Dir sollte klar sein das Du auch im Alter ein Dach über den Kopf brauchst. Und das sollte Dir gehören und möglichst bezahlt sein.
(Alternativ solltest Du den Gegenwert in bar haben wenn Du Mieter bist)
Das die Deutsche Rente nichts dolles ist, ist nicht erst seit gestern bekannt. Das war die auch schon im letzten Jahrhundert nicht (drum bin ich auch mit Ende 20 ausgestiegen. Hat aber nicht soviel gebracht da die Regierung einfach später die Regeln geändert hat)
Aber man muß natürlich auch die Regeln kennen und einhalten. Und das heißt nun mal 45 Jahre, 40 Stunden die Woche in einer regulären Tätigkeit zu arbeiten.
Wenn Du keine Kinder hast die die Rente für Dich verdienen dann sieht es allerdings schlecht aus.
Warum sollte der Sozialstaat komplett zusammen brechen?
Man braucht doch bloß die vor die Tür setzen oder kein Geld mehr geben die hier nichts zu suchen haben.
Für uns Deutsche dürfte es immer passen.
Das mit Wohneigentum wird in diesem Leben nichts mehr.
Ich hoffe aber darauf, dass die Wohnungsbaugenossenschaft, bei der ich zur Miete wohne, noch lange existiert.

Ich würde auch gerne aus der gesetzlichen Rente aussteigen. Ich würde dem Staat sogar anbieten, dass er alles, was meine Arbeitgeber und ich bisher eingezahlt haben behalten darf und dass ich auf sämtliche bisher erworbene Altersrentenansprüche verzichte, aber ich einfach in Zukunft keine Beiträge mehr zahlen muss, sondern den diese ausgezahlt bekommen.
Da wäre ich sofort dabei^^ aber ich glaube das wird nix

Und nein, ich arbeite nicht 45 Jahre lang 40 Stunden pro Woche. Gar keinen Bock drauf. Ich habe auch keinen hohen Lebensstandard, deswegen kann ich es mir leisten. Freizeit, bzw Zeit ohne Verpflichtungen ist mir sehr wichtig. Ja, ich bin einer dieser bösen "Lifestyle-Teilzeitler"

- zumindest teilweise... Meine Mutter frisst pro Woche schon auch eine ganze Menge Zeit.

Da habe ich echt keinerlei Bock auf 40 Stunden arbeiten.
Früher war das mal anders, da gab es auch genug Wochen mit 50+ Stunden, aber die Zeit ist vorbei. Zumal ich eigentlich auch niemals auch nur im Ansatz in der Nähe der Gehaltsklasse war, dass ich mir sowas antun muss.
Ja klar, ich weiß, dass es immer irgendwelche Möglichkeiten gibt sich weiterzubilden und dann irgendwann vielleicht eventuell möglicherweise ein paar Mark mehr zu verdienen. Aber da muss ich zugeben, dass mir sowohl die opferbereitschaft von noch mehr Zeit fehlt als auch ein konkretes Ziel. Und nein, so richtig interessieren tut mich überhaupt nichts. Ich bräuchte quasi ein konkretes Ziel, bzw eine konkrete Vorgabe von extern, welche ich für mich als nicht komplett sinnfrei erachte, und dann könnte ich darüber nachdenken, ob ich das mache. Klingt und ist irgendwie bescheuert - ich weiß. Ich denke das ist zu sehr großen Teilen auch eine Konsequenz meiner Kindheit.
Und gewisse Prägungen lassen sich nicht einfach so ändern.
Ich mache meinen Job gerne und ich bin der Meinung ich mache meinen Job auch gut und ich finde meinen Job ehrlich gesagt auch nicht anspruchslos oder einfach.
Den Job einfach so zu wechseln kann ich mir aktuell auch nicht so recht vorstellen, weil schon allein Menschen ein schwieriges Thema sein können. Das müsste sich monetär dann schon extrem lohnen, damit ich dieses Risiko eingehe. Aber als einfacher Mensch mit einer 08/15-Ausbildung sind die Möglichkeiten überschaubar.
Ja, ich sehe mich als einfachen Menschen.
Ich habe zwar Abi gemacht, aber realistisch gesehen war ich eigentlich nie der Typ, zu dem das passt. Daran ist quasi nur mein großer Bruder "Schuld". Wahrscheinlich hat mir das auch einige Türen geöffnet, von daher war das schon eine gute Entscheidung, aber ich denke rein von meinem Mindset her wäre ich auf einer damals Realschule eigentlich besser aufgehoben gewesen. Aber das stand damals eigentlich niemals zur Debatte - Abi war Pflicht, Abi war das Minimum, allein weil mein Bruder das auch hatte.
Bei den letzten beiden Teilen würde ich einfach mal behaupten dass du wahrscheinlich zu optimistisch bist, ich aber wahrscheinlich auch zu pessimistisch.
Ja, ich sehe diesen Mittel- bis langfristig zusammenbrechen, weil er einfach nicht mehr bezahlt werden kann. Schon jetzt ist das doch extrem "abenteuerlich" und die Politik versucht mehr und mehr Geld aus den Bürgern zu quetschen.
Krankenkassenbeiträge auf z.B. Mieteinnahmen? Und wer bitte glaubt, dass die Mieten dann nicht entsprechend erhöht werden, sondern das natürlich die Vermieter bezahlen und auf Einkommen verzichten? Und wer hat dann am Ende effektiv weniger Geld in der Tasche?
Zumindest mit den Regierungen, die wir die nächsten Legislaturperioden wahrscheinlich haben werden, kann ich mir keine so umfassende Reform vorstellen, dass Leute mit den berühmt-berüchtigten kleinen und mittleren Einkommen wirklich relevant entlastet werden, bzw dass der Staat sich und die Bürokratie generell signifikant zurückbaut.
Und was man "bloß" machen muss, das erwartest du doch nicht ernsthaft, dass sowas in einem überschaubaren Zeitraum von einer Regierung in Deutschland umgesetzt wird.
Aber gut, gewissermaßen driften wir wahrscheinlich schon ein bisschen zu sehr Richtung Politik ab, auch wenn es eigentlich - zumindest teilweise - zum Thema mit dazugehört.
Das wird die Moderation hier nicht erfreuen.