- Seit
- 23 Okt 2005
- Beiträge
- 40.561
Nun denn!
Ich habe hier noch keine Plattform gefunden, bei der dieses Thema ausdiskutiert werden könnte. Merkwürdig eigentlich, da der Großteil von CW sicherlich auch zu diesem Thema was zu sagen hat... es betrifft ja Schüler und Studtenten (und Lehrer und Dozenten) gleichermaßen! Keinem geht es wirklich gut.
Seit Dienstag ist auch hier in Augsburg das Audimax besetzt.
Und hier hört der inzwischen internationale Bildungsstreik bei Weitem nicht auf.
http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&msa=0&msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&source=embed&ll=49.21042,8.876953&spn=23.014452,46.582031
Überall in Deutschland 'brennen' die Unis und es werden von Tag zu Tag mehr.
Warum das so ist, müsste auch klar sein...
Das System, welches so zur Zeit unsere Bildung bestimmt, ist nach Meinung der Besetzer (mich eingeschlossen) einfach nicht mehr tragbar.
Auf jeder Ebene wird das Arbeitspensum immer größer, während die tatsächliche Bildung weiter zurückfährt.
Seit einigen Jahren werden Schüler und Studenten quasi am Fließband mit dem jeweiligen Abschluss ausgestattet, damit sie so schnell wie möglich an die Wirtschaft verfüttert werden können.
Workloads bei den Kindern der G8-Reform von über 40 Stunden in der Woche sind absolut keine Seltenheit. Nur:
Wie kann man da Kind sein? Wie kann man Menschen zur Kritikfähigkeit und zum Selbstbewusstsein erziehen, wenn das Einzige, das man mit der Schule verbindet, bestenfalls der Unmut ist, mit dem man sich tagtäglich hinschleppen muss.
Oder der Arbeitsaufwand ist, den man Tag für Tag zu bewältigen hat, da eine Note sowohl über die persönliche Stellung innerhalb der Klasse, als auch über die persönliche Zukunft entscheiden kann.
Ebenso bei den Studenten, die nun in das Bachelor/Master-System hineinrutschen.
Jede einzelne Note findet ihr Gewicht in der Abschlussnote... Das bedeutet, dass man zu jeder Prüfung an und für sich die volle Leistung geben muss, besonders beim Bachelor.
Studieren über den Teller/Fachrand hinaus wird nicht nur nicht gefördert, sondern immer öfters auch unterbunden durch die Regelungen.
Denn ohne (sehr!) gute Noten bekommt man zu oft schlicht und ergreifend nicht einmal die Möglichkeit zum Master-Studium.
Und wie 'wertvoll' der Bachelor nach Meinung der Wirtschaft ist (die das alles auch sogar selbst durchkonzeptioniert hat... paradoxerweise), wissen wir auch.
Er ist so ziemlich wertlos.
Und das ist wirklich nur ein sehr kleiner Ausschnitt davon, was schief läuft.
Was ich hier schaffen wollte, ist ein Thread, der zur Diskussion genutzt werden kann.
Besetzt ihr mit? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? Habt ihr Vorschläge? Anlass zur Kritik?
Mir und vermutlich jedem der Besetzer ist es sehr wichtig, dass dieses Thema so viele Leute wie möglich erreicht.
Helft bitte mit, soweit ihr könnt. Zeigt euch solidarisch mit den Besetzern und, was ich sehr toll fände, macht da eventuell auch mit.
Bei uns in Augsburg kann sich jeder einbringen... Jede Entscheidung wird basisdemokratisch gefällt und alles entsteht in einer Diskussion. Niemand wird übergangen, jeder zu Wort gelassen, der will.
Wir formulieren das aus, was den Entscheidungsträgern auf Uni- und Politikebene bis zum Jahr 2011 (und darüber hinaus!) wirklich betreffen muss und woran diese Menschen schlicht und ergreifend arbeiten müssen.
Hier in Bayern wird, so befürchte ich, das System kurz vor dem Kollaps stehen, wenn der doppelte Abitur-Jahrgang in die 'freie Welt' der Universitäten entlassen wird.
Die Uni Augsburg hat schon bei 20% mehr Erstsemester (mich eingeschlossen) schon eine richtig dicke Raumnot in vielen Fakultäten.
Wie soll es erst bei 100% sein?
Also: Diskutiert
Wenn ihr wollt, kann ich euch von Augsburg aus weiter mit Infos versorgen... ich bin so ziemlich bei jeder Plenar-Sitzung dabei und kann dort auch auf die Dinge eingehen, die hier entstehen.
Ich habe hier noch keine Plattform gefunden, bei der dieses Thema ausdiskutiert werden könnte. Merkwürdig eigentlich, da der Großteil von CW sicherlich auch zu diesem Thema was zu sagen hat... es betrifft ja Schüler und Studtenten (und Lehrer und Dozenten) gleichermaßen! Keinem geht es wirklich gut.
Seit Dienstag ist auch hier in Augsburg das Audimax besetzt.
Und hier hört der inzwischen internationale Bildungsstreik bei Weitem nicht auf.
http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&hl=de&msa=0&msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&source=embed&ll=49.21042,8.876953&spn=23.014452,46.582031
Überall in Deutschland 'brennen' die Unis und es werden von Tag zu Tag mehr.
Warum das so ist, müsste auch klar sein...
Das System, welches so zur Zeit unsere Bildung bestimmt, ist nach Meinung der Besetzer (mich eingeschlossen) einfach nicht mehr tragbar.
Auf jeder Ebene wird das Arbeitspensum immer größer, während die tatsächliche Bildung weiter zurückfährt.
Seit einigen Jahren werden Schüler und Studenten quasi am Fließband mit dem jeweiligen Abschluss ausgestattet, damit sie so schnell wie möglich an die Wirtschaft verfüttert werden können.
Workloads bei den Kindern der G8-Reform von über 40 Stunden in der Woche sind absolut keine Seltenheit. Nur:
Wie kann man da Kind sein? Wie kann man Menschen zur Kritikfähigkeit und zum Selbstbewusstsein erziehen, wenn das Einzige, das man mit der Schule verbindet, bestenfalls der Unmut ist, mit dem man sich tagtäglich hinschleppen muss.
Oder der Arbeitsaufwand ist, den man Tag für Tag zu bewältigen hat, da eine Note sowohl über die persönliche Stellung innerhalb der Klasse, als auch über die persönliche Zukunft entscheiden kann.
Ebenso bei den Studenten, die nun in das Bachelor/Master-System hineinrutschen.
Jede einzelne Note findet ihr Gewicht in der Abschlussnote... Das bedeutet, dass man zu jeder Prüfung an und für sich die volle Leistung geben muss, besonders beim Bachelor.
Studieren über den Teller/Fachrand hinaus wird nicht nur nicht gefördert, sondern immer öfters auch unterbunden durch die Regelungen.
Denn ohne (sehr!) gute Noten bekommt man zu oft schlicht und ergreifend nicht einmal die Möglichkeit zum Master-Studium.
Und wie 'wertvoll' der Bachelor nach Meinung der Wirtschaft ist (die das alles auch sogar selbst durchkonzeptioniert hat... paradoxerweise), wissen wir auch.
Er ist so ziemlich wertlos.
Und das ist wirklich nur ein sehr kleiner Ausschnitt davon, was schief läuft.
Was ich hier schaffen wollte, ist ein Thread, der zur Diskussion genutzt werden kann.
Besetzt ihr mit? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum? Habt ihr Vorschläge? Anlass zur Kritik?
Mir und vermutlich jedem der Besetzer ist es sehr wichtig, dass dieses Thema so viele Leute wie möglich erreicht.
Helft bitte mit, soweit ihr könnt. Zeigt euch solidarisch mit den Besetzern und, was ich sehr toll fände, macht da eventuell auch mit.
Bei uns in Augsburg kann sich jeder einbringen... Jede Entscheidung wird basisdemokratisch gefällt und alles entsteht in einer Diskussion. Niemand wird übergangen, jeder zu Wort gelassen, der will.
Wir formulieren das aus, was den Entscheidungsträgern auf Uni- und Politikebene bis zum Jahr 2011 (und darüber hinaus!) wirklich betreffen muss und woran diese Menschen schlicht und ergreifend arbeiten müssen.
Hier in Bayern wird, so befürchte ich, das System kurz vor dem Kollaps stehen, wenn der doppelte Abitur-Jahrgang in die 'freie Welt' der Universitäten entlassen wird.
Die Uni Augsburg hat schon bei 20% mehr Erstsemester (mich eingeschlossen) schon eine richtig dicke Raumnot in vielen Fakultäten.
Wie soll es erst bei 100% sein?
Also: Diskutiert

Wenn ihr wollt, kann ich euch von Augsburg aus weiter mit Infos versorgen... ich bin so ziemlich bei jeder Plenar-Sitzung dabei und kann dort auch auf die Dinge eingehen, die hier entstehen.
Zuletzt bearbeitet:
das merkwürdig ist, dass die uni lü wohl als statistischer fehler auftritt. sie ist wohl klein und unbekannt, weshalb es wohl kein überlaufene vorlesung gibt :>
