Formel 1 Saison 2012

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller aganim
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Ferrari wird von Jahr zu Jahr schlechter. Können die keine Konkurrenzfähigen Autos mehr bauen? Ich verstehs echt nicht. Domenicali muss endlich ersetzt werden.
 
Nur mal wieder so zur Unterhaltung:

Die neuesten Wettquoten nach den Barceona Tests von bwin.com


Antepost Sieger

  1. Sebastian Vettel 1.90
  2. Fernando Alonso 4.50
  3. Lewis Hamilton 7.00
  4. Kimi Räikkönen 11.00
  5. Jenson Button 11.00
  6. Mark Webber 15.00
  7. Michael Schumacher 21.00
  8. Nico Rosberg 26.00
  9. Romain Grosjean 41.00
  10. Felipe Massa 67.00
  11. Nico Hülkenberg 101.00
  12. Paul di Resta 151.00
  13. Kamui Kobayashi 251.00
  14. Sergio Perez 251.00
  15. Jean Eric Vergne 251.00
  16. Daniel Ricciardo 501.00
  17. Pastor Maldonado 501.00
  18. Bruno Senna 501.00
  19. Timo Glock 1001.00
  20. Heikki Kovalainen 1001.00
  21. Jarno Trulli 1001.00
  22. Charles Pic 1501.00
  23. Pedro de la Rosa 1501.00
 
So, an die Experten hier, euer abschließendes Fazit?^^

1. Der Schnellste
2. Der Zweitschnellste
3. Der Drittschnellste
4. Der Viertschnellste
5. Der Fünftschnellste
6. Der Sechstschnellste
7. Der Siebtschnellste
8. Der Achtschnellste
9. Der Neuntschnellste
10. Der Zehntschnellste
11. Der Elftschnellste
12. Der Zwölftschnellste

Wobei Tests schwierig zu lesen sind und eine Prognose nicht einfach ist. Will mich deswegen nicht auf diese Liste festlegen.
 
McLaren Heck vorher vs. nachher

http://img708.imageshack.us/img708/9989/mp427sidepodupdate.jpg

Für mich als McLaren bzw. Mercedes Fan wünsche ich mir das eines der beiden Teams um die WM mitfahren kann. Wie es dann aber wirklich aussieht kann man in meinen Augen zur Zeit nur schwer oder gar nicht sagen. Aber ich denke auch das RB wieder ein Wort mitreden wird. Bei Ferrari bin ich mir nicht sicher. Wenn man sich aber den Gesichtsausdruck von Alonso anschaut dann sehe ich echt schwarz für die Roten:-P
 
Für mich als McLaren bzw. Mercedes Fan wünsche ich mir das eines der beiden Teams um die WM mitfahren kann. Wie es dann aber wirklich aussieht kann man in meinen Augen zur Zeit nur schwer oder gar nicht sagen. Aber ich denke auch das RB wieder ein Wort mitreden wird. Bei Ferrari bin ich mir nicht sicher. Wenn man sich aber den Gesichtsausdruck von Alonso anschaut dann sehe ich echt schwarz für die Roten:-P

Zu Alonsos Gesichtsausdruck:

http://www.youtube.com/watch?feature=playe...p;v=C03hlskH6_s

Hier das Interview beim Fußballspiel wo er gesagt hat, dass man noch viel Arbeit vor sich hat und in den ersten Rennen vielleicht etwas leidet.
Was den Gesichtsausdruck betrifft siehts aber nicht so schlecht aus, wie es der Inhalt vermuten lässt und Alo ist eigentlich dafür bekannt, dass er schlechte Laune nur schwer verstecken kann.

Nur so viel dazu. Ich denke zwar auch, dass Ferrari Rückstand hat (sonst würden die Aussagen der Roten wenig Sinn machen), aber ich glaube nicht, dass man dem medial gezeichneten Bild des Weltuntergangs wirklich nahe ist...
 
Marussia findet nicht in die Gänge

Mehrheitlich russisches Team hat Crashtest erneut nicht bestanden - Weiterhin keine offiziellen Tests

Silverstone - Der Formel-1-Bolide von Marussia hat den Crashtest immer noch nicht hinter sich gebracht. Das entsprechende Element habe einen inoffiziellen Test bestanden, nicht aber den offiziellen, erklärte der Technische Direktor Pat Symonds am Montag bei der Präsentation. Anfang vergangener Woche hatte der neue Marussia den finalen Test nicht bestanden. Das mehrheitlich russische Team hatte daraufhin seine Teilnahme an den letzten offiziellen Testfahrten vor der Saison auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona abgesagt.

Vorerst dürfen der Deutsche Timo Glock und sein neuer französischer Teamkollege Charles Pic das Auto nur zu Film- und Promotionzwecken auf dem Grand-Prix-Kurs in Silverstone steuern. Erlaubt sind lediglich Demonstrations-Reifen von Pirelli, nicht die Rennpneus. Nur an den offiziellen zwölf Testtagen vor der Saison und den neuerdings erlaubten drei Tagen Anfang Mai in Mugello dürfen die Teams die Autos im Renntrimm auf die Strecke schicken.

standard.at
 
Ich muss zugeben dieses Jahr fällt es zumindest in meinen Augen noch schwerer als die letzten Jahre sich ein vernünftiges Bild über das Kräfteverhältnis zu machen. Letztes Jahr war z.B. zumindest ganz klar das RBR ohne wenn und aber vorne ist und das McLaren ohne einen gewaltigen Umbau des Heck bzw. Auspuff Bereichs (der dann ja kam) wohl ziemlich sicher nicht in den Top drei sein wird.

Habe mir jetzt noch mal alles ein wenig durch den Kopf gehen lassen, ein paar Artikel gelesen und wage mich jetzt mal an ein Prognose die dann hoffentlich nicht vollkommen nach hinten los geht.

1. RBR/McLaren

Eigentlich hätte ich hier noch RBR alleine auf eins gesetzt und McLaren wenn auch recht knapp aber berechtigt auf zwei. Da aber in beiden Fällen zu meiner Überraschung das Red Bull Update zum ende der Tests wohl gar nicht funktionierte wie sie sich das vorgestellt hatten. Und die Jungens die letzten beiden Tage vor allem damit beschäftigt waren Messungen durch zu führen die so wie es ausgesehen hat (viele Wärme Sensoren usw.) vor allem klären sollten warum die Abgase nicht dort hin fließen wo sich Red Bull das gedacht hat. Während McLaren mal eben das komplette Konzept des Autos in der Luftführung zum Heck un der Gestaltung der Front über den Haufen wirft und damit voll und ganz zufrieden ist und es wohl genau das bewirkt was sie sich erhofft hatten! Aufgrund dieses Tatsachen und dem was man über all von den Leuten hört die an der Strecke waren, sowie den Statements der einzelnen Teams und ein ganz klein bisschen weil der Wunsch Vater des Gedanken ist setzte ich beide auf Platz eins und erwarte einen von Anfang an spannenden Kampf.

3. Mercedes/Sauber/Lotus

Ja ich gehe hier mal auf Lücke und glaube das Sauber tatsächlich nicht nur geblufft hat und wirklich ein tolle Basis hat. Selbst wenn ich richtig liege sollten sie zwar über die Saison immer weiter zurück fallen aber erst mal glaube ich das sie irgendwo zwischen Platz Fünf und Zehn landen können. Das gleich gilt in meine Augen auch für Mercedes, ich habe lange überlegt ob ich sie nicht alleine auf 3 setzte und knapp dahinter Sauber und Lotus. Aber auch wenn ich in überzeugt bin das die Basis besser ist als die letzten Jahre und Mercedes dieses Jahr vielleicht auch Rennen Gewinnen kann sehe ich nur aufgrund der Stint Zeiten und Berichte von der Strecke keine Anzeichen die dazu berechtigen würden das sie alleine auf drei sind. Ich habe aber zu Kenntnis genommen das Mercedes bei vielen Experten alleine und recht knapp hinter RBR und McLaren auf der drei liegt und hoffe fast das ich falsch liege! Lotus hat mich mit den letzten Longs Runs zwar ein wenig enttäuscht ist aber für mich irgendwie so etwas wie das Positive Ferrari. Sprich es spricht schon einiges dafür das sie wirklich gut dar stehen, aber es gibt auch ein paar dinge die eine daran zweifeln lassen ob wirklich alles so gut sind wie es wirkt.

6. Ferrari/Force India

Wie schon bei Lotus erwähnt sieht es bei Ferrari halt genau umgekehrt aus. Es spricht vieles dafür das es wirklich nicht so toll läuft aber zum Teil sind auch kleinere Zweifel angebracht ob wirklich alles so schlimm ist wie es wirkt. Sicher ist für mich nur das Ferrari nicht Blufft und wenn keine Wunder geschieht in Melbourne nicht mit um den Sieg fahren wird. Mich würde es auch nicht überraschen wenn sie in Merlbourne in Q3 kommen was ja meine Liste erst mal nicht vermuten lässt. Aber irgenwie muss man die Teams ja einordnen und das sehe ich Ferrari halt Tendenziell erst mal hinter den fünf erst genannten Teams. Force India sah wirklich nicht schlecht aus und manch einer sieht sie vielleicht auch z.B. vor Sauber für die auch gar nicht mal so viel mehr spricht. Aus irgend einem Grund den ich gar nicht so wirklich benennen kann sehe ich sie aber hinter der Mercedes/Lotus/Sauber Gruppe und irgendwo im Bereich von Ferrari.

8. Toro Rosso/Williams

Beide einfach nur Solide aber halt auch nicht mehr. Meiner Meinung nach könnten sie darunter leiden das es im Mittelfeld bzw. im Feld direkt hinter der Spitze diese Saison enger geworden ist und ihre größten Konkurrenten (Force India und Sauber) einen größeren Sprung gemacht haben. Williams war sehr schwankend und sah manchmal gar nicht so schlecht aus, allerdings sehe ich sie wie Torro Rosso einfach nicht weiter vorne.

10. Caterham

Mit Sicherheit vor HRT und Virgin aber in meinen Augen immer noch nicht den Anschluss ans Mittelfeld geschafft.

11. Virgin/HRT

Katastrophe, mehr muss man da nicht sagen! Durch die zusammenarbeit mit McLaren ist Virgin auf die Saison vielleicht höher als HRT einzuschätzen und schafft den Anschluss an Caterham, aber erst mal sehe ich bei beiden einfach nur ganz Schwarze Wolken.

Das ist alles natürlich nur meine Persönliche Meinung und alleine dadurch das es im Mittelfeld so wie es scheint verdammt eng werden wird ist es extrem schwierig etwas einigermaßen verlässliche vorherzusagen. Als Sicherster Tipp scheint mir Momentan noch das Red Bull und McLaren beide um die Plätzte auf dem Podium Kämpfen werden. Aber selbst hier würde ich keine Hundert Euro darauf setzten das einer der beiden (wenn dann Tendenziell eher McLaren) Plötzlich doch hinter Mercedes und Lotus landet usw.

Ich bin jetzt einfach nur gespannt auf Melbourne und freue mich darauf wenn es endlich los geht. Neben meine allgemein Vorfreude die ich immer habe weil endlich wieder F1 zu sehen ist bin ich dieses Jahr natürlich aufgrund der vielversprechend wirkenden Ausgangsposition meines Lieblingsteams noch mal besonders Heiß darauf zu sehen ob es dann auch wirklich so kommt wie ich es jetzt erwarte!



@Danthosch: Wirklich Interessanter Artikel und schön zu lesen. Ich bin aber der Meinung das die Reifen Geschichte vielleicht zumindest etwas überspitzt dargestellt ist. Interessant auch das z.B. die Geschichte mit den Setups die man für Fahrer wie Hamilton die starkes Übersteuern Mögen bzw. gut damit klar kommen viel extremer gestalten kann.

@Wettquoten: Ich bleibe dabei das ich zumindest Webber Krass bewertete sehe. Klar verliert er Normalerweise gegen Vettel, aber man weiß ja nie ob Vettel einen Unfall hat und ein paar Rennen aussetzten muss, oder Webber Plötzlich um Welten besser mit den neuen Reifen klar kommt usw. und es bei Vettel Plötzlich umgekehrt ist. Und das man mit dem Red Bull WM werden kann zweifelt wohl niemand an! Der Knaller ist aber Alonso vs. Massa!
 
Hier mal ein Bild des MR01
0381623.jpg


Schön zu sehen das einer der Hinterbänkler was wagt und den Mclaren weg geht.
Vielleicht erreichen sie ja was.
Auch wenn der MR01 doch etwas zu brav wirkt im gegenteil zum Mclaren.
 
Hier mal ein Bild des MR01
0381623.jpg


Schön zu sehen das einer der Hinterbänkler was wagt und den Mclaren weg geht.
Vielleicht erreichen sie ja was.
Auch wenn der MR01 doch etwas zu brav wirkt im gegenteil zum Mclaren.

Da Virgin ja in der Jüngsten Zeit mit McLaren zusammen Arbeitete und ein wenig Know-how von ihnen nutzt (z.B. sind die Fahrer den neune Wagen schon einige Stunden im Simulator gefahren usw.) überrascht es nicht wirklich das sie auch ein wenig den McLaren weg gehen.

Insgesamt sieht mir der Wagen aber irgendwie deutlich zu Brav aus und ich kann mir beim bestern willen nicht vorstellen das dies der große Wurf ist mit dem sie den Anschluss ans Mittelfeld schaffen. Dar man aber natürlich den Speed eines Wagens selbst als Adrian Newy nur recht begrenzt anhand eines Bildes beurteilen kann und sie als quasi "mini McLaren" ein wenig meiner Sympathie haben, lasse ich mich was den Speed angeht sehr gerne eines besseren belehren.
 
Interessantes Interview:

Der Wiener Williams-Teilhaber Toto Wolff über die Generation der Pay­driver, zu verkaufende Dosen und die Streicheleinheiten des Bernie Ecclestone

Wien - Williams hat in der Formel 1 auch schon bessere Zeiten erlebt. Zum Beispiel in den 90ern. Viermal stellte das Team aus dem englischen Grove in jenem Jahrzehnt den Weltmeister, nicht weniger als fünfmal gewann der traditions­reiche Rennstall nebenbei den WM-Titel der Konstrukteure. Die Saison 2011 kann getrost als Antithese dieser glorreichen Zeit betrachtet werden. Lediglich fünf Punkte konnten die Piloten Pastor Maldonado und Rubens Barrichello einfahren.

Der Umbruch ließ nicht auf sich warten: Team-Mitbegründer Patrick Head zog sich zurück, Rubens Barrichello wurde durch Bruno Senna ersetzt, Mike Coughlan ist neuer Technischer Direktor und Renault liefert nun die Motoren statt Cosworth. Obendrein gab Teamchef Frank Williams im März seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekannt.

Und in all dem Trubel ließ Formel-1-Boss Bernie Ecclestone mit dem Wunsch aufhorchen, der österreichische Teilhaber Toto Wolff möge doch mehr Einfluss bei Williams bekommen. Auch darüber sprach der Finanzinvestor, der einst selbst als talentierter Rennfahrer galt, vor dem Saisonstart mit Philip Bauer.

derStandard.at: Williams machte sich bei den Testfahrten in Spanien mit guten Zeiten bemerkbar. Heißt genau gar nichts, oder?

Toto Wolff: Bei den Testfahrten sind die Teams sehr nahe zusammengerückt. In Wahrheit ist die Aussagekraft aber sehr gering, die Rangordnung werden wir erst beim ersten Qualifying in Melbourne erfahren. Ich glaube aber nicht, dass durch die Änderungen im Reglement alles auf den Kopf gestellt wird.

derStandard.at: Ihre Piloten Pastor Maldonado und Bruno Senna sind relativ unerfahren. Ein Risiko?

Wolff: Williams hat jungen Fahrern immer eine Chance gegeben. Maldonado geht in seine zweite Saison, war GP2-Sieger und hat letztes Jahr gegen Rubens Barrichello eine solide Leistung abgeliefert. Er ist für uns eine einschätzbare Größe. Senna hatte noch nie die Möglichkeit, sich über eine ganze Saison zu beweisen, wir setzen große Hoffnungen in ihn. Wir wissen aber, dass unsere beiden Fahrer noch Erfahrungen sammeln müssen.

derStandard.at: Kann Fahrermentor Alexander Wurz diesen Mangel kompensieren?

Wolff: Wir haben mit dieser Zusammenarbeit einen wichtigen Schritt gesetzt. Er kann den Piloten mit seinem technischen Know-how wertvolle Tipps bezüglich des Setups geben. Er wird ihnen helfen, das Beste aus sich herauszuholen, und wurde von den Fahrern auch gut aufgenommen.

derStandard.at: Laut Sebastian Vettel haben die Boliden in der kommenden Saison weniger Grip. Sind die Piloten nun mehr gefordert?

Wolff: Ich denke nicht. Alle Fahrer werden sich schnell auf die neuen Bedingungen einstellen. Teams, die 2011 mit dem sogenannten "Hot Blowing" gearbeitet haben, profitierten von zusätzlichem Grip. Der fällt nun durch das neue Reglement weg. Uns hat das nie betroffen, da Cosworth zu diesem Effekt gar nicht in der Lage war.

derStandard.at: Ist es für ein Traditionsteam wie Williams schmerzhaft, als "Paydriver-Team" zu gelten?

Wolff: Manche Teams verfolgen mit ihrem Engagement andere Ziele als wir: Die einen wollen mehr Autos verkaufen, die anderen mehr Dosen. Die meisten Teams müssen aber wirtschaftlich funktionieren, da gibt es keinen Platz für Träumereien. "Paydriver" ist für mich ohnehin ein abgedroschenes Wort. Der größte Paydriver wäre demnach Fernando Alonso, er hat den größten Sponsor zu Ferrari gebracht. Natürlich hat er das nicht unbedingt nötig, aber auch er bringt Geld mit.

derStandard.at: Haben sich die Zeiten diesbezüglich geändert?

Wolff: Durch die Kostenexplosion in den Juniorserien ist eine Fahrerliga entstanden, die von jeher die Notwendigkeit hatte, ihre Karriere zu finanzieren. Das beginnt bereits mit dem Kart, dort kostet eine internationale Saison mittlerweile 200.000 Euro. Mit dieser Summe konnte man vor 15 Jahren noch Formel 3 fahren. Die besten Piloten sind heute nicht nur schnell, sondern auch in der Lage, Geld aufzutreiben. Wenn ein Fahrer bei der Formel-1-Türe anklopft, hat er einen Förderer, einen Sponsor oder reiche Eltern im Rücken. Das ist die neue Formel 1.

derStandard.at: Immer wieder ist von Budgetsorgen bei Williams die Rede. Auch Ex-Fahrer Rubens Barrichello sprach dieses Thema nach seiner Ausbootung an. Zählt Williams deshalb nicht mehr zu den Topteams der Formel 1?

Wolff: Das Budget ist wichtig, um Motorsport zu betreiben. Es sichert die Ressourcen. Der Erfolg ist aber nicht nur vom Budget abhängig. Der Motorsport ist ein zyklisches Geschäft, man kann nicht immer oben sein. Es geht um die richtigen Mitarbeiter und die richtigen Fahrer. Toyota hatte vor einigen Jahren das größte Budget und war trotzdem nicht erfolgreich.

derStandard.at: Welche Auswirkungen hat der Teilrückzug von Frank Williams auf das operative Geschäft?

Wolff: Keine. Frank Williams bleibt Teamchef und voll im Unternehmen aktiv, im Verwaltungsrat als aktiver Zuhörer und Gast. Wir wollen nicht auf seine Erfahrung verzichten. Er sorgt nur rechtzeitig und weitsichtig für einen Übergang in die nächste Generation der Familie.

derStandard.at: Patrick Head hat das Team verlassen, ebenso der Technische Direktor Sam Michael und Chefaerodynamiker Jon Tomlinson. Können so viele Wechsel an Schlüsselpositionen in so kurzer Zeit gutgehen?

Wolff: Wir mussten die Positionen identifizieren, die nicht funktionieren, und ebendort Leute einsetzen, in die wir großes Vertrauen haben. Mit der Mannschaft rund um den neuen Technischen Direktor Mike Coughlan denken wir, die richtigen Leute nun in den richtigen Positionen zu haben.

derStandard.at: Coughlan war 2007 in die Spionage-Affäre rund um McLaren verwickelt. Manche Beobachter haben sich die Frage gestellt: Warum gerade er?

Wolff: Dieses Thema ist erledigt, uns interessiert die Vergangenheit nicht. Es gibt immer zwei Seiten einer Geschichte. Und selbst wenn er einen Fehler gemacht haben sollte, ist er dafür eingestanden. Coughlan hat McLaren Siegerautos gebaut, er ist eine unserer Schlüsselpersonen und wir zählen hundertprozentig auf ihn.

derStandard.at: War die letzte Saison ein guter Zeitpunkt für einen Schnitt im Team, frei nach dem Motto: "Es kann nicht mehr schlimmer werden"?

Wolff: Ja, wir haben die letzte Saison schonungslos analysiert und wirklich versucht, alle Schwächen auszumerzen. Ob uns das gelungen ist, werden wir in zehn Monaten sehen. Meine Erwartung ist, das wir uns gegenüber dem Vorjahr verbessern. Siege zu erwarten wäre zum jetzigen Zeitpunkt aber unrealistisch.

derStandard.at: Bernie Ecclestone meinte zuletzt: "Leute wie Toto Wolff sollten mehr Kontrolle bekommen." Sehen Sie das auch so?

Wolff: Es ehrt mich sehr, dass Ecclestone so viel Vertrauen in mich setzt. Derzeit bin ich Finanzinvestor und als Mitglied des Verwaltungsrats ein Teil des Gremiums, das Entscheidungen trifft. In dieser Rolle fühle ich mich zurzeit sehr wohl. Ich kann das Investment mit meiner großen Leidenschaft, dem Motorsport, verbinden. Dadurch bin ich hier vielleicht mehr involviert, als ich es bei anderen Unternehmen wäre.

derStandard.at: Wie hat sich Ihre Arbeit im Team in den letzten zwei Jahren entwickelt, bringen Sie sich heute mehr ein als direkt nach Ihrem Einstieg?

Wolff: Wenn man einigermaßen vernünftig ist, sollte man als Neuling in einem Verwaltungsrat zuerst zuhören. Danach kommt das Mitreden, in der Situation bin ich jetzt. Die Kommunikation verläuft sehr gut.

derStandard.at: Eine Quizfrage zum Abschluss: Wissen Sie, wann Williams zuletzt einen Grand Prix gewonnen hat?

Wolff: Nein. Aber es interessiert mich auch überhaupt nicht. Es interessiert mich nicht einmal, was gestern passiert ist. Mich interessiert jetzt nur der Auftakt zur neuen Saison in Melbourne. (derStandard.at, 6.3.2012)

Toto Wolff (40) ist seit 2009 Miteigentürmer von Williams. 1998 gründete er das auf Technologie-Start-ups ausgerichtete Unternehmen Marchfifteen. Als Rennfahrer feierte der Österreicher vor allem 2006 beachtliche Erfolge, als er österreichischer Rallye-Vizemeister sowie Sieger des 24-Stunden-Rennens von Dubai wurde. Seit Oktober 2011 ist er mit der schottischen DTM-Pilotin Susie Wolff (vormals Stoddart) verheiratet.

derstandard.at
 
Schönes Interview, auch wenn sie in meiner Bewertung ja nicht ganz so gut weg kommen wäre es diesem Traditionsteam wirklich zu Gönnen das es wieder Berg auf geht und sie wieder Regelmäßig um Punkte fahren. Was er erwähnt und ich bisher gar nicht bedacht hatte ist ja die Tatsache das Williams letztes Jahr ohne angeblasenen Diffusor unterwegs war und damit ja im Endeffekt sogar mit einem kleinen Vorsprung gegenüber den direkten Konkurrenten in die Testfahrten gestartet ist.

Hier mal ein Selbstgemachter vergleich zwischen dem alten (das Vorjahresmodell bei den Jerez Testfahrten) und dem neuen HRT. Die können mir ja viel erzählen aber das ist doch im Grunde immer noch das alte Dalara Chassi von 2010 das da als Grundlage verwendet wird.

HRT%2520Alt%2520vs.%2520neu.jpg


Scheint ja allgemein bei denen z.Z. drunter und drüber zu gehen. erwarte mir leider keine wirklich Verbesserung der Situation.
 
Ich kann eigentlich mit jedem Team als Weltmeister leben, solange es nicht mehr so eine eindeutige Angelegenheit wird wie letztes Jahr :-/
 
1. Der Schnellste
2. Der Zweitschnellste
3. Der Drittschnellste
4. Der Viertschnellste
5. Der Fünftschnellste
6. Der Sechstschnellste
7. Der Siebtschnellste
8. Der Achtschnellste
9. Der Neuntschnellste
10. Der Zehntschnellste
11. Der Elftschnellste
12. Der Zwölftschnellste

Wobei Tests schwierig zu lesen sind und eine Prognose nicht einfach ist. Will mich deswegen nicht auf diese Liste festlegen.

Ich sehe das aber auch so. Gut das wir mal einer Meinung sind! :-D
 
Nur mal wieder so zur Unterhaltung:

Die neuesten Wettquoten nach den Barceona Tests von bwin.com


Antepost Sieger
  1. Sebastian Vettel 1.90
  2. Fernando Alonso 4.50
  3. Lewis Hamilton 7.00
  4. Kimi Räikkönen 11.00
  5. Jenson Button 11.00
  6. Mark Webber 15.00
  7. Michael Schumacher 21.00
  8. Nico Rosberg 26.00
  9. Romain Grosjean 41.00
  10. Felipe Massa 67.00
  11. Nico Hülkenberg 101.00
  12. Paul di Resta 151.00
  13. Kamui Kobayashi 251.00
  14. Sergio Perez 251.00
  15. Jean Eric Vergne 251.00
  16. Daniel Ricciardo 501.00
  17. Pastor Maldonado 501.00
  18. Bruno Senna 501.00
  19. Timo Glock 1001.00
  20. Heikki Kovalainen 1001.00
  21. Jarno Trulli 1001.00
  22. Charles Pic 1501.00
  23. Pedro de la Rosa 1501.00

Dubios, Rosberg und Button waren letztes Jahr besser als ihre Teamkollegen und haben eine schlechtere Quote als selbige. Auch interessant, dass der Iceman so weit oben anzufinden ist. Lustig ist die Quote von Massa, mit 67 und sein Teamkollege Alonos hat 4.5!!! :)
 


Früher hat man auch die Fahrer nach Ihren Vermögen ein Auto mit zu entwickeln eingeschätzt.

Ein ein Lauda, ein Senna, oder ein Schumacher bzw. ein Häkkinnen konnten das angeblich.

Alonso scheint zwar sehr schnell zu sein, aber das Vermögen mit den Entwicklern zu arbeiten scheint da nicht vorhanden zu sein.;-)
 
Das stimmt. Am Ende des Tages sind keine Daten, sondern der Fahrer das wichtigste Messinstrument. Ist eine große stärke von Schumi. Aber das Team muss natürlich auch stimmen. Vettel kriegt ja auch ein ziemlich gutes Auto vorgesetzt. Ich frage mich, wie groß Bettels Anteil daran ist.
 
Zurück
Top Bottom