Jeder der nicht das tut, was ihm an meisten spaß macht, ist also geistig nicht gesund.
Oh, habe ich das wirklich so gesagt?
Nur gibt es viele Menschen die sich zwingend, innerlich wie äußerlich, an ein bestimmtes Muster anpassen wollen.
Sie wollen ein bestimmtes Gewicht, ein bestimmtes Aussehen, Ansehen in der Gesellschaft, einen bestimmten Beruf, weil dieser viel Geld und Prestige einbringt usw usf.
Handelt ein Mensch nun in diesem Sinne, um sich an dieses Bild anzupassen obwohl er es im Grunde nicht will, spreche ich hier schon mehr von einer Folter des eigenen Geistes.
Das hat nichts mit Spaß zu tun oder mit dem Prinzip "Mach was dir gefällt und nach dir die Sinnflut".
Es geht schlicht darum herauszufinden wie man selbst sein Leben leben will, wo liegen die eigenen Interessen, wie ist der eigene Charakter beschaffen usw.
Und wenn sich ein Mensch nun aufgrund einer Mode (und mehr ist es nunmal nicht) an ein bestimmtes Gewicht anpassen will...
Sicherlich bringt es gewisse Vorteile mit sich im gesundheitlichen Bereich, jedoch ist jede Art von Zwang, die dauerhaft betrieben wird schädlich.
Sowohl geistig und auch körperlich.
Vielleicht stellst du eines Tages fest, dass die Welt nicht aus einer Hand voll Europäischer Studenten besteht, die zufälligerweise etwas in ihrem Interessenbereich gefunden haben.
Wieso sprichst du von Zufall?
Das hat nichts mit Zufall zu tun.
Die meisten Menschen suchen sich ihren Beruf anhand äußerer bedingungen aus.
Wie sieht der Stellenmarkt aus, wieviel Geld kann ich dort verdienen usw.
Oder sie werden durch Freunde und Familie (egal wie subtil und gut gemeint) in ein bestimmtes Muster gepresst.
Das hat alles nichts mit Zufall zu tun, sondern mit bequemlichkeit.
Durch meine geistige Krankheit, quäle ich mich auch über zehn Jahre durch eine Lungenkrebs Behandlung, obwohl es zugegebenermaßen recht wenig Spaß macht. Ich hoffe du kannst mir in so hoffnungsloser geistiger verfassung noch helfen.
Also bitte....ich denke schon, dass du weisst was ich meine und das solche Dinge sicherlich nicht dazu gehören.
Obwohl auch bei schweren Krankheiten in erster Linie zählen sollte was derjenige selbst will.
Nicht was die Ärzte oder seine Familie wollen.
Du stellst einen neuen Grenzwert in sachen idiotie dar.
"Ein großer Weiser erscheint oft wie ein Narr"
Jemand der zu schwach ist, im Wohlstand den ein oder anderen Schokoriegel beiseite zu legen, um seinen Körper nicht weiter zu zerstören, verdient nur ein müdes Lächeln, keine Verteidigung.
Wie du meinst...wenn du dir bereits eine Meinung gebildet hast...aber wie gesagt, es ist nur eine Modeerscheinung, die auch wieder verschwinden wird.
In hundert Jahren vielleicht wird "dick sein" vielleicht wieder "in" sein.
Das Leben ist sicherlich nicht so wertlos, als das ich es mir mit Gedanken darüber beschweren würde, ob ich einen Schokoriegel esse oder nicht.
Welche Qualität hat das Leben, wenn die Gedanken nur um diese Dinge kreisen?
Vielleicht lebe ich 10 Jahre länger, aber habe sicher ebensoviel Zeit damit verbracht mir Gedanken über mein Essen zu machen.
Ich sehe also keinerlei Schwierigkeit darin ob ein Mensch viel ist oder wenig.
Nur sollten wir nicht so ein riesenproblem daraus machen.
Das ist es letzen Endes was Geist und Körper zerstört, nicht der Schokoriegel.
Und wie gesagt, ich spreche nicht von Krankheiten oder anderen "technischen" Dingen.
Das ist etwas völlig anderes.