Evolution statt Revolution: Sebastian Vettels neuer "Bulle" ähnelt dem Vorjahresmodell und setzt auf eine bessere Integration des Diffusors.
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"Revolution ist es keine, aber das Gesamtpaket wird glaube ich sehr, sehr gut sein. Wir blicken optimistisch auf diese Saison", sagt Red-Bull-Konsulent Helmut Marko. Vettel unterschreibt diese Aussage: "Das neue Auto sieht besser aus und sollte schnell sein. Ob es dann wirklich so schnell ist, wird man erst auf der Strecke sehen, auch wenn der Computer alle möglichen Zahlen ausspuckt, die sich gut anhören. Aber ich denke, es wird schon passen."
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Stardesigner Adrian Newey, der im Entwicklungsprozess ohne seine langjährige "rechte Hand" Geoff Willis auskommen musste, ließ sich am Zeichenbrett und im Windkanal etwas mehr Zeit als seine Konkurrenten, um die Limits noch stärker ausloten zu können. Red Bull verzichtete daher auf den Testauftakt in Valencia und steigt erst heute in Jerez zu. Webber wird die ersten beiden Tage im Auto sitzen, Vettel übernimmt ab Freitag.
"Die drei Topteams haben eine ganz andere Zahl von Leuten und auch ein deutlich höheres Budget. Wir müssen mit unseren Mitteln cleverer sein", begründet Marko die etwas verspätete Premiere. "Solange auf dem Computer und im Windkanal die Daten nach oben zeigen und das Auto weiterhin schneller wird, war die Philosophie von Newey, die Entwicklung fortzusetzen und dafür die ersten drei Testtage zu opfern."
Herausragendes Merkmal des neuen Newey-Designs, das getrost als Evolution des RB5 bezeichnet werden kann, bleibt die extrem hohe Nase. Größter Unterschied zu 2009 ist wahrscheinlich die völlige Integration des mehrstöckigen Diffusors ins Gesamtkonzept, die schon bei der Frontpartie beginnt. Red Bull setzt in diesem Bereich auf eine extremere V-Lösung als bisher. Ansonsten fällt durchgängig Neweys Liebe zum Detail auf, zum Beispiel auch bei den Seitenkästen.
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Renault als Joker?
Der 2009 oftmals verteufelte V8-Motor aus Frankreich könnte sich in diesem Jahr als großer Joker herausstellen, schließlich wurde er von den Experten nie zu den PS-Wundern gezählt, aber umso mehr zu den verbrauchsarmen Aggregaten. Das wirkt sich nun mit der Einführung des Nachtankverbots doppelt aus, weil man besonders am Start weniger Gewicht mitschleppen muss - auch wenn die Konkurrenz in diesem Bereich sicher nicht geschlafen hat.