Mh nein, Xenoblade ist imo perfekt in der Hinsicht. Bei Xenoblade muss ich an alles denken...Sequenzen, Sound, Welt, Kampfsystem etc...
Ja,
Denken. Aber welche Szene war für dich gewichtiger?
Fiora in Colony 9 oder der Kampf gegen einen zufälligen Mechon? :smile5:
Wir müssen uns bei so einer Diskussion darauf einigen, was Gameplay eigentlich ist. Es ist wahr, dass Xenoblade sehr sehr viel richtig macht, es ist als Spiel und als digitales Kunstwerk wirklich überragend. Aber man kann die Dinge nicht
gleichzeitig angehen. Für jeden Story-Sprung hatte man 1 Stunde Gameplay, das man mit der Zeit vergessen hat.
Xenoblade schafft es, dieses Phänomen, das der Autor anspricht, also das Vergessen von Gameplay, emotional zu gestalten und somit zu verhindern/zu entschleunigen. Das Welt- und das Leveldesign sind für sich schon beeindruckend. Das erste Mal bei Colony 9 rumzulaufen, mit der Musik, ja, daran erinnere ich mich auch perfekt. Ich kenne den OST in- und auswendig, so gut war er.
Was ich nicht kann, ist z.B den Unterschied zwischen "Kampf gegen Mechon #50" und "Kampf gegen Mechon #100" zu benennen. Ich weiß nicht, an welchem Ort das war, ich weiß auch nicht genau, welche Party-Konstellation ich hatte, ich weiß nicht, welche Attacken ich benutzt habe... es ist ein blinder Fleck.
Folglich hätte dieser Content, laut dem Autor, nicht sein müssen (und nicht vergessen, er provoziert, damit andere Spieldesigner sich Gedanken über ihre Spielelemente machen

) und ich kann ihm zustimmen. Es gibt genug Bücher und Filme, die man nicht aktiv anschaut. Das macht man aufgrund des Ballastes nicht. Wenn ein Buch dröge geschrieben ist, überfliegt man die Passagen, bis es "wieder weiter geht".
Natürlich will er nicht sagen, dass Gameplay
sinnlos ist. Er will einfach nur Aufmerksamkeit darauf lenken, welche Bedeutung Gameplay im Gesamtkontext hat.
Wie Salamiboden schon geschrieben hat, hat Ico mit dem Button-Mechanismus eine sehr intensive Bindung mit dem Spieler geschaffen. So kann man mehr draus machen, als bisher.
Ein Spiel defininiert sich in erster Linie über diese Schlüsselszenen. Also muss dem viel Wert beigemessen werden, wer hätte nicht gerne mehr gut geschriebene Spiele?

Aber natürlich gehört Gameplay dazu und es wird auch immer so bleiben.
@Salamiboden:
Ja, du fasst es am Ende gut zusammen

Trotzdem tut ihr dem Autor imho ein Unrecht an, wenn ihr ihn auf die Headline beschränken wollt. Aber es sollte auch eher um den Inhalt gehen, anstatt Sachen partout als "Bullshit" zu deklarieren

Ich will auch den Autor nicht verteidigen... ich sehe allerdings seinen Punkt.
Du im Endeffekt auch, Salamiboden, wenn du sagst, dass es ein
Wechselspiel sein muss. Und dass diese Schlüsselszenen wie der Übertritt nach Mexico
stärker sind, als die Momente davor, eine starke Abwechslung darstellen und einzigartig sind... und uns deswegen in Erinnerung bleiben.