Bahnstreik - Ausnutzung des Grundrechtes oder doch ne gute Sache?

@Taddl: Na, na, beruhige dich...

@Xander: Bei uns waren heute LK-Klausuren und bei uns waren alle da - bis auf den Lehrer, der ein paar Minuten zu spät kam (Stau auf A95/B2).

Aber morgen bleibe ich daheim, da ich eh nur 1 Stunde hab und deswegen warte ich nicht wasweißich wie lange...
 
meine persönlichen Gedankenstrukturen: :scan:

- die Bahn soll ein faires Angebot machen, ohne Frage.Ein eigener Tarifvertrag ist aber der falsche Weg.Als nächstes kommen die Weichensteller, Servicepersonal ec. Eine Belegschaftsspaltung wäre die Konsequenz.Was soll das ?

-Herr Schell geht es anscheinend schon lange nicht mehr ums Verhandeln ec. Hier will sich jemand ein Denkmal setzen. (macht auch einen guten Eindruck bei späteren Vergaben von Aufsichtsratposten ec. Denn auch im Alter will man ja nicht sparen *Katschiing*:mad5: ;) )

-Herrn Schells Vergleich mit Piloten ist ja mal dermaßen realitätsentfremdet, daß es schon wieder lustig ist

-Ich frage mich nur wie lange die GDL das noch durchhält.Wer die gefüllteren Kriegskassen hat (dank Steuergeldern) steht ja wohl außer Frage.Denn auch die Gewerkschaftler können nicht ewig aus der Streikkasse leben und bezahlt werden sie für die nichtgeleistete Arbeit ja auch nicht :blushed:

- die Zeit arbeitet gegen die GDL. Die Bahn kann immer mehr Erfahrungen mit den Notplänen sammeln, um ein zumindest notdürftiges Aufrechterhalten des Verkehrs zu gewährleisten.

- je länger gestreikt wird desto größer der Schaden für die Wirtschaft.Großkunden werden Konsequenzen ziehen und sich anderweitig umschauen müssen. Weniger volle AUftragsbücher der DB bedeuten auch ergo weniger Personalbedarf.Daraus könnten Entlassungen resultieren.Will die GDL das ?

-Die Bahn arbeitet garantiert schon an anderen Lösungen.Man nehme nur mal an, die Bahnen fahren automatisiert, was technisch garantiert möglich wäre.Was soll die Bahn dann noch mit Lockführern ? ;)

ich habe Verständniss für den Arbeitskampf.Doch lag mir noch der Satz von Herrn Schell im Ohr, welcher vor der Arbeitsgerichtsverhandlung fiel: "Wenn wir den Güterverkehr bestreiken könnten, würden wir den Personenverkehr in Ruhe lassen"

Und ? (die Kur war wohl zu kurz, um das Gedächtniss zu verbessern, oder hatte der Unfall in seinem Ferrari etwa weitläufige Folgen ;) )
 
Zuletzt bearbeitet:
-Die Bahn arbeitet garantiert schon an anderen Lösungen.Man nehme nur mal an, die Bahnen fahren automatisiert, was technisch garantiert möglich wäre.Was soll die Bahn dann noch mit Lockführern ? ;)

Das geht wesentlich leichter.

Die Lokomotivführer lagert man in mehrere Personaldienstleistungsgesellschaften, die unabhängig sind, aus und lässt auch die Gründung weiterer Gesellschaften in diesem Bereich zu. Damit schafft man Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt für Lokomotivführer und die Bahn ist nicht mehr der Tarifpartner.

Nich, dass ich es den Arbeitnehmern dort wünsche, aber diese Konsequenz wird die Bahn
ziehen wenn sich der Konflikt weiter so zuspitzt.
 
Aye wie geil. Komm grad nach Hause, mach kurz N24 an und was kommt? Die Bahn verklagt die GDL auf 5 Millionen Euro. :goodwork:

Gut so, hoffentlich haben sie damit Erfolg. Ich mein sicherlich hat die Bahn selbst auch genug Dreck am Stecken, aber was die GDL abzieht mit seinen scheiß Tarifverträgen entbehrt jeglicher Handlungsbasis. Soll der Scheißverein an einem riesigen Schuldenberrg zugrunde gehen. :-D


btw. nichts gegen die Lokführer, aber einen Kommentar eines genervten Pendlers, den N24 auf dem Bahnhof zur Lage befragt hat, fand ich einfach zu geil. Er meinte, 1500€ netto sind deutscher Durchschnittsgehalt, und dafür, dass man als Lokführer geradeaus fahren (was auf Schienen nicht allzu schwer fallen sollte), Gas geben, bremsen und Rot und Grün voneinader unterscheiden können muss, sollen se nun mehr als der Durchschnitt verdienen?

:rofl3: :goodwork:
 
Na ja, ich kanns schon verstehen, wenn man an die ganzen Selbstmörder oder daran denkt, dass auch Kinder beim Einfahren des Zuges noch eingesogen werden können. Zudem sind 1500€ im Grunde nichts.
 
Na ja, ich kanns schon verstehen, wenn man an die ganzen Selbstmörder oder daran denkt, dass auch Kinder beim Einfahren des Zuges noch eingesogen werden können.
lol? :lol:
Ein Dachdecker bspw. muss Wind und Wetter trotzen und läuft tagtäglich Gefahr auszurutschen, aus mehreren Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen und lebenslang invalide zu bleiben, während der Lokführer es sich in seiner Kabine warm und gemütlich machen kann und nur ein paar Schalter und Hebelchen umlegen muss... Und mehr als der Lokführer verdient so ein Dachdecker sicherlich nicht, eher weniger.

Zudem sind 1500€ im Grunde nichts.
Für wen, der Miete, Kfz-Steuer, Gas, Strom, Lebens- und Krankenversicherung zahlen und dazu noch eine Familie ernähren muss, ist das schon genug zum Leben? Aber das ist weiß Gott kein Lokführer-spezifisches Problem. Sollen jetzt alle auf die Barrikaden gehen und 30% mehr Lohn fordern? :rolleyes:
Dann hätten wir eine Situation, wie Mog sie beschrieben hat:
"Nö die Banken haben heute geschlossen, die Schalterangestellten bekommen auch nur 1500 Euro netto. Ne heute gibts kein Wasser aus dem Wasserwerk. Ne heute gibts kein Strom."

Willkommen in der Steinzeit...
 
lol? :lol:
Ein Dachdecker bspw. muss Wind und Wetter trotzen und läuft tagtäglich Gefahr auszurutschen, aus mehreren Metern Höhe in die Tiefe zu stürzen und lebenslang invalide zu bleiben, während der Lokführer es sich in seiner Kabine warm und gemütlich machen kann und nur ein paar Schalter und Hebelchen umlegen muss... Und mehr als der Lokführer verdient so ein Dachdecker sicherlich nicht, eher weniger.

Ändert nix an der Tatsache, dass es immer noch Selbstmörder gibt, die diesen Weg wählen und das eine herbe psychische Belastung für den Lokführer ist.
 
Ändert nix an der Tatsache, dass es immer noch Selbstmörder gibt, die diesen Weg wählen und das eine herbe psychische Belastung für den Lokführer ist.


Eh....

Das kann allen passieren, nicht nur Lokführern.
Busfahrer, Taxi-fahrer, wir selber als Autofahrer.
 
Ändert nix an der Tatsache, dass es immer noch Selbstmörder gibt, die diesen Weg wählen und das eine herbe psychische Belastung für den Lokführer ist.
Ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie gut er sowas verarbeiten kann. Aber durch einen Arbeitsunfall invalide oder noch besser tot zu sein trifft jeden gleichermaßen hart...
Und wie hoch ist wohl die Quote, dass einem Lokführer mal sowas zustößt? Er selbst ist zumindest heil und geschützt in seiner Kabine, aber wie sollen Piloten erst damit umgehen, dass Selbstmordattentäter das eigene Flugzeug kapern könnten und alle Passagiere inklusive Bordpersonal in den Tod reißen? Und jetzt sag nicht "Ja, dafür verdient so ein Pilot auch mehr", denn so einen Flieger zu steuern stell ich mir einen Tick komplizierter vor als eine Lok, zumal Piloten bei Fernflügen sich ständig an neue Zeitzonen und Klimagegebenheiten gewöhnen müssen, was sich enorm auf die Essens- und Schlafgewohnheiten auswirkt. Die "Bio-Uhr" tickt schließlich bei jedem Menschen ähnlich, die Psyche, wie man mit einem Selbstmord umgeht, dagegen bei jedem verschieden.
 
btw. nichts gegen die Lokführer, aber einen Kommentar eines genervten Pendlers, den N24 auf dem Bahnhof zur Lage befragt hat, fand ich einfach zu geil. Er meinte, 1500€ netto sind deutscher Durchschnittsgehalt, und dafür, dass man als Lokführer geradeaus fahren (was auf Schienen nicht allzu schwer fallen sollte), Gas geben, bremsen und Rot und Grün voneinader unterscheiden können muss, sollen se nun mehr als der Durchschnitt verdienen?

:rofl3: :goodwork:

Dafür hat ein Lokführer einiges mehr an Verantwortung zu tragen als der Durchschniit.
 
Dafür hat ein Lokführer einiges mehr an Verantwortung zu tragen als der Durchschniit.
Ja, man sieht in letzter Zeit nur zu gut, wie streng sie's mit ihrer Verantwortung (nämlich verdammte Scheiße nochmal Leute von A nach B zu befördern, was ihr verdammter JOB ist!) nehmen. :lol:
 
Eh....

Das kann allen passieren, nicht nur Lokführern.
Busfahrer, Taxi-fahrer, wir selber als Autofahrer.
Aber das soll einem Lokführer so ca 3 mal im Jahr passieren^^

Anyway: Die GDL kann jetzt jedenfalls eh nciht mehr einleken, da sie so hier Gesicht verlieren würden. Wer jetzt einlenkt, der hat verloren und das will keine der beiden Parteien. Ich denke mal, dass es sich noch einige Zeit hinziehen wird. ^^
 
Ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wie gut er sowas verarbeiten kann. Aber durch einen Arbeitsunfall invalide oder noch besser tot zu sein trifft jeden gleichermaßen hart...
Und wie hoch ist wohl die Quote, dass einem Lokführer mal sowas zustößt? Er selbst ist zumindest heil und geschützt in seiner Kabine, aber wie sollen Piloten erst damit umgehen, dass Selbstmordattentäter das eigene Flugzeug kapern könnten und alle Passagiere inklusive Bordpersonal in den Tod reißen? Und jetzt sag nicht "Ja, dafür verdient so ein Pilot auch mehr", denn so einen Flieger zu steuern stell ich mir einen Tick komplizierter vor als eine Lok, zumal Piloten bei Fernflügen sich ständig an neue Zeitzonen und Klimagegebenheiten gewöhnen müssen, was sich enorm auf die Essens- und Schlafgewohnheiten auswirkt. Die "Bio-Uhr" tickt schließlich bei jedem Menschen ähnlich, die Psyche, wie man mit einem Selbstmord umgeht, dagegen bei jedem verschieden.

Die Quote bei einem Lokführer dürfte um einiges höher sein, als bei Autofahrern oder sonstwas. Zu den Piloten kann ich nichts sagen, wobei ich da doch stark der Meinung bin, dass es seltener passiert, ein Flugzeug zu kapern, wie dass sich Menschen vor die Bahn werfen. Es muss ja auch nicht nur Selbstmord sein, auch kleine Kinder werden beim Einfahren eines Zuges in einen Bahnhof eingesogen und auch zerquetscht, sowas ist dann noch tragischer. Dementsprechend sollte es noch seltener vorkommen, dass Kinder sich auf den Landebahnen oder gar in der Luft direkt aufhalten.
Wie man mit sowas umgeht, ist eine Sache, einen Beschäftigen tut es trotzdem.
P.S.: Der Lokführer war mehr als fertig, als er quasi das Kind mit dem Zug überrollte (Kind spielte auf dem Bahnhof, hat nicht auf den Zug geachtet, Eltern zu spät reagiert...).

Allein aufgrund der Psyche bleibe ich trotzdem der Meinung, dass ein Lokführer mehr verdienen sollte, als er es jetzt tut.
 
Der Unterschied von Zug und Flugzeug liegt daran, um es mal krass zu sagen. Das bei einer Entfuehrung eines Flugzeuges, wenn es sich um Selbstmordattentaeter handelt, die Ueberlebenschance eh fast auf 0 ist und somit er keinen psych. Schock mehr hat, als wenn sich jemand auf die Schiene wirft.

Deswegen mehr Geld, kann ich im Moment nicht so zustimmen. Das es schlimm ist und man danach evlt. (je nachdem wie man das verkraftet) nicht mehr so wird, wie frueher, sollte jedem klar sein. Trotzdem muss man bedenken finde ich, dass es 1.nicht auf jeder Strecke passiert, 2. es glaub ich nicht so oft ist(wenn falsch, sry) und 3. somit ja nicht alle betroffen sind.

Gibt es eigentlich Statistiken, wie viele sich vor Schienen werfen im Jahr?

Theoretisch wuerde ja auch reichen, wenn er durch so einen Vorfall den Rest seines GEhaltes, was er haette verdient, wenn er haette weiter gearbeitet, bekommt + vllt. noch was dazu, aufgrund dieses Vorfalls.
Desweiteren denke ich, dass man, bevor man den Job macht, auf sowas evtl. hingewiesen wird und auch vorher ueberlegen sollte, ob man sich das zutraut, soviel Verantwortung zu uebernehmen ;-)
 
So,da Freundin gestern net kam,kommt sie heute,deswegen bin ich auch schons eit ner Stunde wach :-D gehe sie jetzt abholen :-D Und Leute,ich bin kack-Müde^^
 
Endlich kommt wieder bisschen Sachverstand in diesen Konflikt seitens der Poltik und hoffentlich gehen wir weg von der populistischen Darstellung der GDL. Ehrlich gesagt hätte ich dies vor allem von Beck nicht erwartet. Wahrscheinlich hat er aber nur ein klugen Volkswirtschaftler als Berater. :-D

Hamburg - Mit dramatischen Worten warnt SPD-Chef Kurt Beck vor den Folgen des Streiks, mit dem die GDL einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer durchsetzen will: "Was sich da in Deutschland sehr zögerlich abzeichnet, hat in Großbritannien unter Maggie Thatcher dazu geführt, dass die Gewerkschaften hart an die kurze Leine genommen wurden", erklärt er in der "Bild am Sonntag".


Die Auseinandersetzung gipfelte diese Woche in einem 62-stündigen Streik im Güter-, Nah- und Fernverkehr. "Die Entwicklung der letzten Tage bereitet mir größte Sorge", sagt Becks in der "BamS" zu dem Ausstand. "Wenn es so käme, dass in jedem Betrieb eine Reihe von verschiedenen Tarifverträgen gelten, dann führte das zu großer Unsicherheit und Instabilität." So gerate die Tarifautonomie in Deutschland in Gefahr.

Quelle
 
das wird eh damit enden das alle Lokführer Beamte werden und gut ist - dann dürfen die nimmer streiken *g*

Einerseits ist der Streikt gerechtfertigt, aber die Art und Weise wie man daraus einen Kidnergarten macht.....das nervt
 
Achja.

Aber heute wurde die GDL ja nach Hamburg (?) eingeladen von der Bahn. Aber unser Herr Schell hat es abgesagt wegen "wichtigen" Terminen...
Mal schauen, was morgen da abgeht.
 
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