was ist das denn fürn argument?
Weils so ist. Oder willst du mir jetzt wiedersprechen?
@Haus mehr argumente kann man dir nicht erzählen, fahr weiter auf deiner schiene

Schumacher hat einen besonderen Fahrstil wie jeder gute Fahrer auch. Sein Fahrstil passt nicht zu der jetztigen F1 da sein Fahrstil sehr schnell die Reifen beschädigt hat, was man in dieser Saison nicht mehr machen kann. Er muss sich jetzt umstellen und das dauert. Frag mich echt was für ein Problem du eigentlich hast. Ist ja nicht so das ich mir das aus den Fingern saugen würde, sagen doch so ziemlich alle Experten, oder willst du denen auch wiedersprechen?
„Michael Schumacher bleibt deutlich länger voll auf dem Gas stehen als Barrichello, dafür beginnt er jedoch vor dem eigentlichen „richtigen“ Bremsmanöver für die Haarnadelkurve das Auto mit einem Einsatz der Bremse von nur fünf Prozent zu stabilisieren. In der Kurve selbst geht Barrichello voll vom Gas, Schumacher gibt jedoch stetig Gas und „spielt“ mit Bremse und Gas, um das Auto möglichst schnell und stabil um die Kurve zu bekommen.
Einer der Nachteile seines Fahrstils war jedoch der Umstand, dass Schumacher damit seine Vorderräder stärker beanspruchte und im Gegensatz zu seinen Teamkollegen oft nicht mit der weicheren Reifenmischung starten konnte, was eine unterschiedliche Rennstrategie beider Fahrer bewirkte. Ebenso wurden bei ihm Bremsen und Motor stärker belastet; der Benzinverbrauch dürfte im Schnitt höher gelegen haben. Allerdings zeigte Schumacher wie beim Grand Prix von Kanada mehrmals, dass er sich auf das Nachlassen der Bremswirkung („Fading“) nach kurzer Umgewöhnungsphase einstellen konnte. Der stärkere Reifenverschleiß wurde jedoch bereits vor der Formel-1-Saison 2005 durch Irvine und Brawn als mögliche Ursache für das Nachlassen von Schumachers Dominanz ausgemacht.
„Eine Sache, die Michael immer sensationell beherrscht hat, ist, einen unglaublich schnellen Stint zu fahren. (…) Er fuhr 20 Runden volles Rohr, kam zum Reifenwechseln an die Box und drehte wieder auf. Dieses Jahr, in dem nur noch ein Reifensatz pro Rennen erlaubt ist, wird er sich umstellen müssen.“
Wie bei Jim Clark, Jackie Stewart und Senna wurde es bei ihm zum Markenzeichen, dass er eine Reihe von schnellen Rennrunden in Qualifikationstempo hinlegen konnte, um die notwendige Distanz zu seinen Verfolgern herzustellen. Aufgrund der Wiedereinführung der Tankstopps konnte Schumacher dann sogar zu dem in der englischen Fachpresse zitierten „Sprint Master“ werden. Während es zum Teil erschreckend viel Zeit benötigt, sich einen Gegner zum Überholen zurecht zu legen, und nur die nachfolgenden Wagen einen Vorteil davon haben, bekam die Taktik der Boxenstopps immer größeres Gewicht. Da er in Ross Brawn jenen Mann als Strategen an der Box hatte, der oft mit Hilfe der Computersimulationen die besten Voraussagen traf, und er selbst in der Lage war, fast auf Kommando immer dann eine Reihe von gleichmäßigen Rekordrunden zu produzieren, wenn es ihm die Rennsituation erlaubte, überholte Schumacher manche Gegner eher in der Boxengasse, als auf der Strecke.
Gerade bei der In- und Outlap, der jeweils letzten bzw. ersten Runde vor bzw. nach Aufsuchen der Box war Schumacher auf dem Höhepunkt seiner Karriere kaum zu schlagen. Besonders das Vermögen, mit vollen Tanks bereits wieder ans Limit des Fahrzeugs zu gehen, brachte ihm oft den nötigen Sekundenvorsprung ein, um dann am Gegner vorbeigehen zu können. Hierzu äußerte Ross Bentley, ehemaliger Rennfahrer, Fahrtrainer und Fachbuchautor: „Es lohnt sich, Michael Schumacher in der Runde vor und nach seinen Boxenstopps zu beobachten. Der Mann verliert da so wenig wie irgend möglich.“
Nur ein kleiner Auszug
Hier dann nochmal Hamashima
Viel wurde gerätselt über den durchwachsenen Saisonstart von Superstar Michael Schumacher: Ist der erfolgreichste Formel-1-Pilot der Geschichte zu alt? Der Teamkollege zu stark? Das Team nicht auf ihn fokussiert? Nur einen scheint die Diskussion kalt zu lassen: Schumacher selbst. Denn der weiß vermutlich am besten, woran's liegt.
Ein alter Bekannter des Wahl-Schweizers ist Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima - die Japaner konzentrierten sich in Schumachers großer Ferrari-Zeit während des Reifenkriegs voll auf die Roten. Für Hamashima ist klar, warum der nunmehrige Mercedes-Pilot noch nicht die Leistung bringt, die sich alle erwarten: "Michael kämpft mit der Größe der Vorderreifen."
Er geht ins Detail: "Bis 2006 haben wir mit ihm gemeinsam unsere Reifen entwickelt. Sein Fahrstil erfordert größere, stärkere Vorderreifen, da er die Vorderachse in den Kurven gerne stärker belastet." Doch da die vorderen Pneus seit Saisonbeginn um 25 Millimeter schmäler geworden sind und diese durch das Nachtankverbot zudem mehr Gewicht tragen müssen, kann Schumacher nicht wie gewohnt durch die Kurven rasen.
"Wenn er mit den aktuellen Reifen so wie früher fährt, dann rutschen die Reifen über die Auflagefläche und bauen nicht den Grip auf, den er erwartet", erklärt Hamashima Schumachers Problem. Das zwingt den 41-Jährigen, seinen Fahrstil zu ändern: "Wenn er den Vorderreifen weniger belastet, dann ist der Rutschwinkel nicht mehr so gravierend."
Abschließend gibt der Bridgestone-Mann den Anhängern von Schumacher Anlass zur Hoffnung: "Ich habe den Eindruck, dass er das bereits gelernt hat, denn die Lücke zwischen Nico und Michael wird immer kleiner."