Academy Awards 2023

EEAAO und Im Westen nicht Neues die großen Gewinner des Abends.
Schade für Banshees of Inisherin, aber der Film wird so oder so ein Kultfilm werden.
 
Gutes Beispiel wie "Mainstream Kino" unter den letzten Entwicklungen gelitten hat. Oscars waren für mich immer ein Event um genau das zu zelebrieren....Wahnsinn wie die Qualität abgenommen hat. Hollywood ist ja einfach so wie ich es kenne gar nicht mehr vorhanden.
 
Ein weiteres Scheiß-Filmjahr mit wenig guten Filmen aus Hollywood. Die Qualität bei den Oscars selbst unter Berücksichtigung kleinerer und internationaler Filme nimmt weiter ab.

Ein weiterer Sieg für die Subs und Disney wenn es darum geht, dass man kaum noch ins Kino muss.
 
EEAAO hat ordentlich abgeräumt und ist (wie The Whale, zwei Oscars) ein Kinofilm gewesen.
Die Qualität war dieses Jahr ordentlich und bei einigen Kategorien konnte man kaum Gewinner ausmachen da wirklich alle gut waren.

Im Westen nichts Neues ist ein Streaming Film ähnlich wie Pinocchio (welchen Del Toro seit Jahren versuchte zu realisieren) und RRR. Sonst sind die Streamer leer ausgegangen. Disney selbst hat übrigens kaum gewonnen, abgesehen von Avatar und Black Panther
 
Die Qualität ist nicht ordentlich. Man muss auch immer mehr Scorseses ernüchternde Perspektive zum Zustand von Mainstream-Kino und Hollywood annehmen. Tar alleine reißt da nix raus. Mit Everywhere und IWNN hat das nichts zu tun wie oben angedeutet, außer dass es niemanden mit Verständnis für die Acedemy überrascht, dass die abräumen (tut es eh nie).

Beweis? Es gibt keine Snubs mehr bei den Nons, weil jeder durchschnittliche Film seine Nominierung mit bissl Buzz sicher hat.
 
Women Talking hat erschreckend wenige Nominierungen erhalten, der wurde vorher groß gehandelt. Decision to Leave hab ich auch nirgendwo gesehen.


Die Qualität ist nicht ordentlich. Man muss auch immer mehr Scorseses ernüchternde Perspektive zum Zustand von Mainstream-Kino und Hollywood annehmen.
A24 hat eben alle großen Kategorien gewonnen (Darsteller/in, Nebendarsteller/in, Drehbuch, Regie und Film) und da meinst du die Qualität nimmt ab? A24 steht für Filme abseits des üblichen Mainstream Geschmacks und hat damit nen Durchlauf geschafft.
Die großen Mainstream Filme Avatar und Black Panther 2 haben bei den "neben"Awards nur gewonnen.

Letztes Jahr hat Dune geglänzt mit sieben Awards (auch wenn nicht als Bester Film/Regie).

Und das Mainstream Actionkino ist aktuell besser als je, den Beweis liefert demnächst wohl wieder John Wick 4.
 
Short Round und Michelle Yeoh gehen klar, Jamie Lee Curtis verstehe ich null und Brendan Fraser finde ich einfach nur zum heulen schön. :puppy:
Vermutlich geht auch EEAAO als bester Film klar, meiner war es nicht. Aber für die heutigen Vorgaben der Academy genau zugeschnitten.
 
@guts: Und was sind die "heutigen Vorgaben" der Academy....?

Fraser, Yeoh, Quan gehen absolut klar. :goodwork: EEAAO ebenso! Curtis geht so bzw. etwas überraschend. Tar war z.B. absolut nicht mein Film. Ja, das eigentliche Thema des Films ist wichtig, aber ich will auch mal andere Filme vor allem genießen und auch bei Awards honoriert sehen.
 
30% diverse Crew dürfte wohl jede Crew in den USA locker hinbekommen.

Die Vergrößerung der Abstimmungsberechtigten ist aber wirklich ne wirkungsvolle gute Änderung. Brokeback Mountain hatte damals ja ein paar Probleme.
 
Zuletzt bearbeitet:
Brendan Fraser und Ke Huy Quan gönne ich es wirklich sehr. EEAAO fande ich persönlich aber nicht sooo gut, damit er alle Preise abräumt.
 
Also EEAAO bester Film riecht schon nach Lückenbüßer mangels Alternativen. War okay, aber Oscar stand für mich einst für großes Eventkino.

Passend dazu hörte ich heute früh im englischen Radiochannel LBC einen Kommentator, der das gut auf den Punkte brachte und meinte, Hollywood stehe an einem Scheideweg, wo Filme entweder sofort auf Netflix kommen oder so wie EEAAO mit ganz wenigen Kopien in einer Handvoll Arthousekinos.

Positiv fand ich den Award für Guillermos wunderbar tiefsinniges stop Motion Pinocchio (Fettes fuck U an die Disneyvariante mit Tom Hanks an dieser Stelle) und Brendan Frasers Comeback.

The whale ist zwar nur Betroffenheitsschmonzes, aber der Kerl dürfte einfach rundum sympathisch und uneitel sein und hat’s schon dafür verdient.
 
EEAAO lief bei uns im Cinestar im großen Saal.

Eventkino wie Kramer vs. Kramer?
 
Also EEAAO bester Film riecht schon nach Lückenbüßer mangels Alternativen. War okay, aber Oscar stand für mich einst für großes Eventkino.

Passend dazu hörte ich heute früh im englischen Radiochannel LBC einen Kommentator, der das gut auf den Punkte brachte und meinte, Hollywood stehe an einem Scheideweg, wo Filme entweder sofort auf Netflix kommen oder so wie EEAAO mit ganz wenigen Kopien in einer Handvoll Arthousekinos.

Positiv fand ich den Award für Guillermos wunderbar tiefsinniges stop Motion Pinocchio (Fettes fuck U an die Disneyvariante mit Tom Hanks an dieser Stelle) und Brendan Frasers Comeback.

The whale ist zwar nur Betroffenheitsschmonzes, aber der Kerl dürfte einfach rundum sympathisch und uneitel sein und hat’s schon dafür verdient.

Sehe ich genauso.

"Im Westen nichts neues" ist meiner Meinung nach auch kein sonderlich guter Film und hat ordentliche Pacing- und Inszenierungsprobleme. Dass der hier mit vier Oscars rausgeht, dürfte auch nur daran liegen, weil der Russische Angriffskrieg eben momentan die Welt erschüttert.

Früher war ich riesiger Oscar-Fan, habe so bis 2006 tatsächlich noch fast jedes Jahr durchgehalten und geschaut. Die letzten Jahre interessiert mich das echt alles fast gar nicht mehr.
 
Das war eine solide Preisverleihung, besser als in den letzten Jahren, aber vermutlich auch nichts, was uns die nächsten 10 Jahre in Erinnerung bleiben wird. Fühle mich aber um einen Oscar für Benshees betrogen :(
 
Sehe ich genauso.

"Im Westen nichts neues" ist meiner Meinung nach auch kein sonderlich guter Film und hat ordentliche Pacing- und Inszenierungsprobleme. Dass der hier mit vier Oscars rausgeht, dürfte auch nur daran liegen, weil der Russische Angriffskrieg eben momentan die Welt erschüttert.

Früher war ich riesiger Oscar-Fan, habe so bis 2006 tatsächlich noch fast jedes Jahr durchgehalten und geschaut. Die letzten Jahre interessiert mich das echt alles fast gar nicht mehr.
Bei „Im Westen nichts neues“ stört mich, dass hier wieder mal ein Film mit entsprechender War-Thematik reüssierte. Zwar der erste statt zweite Weltkrieg, aber kann deutsches Kino nur mit der Abbildung historischer Altlasten punkten?

Und ja, mir gehts da ähnlich wie dir: bis 2008 herum waren die Awards noch ein Must See Event für mich, dass ich auf VHS aufnahm. Heute ist mir die Show weitgehend egal.
 
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