Sammelthread Formal-, Naturwissenschaften und Technik

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
A) was ist für dich ein Urmensch?
B) Homo Sapiens ist der moderne Mensch.
A) Zum Beispiel Neanderthaler, Australopithecus afarensis usw.
B) Ich weiß. Deswegen frage ich mich, wie lange die Entwicklung bis zum Homo Sapiens dauerte. Viele Arten lebten auch nebeneinander, ohne Verwandtschaftsbeziehung. Andere wiederum starben komplett aus. Die Linie ist ja nicht durchgängig. Deshalb auch immer wieder das viel erwähnte Missing Link. Wenn jetzt alles nach hinten datiert werden muss, frage ich mich erst Recht wie das alles mit der Entwicklung vonstatten ging.
 

Mitch

L17: Mentor
Thread-Ersteller
Seit
4 Jun 2006
Beiträge
13.944
Die Frage ist dann auch wie schnell oder langsam (vielleich auch sukzessiv) die Entwicklung vom doch recht primitiven Urmensch zum modernen Menschen war.
Wenn ich beobachte, wie moderne Exemplare des Homo sapiens im heutigen Nordamerika geradezu darum betteln, vom Staat als Mitglieder ihres Stammes bzw. ihrer biologischen Ethnie anerkannt und gefördert zu werden, dann würde ich sagen, dass die Entwicklung zu einem "modernen Menschen" noch immer nicht abgeschlossen ist. Das nur am Rande. ^^



Was andere Spezies der Gattung Homo angeht, gab es den berühmten Homo neanderthalensis, der bis vor ungefähr 40'000 Jahren in Europa mit uns koexistierte (und mit dem wir uns auch fleissig gepaart hatten, :tingleawe: Fun Fact: alle heutigen Menschen bis auf Afrikaner besitzen Neanderthaler-Vorfahren. Afrikaner sind also die einzigen "reinen" modernen Menschen). Dann gab's noch den Homo floresiensis, der bis vor ungefähr 60'000 Jahren im Südostasiatischen Raum lebte, sowie den erst vor paar Jahren entdeckten Denisova-Mensch, der sich heute noch nicht eindeutig zuordnen lässt, und ungefähr vor 40'000 Jahren in Sibirien lebte.





 
Zuletzt bearbeitet:

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
Wobei ich mich immer frage ob wirklich alles in Afrika seinen Urpsrung/Anfang nahm. Wenn, dann wurde dort der Affe zum Mensch, verstreute sich in alle Winde (Europa, Asien) und entwickelte sich dort in großen Zweigen weiter. Unabhängig der Umwelteinflüsse und natürlichen Umgebungen, musste er sich kaum körperlich anpassen und blieb vom Körperaufbau ähnlich.

Beim Neanderthaler z.B. frage ich mich ob er durch natürliche Einflüsse ausgestorben ist, oder ob es gar eine Art "Krieg" gab, und er von einer stärkeren (oder auch nur zahlenmäßig überlegenen) Menschenrasse ausgerottet wurde. Ich finde die ganze Menscheitsgeschichte (Evolution des Menschen) sehr spannend, und halte nichtmal die "Wasseraffen" -Theorie für besonders abwegig.
 

Mitch

L17: Mentor
Thread-Ersteller
Seit
4 Jun 2006
Beiträge
13.944
Wobei ich mich immer frage ob wirklich alles in Afrika seinen Urpsrung/Anfang nahm.
Alles eine Frage, wie weit man zurückgeht. Die Gattung Homo - allgemein formuliert: Menschenaffen, die bereits eine klar erkennbare Ähnlichkeit zu Menschen aufweisen - ist mit grosser Wahrscheinlichkeit vor 2-5 Millionen Jahren in Afrika entstanden. Schwieriger wird's bereits, wenn man die allgemeinere Kategorie der Hominiden (Menschenaffen) nimmt, zu denen auch heutige Gorillas, Orang-Utans usw. gehören, weil's die bereits seit bis zu 10 Millionen Jahren gibt. Aber afaik ist auch da die Wahscheinlichkeit am grössten, dass sie in Afrika entstanden sind.

Beim Neanderthaler z.B. frage ich mich ob er durch natürliche Einflüsse ausgestorben ist, oder ob es gar eine Art "Krieg" gab, und er von einer stärkeren (oder auch nur zahlenmäßig überlegenen) Menschenrasse ausgerottet wurde. Ich finde die ganze Menscheitsgeschichte (Evolution des Menschen) sehr spannend, und halte nichtmal die "Wasseraffen" -Theorie für besonders abwegig.
Wasseraffen-Hypothese ist mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit BS; @Neandertaler: Fakt ist, dass der Neandertaler nur paar Jahrtausende, nachdem der Mensch nach Europa kam, ausstarb, von daher ist die wahrscheinlichste Hypothese, dass wir da unsere Hände im Spiel hatten... wobei "ausgestorben" ja auch nicht das richtige Wort ist. Der Neandertaler lebt in uns weiter. :admire:
 

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
In uns lebt in gewisser Weise auch genetisch irgend ein Pharao oder römischer Legionär weiter. Das ist ja das Spannende an Evolution und Genetik. :)
 

Mitch

L17: Mentor
Thread-Ersteller
Seit
4 Jun 2006
Beiträge
13.944
Ja, aber "Pharao" oder "Legionär" ist keine genetische Grösse, ist also was die menschliche Evolution angeht nichts von Belang. Sowas ist dann eher Populär"wissenschaft", weil Menschen gerne hören, dass sie Nachfahren von wichtigen Menschen sind, auch wenn das genetisch nix bedeutet, weil so viele Generationen dazwischen liegen.

Veranschaulichung:
1 Generation zurück: von einem Elternteil hast du 50% der Gene
2 Generationen zurück: von einem Grosselternteil 25%
.
.
.
10 Generationen: bereits nur noch 0.1%, also ein Tausendstel, sprich nix.
 

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
Ja, aber "Pharao" oder "Legionär" ist keine genetische Grösse, ist also was die menschliche Evolution angeht nichts von Belang. Sowas ist dann eher Populär"wissenschaft", weil Menschen gerne hören, dass sie Nachfahren von wichtigen Menschen sind, auch wenn das genetisch nix bedeutet, weil so viele Generationen dazwischen liegen.

Veranschaulichung:
1 Generation zurück: von einem Elternteil hast du 50% der Gene
2 Generationen zurück: von einem Grosselternteil 25%
.
.
.
10 Generationen: bereits nur noch 0.1%, also ein Tausendstel, sprich nix.
Um die ganze Verwirrung komplett zu machen, könntest du noch erwähnen das wir alle auch Sternenstaub einer Supernova in uns tragen. :brit:
 

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
Was hat der denn jetzt damit zu tun? Wieso musst du immer, wenn du merkst dass du blödsinn verzapft hast, eine Diskussion mit sowas komplett ins lächerliche ziehen?
Wir bestehen aus einem genetischen Konglomerat, und daran ist nichts Blödsinn. Es kommt halt immer darauf an, was CHM sehr gut dargelegt hat, wie stark etwas ausgeprägt ist, bzw wie sehr alles im Laufe der Generationen verblasst. Das mit dem Sternstaub ist im übrigen nicht lächerlich, sondern auch ein Fakt.
 

Front604

L20: Enlightened
Seit
19 Okt 2007
Beiträge
23.170
Xbox Live
Front604
PSN
Front604
Steam
CW_Front604
Dann reden wir mal darüber ob naturwissenschaftlich gesehen das Essen von Toten nicht sinnvoll wäre. Sind ja Resourcen. Weniger Lebensmittel produzieren senkt den CO2 Verbrauch. Müsste doch ein Wissenschaftler ausrechnen können :v:
Die Energeriebilanz ist zu mies. Das hatten mal Biologen (glaube ich) ausgewertet. Andere Nahrungsmittel sind für uns besser verwertbar.
 

Naru

L99: LIMIT BREAKER
Seit
25 Feb 2011
Beiträge
54.851
Switch
1391 2371 8534
Steam
Naru
Discord
Naru#4138
Dann reden wir mal darüber ob naturwissenschaftlich gesehen das Essen von Toten nicht sinnvoll wäre. Sind ja Resourcen. Weniger Lebensmittel produzieren senkt den CO2 Verbrauch. Müsste doch ein Wissenschaftler ausrechnen können :v:
Kannibalismus lohnt sich rein Naturwissenschaftlich wohl weniger, man nimmt weniger fremde Bodenstoffe auf.
 

Mitch

L17: Mentor
Thread-Ersteller
Seit
4 Jun 2006
Beiträge
13.944
Assessing the calorific significance of episodes of human cannibalism in the Palaeolithic
http://www.nature.com/articles/srep44707
Episodes of Palaeolithic cannibalism have frequently been defined as ‘nutritional’ in nature, but with little empirical evidence to assess their dietary significance. This paper presents a nutritional template that offers a proxy calorie value for the human body. When applied to the Palaeolithic record, the template provides a framework for assessing the dietary value of prehistoric cannibalistic episodes compared to the faunal record. Results show that humans have a comparable nutritional value to those faunal species that match our typical body weight, but significantly lower than a range of fauna often found in association with anthropogenically modified hominin remains. This could suggest that the motivations behind hominin anthropophagy may not have been purely nutritionally motivated. It is proposed here that the comparatively low nutritional value of hominin cannibalism episodes support more socially or culturally driven narratives in the interpretation of Palaeolithic cannibalism.




Menschen sind schwer zu töten, und geben dann erst recht noch wenig aus. :tinglew:
 

Avi

L99: LIMIT BREAKER
Seit
27 Okt 2013
Beiträge
39.263
PSN
AviatorF22
Assessing the calorific significance of episodes of human cannibalism in the Palaeolithic
http://www.nature.com/articles/srep44707






Menschen sind schwer zu töten, und geben dann erst recht noch wenig aus. :tinglew:
Immerhin hat es ausgereicht, so makaber es auch klingen mag, das zumindest 16 Menschen beim Flugzeugabsturz in den Anden überleben konnten. Einer der Rugby - Spieler, welcher seine Mutter und Schwester verlor, ist dann zusammen mit einem anderen Überlebenden losgezogen, um (zum Glück erfolgreich) Hilfe zu holen. Er wollte es nicht zulassen das er früher oder später auch von deren Leichen essen musste. Er zog dann per pedes quer über die Anden, nur mit ein wenig Vorrat an Menschenfleisch. Das muss man sich mal vorstellen diesen Überlebenswillen. Die Opfer des Unglücks wurden später an Ort und Stelle mit einer Gedenktafel bedacht, soweit ich weiß.
 
Top Bottom