahme in jene Dinge.

Dass es 'schon einfach so läuft^^' hat uns erst in diese schlimme Situation gebracht.
 
Zurück
Top Bottom