Was immer noch nicht erklärt wieso sie umschwenken. Wie du schon sagst bekommt speziell Epic sowieso schon genug Geld mit der Engine. Konsolenentwicklungen wären also theoretisch gar nicht nötig - aber sie machens trotzdem. Und diese Entwicklung ist bei sehr vielen PC Entwicklern zu beobachten. Nicht nur bei id und Epic. Das wird schon so seine Gründe haben - und ich bezweifle dass es nur daran liegen soll dass Sony und M$ schier alles Geld ins Maul stopfen.
Epic und id haben schon immer Showcase-Titel für ihre Engines entwickelt. Bei Doom 3 hat id sogar zugegeben, dass ihnen der kommerzielle Erfolg des Spiels vollkommen egal ist, solange das Spiel Engines verkauft. Deshalb hat man auch nur eine Art Doom 1 Remake gemacht, weil das Spiel eher Nebensache war. Und sie schwenken zu Nintendo. Das erste inhouse entwickelte DS-Spiel von id erscheint ja in nicht allzuferner Zukunft, und da hat Carmack persönlich an der Engine gesessen. Autorisierter Wii-Entwickler ist id ebenfalls.
Aber zurück zum Thema: PC-Entwickler schwenken nicht wirklich auf Konsolen um, sie bringen ihre Spiele nur
auch auf Konsolen. Größere Installed Base -> potentiell höhere Verkaufszahlen. Wegen der gestiegenen Produktionskosten eine Notwendigkeit, kein Luxus. Auch das nächste Unreal Tournament kommt für Windows, Linux, Mac, PS3 und Xbox360, mit Fokus auf den PC-Versionen. Und je nach Genre gehen einige PC-Entwickler auch nicht den PCPS360-Weg, sondern den PCWiiDS-Weg - siehe Revolution, Telltale oder Pendulo zum Beispiel.
Findest du? Hmmm.... Ich sag nur BioShock und Assassins Creed. Ganz zu schweigen von den von M$ mitfinanzierten Projekten (Mass Effect, Halo 3).
Schön, aber was heißt dann "immer teurer"? Genau um diese Projekte geht's doch aktuell. Die sind doch schon fertig, und das Budget für die Titel wurde bereits vor zwei oder drei Jahren freigegeben. Als man eben noch von einer anderen Entwicklung des Marktes ausging. Und dass die Realität heute komplett anders aussieht als vor ein paar Jahren erwartet, willst Du wohl kaum bestreiten? Und die MS-/ Sony-finanzierten Titel spielen keine Rolle, weil die aktuell gar keinen Gewinn abwerfen müssen. Verluste werden im Werbeetat der Konsole verbucht.
Der Unterschied wird im Endeffekt - wie Coda schon beschrieben hat - eher marginal sein. Nicht zuletzt deswegen weil der Wii von Software-Abverkaufszahlen einer 360 nur träumen kann.
Glaube mir, der Unterschied ist absolut nicht marginal.
dann erklär mir FF, GTA, Shenmue, GT zur PS1&2-Ära mit ihren Multimillionenbeträgen auf gutem PS360-Niveau...
GTAIII war weit billiger als GTAIV, FFX viel billiger als FFXIII (FFXII war teuer, weil's massive Probleme in der Organisation gab), GT war früher ebenfalls weit billiger, und Shenmue ist ein Scheiß-Beispiel, weil's Sega sogar das Genick gebrochen hat, und deutlich zeigt, wie riskant es ist, teure Spiele für Systeme mit zu geringer Installed Base zu entwickeln. Trotzdem war selbst Shenmue nach heutigen Maßstäben nichtmal sonderlich teuer. Es gab einen massiven Ausreißer, und das war FFVII. Das Spiel war sagenhaft teuer, sogar nach heutigen Maßstäben kein Schnäppchen. Aber das hat Sony mitfinanziert, aus dem PS1-Werbeetat.
Es gab früher schon extrem teure Titel, keine Frage. Wing Commander IV mit $15 Mio zum Beispiel. Oder Half-Life 2 mit $40 Mio. Und eben Shenmue - als Paradebeispiel dafür, wie furchtbar das in die Hose gehen kann. Aber so teure Spiele waren früher absolute Ausnahmen, inzwischen sind zweistellige Millionenbudgets die Regel und gehobene zweistellige Millionenbudgets auch keine Seltenheit mehr.