Markt Gebrauchtgames zerstören den Markt

Mal im ernst, ich kann mir einfach keine neuen Spiele leisten bzw. das geld brauch ich einfach woanders. Uncharted2 kauf ich mir beispielsweise erst jetzt wo es bereits ab 20€ erhältlich ist. Auf dead space habe ich ca. auch ein Jahr gewartet bis es nur noch 30€ im laden kostete
Sollte es wirklich gang und gebe werden gebrauchtkäufern spielelemente vorzuenthalten, so werde ich mich entweder vom konsolensektor zurückziehen oder (auch auf die gefahr hin gebannt zu werden) mit dem gedanken sympathisieren mir eine Spindelsammlung anzulegen
 
Sollte es wirklich gang und gebe werden gebrauchtkäufern spielelemente vorzuenthalten, so werde ich mich entweder vom konsolensektor zurückziehen oder (auch auf die gefahr hin gebannt zu werden) mit dem gedanken sympathisieren mir eine Spindelsammlung anzulegen

Ich finde es auch nicht sonderlich verwerflich, wenn Schüler, Azubis, Studenten oder Arbeitslose zu Raubkopien greifen. Diese Leute verfügen nunmal über sehr wenig Geld. Und für die Publisher macht's eh keinen Unterschied, ob ein Spiel gebrannt wird, oder gebraucht gekauft wird.
 
tomcruiselaugh.gif


Manche sehen das Thema ein bisschen zu einseitig. Wahrheit ist in der Aussage nämlich durchaus enthalten, denn durch den Gebrauchtmarkt genießen zwar immer wieder neue Spieler die Games, die Entwickler erhalten dabei aber keinen Cent - was irgendwo schon zu denken gibt.

Absoluter Schwachsinn den du postest, sorry. Wenn ich ne gebrauchte Couch habe und sie privat weiter verkaufe, geht der Käufer auch nicht mehr ins Möbelgeschäft und kauft sich dort eine neue oder wenn ich mein gebrauchtes Auto privat weiter verkaufe, glaubst du derjenige holt sich danach noch einen Neuwagen? Mit Sicherheit nicht! Fakt ist, wenn ich einen Gegenstand erwerbe, möchte ich nicht das die Entwickler den Wert schon vor erscheinen des Spiel mindern indem sie digitale Inhalte einbauen, die sich ein Zweitkäufer neu downloaden muss. Indem der Zweitkäufer 10€ wieder in den Entwickler investieren muss um einen Onlinezugang zu haben, wird mein Produkt automatisch um 10€ Wert reduziert!

Das wäre wie als wenn ein Zweitkäufer einer Couch sich eine Lizenz kaufen müsste, um sich auf die Couch legen zu dürfen, oder ein Zweitkäufer sich einen neuen Fahrzeugbrief machen lassen müsste nach erwerb des gebrauchten Autos!

Die Entwickler wollen aus allen Richtungen Geld sehen. Der Kunde soll:

- Vollpreis zahlen, am besten 70€ für jedes mittelmässige Game
- Soll DLC im Wert von über 30€ kaufen (am besten noch vorher rausgeschnittene Inhalte die erneut verkauft werden)
- Darf seine Spiele nicht weiterverkaufen, damit andere die selbe Prozedur durchmachen müssen mit Vollpreis und DLC.
- Meckern aber gleichzeitig über hohe Entwicklungskosten auf Konsolen (obwohl sie nicht dazu gezwungen werden grafische Hochkaräter zu entwickeln)
 
NACHTRAG 20.06.2013 für alle möchtegerns hier:



wieso schreibst du etwas von "hässliche Fratze", wenn du vor fast 3 Jahren so sehr gegen den Gebrauchtmarkt warst?
http://www.consolewars.de/messagebo...en-den-Markt?p=3386402&viewfull=1#post3386402

Kaufst und verkaufst du deine Spiele nun also doch? Ist ne ernstgemeinte Frage.

Wegen Leuten wie dir damals, die die Publisher unbedingt unterstützten wollten, damit es bessere Spiele gibt (und Gebrauchtkäufer mit Raubkopierern gleichgesetzt haben), sind doch mit Schuld an dieser Sache.

Nein, ich verkaufe nach wie vor keine Spiele und Gebrauchtspiele kaufe ich eher selten bis gar nicht(bislang nur auf der PS3 und da sind bis auf ne Hand voll meiner bald 40 games alle Neuware(eben weil ich noch immer die Ansicht von 2010 vertrete, dass die Publisher was von meiner Kaufkraft haben sollen!), wenn auch großteils Importe. Als ich die Aussagen getätigt habe war ich auch noch PC Only(plus DS und später 3DS) und auf diesem funktioniert mein beschriebenes System perfekt, Spiele sind günstiger obwohl es so gut wie keinen Gebrauchtmarkt gibt. Auf Konsolen kannst du das nicht anwenden auf jeden Fall nicht so wie MS es versucht hat!

Dennoch sehe ich an der PS3 die Vorzüge von Gebrauchtspielen und möchte diese auf einer Nextgen Plattform nicht missen.

Weiters war DRM nur eines der vielen Probleme die MS verursacht hat. Der 24h Onlinecheck war die größte Frechheit, gehörte allerdings zu diesem System(obwohl es zB. Steam auch ohne schafft!). was soviel bedeutet wie: MS dreht die Server ab: Alle meine Games sind nutzlos! :x


Eigentlicher Post:


Mal im ernst, ich kann mir einfach keine neuen Spiele leisten bzw. das geld brauch ich einfach woanders. Uncharted2 kauf ich mir beispielsweise erst jetzt wo es bereits ab 20€ erhältlich ist. Auf dead space habe ich ca. auch ein Jahr gewartet bis es nur noch 30€ im laden kostete

Das ist doch vollkommen OK, verstehst du nicht, dass genau leute wie DU davon profitieren würden, wenn gebraucht keine Spiele mehr verkauft werden würden/könnten? Ich kaufe auch gerne Spiele wenn sie etwas länger am Markt sind, für 20-30 Euro(am PC Sektor geht das glücklicherweise schneller :)). Wenn der Gebrauchtmarkt nicht wäre, würden sich mehr Spiele verkaufen, wodurch die Publisher mehr verdienen würden und somit den Preis eher runtersetzen könnten als nach 1 Jahr oder noch länger. Auch die Konsolenhersteller würden profitieren, sie bekommen für privatverkäufe ebenfalls keinen Cent an Lizenzgebühren.

Ich kaufe nie gebraucht Spiele und verkaufe meine Spiele auch nie, insofern stört mich das auch nicht wirklich, dass diese jetzt mit Online Optionen an den Käufer gebunden werden, wobei ich es natürlich begrüßen würde, wenn alle Spiele durch einen tollen Online Multiplayer von haus aus die Leute an diese binden würden, das wäre der beste Weg die Käufer davon abzuhalten, ihre durchgespielten Spiele wieder bei Ebay zu verticken...

Und, ja, für die Spiele Industrie sind Gebrauchtspiele Verkäufer genau so schlimm wie Raubkopierer, von beiden bekommen sie keinen müden Cent.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal sehen, wies beim nächsten Mappack vom neuen CoD sein wird für 15€...
Ich hab mittlerweile schon das Gefühl, dass ein Großteil der Kunden einfach nur blöd ist. Und wenn man selbst hier im Forum einige User sieht, die rausgeschnittenen Content, der als DLC dann verkauft wird, verteidigen, bestätigt mich dies nur in der Annahme...

das ist doch eine einseitige denkweise von ewig-gestrigen.

Die kosten und ansprüche der gamer steigen weiter und spieleentwicklung ist kein reiner "hobby-beruf" in dem nur idealisten und weltverbesserer arbeiten. Gaming ist ein business, wie filme und andere unterhaltungsmedien auch - gaming ist halt "erwachsen" geworden und dazu zählt es nunmal auch, das bwl-er auf kosten schauen, gewinne maximieren, marktchancen errechnen usw.

zu den kosten für DLC:

15€ sind erstmal 15€ nicht mehr und nicht weniger. Ganz egal was "früher" mal alles kostenlos erschienen ist oder als "patch" for-free nachgeschoben wurde, das geht heute ja garnicht mehr. Für 15€ geh ich mein auto 1/3 volltanken, da geh ich einmal alleine ins kino und trink ne cola, ich bestell 1 mal bei italiener 2 pizzen, ich kauf mir 3 flaschen vodka für den abend ... mehr nicht.

Ich seh den 15€ mappack käufer als jemanden, der über wochen und monate MW2 spielt und der wirklich sehr viel spass für sein geld bekommen hat. Jetzt erscheint ein mappackt mit 3 karten + 2 remakes für 15€? Vllt. hat er sich länger kein anderes spiel gekauft, weil er so im MW2 fieber war, das er keinen bedarf an was anderem hatte. Nun investiert er 15€ für kartennaschub und hat wieder richtig lange spass damit.

Ich seh hier das Problem nicht. Eben weil es (grademal) 15€ sind und derjenige der sich den inhalt bewusst gekauft hat, wirklich einen wert daraus zieht und wirklich wieder viel spass damit hat. Sicher gibts leute die das aus jucks und dollerei kaufen und hinterher jammern über den unverschämten preis - aber das ist ein anderes problem, da liegt eher was mit dem kaufverhalten im argen.

Das soll jetzt alles nicht heißen, das jeder Preis - egal wie hoch - gerechtfertigt ist für inhalte. Aber die schmerzgrenze bewerten Käufer doch sehr instinktiv. Ich bin sicher das die verkäufe und auch der umsatz bei 30€ pro pack wesentlich geringer ausgefallen wäre. Auch hier glaube ich nicht das der kunde sich erziehen lässt. Siehe: Die Einbrüche der Gituar Hero Spiele.

Wie immer entscheidet der Kunde ob der Preis für das Produkt angemessen ist. Da die Spielebranche trotz allem immernoch auf dem Weg ist eine voll ausgefleischte Industrie zu werden ist es für mich auch ganz normal das es bei den pricings hier und da immer wieder experimente und damit auch fehlschläge gibt.

Thema Gebrauchtmarkt:

Leute jammern gern und wenn man ein bisschen naiv oder ein bisschen trollig drauf ist - dann wünscht man sich eben das jedes gebrauchte game doch bitte ein neukauf sein sollte, da man sonst seine 3. Villa in Monaco erst in 3 statt 2 jahren abbezahlt hat. Wie gut digitaler vertrieb funktioniert sieht man ja an den Verkaufszahlen der PSP Go.

Ich hab jetzt schon mehrere Spiele gekauft wo gezielt DLC Codes in der Schachtel waren um diesen Inhalt dann dem nächsten Besitzer zu enthalten. Aber das waren durch die Bank weg inhalte die man nicht brauchte um mit dem Spiel spass zu haben. Z.b. dieses Poker-Outfit bei Red Dead Redemption - ob ich das jetzt als gebrauchtkäufer, der für das spiel vllt. 20€ zahlt, hab oder nicht - ist rille. Hier zählt die Ersparnis mehr.

Und das zeigt mir das publisher schiss haben, schiss wirklich wichtige sachen als DLC rauszuhauen, weil sie genau wissen: das wird nicht gutgehen. Der Käufer riecht das, jeder würde den Fisch 10 km gegen den Wind riechen wenn der "die hälfte" des games erstmal mit einem Code runterladen muss. Jeder hat das RECHT deine Spiele weiterzuverkaufen, entwickler die den wiederverkaufswert durch fehlende Inhalte auf der Disc künstlich drücken wollen, werden mittelfristig damit baden gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
MTC, du hast einen kleinen Denkfehler in deinen Anführungen:

Die Publisher werden nen Teufel tun und die Preise senken, sollte es gar keinen Gebrauchtmarkt mehr geben.
Die Tendenz läuft in die absolut andere Richtung.

Ich hab mir vor ein paar Tagen für 35€ ein paar recht coole Spiele (zum Teil gebraucht) gekauft... Ohne den Gebrauchtmarkt wäre ich da bereits über 100€ los.

Inklusive DLC wohlbemerkt, denn diese Tendenz hat imho nichts mit dem Gebrauchtmarkt zu tun. Oder OnlineCodes. Die Publisher wollen einfach aus jeder Ecke Geld sehen und das war's.

Das hat nichts mit den "Oh mein Gott, wir werden alle untergehen"-Rednern aus Publisherseiten zu tun... Denen geht es gut genug und es ist nicht meine Entscheidung, dass ihre Spiele mehr als $30.000.000 und sie deswegen den Neupreis auf 60-80€ quasi anheben müssen, um grünes Land zu sehen.

Mein Tip wäre einfach, etwas kürzer zu treten, was das Budget angeht.

Denn in Spiellänge wird das Budget heute auch kaum noch investiert xD

Nintendo ist da zum Glück noch etwas anders. Ihre Spiele kosten bei Release schon nicht mehr als 50€ (in der Regel sogar nur 40€). Egal, wie hoch das Budget ist.
Und sie riskieren durchaus viel Geld dabei (und verlieren es bei Spielen durchaus auch, schätze ich... siehe Metroid: Other M oder Disaster).

Nur haben sie halt ein gesünderes und funktionierenderes Finanzkonzept im Rücken, als die achso armen Großpublisher, die angeblich kurz vor dem Aus stehen und deswegen 15€ für 5 Maps verlangen müssen.

Ich hoffe nur eines:
Dass Nintendo nicht so bald auf diesen DLC-Preiserhöhungs-Zug aufspringt.
Denn, wenn die Kunden daran gewöhnt sind, hat auch Nintendo keine Scheu davor, sowas zu machen.

Das einzige, was sie davon abhält... Ist wohl die Tatsache, dass nicht jeder Spieler eine sehr schnelle Internetverbindung hat und Lust hat, im Spiel nochmals Geld auszugeben.

Wird das Normalität, wird Nintendo (leider) nachziehen. :neutral:
 
Was diese überheblichen Publisher bei den Gebrauchtspielern, an denen sie ja "nichts verdienen" verkennen, ist der Werbeaspekt der z.B. den kleinen Bruder der vom älteren das Gebrauchtspiel zockt und als zukünftiger Zocker "angefixt" wird. Oder jemand der sich für die Games interessiert aber von den hohen Preisen abgeschreckt wird, kann so zum Hardcorezocker "rekrutiert" werden. Aber soweit reicht offenbar die Denke bei den "Kotics" der Branche nicht mehr. Das schöne dabei wenn sich ein großer Hersteller dem entgegenstellt und der Spieler im Mittelpunkt steht und nicht nur der nächste Quartalsabschluss, dann haben die Azockidioten zukünftig nichts mehr zu lachen und auch noch weniger Geld, verblödete Raffgier die nur kurzfristig ist muss halt bestraft werden und hat am Videospielmarkt nichts zu suchen. P.s. vielleicht sollten einige Entwickler mal den Umfang und die qualitative Spielgüte überprüfen, ob die noch solche Preise rechtfertigen, für Gebrauchtspiele defentiv nicht.:evil:
 
DLC ist natürlich etwas, das man unbedingt boycottieren sollte, ich werde jedenfalls niemals etwas für Zusatzcontent zahlen, schon garnicht nicht geld für ein paar neue Multiplayer Maps, wo kommen wir denn da hin?! Das gleicht ja schon fast einer monatlichen Gebühr wie sie MMORPGs haben, denn um mit den anderen mitspielen zu können muss man sich die neuen Maps ja auch runterladen.

Am PC hat dieses System lustigerweise recht wenig Erfolg bzw. wird zusatzcontent kostenlos angeboten, warum sich Konsolenbesitzer so bereitwillig schröpfen lassen ist mir ein Rätsel.
 
Manche sehen das Thema ein bisschen zu einseitig. Wahrheit ist in der Aussage nämlich durchaus enthalten, denn durch den Gebrauchtmarkt genießen zwar immer wieder neue Spieler die Games, die Entwickler erhalten dabei aber keinen Cent - was irgendwo schon zu denken gibt.

Absoluter Schwachsinn den du postest, sorry. [...]
Wenn ich ne gebrauchte Couch habe und sie privat weiter verkaufe, geht der Käufer auch nicht mehr ins Möbelgeschäft und kauft sich dort eine neue oder wenn ich mein gebrauchtes Auto privat weiter verkaufe, glaubst du derjenige holt sich danach noch einen Neuwagen?

Roylet, dein Diskussionsniveau ist wirklich unter aller Sau. Die Aussagen eines Anderen als absoluten Schwachsinn abzutun ist schon ein starkes Stück und hier absolut nicht angebracht.

Du solltest selber erst einmal lernen, die Welt differenziert zu betrachten.
Eine Couch und ein Auto sind Sachen, also körperliche Gegenstände. Bei Spielen ist nur die Hülle und die Disc körperlich. Der Käufer einer gebrauchten Couch oder eines gebrauchten Autos erhält eine abgenutzte Sache - Der Käufer eines Gebrauchtspiels erhält ein 1:1 Spielerlebnis.

Eine andere Betrachtungsweise könnte also angebracht sein.
 
Roylet, dein Diskussionsniveau ist wirklich unter aller Sau. Die Aussagen eines Anderen als absoluten Schwachsinn abzutun ist schon ein starkes Stück und hier absolut nicht angebracht.

Du solltest selber erst einmal lernen, die Welt differenziert zu betrachten.
Eine Couch und ein Auto sind Sachen, also körperliche Gegenstände. Bei Spielen ist nur die Hülle und die Disc körperlich. Der Käufer einer gebrauchten Couch oder eines gebrauchten Autos erhält eine abgenutzte Sache - Der Käufer eines Gebrauchtspiels erhält ein 1:1 Spielerlebnis.

Eine andere Betrachtungsweise könnte also angebracht sein.

Eine CD nutzt sich genauso ab und kann mit der Zeit nicht mehr funktionieren. Wer seine Couch und sein Auto gut pflegt, kann diese (mit unter viele) jahrzehnte nutzen, eine CD bekommt immer mal Kratzer, wenn sie runterfällt, sie falsch eingelegt oder entfernt wird etc. Ein Kratzer und der Gegenstand kann sogar komplett unnutzbar sein (ohne Anspruch auf Garantie) und CD's sind sehr anfällig. Also tu mal nicht so als würden CD's für ewig halten.

Desweiteren bezahle ich Geld. Für mein Geld möchte ich einen Gegenstand erwerben, der auch den Wert beibehält (mal abgesehen von Abnutzungserscheinen die den Wert mindern, logisch). Die Entwickler richten es aber mittlerweile so ein, das der Gegenstand, den du erwirbst, schon BEIM KAUF(!) nichtmehr das Wert ist, was du bezahlt hast. Wenn mans sehr genau nimmt, eigentlich erst nach der Installation auf deinem PC, weil der Onlinecode dann Weg ist und man mitunter ja sogar schon online sein MUSS um spielen zu können, selbst den Offlinemodus. Aber wer kauft sich ein Spiel und verkauft es eingepackt weiter, hm?

Wenn ich mir eine Musik CD kaufe, sind das auch nur digitale Inhalte, lustigerweise kann ich diese problemlos weiter verkaufen zu einem guten Preis. Hier hat aber die Industrie perfekt umgedacht bzw. ihr Denken umgestellt! Hier sehe ich z.B. den Voteil im Downloadbereich, denn man wird nichtmehr gezwungen sich 20 Lieder kaufen zu müssen zum Preis von 10-15€ (kA wie die CD Preise im Moment sind), obwohl man nur 4-5 von den Lieder wirklich gut findet, sondern man kann sich für 50 cent einzelne Musikstücke downloaden. Davon haben sowohl die Künstler, als auch die Anbieter etwas und der Kunde ebenfalls. Aber man hat weiterhin die Wahl sich eine CD kaufen zu können von seinen Lieblingsbands usw. die man, wie ich schon sagte, immernoch gut weiterverkaufen kann, ohne das der Zweitkäufer gezwungen wird sich Onlinecodes downloaden zu müssen gegen Bares.

Oder ein weiteres Beispiel: Das Buch! Ich kann es lesen, hatte das volle Erlebnis (so wie du es beschreibst) und kann es denoch zu einem guten Preis weiter verkaufen und der Zweitkäufer hat das selbe Erlebnis ebenfalls, ohne es sich in der Bücherei neu kaufen zu müssen. Die Buchindustrie geht aber dagegen nicht vor. Interessant, oder? Es ist das selbe in Grün. Es gibt dutzende Beispiele die ich dir nennen kann die dem Spielemarkt ähneln und es ist ja nicht so, als würden die Entwickler sagen "Wir haben zu wenig Geld, deswegen müssen wir solche Maßnahmen ergreifen", sondern: "Ihr seid Betrüger und gehört bestraft, wir haben kein Verständnis für euch, klingt hart, aber so ist das Leben"... Die Industrie arbeitet gegen uns Spieler, gegen unser Hobby und dann gibt es tatsächlich Leute, die das blind verteidigen...

Also tu mal nicht so, als müsste man da so grossartig differenzieren. Man hat echt das Gefühl das gewisse Leute hier von der Industrie selbst kommen und uns hier predigen wollen, wie toll es doch ist, das unsere Produkte weniger wert sind und wir mehr zahlen dürfen... :lol:
 
ja lol nach den rechnungen, könnte sich ein call of duty fan auch nen mappack für 50€ kaufen wenn er so lange cod spielt dass er sich in der zeit kein neues game hätte kaufen müssen. oder noch besser, 150€ fürn mappack wenn er dadurch drei "neue games kauf phasen" übersteht. naja in den sommerloch kanns auch sein dass man erst nach 6 monaten wieder ein game kauft, also ist auch ein preis von 300€ für 2maps+3remakes gerechtfertigt :coolface:
 
Wenn der Gebrauchtmarkt nicht wäre, würden sich mehr Spiele verkaufen
Zum Neupreis? haha, nie im Leben. Wo soll denn das Geld dafür herkommen?
wodurch die Publisher mehr verdienen würden
Was zu beweisen ist. Wo soll das Geld dafür auf einmal herkommen?
und somit den Preis eher runtersetzen könnten als nach 1 Jahr oder noch länger.
Die Preisreduzierung der Spiele ist keine freiwillige Leistung der Industrie. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Und wo dauern Preissenkungen ein Jahr? Die meisten aktuellen Spiele kann man meist schon ein paar Wochen oder Monate (je nach Qualität und Langlebigkeit des Spiels) nach Relase für weniger als die Hälfte _neu_ kaufen.
Und, ja, für die Spiele Industrie sind Gebrauchtspiele Verkäufer genau so schlimm wie Raubkopierer, von beiden bekommen sie keinen müden Cent.
Und nein, das ist grundfalsch. Wie oft denn noch:
- pro Neukauf kann es max. ein Gebrauchtspiel geben. Insbesondere ist das wichtig wegen der schwachsinningen Argumentation der Publisher von wegen Serverkosten für Multiplayer. Die werden durch Gebrauchtspiele nicht erhöht.
- Gebrauchtspiele kosten Geld. Das erhält der Verkäufer des Spiels, der damit wieder neue Spiele kaufen kann. Das entspricht in etwa einer Preisreduktion: statt dass der erste Käufer 60€ zahlt, zahlt er 40 = 60 (Neupreis) -20 (Verkauf als gebraucht). Ohne Gebrauchtmarkt würde weder der erste Käufer noch der Gebrauchtkäufer die Spiele für 60€ kaufen, das ist der grundsätzliche Denkfehler, den hier alle machen. Statt dessen werden sie dann neu erst nach einer Preisreduzierung auf 40 oder 20€ zuschlagen. Je nachdem wo der break even liegt, ist ein einmaliger Verkauf für 60€ besser als 2 Verkäufe für 40 und 20.

Wenn die Publisher echt so desillusioniert sind, dass sie ihre Gebraucht-Kunden mit Raubkopierern gleichstellen, dann können sie ja mal werben: "Statt euch ein Spiel gebraucht zu kaufen, raubkopiert es lieber". Das will ich sehen, und danach ihren Untergang.

Die Publisher werden nen Teufel tun und die Preise senken, sollte es gar keinen Gebrauchtmarkt mehr geben.
Wenn sie das nicht tun, dann werden sie weniger verkaufen, siehe oben.

Die Annahme, dass Spieler auf einmal ohne den Gebrauchtmarkt 500€ statt 300€ pro Jahr ausgeben würden, ist sowieso und offensichtlich falsch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumal manche durch einen Gebrauchtmarkt vllt auch mal ein Spiel neu kaufen, bei dem sie sich nicht sicher sind ob es ihnen gefallen wird. Wenn's einem im Endeffekt den Preis nicht wert war verkauft man's halt weiter und kann noch einiges an Geld wieder zurück bekommen.
Damit reduziert ein Gebrauchtmarkt quasi das Risiko für einen Spieler und sorgt dafür, dass sie auch mal Spiele ausprobieren, die sie sonst vielleicht links liegen gelassen hätten. Eventuell werden sie dann davon so ein großer Fan, dass sie Nachfolger allesamt gekauft werden und behalten werden.

Gleiches gilt für Gebrauchtkäufer... vielleicht ist sich jemand bei einem Spiel nicht sicher ob es ihm gefällt, deswegen kauft er es nur billig gebraucht, dann gefällt es ihm aber so gut, dass der Nachfolger gleich bei Release für 60€ geholt wird.

Das sollte man alles nicht vergessen, der Gebrauchtmarkt bietet für Publisher durchaus auch Vorteile wenn sie ihn richtig nutzen.
 
Desweiteren bezahle ich Geld. Für mein Geld möchte ich einen Gegenstand erwerben, der auch den Wert beibehält.

Videospiele sind immer noch Software. Wir zahlen in erster Linie nicht für einen Gegenstand, sondern für die darauf enthaltene Software.

Wenn ich mir eine Musik CD kaufe, sind das auch nur digitale Inhalte, lustigerweise kann ich diese problemlos weiter verkaufen zu einem guten Preis.

Der CD-Markt ist doch so gut wie tot, die Umstellung auf digitalen Vertrieb schon weit vollzogen - damit ist die Abschaffung des Gebrauchtmarkts doch ebenfalls eingeleitet.

Oder ein weiteres Beispiel: Das Buch!

Ein Buch ist eher schlecht vergleichbar, weil dieses recht deutlich abnutzt und in unbenutzten Büchern ein Mehrwert gesehen wird. Ein Buch kann auch nicht nur auf den Inhalt beschränkt werden, weil der Konsum sich beispielsweise bei einem ebook ganz anders anfühlt.

Also tu mal nicht so, als müsste man da so grossartig differenzieren.

Ohne zu differenzieren lassen sich schwer Erkenntnisse zu gewinnen.
Anstatt nur gegen die "böse" Industrie zu wettern, sollte man auch mal überlegen, WARUM die so denken. Einfach mal sich selbst in fremde Positionen versetzen...

Nullpointer schrieb:
Die Preisreduzierung der Spiele ist keine freiwillige Leistung der Industrie. Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Richtig, das verstehen hier Viele aber nicht. Ein Produzent kann nunmal nicht nach Gutdünken einen Preis ansetzen. Die Preise werden vom Markt diktiert.

Nullpointer schrieb:
das ist grundfalsch. Wie oft denn noch:
- pro Neukauf kann es max. ein Gebrauchtspiel geben. Insbesondere ist das wichtig wegen der schwachsinningen Argumentation der Publisher von wegen Serverkosten für Multiplayer. Die werden durch Gebrauchtspiele nicht erhöht.
- Gebrauchtspiele kosten Geld. Das erhält der Verkäufer des Spiels, der damit wieder neue Spiele kaufen kann. Das entspricht in etwa einer Preisreduktion: statt dass der erste Käufer 60€ zahlt, zahlt er 40 = 60 (Neupreis) -20 (Verkauf als gebraucht). Ohne Gebrauchtmarkt würde weder der erste Käufer noch der Gebrauchtkäufer die Spiele für 60€ kaufen, das ist der grundsätzliche Denkfehler, den hier alle machen.

Bei den Serverkosten stimme ich Dir zu. Auch ein Gebrauchtspiel hat zur gleichen Zeit nur einen Nutzer. Insoweit sind die Publisher nicht belastet.
Der andere Punkt, dass die Einnahmen dem Gebrauchtkauf vom Erstkauf wieder in neue Spiele investiert werden, überzeugt mich hingegen nicht. Hier gibt es keine nachweisbare Verknüpfung. Dem Erstkäufer ist ein Spiel in der Regel den Vollpreis wert. Er wird neue Spiele auch kaufen, ohne gleichzeitig zu überlegen, welches alte Spiel er abstoßen kann.


Ich möchte nochmal klarstellen, dass ich auch Gebrauchtspiele kaufe und das gerne auch in Zukunft tun würde. Das hindert aber nicht, auch ein wenig Verständnis für die Publisher zu haben. Zumindest ist nachvollziehbar, warum die so denken...
 
Wie immer entscheidet der Kunde ob der Preis für das Produkt angemessen ist. Da die Spielebranche trotz allem immernoch auf dem Weg ist eine voll ausgefleischte Industrie zu werden ist es für mich auch ganz normal das es bei den pricings hier und da immer wieder experimente und damit auch fehlschläge gibt.

Das hat ja nichts mit Experimenten mehr zu tun. Wenn ein Bobby Kotick solche Sprüche ablässt wie

Mr. Kotick: I would have Call of Duty be an online subscription service tomorrow.

WSJ: Is that coming?

Mr. Kotick: Hopefully.

dann riecht es nach purer Profitgier.


Man sieht doch, dass es auch anders geht, siehe Valve. Sie sehen es genau im Gegenteil. Und das funktioniert sogar. Bei jedem kostenlosen TF2-Update schnellen die VKZ hoch.


Und sicherlich entscheidet der Kunde, ob der Preis angemessen ist. Aber dennoch darf man da doch kritisch bleiben. Nur weil 10000 Leute das toll finden, muss man es nicht selber toll finden. Und gerade beim CoD Mappack, wo immer 2 Maps ausm alten CoD einfach nur rübergeportet werden, sollte man extremst kritisch sein...
Und ebenfalls kann man, jedenfalls auf Konsole, ohne die neusten Mappacks gar nicht mehr richtig im Netz zocken.



Zum Thema Gebrauchtmarkt. Erinnert mich ein wenig an die "Raubkopierer sind Verbrecher" Kampagne (wobei die Macher der Kampagne wohl nicht wissen, was ein Verbrechen ausmacht).

Gebrauchtspielekäufer sind Verbrecher!



Anstatt nur gegen die "böse" Industrie zu wettern, sollte man auch mal überlegen, WARUM die so denken. Einfach mal sich selbst in fremde Positionen versetzen...

Man muss hier aber zwischen Publisher und Entwickler unterscheiden. Die Publisher sind (leider) die, die die großen Entscheidungen treffen.
Man muss sich im NeoGAF mal mit ein paar Entwicklern bei einigen großen Firmen unterhalten oder sehen, was einige Ex-Mitarbeiter großer Firmen schreiben. Zum Großteil sind die Entwickler selber die, die dem Kunden nah stehen. Die Publisher scheinen gegen den Kunden zu arbeiten.

Und warum soll ich mich in die Position der Publisher versetzen? Ich sehe, was z.B. ein Activision für Gewinne macht.
Ich bin immer noch Kunde!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es auch nicht sonderlich verwerflich, wenn Schüler, Azubis, Studenten oder Arbeitslose zu Raubkopien greifen. Diese Leute verfügen nunmal über sehr wenig Geld. Und für die Publisher macht's eh keinen Unterschied, ob ein Spiel gebrannt wird, oder gebraucht gekauft wird.
Das ist aber kein Argument. Wenn man es so betrachtet, wäre es auch nicht sonderlich verwerflich, wenn diese Leute eine Bank überfallen, immerhin brauchen sie das Geld dringender als andere :kruemel:

Vor dem Gesetz sind alle gleich, heißt es so schön, wenn es auch leider nicht immer stimmt. Und wenn ein Student zu wenig Geld hat, sich ein Luxusgut zu leisten, dann kann er es halt auch nicht haben. Ist einfach so. Das gibt ihm nicht mehr oder weniger Recht als jedem anderen, sich etwas zu stehlen. Verwerflich ist es grundsätzlich immer.
 
Wenn der Gebrauchtmarkt nicht wäre, würden sich mehr Spiele verkaufen, wodurch die Publisher mehr verdienen würden und somit den Preis eher runtersetzen könnten als nach 1 Jahr oder noch länger.

Das ist doch nicht dein ernst oder? Die werden die Spiele erst recht nicht günstiger machen.

Das selbe Argument gabs damals bei Ingame Werbung auch und was hat sich geändert? Nichts. Spiele sind teilweise mit Werbung vollgeplastert und die Spiele wurden keinen Cent günstiger

Genauso beim digitalen Vertrieb.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der andere Punkt, dass die Einnahmen dem Gebrauchtkauf vom Erstkauf wieder in neue Spiele investiert werden, überzeugt mich hingegen nicht. Hier gibt es keine nachweisbare Verknüpfung.
Die Verknüpfung ergibt sich direkt daraus, dass eine Gebrauchtspiel vor dem Verkauf ein Erstkauf-Spiel gewesen sein muss. Denn aus dem nichts entstehen die ja nicht.
 
Ich finde es auch nicht sonderlich verwerflich, wenn Schüler, Azubis, Studenten oder Arbeitslose zu Raubkopien greifen. Diese Leute verfügen nunmal über sehr wenig Geld.

Das ist aber kein Argument. Wenn man es so betrachtet, wäre es auch nicht sonderlich verwerflich, wenn diese Leute eine Bank überfallen, immerhin brauchen sie das Geld dringender als andere

Das sehe ich anders. Bei Raubkopien entsteht kein unmittelbarer Schaden, wenn Leute kopieren, die ohnehin kein Geld für Spiele haben.

Vor dem Gesetz sind alle gleich [...] Verwerflich ist es grundsätzlich immer.

Das ist Ansichtssache. Nicht jedes Gesetz muss man gutheißen. Urheberrechtsverstöße sind deswegen strafbar, weil es politisch so gewollt ist. Raubkopien werden von einem großen Teil der Gesellschaft genutzt. Ob es richtig ist, ein in der Gesellschaft weit verbreitetes Verhalten unter Strafe zu stellen, ist diskutabel.

Meiner Meinung nach sollte das Urheberrecht dazu dienen, sicherzustellen, dass Niemand unberechtigt mit fremden Ideen Geld verdient. Die Weitergabe von Medien zur rein privaten Nutzung sollte hingegen nicht unter Strafe stehen.


dass die Einnahmen dem Gebrauchtkauf vom Erstkauf wieder in neue Spiele investiert werden, überzeugt mich hingegen nicht. Hier gibt es keine nachweisbare Verknüpfung.

Die Verknüpfung ergibt sich direkt daraus, dass eine Gebrauchtspiel vor dem Verkauf ein Erstkauf-Spiel gewesen sein muss. Denn aus dem nichts entstehen die ja nicht.

Der Punkt ist einfach der, dass ich üblicherweise Spiele bei ebay verkaufe, ohne bereits konkret den nächsten Spielekauf vor Augen zu haben. Und wenn ich zwei Monate später wieder ein neues Spiel kaufe, werden die Erlöse aus dem lange zurückliegenden Gebrauchtverkauf nicht in die Kaufentscheidung einbezogen. Die Erlöse werden also nicht zwingend reinvestiert. Deswegen überzeugt es mich nicht, hier eine solche Verknüpfung zu sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Top Bottom