Seit Gründung der Bill & Melinda Gates Foundation vor vier Jahren hat Software-Milliardär Bill Gates der Stiftung 6,2 Milliarden US-Dollar (5,5 Milliarden Euro) zur Verfügung gestellt. Damit konkurriere der Einfluss der Stiftung bereits mit Einrichtungen wie dem Kinderhilfswerk Unicef und der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO), berichtete die New York Times.
3,2 Milliarden US-Dollar sind demnach in Gesundheitsprojekte in der Dritten Welt geflossen. In den ärmsten Ländern seien seitdem die Impfraten erhöht worden. Mit dem Geld würden zudem klinische Tests für Medikamente vorangetrieben, die kommerziell wenig Erfolg versprechen. Besonders liegt dem Gründer des weltgrößten Software-Unternehmens Microsoft die Bekämpfung der Immunschwäche-Krankheit Aids am Herzen. Die Forschung dazu hat er bislang mit mehreren hundert Millionen Dollar unterstützt.
Wohin Gates' Engagement führen kann, umreißt Richard T. Mahoney, Professor an der Arizona State University: "An Bill Gates wird man sich später womöglich eher in seiner Rolle als Förderer von Gesundheitsprojekten erinnern denn durch das, was er für die Welt der Computer geleistet hat." Auch hat die Gates-Stiftung bereits Vorbildfunktion für andere. So soll Michael Dell bereits die Chefin seiner Stiftung (Michael and Susan Dell Foundation), Janet Mountain, nach Seattle geschickt haben, damit sie Erfahrungen sammle, wie die Gates-Stiftung arbeitet.