Unsere Vorfahren lebten in einer Welt, die von handfesten BeschrĂ€nkungen geprĂ€gt war. Wetter, Ernte, Transport, Salz, Brennstoff, Jahreszeiten, körperliche Kraft, Entfernungen und Zeit â all diese Faktoren bestimmten den Alltag. Heute hingegen kennen wir nur noch eine einzige BeschrĂ€nkung: Geld. Das Geld ist zum Ăbersetzungswerkzeug zwischen Wunsch und Wirklichkeit geworden. Doch irgendwann haben wir begonnen zu glauben, die Ăbersetzung sei bereits das Terrain selbst.
Die BeschrĂ€nkungen sind keineswegs verschwunden â wir haben sie lediglich an Systeme ausgelagert, die so effizient funktionieren, dass wir ihre FragilitĂ€t vollstĂ€ndig aus dem Blick verloren haben. In den Vereinigten Staaten, aber auch hier in Deutschland, ist Knappheit kaum noch Teil unserer tĂ€glichen Erfahrung. Deshalb vergessen wir, ihre Möglichkeit ĂŒberhaupt noch zu respektieren.