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L18: Pre Master
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Ich versteh die Diskussion nicht.
Vor der Schikane Hamilton abstand zu Kimi +0,5
Nach Schikane Hamilton vor Kimi etwa -0,3
Hamilton lässt Kimi vorbei, abstand +0,001
Hamilton überholt Kimi, abstand: -0,5
meiner Meinung nach ist das ein Regelverstoß. Fair wäre gewesen, wenn er auf etwa den selben abstand zurückfallen ließ wie vor der Schikane.
Das ist so kleinlich. Hamilton war die ganze Zeit deutlich schneller und hätte Kimi ziemlich sicher in dieser Runde bekommen. Hamilton wollte nie die Schikane benutzen, sondern wurde abgedrängt (wobei man nunmal so in der Formel 1 fährt, ist ja alles okay). Dann hat Hamilton genau das gemacht was in den Regeln stand: Er hat seinen Vorteil wett gemacht. Er war direkt hinten an Kimi. Ob es jetzt 0,2 oder 0,4 Sekunden waren ist mal wirklich kleinlich. Warum ist man bei Ferrari nie so? Warum durfte Ferrari letzte Saison gegen die Regeln verstoßen und es wurde nichts gemacht? Warum BMW? Warum Toyota? Warum Renault? Warum wurde gegen Massa erst vor kurzem wieder eine kleine Strafe erhängt und in diesem Rennen gleich zwei harte gegen McLaren? Hier wird nicht mit dem gleichen Maß bestraft. Und Charlie Whiting hat doch gesagt, das alles in Ordnung war. Die FIA wird von Ferrari und dem Geld beeinflusst. Sie sind auf der Seite von Ferrari und wollen so oder so die WM spannend sehen. Aber mit Leistung und Fairness hat es schon lange nichts mehr zu tun. Das haben wir schon seit letztem Jahr gewusst und wurde diesmal wieder unterstrichen.
Wäre Kimi erster geworden, ich denke, keiner hätte sich beschwert. Nichts wäre passiert. Es geht doch einzig und alleine darum, dass Ferrari dieses Wochenende verkackt hat und nun noch McLaren durch den Dreck ziehen will. Wie immer am Tisch, auf der Strecke sind sie ja nicht in der Lage (wie schon letztes Jahr). Einfach traurig. Was hat das noch mit Fairness, Sport und Leistungsvergleich zu tun? Nichts, rein gar nichts. Ferrari hat es verkackt und am Ende muss Hamilton dafür leiden.
Außerdem hat sich Hamilton doch lediglich einen unfreiwilligen (!) Vorteil gegenüber Kimi verschafft. Dass er den nicht knallhart nutzen wollte, sah man eindeutig daran, dass er sich zurückfallen lies und kurzzeitig langsamer war. Der Vorteil, der meiner Meinung nach gar nicht vorhanden war, wurde im Laufe des Rennens so oder so sinnlos. Hamilton wollte nie gegen die Regeln verstoßen, hat alles getan um es gut zu machen und letztendlich war die Sache nie wirklich rennentscheidend. Es war nicht rennentscheidend! Dennoch muss man Hamilton bestrafen, obwohl er abgedrängt wurde, versucht hat alles gerade zu biegen und er letztendlich fair und durch seine Leistung eindeutig gewonnen hat. Kimi hat selbst sein Auto gegen die Wand gesetzt und Ferrari hat selbst enttäuscht.
Die Formel 1 ist gelaufen. Wer glaubt das es da noch mit rechten Dingen zu geht, der ist ein extrem blinder Mensch. Oder wie kann Ferrari immer wieder so gut davon kommen und McLaren bekommt immer wieder sofort knallharte Strafen? Ferrari ist FIAs Freund, McLaren ihr Boxsack. Schon letztens Jahr wurde das überdeutlich: Wie kann man bitte nur ein Team bestrafen, wenn drei die gleiche Tätigkeit ausgeführt haben. Und dieses eine Team (natürlich McLaren) bekommt die höchste Geldstrafe in der Sportgeschichte, während der Rest unbestraft bleibt. Dabei ist nicht mal McLaren wirklich schuld, sondern nur wenige Mitarbeiter (die für sich gehandelt haben). Ferrari kommt grundsätzlich gut davon. Traurig zu sehen, dass aber auch Teams wie BMW, Renault und Toyota anscheinend weit mehr dürfen als McLaren. Und gestern sahen wir es wieder. Hamilton hat alles richtig gemacht und Charlie Whiting hat es selbst gesagt (und der weiß garantiert mehr als wir alle hier). Trotzdem wird er bestraft, obwohl er leistungstechnisch der beste war.


), versteht man die Situation sowieso nicht. Aber es ist offentslichtlich, dass Ferrari einen extrem guten Draht zur FIA hat und von allen Teams den meisten Einfluss, und somit einen klaren VOrteil haben. Was sich auf die Ergebnisse und bei kuriosen Fehlentscheidungen widerspiegelt.