Weisst du Nerazar nimm es mir nicht übel, aber ich habe echt das Gefühl du lebst oder eher möchtest in einer kleinen Traumwelt/Utopia leben. Auf der einen Seite fragst du dich, warum einer mit 1,0 Abi eher nen Platz bekommen sollte und auf der anderen Seite sagst du, dass Leute durch Vorprüfungen ausgewählt werden sollten. Ist denn deine Schullaufbahn nicht Vororprüfung genug? Diese zeigt doch ganz genau, wie du dich entwickelt hast etc.
Oder mal ganz anders, warum überhaupt noch Noten? Wozu überhaupt noch Prüfungen? Wäre das eher was für dich? Leute mit der besten Leistung sollten halt gewürdigt werden. Und Entschludigung aber jeder in Deutschland kann ein Studium finanzieren, Kredit sei Dank. Und bei bestehen mit entsprechendem Job kann es auch jeder wieder bezahlen. Nehmen wir mal an du musst nebenbei noch dein Leben finanzieren, kannst aber nicht arbeiten bzw. hast keine Eltern die für dich sorgen:
700 Semstergebühren + Studiengebühren
6x 1000 Lebenshaltungskosten pro Monat
= 53600 bei 8 Semester Studium
Dem gegenüber stehen Bafoeg, Nebenjob während der Semesterferien, Kredit für die Studiengebüren , Praxissemester etc.
Also meiner Meinung nach ist das ziemlich fair dafür, dass du später mal mit etwa 35.000-40.000 pro Jahr als Grundgehalt in dein Berufsleben startest. Okay man sollte nicht unbedingt Japanologie (heißt das so?) studieren, wenn man das verdienen will hehe....
Es geht mir bei diesen 'Vorprüfungen' eher darum, ob man tatsächlich ein fachliches Interesse an den Themen des Studiums hat, oder nicht.
Und da kann die reine Zahl "1,2" oder "3,5" oder bei mir "2,7" schlicht und ergreifend nichts aussagen.
Zumal man nicht weiß *wie* du an diese Noten rangekommen bist.
Manche Lehrer sind nunmal... nicht fair oder Dergleichen. Wenn man nicht schon weiter ansetzt und man sich frägt, was 'Notenwerte' überhaupt mit den Talenten und Interessen eines Menschen zu tun haben sollen.
In der Kollegstufe bist du etwa 17-19 Jahre alt.
Und das ist keine Phase im Leben, die allein dem Zweck des Lernens und der Leistung unterworfen sein sollte... Denkst du, dass jemand, der diese Zeit voll dafür gebraucht, um ein 1,0er Abitur zu erreichen, später dann wirklich gesund und kritisch im Leben stehen kann?
Ich denke, dass dieser Mensch eher am Burn-Out leiden wird, als jemand, der sich eben weniger Mühe in der Zeit gegeben hat.
Kindheit / Jugend darf nicht zweckgebunden sein... Ebenso ein universitäres Studium, finde ich.
Und das ist kein Utopia. Man muss nur die Schrauben richtig drehen bei der Politik... an den Daumen der Leute, die wir gewählt haben, damit sie unsere Lage bessern, nicht verschlimmmern.
Allerdings kann ich in vielen Hinsichten nicht mit Realisierungsvorstellungen dienen.
Wir haben die ersten 3 Tage genutzt, um überhaupt klarzustellen, *was* wir wollen.
*Wie* wir das umsetzen wird etwas mehr Gedankenarbeit erfordern... Und dafür steht dann die nächste Woche mit den Arbeitskreisen in Zusammenschluss mit anderen Universitäten.
Meiner Meinung nach ist es machbar. Man muss nur an einem Strang ziehen.