Bildungsstreik 2009

wieso müsst ihr gleich immer mit mehr schulden kommen, man kann den bisherigen haushalt auch etwas umstrukturien oder vllt geht vieles einfach auch ohne geld mit besonders klugen konzepten, aufjedenfall herscht jetzt eine große diskussion und viele räumen fehler ein und einige von euch heulen hier wirklich rum und behaupten anscheinend investitionen in bildung seien nutzlos und die kosten müssten individuell getragen werden....

investitionen in die bildungen nehmen nur einen anteil von 4,8 % selbst in den usa sind das mehr als 7%
 
Ansosnten darf ich meine AP halt 3 mal wiederholen wenn ich sie dann immernoch nciht bestanden habe, darf ich nie wieder japanologie studieren^^

Das ist ganz normal. Aber ich rede hier davon, dass man in 4 Semestern die ZP schaffen muss. ZP heißt bei Jura meist "Hole dir Scheine+Ag-Scheine+Softskills-Kurs in 4 Semestern." Danach ist ganz aus. Nichts mit nachschreiben oder so...


Klar weiß ich jetzt nicht, was man für einen Jura oder Biologieabschluss benötigt, aber viel unterschiedlicher kann es ja eigentlich gar nicht sein. Oder variieren die CP Anforderungen so drastisch?

Jura z.B. hat kein Bachelor. Das ist Staatsexamensmäßig aufgebaut und in keinem Fall mit dem Bachelor vergleichbar.


@gerechte Bildung. Wie gesagt entwickelt einen Plan der das möglich macht und dann dürft ihr auch sicherlich was dagegen unternehmen aber ohne Plan etwas zu wollen, was nicht nur finanziell unmöglich ist, ist einfach dämlich.

Es war über 50 Jahre möglich. Die Studiengebühren gibt es doch erst seit 4/5 Jahren...

Naja mir auch egal besetzt einfach eure Hörsääle oder was auch immer und ich amüsiere mich halt über diese Leute, die vielleicht viel wollen, aber keinen Plan haben wie man es umssetzten kann^^

Man kann sowas gut umsetzen. Dazu muss man den Haushalt richtig planen und nicht für jeden Crap Geld ausgeben.
Opel versuchen zu retten.
Einen Klimagipfel abhalten, bei denen manche Leute im 5 Sterne Hotel wohnen, aber keine Lust haben dran teilzunehmen.
Kleinere Gehälter für Abgeordnete.
Gute Städtekonzepte. Langenfeld hat keine Schulden mehr...

Es gibt soviele Möglichkeiten. Und wie gesagt. Vor 5 Jahren war es auch noch möglich ohne Studiengebühren auszukommen. In Hessen hat sich die Situation auch nicht geändert, obwohls da keine Studiengebühren gibt.


Aber gegen studiengebühren und einen NC zu klagen und sich dann auch noch gleichzeitig über zu volle Hörsääle zu beschweren ist verdammt dämlich und zeigt einfach nur, dass die Studenten erst gehandelt haben als vorher etwas nachzudenken.

Also.
Es gab die Problematik der Hörsaalsituation vor den Studiengebühren
Es gibt sie immer noch danach.

Was sagt dir das? Die werden jedenfalls für den Zweck der Hörsaalsituation nicht eingesetzt.

_________________________________________________________


Ich habe von sovielen Leuten hier schon gehört, die einfach aufgrund der finanziellen Situation zusammengebrochen sind. Eine gute Freundin musste arbeiten, um ihr Studium zu finanzieren und studieren. Manche Leute kriegen es leider nicht unter einen Hut beides zu tun. Entweder lernt sie gut, oder sie arbeitet gut. Eins von beiden...
Nun hat sie ihr Studium hingeschmissen. Beides geht einfach nicht...

Obwohl ich einen Studienkredit hab, kann ich mich nicht hinlegen und sagen "Es wird schon werden!"
Wie gesagt. Fragen entstehen wie "Was passiert, wenn ich nach dem Studium keinen Beruf finde? Wie soll ich das zurückzahlen?"

Oder andere fragen sich: "Ich darf nicht zu lange studieren! Ich muss alles so schnell wie möglich beenden. Dann muss ich weniger zurückzahlen."
Dadurch ensteht extremer Stress.


Und du bist gerade erst im ersten Semester, Darji, soweit ich weiß...
Ich kenn den Studiengang nicht, aber es wird denke ich extrem anziehen vom Lerngehalt her. Hier bei uns in Jura, wenns aufs Examen zugeht, sind 8 Stunden Lernen NEBEN dem Rep. an der Tagesordnung...
 
FALSCH!!!!

bitte differenzieren, in Sachsen und thüringen gab es schon immer G8
und die haben keine schmalspurbildung ( wie ich darauf komme? Sachsen war 1. platz in Pisa 06, Bayern (G9) platz 2 und thüringen (g8 ) platz 3 seite 7 von 24: QUELLE )

für mich war es selbstverständlich, ab der 5./6. klasse schon bis 15.30 in der schule zu sein UND kantinenessen zu bekommen und danach hab ich mich meinen hobbys gewidmet.

es ist weder G8, noch Bologna, es ist viel eher: die inkompetenz der politiker, die es nicht richtig umgesetzt haben http://www.dradio.de/dlf/sendungen/pisaplus/1073683/

- see ya in the funny pages

Aha, du warst also jeden Tag bis 16 Uhr in der Schule? Ich finde das befremdlich. Früher wars nur ab höheren Klassen so (Bayern) und auch da nicht jeden Tag. Gehirnwäsche sollte auch zum Teil den Eltern überlassen werden :P Die neuen Studiengänge sind in der Tat nutzlose Übernahme irgendwelchen EU Wahns.
 
Aha, du warst also jeden Tag bis 16 Uhr in der Schule? Ich finde das befremdlich. Früher wars nur ab höheren Klassen so (Bayern) und auch da nicht jeden Tag. Gehirnwäsche sollte auch zum Teil den Eltern überlassen werden :P Die neuen Studiengänge sind in der Tat nutzlose Übernahme irgendwelchen EU Wahns.

Nö, sind sie nicht. Sie sind nur - mal wieder - wahnsinnig schlecht umgesetzt. Wären sie auf dem Niveau wie in den Niederlanden oder Schweden wären alles wunderbar.
 
Ich glaube ich weiß den besten Beruf für ihn: Politiker :D

Ich beschwere mich lediglich über die Art des Studiums, nicht über das Arbeitspensum.
Ich lerne gerne.
Aber ok, wenn ihr meint, dass man in 3 Jahren ein Studium gleichwertig absolvieren kann, wie in 5 Jahren, ohne deutliche Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen, dann lass' ich das mal eure Meinung sein :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja an deiner Stelle würd ich mitm Streiken aufhören, sonst dauerts noch länger als die 5 Jahre :uglylol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt NIE zu wenig Geld. Ein Staat kann sich theoretisch ALLES leisten. Ist nur immer die Frage was ihm A und B wert ist. Das Bankensystem zu retten ( ohne kaum irgendeine nennenswerte Auflage), ist ihm viele Milliarden wert. Da kann doch zumindest hier in Österreich, wo es sowieso hinten und vorne an Akademikern fehlt, ja auch eine Milliarde für die Unis fliessen. Und jetzt soll mir keiner mit aber aber Steuerzahlern kommen, die Steuerzahler bezahlen so oder so quasi alles, kann nicht sein, dass gerade für einen optimalen Bildungsrahmen kein Einkommen vorhanden ist, wo doch alle 2 Tage die Gehälter von Spitzenmanagern für "leistungsgerecht" erklärt werden. Und diese Leute, deren Leistung angeblich Millionen wert ist, haben auch alle studiert, da kann der Staaat ja wohl auch mal selber in die Tasche greifen.

Aber gut bei euch in Dt ist das System sowieso noch steinzeitlicher ....NC und Co, bevorzugt nach wie vor Kinder von Leuten, die sowieos schon Akademiker sind :-)
Keine Ahnung wer hier mit dem Geschwätz angefangen hat, dass eine perfekte Welt nicht möglich ist. Das sowieso nicht aber deshalb gleich aufzuhören sich für eine bessere einzusetzen, halte ich für stupide.

Ich seh das wie bei den Globalisierungskritikern....jeder seriöse Kritiker will die Globalisierung nicht rückgängig machen, sondern die Richtung derselben verändern und genauso muss mans auch mit dem Hochschul-/Bildungswesen allgemein und Bologna im Speziellen anpacken.....punkt.
 
Naja an deiner Stelle würd ich mitm Streiken aufhören, sonst dauerts noch länger als die 5 Jahre :uglylol:

Mach' dir keine Sorgen, ich studiere durchaus noch weiter.
Nur verbringe ich das Gros meiner Freizeit eben beim Streiken und bei diesem demokratischen Prozess :)
Als Student hat man ja durchaus noch Zeiten und Möglichkeiten zwischen den Vorlesungen und vor/nach dem Lernen.

darkganon, das stimmt absolut.
Bei uns herrscht auch der Konsens, soweit ich weiß, dass wir Bologna nicht absolut rückgängig machen können. (Obwohl der Bologna-Prozess an und für sich ... nicht völkerrechtlich bindend ist und auch gar nicht mal in der Ausprägung realisiert wird, wie er eigentlich ist (Es ist also besser als bisher verschriien))!
Bologna spricht zum Beispiel *nicht* von eine Regelstudienzeit von 6 Semestern, sondern von einer Mindeststudienzeit!))

Wir müssen Bologna selbst in sehr großen Teilen reformieren.

Und zwar nicht als Bologna 2.0, sozusagen, wir brauchen einfach eine neue Direktive, einen neuen Grundsatz von staatlicher Seite aus.
Er muss sich von nun an zur Bildung bekennen. Und ihm die notwendige Gewichtung geben.

Und da schließe ich mich darkganon und meinen Vorrednern an:
Es gibt kein _zu wenig_ Geld beim Staat.
Es muss schlicht und ergreifend verteilt werden.

Und warum es ungerecht sein soll, dass der Steuerzahler für die gesicherte und gute Bildung der Menschen in diesem Lande zahlt, ist mir absolut schleierhaft.

Ist die Ellbogen-Mentalität so weit fortgeschritten?

Ist sich jeder wirklich selbst der nächste?

Ich denke, nein.
Es gibt noch immer einen guten Teil an Studenten, die sich solidarisch zeigen und über 500 Menschen bei uns im Plenum beweisen mir aufs Neue, dass das egozentrische Denken nicht allgegenwärtig ist.

Edit:
Unser Protest trägt bereits erste Früchte.
Gestern wurde eine bayernweite Tagung aller Universitätspräsidenten angesetzt.
Und noch weitere Dinge.

Ich freue mich, dass es so gut läuft!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mach' dir keine Sorgen, ich studiere durchaus noch weiter.
Nur verbringe ich das Gros meiner Freizeit eben beim Streiken und bei diesem demokratischen Prozess :)
Als Student hat man ja durchaus noch Zeiten und Möglichkeiten zwischen den Vorlesungen und vor/nach dem Lernen.

darkganon, das stimmt absolut.
Bei uns herrscht auch der Konsens, soweit ich weiß, dass wir Bologna nicht absolut rückgängig machen können. (Obwohl der Bologna-Prozess an und für sich ... nicht völkerrechtlich bindend ist und auch gar nicht mal in der Ausprägung realisiert wird, wie er eigentlich ist (Es ist also besser als bisher verschriien))!
Bologna spricht zum Beispiel *nicht* von eine Regelstudienzeit von 6 Semestern, sondern von einer Mindeststudienzeit!))

Wir müssen Bologna selbst in sehr großen Teilen reformieren.

Und zwar nicht als Bologna 2.0, sozusagen, wir brauchen einfach eine neue Direktive, einen neuen Grundsatz von staatlicher Seite aus.
Er muss sich von nun an zur Bildung bekennen. Und ihm die notwendige Gewichtung geben.

Und da schließe ich mich darkganon und meinen Vorrednern an:
Es gibt kein _zu wenig_ Geld beim Staat.
Es muss schlicht und ergreifend verteilt werden.

Und warum es ungerecht sein soll, dass der Steuerzahler für die gesicherte und gute Bildung der Menschen in diesem Lande zahlt, ist mir absolut schleierhaft.

Ist die Ellbogen-Mentalität so weit fortgeschritten?

Ist sich jeder wirklich selbst der nächste?

Ich denke, nein.
Es gibt noch immer einen guten Teil an Studenten, die sich solidarisch zeigen und über 500 Menschen bei uns im Plenum beweisen mir aufs Neue, dass das egozentrische Denken nicht allgegenwärtig ist.
Oh man.....

Nochmal Nera. Du kannst nicht gleichzeitig das NC verfahren und die Studiengebühren abschaffen und dann auch noch beklagen, dass die Höörsääle so voll sind........

Ebenso ist es schwachsinnig noch mehr Leute zum Studieren anzuregen, denn dann ist deine Ausbildung immer weniger wert. Schon heute ist es so, dass du ohne Abi keinen bzw kaum noch einen gescheiten Job bekommst, weil es einfach viel zu viele Abiturienten gibt. Wenn sich das auch noch weiter in Studium ausbreitet, muss bald jeder studieren um überhaupt noch im Büro oder so arbeiten zu können.

@Und Dark: das was Nera will ist schlicht und einfach Utopie. Er will soziale gerechtigkeit für alle, er will abitur für alle und er will ein Studium für alle. Und das ist einfach nicht möglich. Studium ist ein Privileg dass du dir durch harte arbeit verdeinst und dann auch durch noch mehr arbeit bestehen solltest. Je mehr studenten umso schlechter die Ausbildung an den Unis. Je mehr studenten umso schlechtere Jobchancen hast du nach deinem Studium. Je mehr studenten, die dafür gar nicht qualifiziert sind umso mehr Abrecher wirst du haben und das ist einfach verschwendetes Geld.

Wer studieren will, sollte sich darauf gefasst machen hart zu arbeiten und mit hart meine ich hart. Sprich von 9-18 Uhr Uni und danach auch noch weiter lernen. Ein Studium sollte man nicht einfach so geschenkt kriegen.
 
Wenn ich hier so lese kommt es mir fast so vor, als wären die Ansprüche hier recht gering. Hab trotz Studium noch Freizeit :blushed:
 
Oh man.....

Nochmal Nera. Du kannst nicht gleichzeitig das NC verfahren und die Studiengebühren abschaffen und dann auch noch beklagen, dass die Höörsääle so voll sind........

Ebenso ist es schwachsinnig noch mehr Leute zum Studieren anzuregen, denn dann ist deine Ausbildung immer weniger wert. Schon heute ist es so, dass du ohne Abi keinen bzw kaum noch einen gescheiten Job bekommst, weil es einfach viel zu viele Abiturienten gibt. Wenn sich das auch noch weiter in Studium ausbreitet, muss bald jeder studieren um überhaupt noch im Büro oder so arbeiten zu können.

@Und Dark: das was Nera will ist schlicht und einfach Utopie. Er will soziale gerechtigkeit für alle, er will abitur für alle und er will ein Studium für alle. Und das ist einfach nicht möglich. Studium ist ein Privileg dass du dir durch harte arbeit verdeinst und dann auch durch noch mehr arbeit bestehen solltest. Je mehr studenten umso schlechter die Ausbildung an den Unis. Je mehr studenten umso schlechtere Jobchancen hast du nach deinem Studium. Je mehr studenten, die dafür gar nicht qualifiziert sind umso mehr Abrecher wirst du haben und das ist einfach verschwendetes Geld.

Wer studieren will, sollte sich darauf gefasst machen hart zu arbeiten und mit hart meine ich hart. Sprich von 9-18 Uhr Uni und danach auch noch weiter lernen. Ein Studium sollte man nicht einfach so geschenkt kriegen.

Und Darji, du verwechselst noch immer Begriffe und verwirrst sie noch immer.
Und du bist zum Beispiel nicht auf die Tatsache eingegangen, dass die Hörsäle sowohl vor, als auch nach den Studiengebühren schlicht und ergreifend überfüllt sind.

Was kannst du dazu sagen? Studiengebühren sind einfach fehl am Platze und selektieren an falscher Stelle.

Und hier nochmals, das ist es, was ich mir wünschen würde. Jetzt mal am Grundgesetz ausgelegt:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Es ist menschenunwürdig, wenn Menschen ein Arbeitspensum von mehr als 60 Stunden in der Woche verlangt wird. Davon abgesehen, dass wissenschaftliche Hilfsarbeiter quasi schon prekäre Arbeitsverhältnisse haben.

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Ich fasse das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit als Teil der Bildung auf.
Ich will nicht, dass jeder ohne Mühen studieren kann.
Ich will, dass jeder die Möglichkeit zum Studium erhalten kann, nachdem er seine Schullaufbahn beendet hat.

Nochmals:
Die Zeit vor dem Abitur (hier in Deutschland) steht in keiner Relation zu dem, was ein Mensch als interessierter Student in der Lage ist.
Deswegen muss eine Selektion auf dieser Ebene aufgelöst werden, denn sie geht nicht auf die persönliche Leistung und das persönliche Potenzial des Einzelnen ein.

Intelligenz ist nicht angeboren. Jeder Mensch ist fähig, die Bildung aufzunehmen, die er mit sich vereinbaren kann.
Die finanzielle und soziale Selektion, wie sie im deutschen System vorliegt, muss aufgelöst werden.

Artikel 3 des Grundgesetzes schrieb:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Auf diesen Artikel kann ich mich voll und ganz berufen und hieraus entsteht auch unsere Motivation.
Hieraus lässt sich alles ableiten, wofür wir stehen.

Der Staat muss eine Gleichberechtigung aller Menschen in diesem Lande durchsetzen.
Was heutzutage bei weitem nicht der Fall ist.
Auch nicht bei der Bildung (wofür wir streiken).

Darji, wenn du gegen das Grundgesetz bist, musst du es auch nur sagen... Unsere Ziele und Forderungen sind schon von den Vätern dieses Staates ausformuliert worden, als Grundsätze einer demokratischen Gesellschaft, in der jeder Mensch das sein darf, was er sein will.

Die Tendenzen, das aufzulösen (mal ein Exkurs: Verpflichtende 1€-Jobs bei Hartz4 sind an und für sich moderne Sklaverei), müssen bekämpft werden.
Sie zerstören den (sozialen) Frieden zwischen den Menschen und führen zu einer Klassen-Gesellschaft.

Bildung ist ein Schlüssel dazu, es ist erwiesen, dass Menschen mit akademischem Abschluss in der Regel eine höhere soziale Stellung haben, als nicht-studierte Menschen. (Und das führt dazu, dass deren Kinder es weitaus leichter haben, und so weiter.)
Deswegen muss ein Studium jedem ermöglicht werden, der sich hierzu in der Lage sieht.

Sonst ist es nicht gerecht und fair.

Nochmals: An der Härte des Studiums wollen wir ganz gewiss nicht schrauben. Wer nicht den hohen Standards gerecht wird, der sollte sich eben überlegen, ob es das richtige für ihn ist.
(Jedoch wollen wir auch, dass jeder eine Studieninhalte und seinen Studienrhythmus frei bestimmen kann.)
Allerdings will ich mir keine Meinung einbilden, was ein Mensch zu tun hat oder zu was ein Mensch fähig sein kann.
Oder in welcher 'Geschwindigkeit' dieser zu studieren/lernen hätte. Jeder Mensch ist anders.

Mal auf dein Beispiel niedergebrochen, Darji:
Was hättest du zu jemandem gesagt, dass du ein Hauptschüler zu sein und zu bleiben hast und dass du zu 'dumm/faul bist für ein Studium/Abitur'?
Wer hätte das Recht dazu gehabt?

Irgendein Lehrer in der 4ten Klasse? Da anzusetzen müsste auch in deinem Interesse liegen. Wenn du an die anderen denken würdest.
Aber jetzt siehst du deine 'Arbeit' in Gefahr und hast Sorge, dass andere nach dir es leichter und besser haben werden, als du es hattest.

Und hier liegt schon der Fehler im Gedanken. Das ist nicht verantwortungsbewusst.
Wir müssen dafür sorgen, dass die Generationen es nach uns tatsächlich besser haben, als wir selbst. Sonst richten wir diese Gesellschaft zu Grunde.

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.

Hieraus leiten wir unsere Forderung ab, dass Studierende mit Familie in der Lage sein müssen(!), ein Studium wahrzunehmen. Entweder als Teilzeitstudium (indem wir die maximal-Studienzeit verwerfen) oder mit anderen Systemen.
Dass das nicht unmöglich ist, beweisen die Studiensysteme in anderen Ländern und zum Teil auch hier in Deutschland. (Studium neben dem Beruf, Abendkurse, etc.)

Die Kosten hierfür hat der Staat zu tragen.

Artikel 12 schrieb:
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

Und mit diesem Paukenschlag höre ich für den Moment auf, Darji.
Das Grundgesetz bestimmt unsere Verpflichtung zu diesem Protest. Wir müssen diese und viele weitere Punkte erstreiten, denn sie sind das Grundverständnis eines Demokraten und eines Bürgers in diesem Lande.

Wenn du willst, dass das Grundgesetz aufgelöst werden soll, 'da utopisch', dann sprich bitte jetzt, Darji.

Übrigens: Die Universität ist laut Gesetz eine Ausbildungsstätte, wie jede andere Einrichtung zur Bildung.
Zeig' dich einfach solidarisch, anstatt darauf zu pochen, dass es andere (nach dir) unter keinen Umständen besser haben dürfen, als du.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich hier so lese kommt es mir fast so vor, als wären die Ansprüche hier recht gering. Hab trotz Studium noch Freizeit :blushed:

Laute geschockte Erstis:ugly:

Ehrlich, was ich mir so durch Freunde zusammenreimen kann ist, dass der Arbeitsaufwand irgendwo zwischen 30 und ~50 Stunden liegt. Wer da noch - ständig - drüber liegt, der macht imo irgendwas falsch. Oder studiert Physik;)
 
Und Darji, du verwechselst noch immer Begriffe und verwirrst sie noch immer.
Und du bist zum Beispiel nicht auf die Tatsache eingegangen, dass die Hörsäle sowohl vor, als auch nach den Studiengebühren schlicht und ergreifend überfüllt sind.

Was kannst du dazu sagen? Studiengebühren sind einfach fehl am Platze und selektieren an falscher Stelle.
Weil immer mehr Leute Abitur machen und sich ein Studium durch verschiedene staatliche oder privater hilfen leisten können? Rate mal, was passiert, wenn es noch mehr werden. Die Zahl der Studeten hat sich in jedem Jahr immer gesteigert. In deinen so viel gelobten 60er und 70 Jahren waren es vielleicht 2 mio studenten während es heute über 8 mio sind. Die Ausmaße sind einfach viel zu groß um jetzt auch noch Studiengebühren abschaffen zu wollen. Glaubst du wirklich, dass die Leute weniger studieren wollen, wenn es umsonst ist? Eher nicht.

Es ist menschenunwürdig, wenn Menschen ein Arbeitspensum von mehr als 60 Stunden in der Woche verlangt wird. Davon abgesehen, dass wissenschaftliche Hilfsarbeit quasi schon prekäre Arbeitsverhältnisse haben.
Es wird gar nichts verlangt. Oder zwingt dich jemand zum studieren? Selbständige die gerade erst anfangen arbeiten 18 Stunden am Tag wenn sie wirklich was erreichen wollen. Politiker arbeiten auch verdammt lange (jedenfalls viele). Du tust hier einfach so als wenn man dich zwingt 60 Stunden mit dem Studium zu verbringen.


ch fasse das Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit als Teil der Bildung auf.
Ich will nicht, dass jeder ohne Arbeit studieren kann.
Ich will, dass jeder die Möglichkeit zum Studium erhalten kann, nachdem er seine Schullaufbahn beendet hat.

Nochmals:
Die Zeit vor dem Abitur (hier in Deutschland) steht in keiner Relation zu dem, was ein Mensch als interessierter Student in der Lage ist.
Deswegen muss eine Selektion auf dieser Ebene aufgelöst werden, denn sie geht oft (und damit nie) auf die persönliche Leistung des Einzelnen ein.

Intelligenz ist nicht angeboren. Jeder Mensch ist fähig, die Bildung aufzunehmen, die er mit sich vereinbaren kann.
Die finanzielle und soziale Selektion, wie sie im deutschen System vorliegt, muss aufgelöst werden.

Aber genau das wirst du damit erreichen. Schon jetzt gehen viele einfach nur studieren, weil sie A keine kust haben zu arbeiten und denken, dass Studium eine easy Sache ist und B. keinen Plan haben was sie machen wollen.

Und nein nicht jeder hat das "talent" zum studieren. Genauso wie nicht jeder das Talent zum Singen oder Fußballspielen hat.

Die Tendenzen, das aufzulösen (mal ein Exkurs: Verpflichtende 1€-Jobs bei Hartz4 sind an und für sich moderne Sklaverei), müssen bekämpft werden.
Sie zerstören den (sozialen) Frieden zwischen den Menschen und führen zu einer Klassen-Gesellschaft.
Nein genausoetwas ist notwendig, damit es nicht noch mehr Sozialschmarotzer gibt. Sorry Nera es steht auch, dass man nicht stehlen darf, ganz egal ob von personen oder vom Staat und eine verdammt große Anzahl von leuten machen das. Egal ob Versicherungsbetrug, oder eben HartzIV usw kassieren und nebenbei noch schwarzarbeiten gehen. Der Mensch ist ein parasit und er wird jede Sache ausnutzen damit es ihm besser geht. Und solange du das nicht ändern kannst, hast du auch keine Chance auf deine soviel gewünschte Soziale Gerechtigkeit. Und genau das wirst du und auch kein anderer Mensch jemals lösen können.

Mal auf dein Beispiel niedergebrochen, Darji:
Was hättest du zu jemandem gesagt, dass du ein Hauptschüler zu sein und zu bleiben hast und dass du zu 'dumm/faul bist für ein Studium/Abitur'?
Wer hätte das Recht dazu gehabt?
Ich war Hauptschüler und mir hat man das auch gesagt aber ich sagte scheiß drauf und bin meinen Weg gegangen auch wenn es etwas länger gedauert hat. Aber der Staat gibt dir diese Möglichkeiten wenn du es willst. Da gibt es nichts unfaires dran. Selbst mit 30 kannst du dein abitur noch nachmachen und dann studieren.

Hieraus leiten wir unsere Forderung ab, dass Studierende mit Familie in der Lage sein müssen(!), ein Studium wahrzunehmen. Entweder als Teilzeitstudium (indem wir die maximal-Studienzeit verwerfen) oder mit anderen Systemen.
Dass das nicht unmöglich ist, beweisen die Studiensysteme in anderen Ländern und zum Teil auch hier in Deutschland. (Studium neben dem Beruf, Abendkurse, etc.)

Die Kosten hierfür hat der Staat zu tragen.
Warum soll der Staat das tragen müssen, wenn ich als 30 Jähriger hauptschüler oder realschüler plötzlich ein teilzeit oder fernstudium in Philosophie machen möchte? Das ist einfach schwachsinnig. Wenn du studieren willst musst du etwas dafür tuen Punkt. Klar ist jeder mensch nicht gleich aber es gibt gewisse Standards, die er erfüllen sollte umstudieren zu können und diese werden dir im Abi beigebracht. Hätte jeder jetzt das recht auf ein stduium, wären die abrecherquoten noch höher und das ist einfach nur verschwendetes Geld, dass viel besser in die Leute gesteckt werden könnte, die es wollen und vorallem auch können.


Und mit diesem Paukenschlag höre ich für den Moment auf, Darji.
Das Grundgesetz bestimmt unsere Verpflichtung zu diesem Protest. Wir müssen diese und viele weitere Punkte erstreiten, denn sie sind das Grundverständnis eines Demokraten und eines Bürgers in diesem Lande.

Wenn du willst, dass das Grundgesetz aufgelöst werden soll, 'da utopisch', dann sprich bitte jetzt, Darji.

Übrigens: Die Universität ist laut Gesetz eine Ausbildungsstätte, wie jede andere Einrichtung zur Bildung.
Zeig' dich einfach solidarisch, anstatt darauf zu pochen, dass es andere (nach dir) unter keinen Umständen besser haben dürfen, als du.
Ja klar kann er ihn wählen aber sollen wirklich leute, die kein MAthe können in einer Bank arbeiten? Sollten wirklich leute, die kein Blut sehen können in einem Krankenhaus arbeiten nur weil sie es wollen? Ich will doctor werden, habe aber keine Ahnung davon und Chemie, latein oder was auch immer konnte ich zwar eh noch nie und es liegt mir absolut nicht, aber als ich im Fernsehen diesen coolen Doktor gesehen habe dachte ich mir. MAn das will ich auch werden.

Sorry Nera aber wach endlich auf. Nicht jeder mensch ist dazu in der Lage zu studieren und das wirst du auch nie ändern können. Jeder mensch hat verschiedene Fähigkeiten, Talente oder auch dinge, die er absolut nicht kann egal wie sehr er es will. Das ist eine natürliche Auslese und die gibt es schon seit anbeginn unserer Zeit und dagegen kann kein Staat der WElt etwas unternehmen.
 
Laute geschockte Erstis:ugly:

Ehrlich, was ich mir so durch Freunde zusammenreimen kann ist, dass der Arbeitsaufwand irgendwo zwischen 30 und ~50 Stunden liegt. Wer da noch - ständig - drüber liegt, der macht imo irgendwas falsch. Oder studiert Physik;)
Wie gesagt da ist einigen hier ja schon zuviel. Aber diese Leute haben sich scheinbar nie vorher informiert und irgendwelche Collegefilme mit willden partys geschaut und dachten. Boah ich will auch studieren^^
 
weil immer mehr leute abitur machen und sich ein studium durch verschiedene staatliche oder privater hilfen leisten können? Rate mal, was passiert, wenn es noch mehr werden. Die zahl der studeten hat sich in jedem jahr immer gesteigert. In deinen so viel gelobten 60er und 70 jahren waren es vielleicht 2 mio studenten während es heute über 8 mio sind. die ausmaße sind einfach viel zu groß um jetzt auch noch studiengebühren abschaffen zu wollen. Glaubst du wirklich, dass die leute weniger studieren wollen, wenn es umsonst ist? Eher nicht.

nö.
2007: 1 941 405
75: 836 002
 
Aber, dass Deutschland mal geteilt war weißt du schon?
Niemand, der Ahnung von der Materie hat, würde auf die Idee kommen, es gäbe in Dtl. zu viele Studenten.
ach die Hörsääle sind gar nicht überfüllt? Oder wurden einfach ein paar Hörsääle abgerissen um den leuten Weiß zu machen, dass es zu viele studenten gibt?
 
ach die Hörsääle sind gar nicht überfüllt? Oder wurden einfach ein paar Hörsääle abgerissen um den leuten Weiß zu machen, dass es zu viele studenten gibt?
Bei mir in Mathematik sind die Hörsääle zur Hälfte oder nur zu einem Drittel gefüllt. Es kommt eben darauf an, was die Leute studieren. Modestudiengänge hat es immer schon gegeben, und dort sitzen die Leute dann eben auf den Heizungen.
Die Studierendenzahlen sind seit einigen Jahren übrigens wieder rückläufig.
 
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