wupperbayer
L14: Freak
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Wieso? Man hatte doch mal gefordert, reiche Manager zu enteignen. Mit Managern scheint’s nicht zu klappen, aber mit Aktionären schon: http://www.sueddeutsche.de/finanzen/59/456725/text/Ja natürlich, da alles andere gar nicht möglich ist.
Also lieber populistische Rattenfänger vom linken Rand wählen, die für die Masse wohl klingende Maßnahmen versprechen von denen sie wissen, dass sie ohnehin nicht umsetzbar sein werden?
Wohl gemerkt eine Aktion einer CDU-SPD-Regierung. Hätte die Linke das vorgeschlagen, wäre vermutlich die übliche Schmutzkampagne über die Medien gelaufen und Schäuble hätte persönlich für ein Verbotsverfahren gesorgt.
Mir hat auch noch immer keiner erklärt, warum denn CDU / FDP irgendwie kompetent in Wirtschaftsfragen sein sollen. Wer erinnert sich noch, unter welchem Finanzminister Deutschland die meisten Schulden angehäuft hat? Na? Und kommt mir nicht mit „das war während der Wiedervereinigung“. Die Wiedervereinigung war kein unaufhaltsamer Prozess, sondern wurde durch den Dicken vorangetrieben – übrigens trotz der Warnungen eines gewissen Oskar Lafontaine (SPD), dass die Wiedervereinigung die BRD noch sehr teuer zu stehen komme und man lieber erst mal vernünftige Strukturen in der DDR aufbauen sollte… aber darüber wird heute natürlich kein Wort mehr verloren, ist ja viel einfacher, ihn als Demagogen zu bezeichnen, was sich mit gewissen Gestalten in der CDU kein Mensch erlauben würde (oder könnte).
Auch wird kein Wort darüber verloren, warum Oskar Lafontaine schließlich aus der SPD vertrieben wurde: Weil er es als Minister tatsächlich wagte, Regelungen für Finanzprodukte vorzuschlagen, um das Risiko ebendieser Produkte überhaupt noch überschaubar zu halten. Genau das, was jetzt getan werden muss, um der Finanzkrise noch einigermaßen Herr zu werden. Aber damals war das für die Wirtschaftslobby und deren liebsten Erfüllungsgehilfen, Gerhard Schröder, ein rotes Tuch.
Aber ich möchte euer Weltbild auch nicht durch Tatsachen ins Wanken bringen, keine Sorge.



