ChoosenOne
L20: Enlightened
Ich finde es Verschwendung, wenn man die Bevölkerung der gesammten EU auf Kriegskurs einstimmt, bei einem Konflikt, den man aus diplomatischer Ungeschicktheit aus den eigenen Reihen heraus befeuert.
Ich tue mich sehr schwer mit dieser Formulierung, da diese den EIndruck vermittelt wir WOLLEN uns auf einen Krieg gegen die "bösen" Russen vorbereiten. Das dies ein Krieg ist, den man herbeireden WILL.
Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt liegen. Alle Aufrüstungsanstrengungen zur Zeit und Aussagen diesbezüglich haben nur ein einziges Ziel. EInen Krieg mit Russland zu VERHINDERN! Mit dem Prinzip Abschreckung. Den aufgrund der zersetzenden Aussagen der Trump Administration, ist die Abschreckug der NATO nicht mehr zweifelsfrei glaubwürdig.
Das jetzt alle Experten noch lauter mahnen als die 3 Jahre zuvor liegt darin, das genau diese NATO Abschreckung die einzige Säule der EU Sicherheitsarchitektur war. Es gab keinen Plan B.
Da wird auf keinen Kriegskurs eingestimmt sondern auf die akute Kriegsgefahr, die faktisch und nachweislich vorhanden ist, hingewiesen
Das Problem sehe ich darin, das diese Themen in den rechts-intellektuellen Propagandakreisen für deren Zwecke massentauglich aufbereitet werden um schlußendlich Wählerfang zu betreiben.
Wenn diese Parteien zu groß sind, dann wars das sowieso mit europäischer Geschlossenheit.
Bei dem Zustrom ins rechte Lager wie derzeit, verliere ich ohnehin etwas an Mut, jedoch versuche ich diesbezüglich zumindest ein Optimist zu bleiben.
Wie ich bereits die letzten Wochen oftmals erwähnt habe, hätten wir Tools, um einerseits eine Abschreckung zu schaffen - seien es französische Atombomben oder auch unsere Wirtschaftsstärke - andererseits könnte man eine Aufrüstung Europas komplett anders kommunizieren.
Derzeit fragen sich viele Mütter wirklich, ob sie ihre Söhne in den Krieg schicken müssen - diese Ängste treibt die Menschen scharenweise ins rechte Lager - aufgrund von Panik und Alternativlosigkeit.
Eine gute Kommunikation würde dies verhindern.
Ein Militär muss aus meiner Sicht strukturell aufgebaut werden, wie das US Militär. Mit Anreizen für alle Menschentypen - Spezieleinheiten, Thinktanks, Informatiker-und KI Spezialisten und Organisations-Genies und modernen Kampfgerät.
Das die politischen Ränder links aber vor allem rechts von solchen Problemen profitieren liegt ja in der Natur der Sache. Aber die Lösung kann ja nicht sein, deswegen die Probleme totzuschweigen oder zu ignorieren. Jedenfalls nicht in einer Demokratie. In einer Autookratie ist sowas dann aber natürlich ohne weiteres Möglich.
Eine gute Kommunikation darf kein "schön reden" sein. Das hat uns doch erst in diese Situation gebracht.
Was die nukleare Abschreckung angeht, so hab ich ja selbst verwiesen das Europa auch auserhalb der Nato Nuklearpotential hat und zumindest russiche Städte westlich des Urals bedrohen kann.
Zur Wahrheit gehört aber auch, das zum einem aufgrund des vergleichsweise winizigen Arsenals Europas vs Russland ein Erstschlag Russlands hoge Erfolgsschancen hat, das es keinen Gegenschlag geben wird. So verfügt GB zb über 200 Sprengköpfe aber nur 4 Trägersysteme in Form von 4 U-Booten. Davon sind nahezu 3 durchgehend in der Werft. Zerstört man diese, kann GB seine nukes nicht mehr einsetzen.
Also alleine sich nur auf diese Fähigkeit zu verlassen wäre fahrlässig.
Und mit unserer Wirtschaftsstärke zu drohen, ohne diese in den letzte 3 Jahren auch nur im Ansatz eingesetzt zu haben, löst bei Putin vermutlich folgende Reaktion aus ....
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