Medien-Thread

staatsrundfunk ist noch übertrieben....aber es hat sehr autoritäre züge.
der von koch rausgesworfene zdf-chefred brender z.B war sehr kritisch in allen richtungen. wäre es ein staatsrundfunk wäre der nie so lange auf den posten gewesen. man kann schon kritisieren, es kann nur passieren, dass man dann abgesägt wird.

und das von einem, der ohnehin schon längst im gefängnis sitzen sollte :neutral:
 
staatsrundfunk ist noch übertrieben....aber es hat sehr autoritäre züge.
der von koch rausgesworfene zdf-chefred brender z.B war sehr kritisch in allen richtungen. wäre es ein staatsrundfunk wäre der nie so lange auf den posten gewesen. man kann schon kritisieren, es kann nur passieren, dass man dann abgesägt wird.

und das von einem, der ohnehin schon längst im gefängnis sitzen sollte :neutral:


Es geht ja darum, dass in den Aufsichtsgremien Leute aus der Politik sitzen.
Und ob man dann von Staatsferne sprechen kann, ist dann die Frage.
 
ein besonderes schmankerl für phyt :ugly:

Journalisten werden überwertet: BILD sucht Hobby-Gerichtsreporter

http://www.neuhetzki.de/blog/2010/0...uberwertet-bild-sucht-hobby-gerichtsreporter/

Jetzt geht die BILD sogar noch einen Schritt weiter und beginnt, Journalisten gänzlich überflüssig zu machen. Denn Gerichts-Berichterstattung soll künftig von Hobby-Gerichtsreportern erledigt werden. Im Springer-Blatt Berliner Morgenpost sucht das Blatt heute per Anzeige noch Hobby-Gerichtsreportern. Sie sollen öffentliche Verhandlungen verfolgen und protokollieren und die Ergebnisse dann in die Redaktion schicken. Wie fähig die Leute vor Ort sind, scheint Springer dabei egal zu sein: “Juristische Grundkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig”
 
Yay, Fachkenntnisse ftl. Warum studiere ich überhaupt, um Journalist zu werden? Kann ich ja "auch so" machen, ohne eine Ahnung von irgendwas zu haben... ganz im Ernst: Derartige Dinge ziehen die Branche nur noch mehr in den Dreck...
 
geb ich dir in der sache völlig recht, muss aber leider anmerken, dass sich jeder dorftrottel journalist nennen darf und dafür keine ausbildung nötig ist. leider kein geschützter begriff, wie anwalt oder arzt :cry: :sorry:
 
Jo, das ist verdammt traurig. Ich merks auch mit schöner Regelmäßigkeit im Merkur, wenn da wieder 2581 Rechtschreibfehler pro Artikel auftreten oder nur minderwertig recherchiert wurde...
 
Time Magazine ist wirklich exzellent. Ich habs sogar abonniert.

Und die USA Today kommt mir wirklich etwas "gehobener" vor als die Bild, die ich eher mit der britischen Sun vergleichen würde...
 
Was für eine Suggestiv- und meinungsbildende Kraft die Medien haben, sieht man nicht zuletzt am Eurovision Songcontest...

Und die Leute lassen sich auch noch dadurch beeinflussen. Echt traurig...
 
Was für eine Suggestiv- und meinungsbildende Kraft die Medien haben, sieht man nicht zuletzt am Eurovision Songcontest...

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das ist nicht traurig, sondern die grundlage ihrer existenz bzw ihre aufgabe für das subsystem, das sie für das gesamtsystem gesellschaft ausfüllen.
wichtig ist viel mehr, dass es eine vielzahl von verschiedenen meinungen gibt, aus denen sich der kritische konsument, gemäß den eigenen vorstellungen, ein eigenes bild eines sachverhalts machen kann.
 
wichtig ist viel mehr, dass es eine vielzahl von verschiedenen meinungen gibt, aus denen sich der kritische konsument, gemäß den eigenen vorstellungen, ein eigenes bild eines sachverhalts machen kann.

Ob man das heutzutage so noch sehen kann, bezweifle ich. Jedenfalls auf das Medium TV und Printmedium bezogen...

Beim Thema Printmedium gibt es meist auch eine bestimmte "Bevölkerungsmeinung". Ob diese dann nun wirklich stimmt oder nicht ist nicht von Belang. Das hat für mich dann nichts mehr mit Meinungsmache zu tun, sondern mit Manipulation.
Im TV genauso. Gerade Öffentlich-rechtliche Anstalten sollten kritisch sein und alle Meinungen widergeben. Wie die Realität aussieht, weiß man ja und das wird auch seit Jahren von Staatsrechtlern und Rundfunkrechtlern kritisiert.

Man kriegt den Einheitsbrei vorgesetzt. Und ohne das Medium Internet könnten wir uns, so behaupte ich, nicht wirklich informieren.


Beispiel: China (Jaja, darkganon ;)). Es gab letztens im Focus nen Bericht "So gefährlich gut ist China."
Schon der Titel impliziert eine Negativkritik. Dann liest man den Artikel und er war doch recht gut geschrieben, muss ich sagen.


Mit meinungsbildende Kraft meinte ich übrigens auch eher, dass die Medien dem Bürger ein vorgefertigtes Meinungsbild vermitteln. Heutzutage glaubt ein Großteil der Bürger ja das, was dort vermittelt wird und das sehe ich schon kritisch...
 
heutzutage ?? :ugly:

die medienkompetenz war nie grösser als heute - das darf man nun beurteilen wie man will, aber schau dir ma an, was medien imt 18,19 jdh ausgelöst haben ;)
oder 20tes....da wurden ganze kriege nur durch medienbeeinflussung losgelöst. hitler hat nach dem einfall in österreich gleich am anfang erstmal die radtio-stationen besetzen lassen.

nene im vgl mit anderen zeiten sind wir heute topinformiert und nachrichtenkritsch.
ich sehe eher das problem...während der eine teil der bevölkerung alles glaubt, glaubt der andere teil der bevölkerung gar nichts mehr. es ist weder fair noch richtig, die medien undifferenziert zu bashen - weil: leben kann man damit auch, in dem man sich nur mit irgendwelchen indie underground mags, die auf nonprofit-basis agieren, idenzifiziert, aber in den man sagen wir mal...die zeit und den spiegel quasi auf ne stufe mit BILD und co stellt, wird alles eigentlich irrelevant und qualität sagt quasi 0 aus, weil sowieso alle pleite gehen. na gut, die BILD nicht, aber von einem kulturellen medienrelativismus, profitieren am ende erst wieder die, mit dem einfachsten weltbild und den dicksten schlagzeilen.

ist imho n bißchen wie beim politikerbashing...alle sind sich einig, dass politiker alle doof sind, aber reflexiv und differenziert tritt man dabei kaum auch. im gegenteil: die einstellung "alle blöd" ist genauso naiv, wie die einstellung "die werden schon wissen, was sie tun" - da fehlt das gesunde mittelmaß ;)


das es im internationalen wettbewerb immer schwieriger wird, unabhängig und innovativ zu bleiben, ist eine tatsache - der druck auf die redaktionen steigt immer mehr und es wird auch immer mehr konzentriert. mit dem ergebnis, dass immer mehr medien unter dem gleichen dach zu hause sind. und das ist die richtige gefahr für die welt - erst wenn die vielfalt auf quasi 0 geht, erfüllen die medien ihre aufgabe nicht mehr und werden nur noch zu befehlsempfängern aus der managementabteilung.

wie sagte karl marx: "das erste privileg der medien ist es, kein gewerbe zu sein."

darum, bei aller kritik: seid froh, solange es noch öffentliche sender wie arte gibt - was glaubt ihr wie dumm die masse erst ohne sie wäre ;)
 
Ja. Arte ist nen guter Sender. 3Sat schaue ich auch recht gerne (wenn da mal nicht irgendwelche strangen Kurzfilme laufen).


ich sehe eher das problem...während der eine teil der bevölkerung alles glaubt, glaubt der andere teil der bevölkerung gar nichts mehr.

Ich hab keine Statistik vorliegen, aber ich glaube, dass der erste Teil der Bevölkerung den Großteil der Gesamtbevölkerung darstellt. Und das macht mich wirklich traurig.
Traurig zu wissen, dass viele Menschen sich so sehr beeinflussen lassen und ihre Meinung durch die Medien bilden.

Es wird einem bewusst, dass man nichts dagegen tun kann und das ist das, was mich traurig macht.


Ich sag jetzt schon voraus, dass man während der Fußball-WM, solange Deutschland im Spiel ist, man kaum noch andere Nachrichten im TV hören wird...


(Übrigens ne gute rechtliche Quelle zum Thema ist das hier:

http://blog.beck.de/category/multimediarecht)


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Zu nem ganz anderen Thema:

Das hier ist echt ein Schlag ins Gesicht: http://blog.beck.de/2010/04/29/google-gewinnt-der-bgh-und-suchmaschinen


Während der kleine Bürger von Abmahnanwälten zur Zahlung gebeten wird, dürfen Riesen wie Google Urheberrechtsverletzung betreiben...

Das hier beschreibt es ziemlich gut:

"Wenn es auf die Größe der Fotos nicht ankommt, dann rechtfertigt sich Googles privilegierte Stellung laut BGH allein funktional aus der Stellung als "Suchmaschine". Demgegenüber wird Nicht-Suchmaschinen wie Blogs und Privat-Homepages eine solche Privilegierung versagt. Mit welchem Argument?"

Quelle: RA. Peter Hense
 
Zuletzt bearbeitet:
google is bei mir atm zweitrangig.
facebook is gerade meine nr1 bedrohung der welt...mag auf lange sicht vllt naiv wirken, aber die missstände und die wachsende ausbreitung und durchflutung aller webseiten ist so massiv und radikal, dass ich gar nicht wissen will, was die alles mit den daten machen....dieser zuckerberg ist der antichrist :oops:

ansonsten nur 1 sache noch....
größtenteils geb ich dir ja recht, du schießt nur weit übers ziel hinaus bzw gehst gedanklich in eine etwas..hm...falsch ist das falsche wort...nennen wirs "abgelenkte" richtung.

über 95% von allem was wir wissen, wissen wir durch sekundärquellen, da wir es nicht selbst erfahren konnten. und die stammen zu über 90% aus medien ;) wir werden schon mit all dem jahrelang voll"gespammt", bevor wir auch nur in der lage sind einen "logischen", geschweige denn reflexiven gedanken zu treffen. und das menschliche leben kann überhaupt nur auf der basis dieses medientradierten wissens funktionieren inzwischen, sonst wäre hier niemand mehr anschlussfähig und alle würden quasi in ihrer eigenen welt mit eigener logik und eigenen normen existieren. auf der grundlage eines erzliberalen weltverständnisses gar keine so schlechte idee aber für das funktionieren unseres staates eher negativ ;)

darum ist es für einen menschen gar nicht möglich, eine sache objektiv zu betrachten, selbst wenn er die emotionen ausschließen könnte....die frage welchen infos er zugeführt bekommen hat und worauf er seine schlußfolgerungen zieht, hat er nie ausgewählt, sondern sie wurden ihm zugetragen....wir leben in der mediokratie und ohne medien würde unser gesamtes zwischenmenschliches system zusammenbrechen :-)
 
Guter Bericht.

Das Problem ist leider, dass einige StA nicht sehr bügernah agieren.

Es gab doch mal ne Strafanzeige gegen Frauentausch, wurde aber bei der StA. Jedoch kam es nicht zur Klage, da die Anzeige schon "abgewiesen" wurde.
Es sei ja klar, dass solche Sendungen ein Schauspiel sind...


Was ich bezweiflen würde. Ich bin mir sicher, dass der Großteil Deutschlands das alles als real ansieht. Ob ein Mitten im Leben oder ein DSDS, ob ein Model und der Freak oder jede andere "Doku-Soap"...
Ich kann das nicht beweisen, aber ich denke, dass die Leute vieles im TV als echt ansehen... leider...


Ich bin dafür, dass vor jeder solchen Sendung eingespielt werden sollte, dass ein Großteil davon Fake ist...
 
Nur warum sollte man einblenden, dass es fake ist?

Inwieweit sollte das gefährlich werden, wenn Zuschauer im Glauben gelassen werden, alles wäre real? Gerade diese Menschen verfolgen am ehesten noch Frauentausch, Mitten im Leben, Leben im Brennpunkt, brennender Punkt der Familie, Familien die brennen usw.

Wenn in Krieg der Welten Aliens im Fernsehen angreifen, ist jedem bewusst, dass man selbst und der Nachbarort genauso sicher ist, wie vor dem Film.

Und gerade was Dokus angeht, dienen sie heute im Zeitalter des Internets doch eher als ideenanregend. Ein Schritt, um sich auf eigene Faust weiter mit zuvor gesehenen Themen auseinanderzusetzen.

Meiner Meinung ist das alles zu vernachlässigen.
 
Inwieweit sollte das gefährlich werden, wenn Zuschauer im Glauben gelassen werden, alles wäre real? Gerade diese Menschen verfolgen am ehesten noch Frauentausch, Mitten im Leben, Leben im Brennpunkt, brennender Punkt der Familie, Familien die brennen usw.

Erstens: Weil es zur Verdummung beiträgt.

Zweitens: Wegen Product Placement. Wenn die Leute denken "Hey, das ist ja alles echt." und dann irgendwo Nutella mitten in die Kamera gehalten wird, dann beeinflusst es sie unterbewusst denke ich stärker, als wenn sie wissen, dass es Fake ist.


Und gerade was Dokus angeht, dienen sie heute im Zeitalter des Internets doch eher als ideenanregend. Ein Schritt, um sich auf eigene Faust weiter mit zuvor gesehenen Themen auseinanderzusetzen.

Es geht ja nicht um Dokus, sondern um die sogenannten Doku-Soaps. Das ist schon was anderes. Und zu was soll bei sowas angeregt werden?
Gestern bei Mitten im Leben am "Mittagstisch" bei uns seh ich, wie sich ne Frau nen Käseblock nimmt und den Käseblock frisst...
Zu was soll sowas anregen?

Schlimm ist es, dass die öffentlich-rechtlichen Anstalten nun auch auf den Zug aufspringen... Imo ekelhaft ist sowas...
 
da bin ich ma ausnahmsweise 100% einig mit phyt.
das ist volksverdummung und manipulation auf niedrigstem niveau. :-)
 
Man sieht bei solchen Sendungen natürlich nicht das wahre Leben, aber man kann deutlich erkennen, wie man geistig und moralisch bei RTL tickt (obwohl das nicht nur RTL betrifft).

Man sieht also sehr schön, wie sich dieser menschliche Abschaum, der sich Redakteur schimpft, über einen Großteil der "Unterschicht" denkt (bzw. sind es ja eher die Autoren, die sich diese Grütze ausdenken). Dort werden ja Arbeitslose als fette, hässliche, faule Zeitgenossen dargestellt, die nur vor der Glotze hocken, videospielen, saufen, sich gegenseitig anpöbeln... sie werden also schlicht meist so asozial wie möglich dargestellt. Das betrifft natürlich nicht nur die ganzen "Scripted Reality" Formate, sondern z.B. natürlich auch die "Fernseh-Freisler" (á la Barbara Salesch und Alexander Hold) mit ihren im wahrsten Sinne des Wortes "Schauprozessen". Oder natürlich auch die vermeintlichen "echten" Realityformate, bei denen die Beteiligten realen Personen trotz das man es Reality nennt, Regieanweisungen befolgen müssen und auch ansonsten ziemlich übel behandelt wird.

http://www.youtube.com/watch?v=gIQa1jx8w6U

Letztlich glaube ich ja noch nicht einmal, dass man bei den Sendern wirklich so naiv ist, sich das reale Leben so vorzustellen. Man muss sicher auch bedenken, dass die meisten dieser Sender nun einmal zur Bertelsmann Gruppe gehören. Die Vermutung liegt also nahe, dass hinter dieser teils wirklich widerlichen Art der Darstellung durchaus eine Agenda steht, dieses Image von bestimmten Bevölkerungsgruppen bei den Leuten in die Köpfe zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
(Es würde mich nicht wundern, wenn Frau Merkel beim Sparpaket bald sagt:
"Sehen Sie sich doch mal im TV die Arbeitslosen an! So ein Pack! Da muss man kürzen!" :v:)


Das, was die Sender da abliefern ist doch pure Stimmungsmache und dazu auch noch billig produziert. Ganz ehrlich, sowas kann jeder mit einer halbwegs guten Kamera selber produzieren...

Was aber viel erschreckender ist... die öffentlich-rechtlichen Anstalten machen da ja auch mit. Man muss nurmal am Nachmittag ARD oder ZDF anschalten. Neben "*füge-Tier ein, Elefant und Co" läuft da auch der selbe Mist.
Am Wochenende lief auch, im Stile der Top 100 Oliver Geißen Musikshows, die 50 besten Fußballlieder. Und es war genauso aufgebaut, wie bei RTL. Da labern Z-Promis irgendwelchen Stuß über Lieder, die sie teilweise nicht kennen...

Es ist zum Heulen....
Und für so einen Scheiß müssen wir auch noch zahlen. Könnten meiner Meinung nach alle öff-rechtl. Sender gerne abschaffen und 3sat, phoenix und arte lassen....
 
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