Habe mir das Rennen gestern Live angeschaut und mich auf ein tolles Saisonfinale gefreut. Und dann kam so eine riesen Scheiße dabei raus! Das Problem sind nicht die Sicherheitsstandard in der Indy Serie, wenn man die F1 als Referenz bei 100 sehen würde steht die Indy mindestens bei 90 eher bei 95.
Das Problem ist aber gerade in dem Fall die Sensationsgeilheit der Veranstalter und der Wille für eine gute Show alle bedenken hinsichtlich eines zu hohen Risikos zur Seite zu wischen. Wenn ich von den Sicherheitsstandards spreche dann meine ich nämlich nur wie gut die Autos die Piloten schützen und was auf den Strecken, auch auf Ovalen (safer barrier), für die Sicherheit getan wird. Was aber dort gelaufen ist war einfach nur Krank und so dumme voll Idioten wie ich unterstützen es noch indirekt weil sie gerade so ein Spektakel wie das viel zu gefährliches Las Vegas Rennen unbedingt anschauen müssen und da dieses Rennen wohl allgemein mehr Zuschauer hatte als die "Normalen" Rennen.
Nur um klar zu machen was da gestern gelaufen ist, da die Indy Cars ab nächste Saison mit komplett neuen Chassis fahren und die alten daher nicht mehr gebraucht werden haben die sich entscheiden nur für das Rennen mit unglaublichen 34 Autos und so auch einer ganzen menge Fahrer anzutreten die dementsprechend aktuelle keine wirklich große Rennerfahrung mit bringen. Das ist aber noch nicht genug, den dazu gab es das fünf Millionen Dollar Rennen in dem Dan Wheldon der diese Saison nicht komplett mit gefahren ist vom letzten Start Platz ins Rennen gehen musste und im Falle eines Sieges 2,5 Millionen Dollar erhalten sollte (die anderen 2,5 währen an einem zufällig ausgewählten Fan gegangen). Konkret bedeutet das, er musste sich von ganz hinten durch ein Feld wühlen das mit Fahrern gespickt war die nicht die Klasse und vor allem nicht die Erfahrung haben wie die Stammpiloten der Serie.
Und um das ganze auf die Spitze zu treiben fand das ganze auf einer Strecke statt die in meinen Augen einfach nicht für die Indy Cars geeignet ist und auf der nur Nascars fahren sollten. Wir reden hier von einer eher kurzen Strecke (was die 34 Autos noch schlimmer macht) auf der im Schnitt deutlich über 300 kmh fast 350 kmh gefahren wird und in der Spitze sogar über 370 kmh gefahren wird. Um auf so einer Strecke diese Geschwindigkeiten überhaupt fahren zu können reden wir hier von einer Überhöhung von 20°. Das Problem ist das es im Kalender auch andere Strecken gibt die Kurz sind, oder andere auf denen diese Riesen Geschwindigkeiten erreicht werden und auch eine auf der bis zu 20° Neigung gefahren wird, aber keine auf der das alles zusammen kommt!
Wenn man sich die Bilder anschaut muss man leider sagen das es ein großes Glück ist das es nur einen erwischt hat! Ich hoffe sie lernen in der Zukunft daraus und werden nicht wieder versuchen so ein zu extremes Spektakel zu veranstalten.
Die Tödlichen Verletzungen hat er im übrigen erhalten weil er in einem ungünstigem Winkel in den Fangzaun, der nicht die Fahrer sondern die Zuschauer schützen sol, eingeschlagen ist und sich wohl so verkeilte das sogar der Überrollbügel abgerissen wurde.
Wenn man über Sicherheit und das was man verbessern könnte spricht währe eigentlich die einzige Möglichkeit die Autos entweder mit Kuppeln wie es gerade auch in der F1 Diskutiert wird auszurüsten, was aber wie in der F1 von den Fahren und Fans nicht gerade begrüsst wird. Oder die Fangzäune zum Schutz der zuschauer durch riesige Panzerglas Wände zu ersetzten, wobei ich mir überhaupt nicht sicher bin ob das Technisch überhaupt möglich währe.
Am ende bleibt nur zu sagen das man seiner Familie nur alles gute wünschen kann bzw. das sie die schwere Zeit irgendwie meistern und hoffen das sein Tod nicht umsonst war und so etwas in Zukunft nicht mehr stattfinden wird.
RIP Dan Wheldon