Wie würde euer Leben in einer Postapokalypse aussehen? 《⊙》

needcoffee

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#26
Wer die Postapokalypse live erleben will, soll auf YouTube die Live-Videos von Hurrikan "Irma" anschauen. :ika4:
 

Avi

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AviatorF22
#27
Wer die Postapokalypse live erleben will, soll auf YouTube die Live-Videos von Hurrikan "Irma" anschauen. :ika4:
Das hatte ich schon mit "Harvey" im Live- Stream. Naturkatastrophen sind schrecklich, und sie können die Menschheit ebenso ins Mittelalter zurück versetzen, wie ein simpler aber katastrophaler Blackout. Für Letzteres reicht schon ein heftiger Sonnensturm, bzw Protuberanzen. Kein Strom, keine Wärme, kein warmes Wasser oder überhaupt Wasser, welches an alle Bürger geleitet werden kann, Nahrung geht schnell zur Neige und das Chaos bricht aus. Plünderungen und Flucht stehen an der Tagesordnung. Für Hurricane und Co. gibt es zum Glück den Katastrophenschutz und viel Hilfe von Außerhalb. Wäre so etwas jedoch global, wäre es extrem fatal, und somit tatsächlich vom Charakter her eine Postapokalypse.
 

Hasenauge

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#30


Hinweis: Politik und jedwede Anspielungen darauf sind in diesem Thread untersagt. Es geht nur um die rein hypothetische Frage eines Lebens, bzw. Überlebens in der Postapokalypse.

Man stelle sich vor das ein Großteil der Menschheit vernichtet worden ist. Durch einen weltweiten thermonuklearen Krieg, einer Pandemie oder Zombiefizierung, einen Asteroiden, ein Gammastrahlenblitz oder was auch immer. Die Ursache ist in diesem Sinne eher zweitrangig. Es geht um das Überleben danach.
Die Ursache ist ganz und gar nicht zweitrangig, denn sie bestimmt die Umstände unter denen wir zu überleben hätten. Im Falle eines Atomkriegs, Supervulkanausbruchs oder Killer-Asteroiden kannste Fußlatschen flechten erstmal vergessen weil aufgrund des (nuklearen) Winters nix mehr wächst woraus Du Latschen flechten könntest und ansonsten alles verstrahlt/vergiftet wäre einschließlich Wasser. In so einer Welt möchte ich auf gar keinen Fall leben wollen, abgesehen davon das es auch schwer möglich wäre. Deiner Vorstellung einer Postapokalypse mit Pfadfinderlager kommt am ehesten eine Pandemie nahe, bei der die Resistenten überleben und auf gleiche Umweltbedingungen wie vor der Katastrophe treffen.
 

Avi

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AviatorF22
#31
Die Ursache ist ganz und gar nicht zweitrangig, denn sie bestimmt die Umstände unter denen wir zu überleben hätten. Im Falle eines Atomkriegs, Supervulkanausbruchs oder Killer-Asteroiden kannste Fußlatschen flechten erstmal vergessen weil aufgrund des (nuklearen) Winters nix mehr wächst woraus Du Latschen flechten könntest und ansonsten alles verstrahlt/vergiftet wäre einschließlich Wasser. In so einer Welt möchte ich auf gar keinen Fall leben wollen, abgesehen davon das es auch schwer möglich wäre. Deiner Vorstellung einer Postapokalypse mit Pfadfinderlager kommt am ehesten eine Pandemie nahe, bei der die Resistenten überleben und auf gleiche Umweltbedingungen wie vor der Katastrophe treffen.
Bei einer radioaktiv verstrahlten Welt kann man tatsächlich nicht viel machen, um zu überleben. Es sei denn man findet einen, wenn auch kleinen Lebensraum ohne Verstrahlung und radioaktiven Fallout. Dort zu überleben würde sich dennoch als sehr schwierig erweisen.

Bei einer Katastrophe, hervorgerufen durch einen Impact oder Mega - Vulkan, welcher die Erdatmosphäre verdunkelt und dadurch für viele Jahre auch die Erde extrem abkühlt, wären die Chancen zu überleben mMn schon weitaus höher. Man könnte es vielleicht schaffen in Höhlen zu überleben, wie einst unsere genetischen Vorfahren. Ich dachte über viele Jahre hinweg das die Höhlenmalereien nur am Eingang der Höhlen wären, doch viele dieser steinzeitlichen Kunstbilder befinden sich tief im Höhlensystem und sind teilweise extrem schwer zu erreichen. Daraus schließe ich, dass diese Menschen es damals schafften dort zu leben und auch zu überleben. Ich weiß nicht wie es dort mit Nahrung aussieht (dazu kenne ich mich zu wenig mit Höhlen aus), aber zumindest Wasser dürfte dort leicht zu finden sein.
 

TheGame

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#32
Heiß ja das nur die Klugen und schönen sich vermehren dürfen, daher ist meine Aufgabe klar geregelt :ika:
 
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MerlinErkman
#37
Bei einer radioaktiv verstrahlten Welt kann man tatsächlich nicht viel machen, um zu überleben. Es sei denn man findet einen, wenn auch kleinen Lebensraum ohne Verstrahlung und radioaktiven Fallout. Dort zu überleben würde sich dennoch als sehr schwierig erweisen.

Bei einer Katastrophe, hervorgerufen durch einen Impact oder Mega - Vulkan, welcher die Erdatmosphäre verdunkelt und dadurch für viele Jahre auch die Erde extrem abkühlt, wären die Chancen zu überleben mMn schon weitaus höher. Man könnte es vielleicht schaffen in Höhlen zu überleben, wie einst unsere genetischen Vorfahren. Ich dachte über viele Jahre hinweg das die Höhlenmalereien nur am Eingang der Höhlen wären, doch viele dieser steinzeitlichen Kunstbilder befinden sich tief im Höhlensystem und sind teilweise extrem schwer zu erreichen. Daraus schließe ich, dass diese Menschen es damals schafften dort zu leben und auch zu überleben. Ich weiß nicht wie es dort mit Nahrung aussieht (dazu kenne ich mich zu wenig mit Höhlen aus), aber zumindest Wasser dürfte dort leicht zu finden sein.
Hat zwar nicht direkt mit Thema zu tun aber das was du angesprochen hast trifft mit Büchern wie Metro 2033 fast genau auf den Kopf. Und ich meine nicht das Videospiel.
 

Avi

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#38
Hat zwar nicht direkt mit Thema zu tun aber das was du angesprochen hast trifft mit Büchern wie Metro 2033 fast genau auf den Kopf. Und ich meine nicht das Videospiel.
Doch, ich denke schon das es sehr viel mit dem Thema zu tun hat. Die Metro - Bücher wollte ich btw schon immer mal lesen, denn sie sollen sehr gut sein. Anfangs habe ich dieses Vorhaben immer aufgeschoben, und aktuell komme ich gerade zeitlich kaum zum lesen. Und dennoch ist zumindest erst einmal das Kaufvorhaben der Bücher sehr groß bei mir.
 

flopmaster

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#39
Das kann man doch gar nicht so pauschal sagen. Man geht wohl mittlerweile recht sicher davon aus dass tatsächlich ein Einschlag von nem Asteroid/Meteorit die Dinos ausgelöscht hat. Soll da eingeschlagen sein wo jetzt die Halbinsel von Yucatan ist, Durchmesser 30KM. Die Druckwelle ging x-mal um den Erdball, Monstertsunamis überall, und so viel Material in die Athmosphäre gesprengt dass mal eben zehn Jahre zappenduster war auf der Erde. Wenn sowas nochmal einschlägt dann bitte in meiner Nähe.

Ein ordentlicher Vulkanausbruch reicht aber auch schon:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jahr_ohne_Sommer

An atomare Verseuchung mag ich gleich garnicht erst denken. Postapokalypse - ohne mich.
 

Avi

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#40
Stimmt. Supervulkane genügen schon, und wir kehren alle, insofern wir das überleben, in die Steinzeit zurück.
 

flopmaster

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#41
Stimmt. Supervulkane genügen schon, und wir kehren alle, insofern wir das überleben, in die Steinzeit zurück.
Wobei mir da ein Spruch meiner Klassenleiterin aus der Grundschule einfällt: "Es gibt nichts schlechtes, das nicht irgendwo auch was gutes hat".

Im Fall des Ausbruchs des Tambora 1815 und den daraus folgenden Mißernten 1816/1817 wurde z.B. Brot aus reinem Getreidemehl fürs gemeine Volk nahezu unbezahlbar, weshalb versucht wurde den Teig mit allerlei "Dreingaben" zu strecken. Gräser, Kräuter, sogar Sägespäne. Irgendwer kam dann auf die Idee Kartoffeln im Teig zu verarbeiten, so entstand das heute noch beliebte Kartoffelbrot. Auch die Erforschung, und schließlich der Einsatz von mineralischen Düngemitteln sind daraus entstanden. Infolge der Futtermittelknappheit gab es auch ein Pferdesterben, was einen gewissen Herrn Draisin dazu trieb ein neues Fortbewegungsmittel für die Menschen zu entwickeln: die Draisine, den Vorgänger unserer Fahrräder.
 
Zuletzt bearbeitet:

Avi

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#42
Wobei mir da ein Spruch meiner Klassenleiterin aus der Grundschule einfällt: "Es gibt nichts schlechtes, das nicht irgendwo auch was gutes hat".

Im Fall des Ausbruchs des Tambora 1815 und den daraus folgenden Mißernten 1816/1817 wurde z.B. Brot aus reinem Getreidemehl fürs gemeine Volk nahezu unbezahlbar, weshalb versucht wurde den Teig mit allerlei "Dreingaben" zu strecken. Gräser, Kräuter, sogar Sägespäne. Irgendwer kam dann auf die Idee Kartoffeln im Teig zu verarbeiten, so entstand das heute noch beliebte Kartoffelbrot. Auch die Erforschung, und schließlich der Einsatz von mineralischen Düngemitteln sind daraus entstanden. Infolge der Futtermittelknappheit gab es auch ein Pferdesterben, was einen gewissen Herrn Draisin dazu trieb ein neues Fortbewegungsmittel für die Menschen zu entwickeln: die Draisine, den Vorgänger unserer Fahrräder.
Das ist sehr schön geschrieben und auf den Punkt gebracht.

Ich denke deswegen ja auch das nach einer Apokalypse immer ein Neuanfang erfolgt. Vielleicht sind ja nachfolgende Zivilisationen besser als wir? Im schlimmsten Falle jedoch zerstörerischer, aber diese Generationen wird die Erde auch überleben. Im Universum ist es ähnlich. Explodiert ein Stern (Supernova), so entstehen durch den Sternstaub und der Masseanziehung neue Himmelskörper, Sonnen und Sonnensysteme, ja sogar, wenn genug Wasser vorhanden ist, auch neues Leben.

Demzufolge wäre all das nie ganz vorbei.

Das Gleiche gilt hier auf Erden. Stirbt ein Zweig der Evolution (Dinosaurier, Mammuts, Neandertaler usw.) aus, entstehen Neue, bzw wird für neue Arten überhaupt erst Platz geschaffen.
Unser Ende könnte somit der Beginn für etwas Neues sein. Entweder weil wir komplett aussterben, oder weil die Überlebenden erst in den Trümmern um unseren Fortbestand kämpfen müssen, und später vielleicht sogar in kleinen Stämmen mit neuen und/oder alten Errungenschaften, aus der Not entstanden.
 

flopmaster

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#43
Das ist sehr schön geschrieben und auf den Punkt gebracht.
Danke :)

Ich denke auch Erneuerung ist nötig, und sie wird unausweichlich kommen. Zeigt die Geschichte ja schön, bisher hat es jede Hochkultur irgendwann zerlegt. Und allzu lange wird das bei uns nicht mehr dauern wenn wir so weitermachen.

-Klimawandel (siehe die Wetterkapriolen in den USA und in der Karibik)
-Abschmelzen der Gletscher weltweit (mit viel "Glück" verabschiedet sich der Golfstrom, dann ist hier Eiszeit trotz globaler Erwärmung)
-Überfischung der Meere
-Abholzen der Urwälder (erst wegen Holz, jetzt für fucking Palmenplantagen zur Palmfett-Gewinnung)
-Sand-Raub(!)

Letzteres klingt vielleicht ulkig, ist aber ein massives (irreversibles) Problem:
 

flopmaster

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#44
Super dass man beim direkten Antworten und bei bearbeiten Links einfügen kann...super gelöst, CW.

Dann so, Thema Sand: https://www.zdf.de/wissen/leschs-ko...rausch-harald-lesch-in-leschs-kosmos-100.html

Das hat unfassbare Ausmasse. Ich bin der Meinung dass ich genau das richtige Fenster erwischt hab. Nicht lang her da war hier richtig Mist,und vor hundert Jahren, oder gar davor, das will ich mir nichtmal vorstellen. Was in hundert Jahren ist, ebenso wenig.
 

Avi

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#45
Das mit dem Sand ist ja heftig. Da lauern ja Gefahren, die ich niemals vermutet hätte. Erschreckend!
 

Harlock

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#46
Super dass man beim direkten Antworten und bei bearbeiten Links einfügen kann...super gelöst, CW.

Dann so, Thema Sand: https://www.zdf.de/wissen/leschs-ko...rausch-harald-lesch-in-leschs-kosmos-100.html

Das hat unfassbare Ausmasse. Ich bin der Meinung dass ich genau das richtige Fenster erwischt hab. Nicht lang her da war hier richtig Mist,und vor hundert Jahren, oder gar davor, das will ich mir nichtmal vorstellen. Was in hundert Jahren ist, ebenso wenig.
Warum nehmen die nicht einfach Sahara Sand. In Afrika versandet ehemals fruchtbares Land, da könnte man doch einfach den Sand abtragen :tinglew: (vermutlich wäre der Transport zu teuer?)

@Topic: ich würde mein Herrschaftsgebiet verschönern :hippie1:

 

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#47
Warum nehmen die nicht einfach Sahara Sand. In Afrika versandet ehemals fruchtbares Land, da könnte man doch einfach den Sand abtragen :tinglew: (vermutlich wäre der Transport zu teuer?)
Denn der Wüstensand taugt nicht zum Bauen. Die Form des Kornes ist entscheidend. Wüstensand ist äußerst fein und rund geschliffen. Die Körner bieten untereinander keinen Halt, für die Herstellung von Beton sind sie deshalb ungeeignet.
https://www.zdf.de/wissen/leschs-ko...rausch-harald-lesch-in-leschs-kosmos-100.html
 

tinkengil

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tinkengil
#48
Spannende Frage. Ich selbst würde nicht lange überleben, weil ich auf Medikamente angewiesen bin die mit Sicherheit in einer Postapokalypse zuerst hochpreisig gehandelt werden würden und dann rasch ausgingen. Das ist aber auch ein Thema, was in vielen postapokalyptischen Erzählungen immer schnell aufgegriffen wird, finde ich immer sehr spannend.
 

Avi

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#50
Bin verheiratet und habe Kind... ich lebe seit Jahren in der Post Apokalypse!

:v:
xD

Spannende Frage. Ich selbst würde nicht lange überleben, weil ich auf Medikamente angewiesen bin die mit Sicherheit in einer Postapokalypse zuerst hochpreisig gehandelt werden würden und dann rasch ausgingen. Das ist aber auch ein Thema, was in vielen postapokalyptischen Erzählungen immer schnell aufgegriffen wird, finde ich immer sehr spannend.
Das mit den Medikamenten ist ein sehr wichtiger Aspekt. Man kann anfangs Apotheken plündern und sich einen Vorrat sichern. Das kommt aber auf die Art der Apokalypse und die Situation an. Irgendwann gehen alle Vorräte zur Neige, dann hat man ein Problem. Es sei denn man kann das Medikament irgendwie selbst herstellen.