Formel 1 Saison 2011

zwischen 1997 und 2006 hat er bei Mclaren aber auch ziemlich viele schlechte Wagen gebaut...2001, 2002, 2004, 2006 war der Mclaren nicht konkurrenzfähig....teilweise sogar nur 5. Kraft (2004)...

One Winged Angel schrieb:
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Newey Autos stehts nach großen Regeländerungen der Konkurrenz um die Ohren fuhren.

Zum Auspuff:
Die FIA stellt klar, dass die Gasannahme einzig zur Steuerung des Antriebs zulässig sei, nicht aber zur Regulierung der Aerodynamik. Angeblich verstößt man sonst gegen Paragraf 3.15 des technischen Reglements, in dem es heißt, dass bewegliche aerodynamische Elemente verboten sind. Diese neue Interpretation des Regelwerks könnte in der aktuellen Formel 1 erhebliche Auswirkungen haben.
Muaha. Also gehört die Auspuffluft zur beweglichen Aerodynamik und ein beweglicher Frontflügel nicht?
Interessant.
 
Was den Auspuff als Bewegliches Aerodynamisches Teil angeht denke ich das die FIA es wie folgt meinen könnte. Es muss ja immer noch so etwas wie eine Drosselklappe geben und diese muss, wenn auch Elektronisch, so eingestellt bzw. verstellt sein das es halt möglich ist obwohl der Fahrer kein Gas gibt einen Konstanten Abgasstrom zu Gewährleisten. Im Detail ist es sogar noch um einiges Komplizierter, die Auslassventile müssen offen sein und es findet quasi ein verspätete Zündung statt damit die Gase mit genug Geschwindigkeit in den Diffusor gleitet werden können usw. Hat alles sehr viel mit der Motor Steuerung zu tun, vielleicht kann Danthosch mehr dazu sagen, auf dem Gebiet hat er auf jeden Fall mehr Ahnung als ich.

Auf jeden Fall wertet die FIA die Tatsache das die Drosselklappe offen ist obwohl der Fahrer kein Gas gibt als bewegliches Aerodynamisches Hilfsmittel (Sie wird bewusst bewegt um einen Aerodynamischen Vorteil zu erlangen). Die Flügel hingegen dürfen sich ja in einem ganz bestimmten Maße beim Test bewegen da man solche Teile nicht zu 100% Steif bauen kann bzw. sie wenn man es machen würde einfach abrechen würden. Wir hatten das Thema ja auch schon ausführlichst und für die FIA zählt halt der Test und den besteht Red Bull halt immer wieder. Im Endeffekt fallen die Flügel aber sowieso nicht in den Bereich der "Beweglichen Aerodynamischen Teile" sondern eher in den Bereich der verbotenen Flexiblen Teile was aber etwas anderes ist als beweglich.

Soll nicht heißen das ich das gut heißen möchte, ist nur ein Erklärungsansatz warum zumindest die Begründung der FIA schon Sinn macht auch wenn ich es für absoluten Müll halte so was mitten in der Saison zu machen!
 
Es gibt ja im Regelwerk so viele Regeln, das die FIA eh immer etwas findet, und es so auslegt, dass gewisse Dinge dann plötzlich verboten sind. Wie du selbst schon gesagt hast, sollen sie das Reglement in diesem Punkt einfach verdeutlichen und zum nächsten Jahr in Kraft treten lassen.
 
Also wenn da auch nur ein Hauch wahrheit dran sein sollte dann bekomme ich aber das ganz große Kotzen

http://www.tomorrownewsf1.com/f1-hamilton-en-pre-contrat-avec-red-bull-racing-pour-2013-21183

Dann müsste ich mir genau wie bei der McLaren und Mercedes Trennung wieder mal ganz genau überlegen wem ich in Zukunft die Daumen drücke. Das Einzig Positive währe das die ganzen Vettel Fanboys dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden, ganz egal ob Red Bull dann stark ist oder im Mittelfeld rum gurkt. Es würde außerdem noch mal zeigen das Hamilton absolut kein Problem hat gegen die aller besten in einem Team zu fahren und mit Vettel hätte er den dritten WM nach Alonso und Button als Teamkollegen.


Naja, ich in erster Linie McLaren Fan, erst an 3. Stelle Hamilton. Aber ich habe Alonso zu Ferrari überlebt, dann werde ich Hamilton beim Brauseteam oder durchstehen.


Hamilton ist einer der besten Fahrer - evtl. sogar der beste (ich enthalte mich jetzt mal bzgl. Alonso vs Hamilton vs Vettel Diskussionen) - und kann einfach seit längerer Zeit dank McLaren nicht mehr wirklich um die WM-Titel fahren. Wie lang soll er denn noch zusehen und sich um Kopf und Kragen kämpfen? McLarens Zeit läuft ab und das ist doch echt nur verständlich.

Hamilton hätte letztes Jahr WM werden können, das er es nicht geschafft hat muss er in erster Linie sich selbst zuschreiben.


@Auspuff.

Das Thema ist erstmal vom Tisch. ENtscheidung wurde nach hinten verschoben. Bei sofortige Streichung des Systems würden imo McLaren und Renault am meisten darunter leiden. Ist aber mal wieder lächerlich wie die FIA jede Innovation wie F-Schacht oder DD verbietet weil sie gegen den Geist des Motorsports ist. Der Flex-Flügel ist aber nicht nur gegen den Geist des Motorsports sondern mit blossem Auge erkennbar gegen das Reglement, dagegen tun sie aber nichts...
 
Hamilton hätte letztes Jahr WM werden können, das er es nicht geschafft hat muss er in erster Linie sich selbst zuschreiben.

Das sehe ich persönlich etwas anders. Er hat nur wenige kleine Fehler gemacht und letztendlich nur einen richtig großen (ansonsten hatte er auch noch richtig viel Pech). Fahrer a la Alonso, Vettel und Webber verbuchten ähnliches. Der McLaren war nun einmal zeitweise nur 3. Kraft und wenn überhaupt eigentlich immer nur 2. Kraft. Der Red Bull war dagegen stets ganz vorne dabei und so konnte ein Vettel Weltmeister werden obwohl er und Red Bull so einiges verbockt haben. Im Red Bull wäre Hamilton auch Weltmeister geworden, aber im McLaren war es einfach ein halbes Ding der Unmöglichkeit. Theoretich hätte er natürlich Weltmeister werden können, aber praktisch eben nicht und der Knackpunkt war hierbei in erster Linie das Auto (der McLaren war dem Red Bull einfach zu unterlegen über die ganze Saison gesehen). Ähnlich läuft es wieder die Saison. Wie soll Hamilton bitte mit dem aktuellen McLaren Weltmeister werden? Der Red Bull ist ganz klar die Nummer 1 und McLaren muss nun wieder darum zittern nicht wieder nur die 3. Kraft oder schlechter zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehe ich persönlich etwas anders. Er hat nur wenige kleine Fehler gemacht und letztendlich nur einen richtig großen (ansonsten hatte er auch noch richtig viel Pech). Fahrer a la Alonso, Vettel und Webber verbuchten ähnliches. Der McLaren war nun einmal zeitweise nur 3. Kraft und wenn überhaupt eigentlich immer nur 2. Kraft. Der Red Bull war dagegen stets ganz vorne dabei und so konnte ein Vettel Weltmeister werden obwohl er und Red Bull so einiges verbockt haben. Im Red Bull wäre Hamilton auch Weltmeister geworden, aber im McLaren war es einfach ein halbes Ding der Unmöglichkeit. Theoretich hätte er natürlich Weltmeister werden können, aber praktisch eben nicht und der Knackpunkt war hierbei in erster Linie das Auto (der McLaren war dem Red Bull einfach zu unterlegen über die ganze Saison gesehen). Ähnlich läuft es wieder die Saison. Wie soll Hamilton bitte mit dem aktuellen McLaren Weltmeister werden? Der Red Bull ist ganz klar die Nummer 1 und McLaren muss nun wieder darum zittern nicht wieder nur die 3. Kraft oder schlechter zu sein.

Natürlich war der McLaren meistens 2. /3. Kraft, bis auf Monza und Kanada. Aber ohne Monza und Singapur wäre er WM. Klar hätten die anderen auch keine Fehler gemacht... Aber in erster Linie muss er den Fehler bei sich selbst suchen. Und das ist nichtmal Kritik. Für seinen aggressiven Still liebe ich ihn, da verzeihe ich ihm auch sowas. Da rege ich mich eher über so ne Amateurvorstellung wie in China vor zwei Jahren auf.
 
Die Fehler waren aber die logische Konsequenz, weil der McLaren in den letzten Rennen (bis auf Abu Dabi) immer zu langsam war...Der McLaren konnte mit dem Ferrari und dem Red Bull so nicht mithalten. Daher war Hamilton im Gegensatz zu Vettel und Co. gezwungen immer am bzw. sogar über dem Limit zu fahren und alles zu Riskieren um überhaupt vom Speed her mitzukommen...dass sich dann Fehler einschleichen ist völlig normal...
 
Zuletzt bearbeitet:
was würde man hier denn von während der saison nicht mehr veränderbaren autos halten?
 
Die Fehler waren aber die logische Konsequenz, weil der McLaren in den letzten Rennen (bis auf Abu Dabi) immer zu langsam war...Der McLaren konnte mit dem Ferrari und dem Red Bull so nicht mithalten. Daher war Hamilton im Gegensatz zu Vettel und Co. gezwungen immer am bzw. sogar über dem Limit zu fahren und alles zu Riskieren um überhaupt vom Speed her mitzukommen...dass sich dann Fehler einschleichen ist völlig normal...

Der McLaren war in Monza und Australien das beste Auto und er hatte es in Monza nicht nötig so in den Zweikampf zu gehen.
 
Der McLaren war in Monza und Australien das beste Auto und er hatte es in Monza nicht nötig so in den Zweikampf zu gehen.

1. war der Mclaren sicher nicht das schnellste Auto in Monza...

und 2. was hat Australien damit zu tun? Da wurde Hamilton von Webber abgeschossen...ich rede von den Fehlern in den letzten Rennen: in Monza (Crash mit Massa), Singapur (Crash mit Webber), Brasilien und in Süd Korea (jeweils ein Verbremser den Alonso ausnutze)...und da war der McLaren nicht schnell genug, was Hamilton zum äußersten Risiko bewog...
 
Zuletzt bearbeitet:
1. war der Mclaren sicher nicht das schnellste Auto in Monza...

und 2. was hat Australien damit zu tun? Da wurde Hamilton von Webber abgeschossen...ich rede von den Fehlern in den letzten Rennen: in Monza (Crash mit Massa), Singapur (Crash mit Webber), Brasilien und in Süd Korea (jeweils ein Verbremser den Alonso ausnutze)...und da war der McLaren nicht schnell genug, was Hamilton zum äußersten Risiko bewog...

Mit den Gedanken irgendwo anders, ich meinte natürlich Monza und Kanada. Und ja, der McLaren war letztes Jahr in Monza ziemlich sicher das schnellste Auto. Während Button ein Qualy Setup gewählt hat sich Hamilton für ein Renn-Setup entschieden. Und wäre im Rennen mit ziemlicher Sicherheit schneller als die Ferraris gewesen.
 
Ich bin auch der Meinung, dass es Hamilton letztes Jahr selber verbockt hat.
Gut, es spricht wieder für ihn, dass er überhaupt die Chance hatte WM zu werden (Ähnliches gilt für Alonso).
Und mit Red Bull Pech lässt sich auch nicht alles erklären. Hamilton hatte auch eine ordentliche Portion Pech. Gerade wenn man an die ersten Rennen und speziell Barcelona denkt.
 
Was den Auspuff als Bewegliches Aerodynamisches Teil angeht denke ich das die FIA es wie folgt meinen könnte. Es muss ja immer noch so etwas wie eine Drosselklappe geben und diese muss, wenn auch Elektronisch, so eingestellt bzw. verstellt sein das es halt möglich ist obwohl der Fahrer kein Gas gibt einen Konstanten Abgasstrom zu Gewährleisten. Im Detail ist es sogar noch um einiges Komplizierter, die Auslassventile müssen offen sein und es findet quasi ein verspätete Zündung statt damit die Gase mit genug Geschwindigkeit in den Diffusor gleitet werden können usw. Hat alles sehr viel mit der Motor Steuerung zu tun, vielleicht kann Danthosch mehr dazu sagen, auf dem Gebiet hat er auf jeden Fall mehr Ahnung als ich.

Auf jeden Fall wertet die FIA die Tatsache das die Drosselklappe offen ist obwohl der Fahrer kein Gas gibt als bewegliches Aerodynamisches Hilfsmittel (Sie wird bewusst bewegt um einen Aerodynamischen Vorteil zu erlangen). Die Flügel hingegen dürfen sich ja in einem ganz bestimmten Maße beim Test bewegen da man solche Teile nicht zu 100% Steif bauen kann bzw. sie wenn man es machen würde einfach abrechen würden. Wir hatten das Thema ja auch schon ausführlichst und für die FIA zählt halt der Test und den besteht Red Bull halt immer wieder. Im Endeffekt fallen die Flügel aber sowieso nicht in den Bereich der "Beweglichen Aerodynamischen Teile" sondern eher in den Bereich der verbotenen Flexiblen Teile was aber etwas anderes ist als beweglich.

Soll nicht heißen das ich das gut heißen möchte, ist nur ein Erklärungsansatz warum zumindest die Begründung der FIA schon Sinn macht auch wenn ich es für absoluten Müll halte so was mitten in der Saison zu machen!

Der Zeitpunkt verwundert mich auch, sonst hast du es doch gut erklärt. Man kann mit Abgasen viel rumspielen, wenn man nur Lust dazu hat (und der Spritverbrauch keine Rolle spielt).

Das zusätzliche Einspritzen beim Auslassen am Ende gibt den Abgasen ne viel höhere Energie, die dann entsprechend aerodynamisch genutzt werden kann. Je heißer die Abgase, desto höherer Volumenstrom (dehnen sich ja mehr aus), aber das Ganze ist natürlich hitzetechnisch bedenklich. Soweit ich das verstanden hab, geben manche Teams durch die Motorsteuerung obwohl der Fahrer nicht auf dem Gas ist, Gasstöße oder halten die Drosselklappe ein Stück weit offen, um einen gewissen konstanten Volumenstrom zu erreichen, der das Verhalten der Aerodynamik stabiler macht.

Bei Straßenautos kann durch Manipulation des Abgasstroms zum Beispiel auch etwas gegen das altbekannte Turboloch, wo der (Abgas-)Turbo erstmal auf Drehzahl gebracht werden muss bevor er mehr Luft in die Brennräume pumpen kann, getan werden. Umwelttechnisch ist das ganze bedenklich, außerhalb von Lambda (Gemischverhältnis) knapp unter 1 (Sprit zu Luft) hilft auch der schönste Drei-Wege-Kat nichts. Deshalb ist die Absatzgesetzgebung auch so ein Witz, die getesteten Betriebszustände sind in einem Leistungsbereich, wo zum Beispiel nicht angefettet wird, so dass man bei 160 auf der Autobahn für gewöhnlich noch ganz andere Sachen in die Umwelt schießt als nur mehr CO2... Aber das is ein Thema für sich, über das Plus an Leistung durch die Anfettung beschwert sich auch keiner. Diesel ist ne andere Sache, aber die funktionieren auch nicht im 3-Wege-Kat-Abgasfenster, weshalb die Emissionen schwieriger zu handlen sind, auch wenn prinzipiell der Diesel sogar ein günstigeres Emissionsverhalten hätte. Der 3-Wege-Kat ist einfach der lucky-punch des Benziners gewesen...

Ich kann nachvollziehen, dass man diese Motorkennfelder verbieten will, entspricht ja nicht dem grüner werdenden Anstrich der F1-Autos. Der Zeitpunkt ist aber komisch, das wirft ja das ganze Feld durcheinander, weil die Autos entsprechend stärker schwankende Abgasströme hätten, was so einiges Vertrauen der Fahrer und Abtrieb kosten würde. Manche Autos sind da vll konzeptionell robuster bzgl. der Schwankung, aber das müsste man sehen. Insbesondere Renault würde auf einen Schlag wohl ein fast unfahrbares Auto bekommen bzw. sehr viel verlieren.

Drosselklappen sind nicht mehr zwangsläufig erforderlich, beim Diesel schon gar nicht. Und auch ein Benzindirekteinspritzer brauch wohl zwangsläufig irgendwann keine mehr. Man kann durch variable Ventilsteuerung da schon viel einstellen, und dabei den Motor in nem besseren Wirkunsgradbereich halten als mit Drosselklappe. Teillast mit Drosselklappe heißt ja nichts anderes als die Luftzufuhr zum Motor zu kastrieren, dabei entstehen enorme Strömungsverluste, so dass diese Regelung den Benzinern einiges an Wirkungsgrad kosten.
Direkteinspritzung hat aber wieder den Nachteil eines inhomogeneren Gemischs(da erst im Brennraum gemischt), dadurch schlechtere Verbrennung (und Abgase).
Aber ich schweif etwas ab.

Schlussendlich begrüß ich das Abschaffen dieser Motorsteuerung, da so der Aerodynamik noch mehr Bedeutung zugeschachtert wird, und dass auch noch direkt auf Kosten von ohnehin eingefrorener Motorleistung und -Fahrbarkeit. Weg damit...
und sorry für gelegentliches Offtopic in meinem Beitrag. Müsst ihn ja nicht lesen.
 
Der Zeitpunkt verwundert mich auch, sonst hast du es doch gut erklärt. Man kann mit Abgasen viel rumspielen, wenn man nur Lust dazu hat (und der Spritverbrauch keine Rolle spielt).

Das zusätzliche Einspritzen beim Auslassen am Ende gibt den Abgasen ne viel höhere Energie, die dann entsprechend aerodynamisch genutzt werden kann. Je heißer die Abgase, desto höherer Volumenstrom (dehnen sich ja mehr aus), aber das Ganze ist natürlich hitzetechnisch bedenklich. Soweit ich das verstanden hab, geben manche Teams durch die Motorsteuerung obwohl der Fahrer nicht auf dem Gas ist, Gasstöße oder halten die Drosselklappe ein Stück weit offen, um einen gewissen konstanten Volumenstrom zu erreichen, der das Verhalten der Aerodynamik stabiler macht.

Bei Straßenautos kann durch Manipulation des Abgasstroms zum Beispiel auch etwas gegen das altbekannte Turboloch, wo der (Abgas-)Turbo erstmal auf Drehzahl gebracht werden muss bevor er mehr Luft in die Brennräume pumpen kann, getan werden. Umwelttechnisch ist das ganze bedenklich, außerhalb von Lambda (Gemischverhältnis) knapp unter 1 (Sprit zu Luft) hilft auch der schönste Drei-Wege-Kat nichts. Deshalb ist die Absatzgesetzgebung auch so ein Witz, die getesteten Betriebszustände sind in einem Leistungsbereich, wo zum Beispiel nicht angefettet wird, so dass man bei 160 auf der Autobahn für gewöhnlich noch ganz andere Sachen in die Umwelt schießt als nur mehr CO2... Aber das is ein Thema für sich, über das Plus an Leistung durch die Anfettung beschwert sich auch keiner. Diesel ist ne andere Sache, aber die funktionieren auch nicht im 3-Wege-Kat-Abgasfenster, weshalb die Emissionen schwieriger zu handlen sind, auch wenn prinzipiell der Diesel sogar ein günstigeres Emissionsverhalten hätte. Der 3-Wege-Kat ist einfach der lucky-punch des Benziners gewesen...

Ich kann nachvollziehen, dass man diese Motorkennfelder verbieten will, entspricht ja nicht dem grüner werdenden Anstrich der F1-Autos. Der Zeitpunkt ist aber komisch, das wirft ja das ganze Feld durcheinander, weil die Autos entsprechend stärker schwankende Abgasströme hätten, was so einiges Vertrauen der Fahrer und Abtrieb kosten würde. Manche Autos sind da vll konzeptionell robuster bzgl. der Schwankung, aber das müsste man sehen. Insbesondere Renault würde auf einen Schlag wohl ein fast unfahrbares Auto bekommen bzw. sehr viel verlieren.

Drosselklappen sind nicht mehr zwangsläufig erforderlich, beim Diesel schon gar nicht. Und auch ein Benzindirekteinspritzer brauch wohl zwangsläufig irgendwann keine mehr. Man kann durch variable Ventilsteuerung da schon viel einstellen, und dabei den Motor in nem besseren Wirkunsgradbereich halten als mit Drosselklappe. Teillast mit Drosselklappe heißt ja nichts anderes als die Luftzufuhr zum Motor zu kastrieren, dabei entstehen enorme Strömungsverluste, so dass diese Regelung den Benzinern einiges an Wirkungsgrad kosten.
Direkteinspritzung hat aber wieder den Nachteil eines inhomogeneren Gemischs(da erst im Brennraum gemischt), dadurch schlechtere Verbrennung (und Abgase).
Aber ich schweif etwas ab.

Schlussendlich begrüß ich das Abschaffen dieser Motorsteuerung, da so der Aerodynamik noch mehr Bedeutung zugeschachtert wird, und dass auch noch direkt auf Kosten von ohnehin eingefrorener Motorleistung und -Fahrbarkeit. Weg damit...
und sorry für gelegentliches Offtopic in meinem Beitrag. Müsst ihn ja nicht lesen.


Gehe vielleicht morgen auf das eine oder andere etwas genauer ein bzw. stellte eine Frage dazu, was nicht heißen soll da ich es nicht jetzt schon in ruhe und mit Verstand durchgelesen habe. Auf jeden Fall aber vielen Dank für die Ausführliche und Informative Antwort, finde auch die Punkte die nicht explizit auf die F1 bezogen sind sehr Interessant. Freue mich immer wenn ich von jemanden der von einem bestimmten Thema mehr Ahnung hat als ich noch was lernen kann!
 
Nur noch kurz zwei Worte zu Hamiltons WM Chancen letztes Jahr. Der McLaren war außer in Kanada, wo er mehr oder weniger gleich auf mit dem Red Bull war immer nur zweite oder oft sogar nur dritte Kraft.

Neben ein paar Kleinigkeiten die vielleicht mal eine Position gekostet haben und bei jedem Fahrer über die Saison gesehen mal vorkommen hat er in Meinen Augen nur einen Groben Fehler gemacht und das war in Monza als er selbst für sein Verhältnisse zu übermotiviert in der ersten Runde mit der Brechstange nach vorne wollte.

Dazu hat er, genau wie bei aller Lästerei auch Vettel, eine Menge Pech gehabt. Ich sehe es absolut nicht so das er die WM weg geschmissen hat. Es währe allerdings genau wie bei Alonso nahezu ein Wunder und eine der größten WMs der letzen Jahre gewesen wenn er es geschafft hätte. Sollte er irgendwann mit zwei oder drei WMs zurücktreten die er, zumindest die zweite und dritte, in Überlegenen Autos Autos Gewonnen haben dann kann man davon sprechen das er ein guter und auch ein großer ist. Aber halt kein ganz großer der unter anderem auch WMs mit nachweislich und deutlich unterlegenen Auto Gewonnen hat ist.

Klar wenn man sich die einzelnen Rennen noch mal anschaut und sich vorstellt wie viel Punkte möglich gewesen währen dann muss man ganz klar sagen das er WM hätte werden können, aber das geht es wohl mehr um Glück bzw. Pech als um Unvermögen. Und wenn man das genau so bei Vettel macht dann muss man sagen das er, auch zu einem großen Teil durch Pech, schon locker drei Rennen vor ende hätte WM sein können!
 
Habe die Aussagen aus dem Artikel noch nicht auf Englisch gelesen daher ist es auch eher mit Vorsicht zu genießen. Auf jeden Fall sagt Tim Goss von McLaren laut diesem Artikel das sei sich, wenn die Regeländerung tatsächlich in Barcelona gekommen währ, Massiv im Vorteil gesehen hätten und es schade finden das es jetzt doch nicht umgesetzt wird.

http://www.sport1.de/de/formel1/formel1_teams/artikel_406446.html

Wie schon gesagt das ändert nichts an meiner Aussage das ich es einfach dämlich finde die Regeln während der Saison zu ändern, fand es nur Interessant das McLaren sich so sicher ist das sie eher von einem Verbot Profitieren würden.
 
Zurück
Top Bottom