Interview mit J Allard von Microsoft
18.03.05 - Computer & Videogames führte ein Interview mit J Allard, Microsofts Corporate Vice President und Chief XNA Architect. Vieles wurde bereits in früheren Interviews veröffentlicht, nachfolgend deshalb nur die neuen Aussagen.
Mit der Xbox 2 (Xenon) soll laut Microsoft die HD (High Definition) Ära beginnen. Viele Leute denken, dass sich diese Entwicklung nur auf die visuelle Qualität beschränkt - das sei laut Allard aber falsch.
Als Beispiel nennt er den Übergang von 2D zu 3D: Damals sagten viele Leute, dass dies ein Wechsel vom Side-Scroller hin zur Polygondarstellung war. Allard würde zu dieser 3D Ära aber auch Analog-Steuerung, echte Musik, den Wechsel von Modulen zu CDs, größere Levels, usw. hinzuzählen.
Es sei also deutlich mehr passiert, als die 3D Ära begann. Genau so würde es sich auch mit der HD Ära verhalten: Außer der optischen und akustischen Verbesserung würden z.B. auch Online und eine 'Community' im Mittelpunkt stehen. Auch Personifizierung, Selbstdarstellung des Spielers und die Möglichkeit, mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen, seien stärker ausgeprägt als bei der jetzigen Konsolengeneration.
Als Vergleich nennt er das Rennspiel Project Gotham Racing, in dem es mehrere Strecken in Paris gibt. In der nächsten Version von Project Gotham Racing könnte man allerdings überall in Paris langfahren und so hätte man seine eigene Strecke entworfen. Will man Paris allerdings noch individueller gestalten (z.B. den Eifelturm violett anstreichen oder ein Ladenschild einbauen, auf dem der eigene Name steht), könnte man so etwas am PC machen. Diese Änderungen würden dann wieder auf der Konsole auftauchen und man könnte diese persönliche Rennstrecke mit anderen Spielern teilen.
Beim Tauschen solcher Inhalte mit anderen Spielern soll es wohl auch eine Art Kindersicherung geben. Dadurch sollen Eltern entscheiden, von wem ihre Kinder Inhalte sehen dürfen (z.B. nicht von jedem, sondern nur von ihren Freunden).
Allard spricht auch das Benutzer-Interface an, das in der nächsten Generation viel natürlicher sein und verstärkt Sprache sowie Video verwenden soll. So will Microsoft auch ein standardisiertes 'Visual User Interface' mit einheitlichem Vokabular entwerfen. Dieses Interface könnte man auch jederzeit erweitern und verbessern.
Im Vergleich zu Sonys Next Generation Strategie hat Microsoft stärker auf die Bedürfnisse seiner Spieleentwickler gehört. Deshalb seien Hardware, Software und Service im Gleichgewicht. Man würde einheitliche Benutzeroberflächen, leicht zu programmierende APIs und Micro-Transactions anbieten.
Sony hätte sich auf der Game Developers Conference stärker auf den Cell Chip konzenrtiert und damit Techniker und weniger Spieleentwickler angesprochen. Doch die Spieleentwickler hätten nicht nach so einem leistungsstarken Chip verlangt, sie wollten laut Allard z.B. viel lieber Micro-Transactions haben.
Die Xbox 2 soll das erste Mal im Mai 2005 auf der E3 enthüllt werden
EDIT: also ich weiß nicht ob die wirklich ganze Städte in ein Rennspiel reinbauen würden. Die Programmier Zeit wäre unglaublich hoch
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gut freuen würd ich mich trotzdem
was ich mich noch frage: was bringt es mit wenn ich den Eifelturm lila anmalen kann?!? wenn man aber eigene Levels hinzu-"modden" kann wäre es schon irgendwie brauchbar.