Bundestagswahl 2009

  • Thread-Ersteller Thread-Ersteller finley
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Bundestagswahl 2009. Wen whlt ihr?

  • CDU

    Stimmen: 10 12,3%
  • SPD

    Stimmen: 10 12,3%
  • Grne

    Stimmen: 9 11,1%
  • FDP

    Stimmen: 25 30,9%
  • Linkspartei

    Stimmen: 8 9,9%
  • Sonstige

    Stimmen: 6 7,4%
  • Ich bin nicht wahlberechtigt

    Stimmen: 5 6,2%
  • Ich werde meine Stimme ungltig machen

    Stimmen: 4 4,9%
  • Ich werde nicht zur Wahl gehen

    Stimmen: 4 4,9%

  • Stimmen insgesamt
    81
@darkganon: Die Mär von einer Umverteilung nach oben ist nicht haltbar.

Die Staatsquote steigt seit Jahrzehnten in großem Maße an (von 41,5% des NIP im Jahr 1960 auf 57,1% im Jahr 2000).
Die Sozialabgaben betrugen im Jahr 2007 pro Bürger unglaubliche 8441 Euro.
Das reichste Zehntel der Bevölkerung zahlt 27,9% aller Abgaben, erhält aber nur 3% aller Geldtransfers.
Das ärmste Zehntel der Bevölkerung zahlt nur 1,2% aller Abgaben, erhält aber dafür 16,9% aller Geldtransfers.
Das reichste Zehntel der Steuerzahler (Einkommen über 67300 Euro) zahlt 54,1% aller Steuern.

Von einer Umverteilung nach oben zu sprechen ist falsch, denn das hohe Einkommen, das du kritisierst basiert nicht auf einem starren Kuchen, der verteilt werden muss, sondern ist das Ergebniss eines Wertschöpfungsprozesses, durch den alle Beteiligten bessergestellt werden.
Ob einzelne Personen die Gehälter für angemessen halten ist irrelevant, solange Unternehmen bereit sind diese zu bezahlen.

Ich verstehe, was linke (und auch grüne) Politik bezweckt, aber sie bewirkt leider das genaue Gegenteil.
 
ich hab jetzt gerade keine zeit...hab hier heute eh shcon wieder zuviel geschrieben und muss lernen *g*

und ich bezweifle deine fakten da gar nicht, du scheinst das zeug ja auch zu studieren :)
es ist aber ne tatsache, dass die gehälter unten in den letzten jahren allgemein stagnieren und automatische lohnerhöhungsprozesse also aufstieg in höhere lohnklassen zurückgehen, während die gehälter der höchsten unverhältnissmässig gestiegen sind in den letzten jahrzehnten.....:-)

das kann man nicht wegreden, weder mit der frage wie viel geld sie erhalten noch wiel sie einzahlen....und ich bewerte nicht, ob jemand dagegen n schlüssiges programm hat und verschreibe mich auch keiner partei auf tod und verderb...ich empfinde das nur langfristig als fehlerhaftes prozess und als gesamtgesellschaftliches problem...mehr wollt ich nicht sagen.
 
@darkganon: Die Mär von einer Umverteilung nach oben ist nicht haltbar.

Die Staatsquote steigt seit Jahrzehnten in großem Maße an (von 41,5% des NIP im Jahr 1960 auf 57,1% im Jahr 2000).
Die Sozialabgaben betrugen im Jahr 2007 pro Bürger unglaubliche 8441 Euro.
Das reichste Zehntel der Bevölkerung zahlt 27,9% aller Abgaben, erhält aber nur 3% aller Geldtransfers.
Das ärmste Zehntel der Bevölkerung zahlt nur 1,2% aller Abgaben, erhält aber dafür 16,9% aller Geldtransfers.
Das reichste Zehntel der Steuerzahler (Einkommen über 67300 Euro) zahlt 54,1% aller Steuern.

Von einer Umverteilung nach oben zu sprechen ist falsch, denn das hohe Einkommen, das du kritisierst basiert nicht auf einem starren Kuchen, der verteilt werden muss, sondern ist das Ergebniss eines Wertschöpfungsprozesses, durch den alle Beteiligten bessergestellt werden.
Ob einzelne Personen die Gehälter für angemessen halten ist irrelevant, solange Unternehmen bereit sind diese zu bezahlen.

Ich verstehe, was linke (und auch grüne) Politik bezweckt, aber sie bewirkt leider das genaue Gegenteil.

Danke! Wollte gerade was ähnliches schreiben.

@Ganon: Ich habe schon registriert, dass du linke Politik und nicht die "Linke" geschreiben hast :-P.
Nur hälst du ja die SPD nicht mehr für links und die Grünen auch nicht so wirklich. Dann bleibt ja nicht mehr viel.
Hälst du eigentlich das Gesamtkunstwerk Obama für besonders links?
Der wär zwar in D vielleicht in der SPD (jaja nicht vergleichbar blabla...) aber wohl kaum am linken Flügel dieser. Falls wir auch mal einen Obama bekommen dann wähl ich auch mal links (ausnahmsweise).

Aber erklär mir doch mal warum ich mich beim Mindestlohn widerspreche.
Es gibt ein paar linke Position mit denen ich mich durchaus anfreunden könnte.
Das wir in Deutschland eine soziale und keine komplett freie Marktwirtschaft wollen ist bei allen Parteien Konsens.

Die Gehaltsfrage könnte nur weltweit geregelt werden. Die besten Leute werden in der Regel dahin gehen wo es das meiste Geld gibt. Das die 80 Mios von Herrn Wiedekin nicht leistungsgerecht sind ist klar, die von Herrn Schumacher wohl auch nicht (und der sitzt auch noch in der Schweiz). Trotzdem is Schumi der Held und der Ackermann der böse wobei der wahrscheinlich als Schweizer schon mehr Steuern in D gezahlt hat als Schumi.

Zitat (bin zu faul für das richtige zitieren :ugly:): "aber nur DAS meint wahre freiheit...selber entscheiden wie viel zeit man investiert und wie viel geld man will durch leistung."

Das ist der springende Punkt. Das seh ich nicht ganz so. Wer gar nicht arbeiten will sollte vom Staat auch nichts bekommen.
Ob man dann 20h für 20k, 40h für 35k oder 80h für 100k arbeitet ist die individuelle Freiheit.
Das kommt dann eben drauf an wie man Geld und Freizeit gewichtet. Mir ist Freizeit z.B. sehr wichtig, dafür verzichte ich auch gerne auf Geld und beneide keinen Vorstand für seine 100 Stunden Wochen.

Das die (versagenden) Banken gerettet werden müssen is scheiße, aber was will man dagegen machen? Solange man sie dazu verpflichten kann die Schulden in guten Zeiten zurück zu zahlen wäre es noch OK.
 
Zuletzt bearbeitet:
wirtschaftshistoriker? genauso unnütz wie kunstgeschichtler... :-P

:ugly:

ja ne is klar :rolleyes: würde man die geschichte mehr beachten und versuchen aus ihr zu lernen, hätten wir eine finanzkrise diesen ausmaßes vlt. nicht am hals. ähnliche fehler wurden schon vor 70 jahren gemacht, allein deshalb ist wirtschaftsgeschichte von sehr großer relevanz. abgesehen davon ist mein hauptfach vwl, dass ihr kleingeister daon nichts versteht, hat mich nicht überrascht :-P :lol:
jedes studienfach hat relevanz, sogar pferdewissenschaften.
 
Danke! Wollte gerade was ähnliches schreiben.

@Ganon: Ich habe schon registriert, dass du linke Politik und nicht die "Linke" geschreiben hast :-P.
Nur hälst du ja die SPD nicht mehr für links und die Grünen auch nicht so wirklich. Dann bleibt ja nicht mehr viel.
Hälst du eigentlich das Gesamtkunstwerk Obama für besonders links?
Der wär zwar in D vielleicht in der SPD (jaja nicht vergleichbar blabla...) aber wohl kaum am linken Flügel dieser. Falls wir auch mal einen Obama bekommen dann wähl ich auch mal links (ausnahmsweise).

Aber erklär mir doch mal warum ich mich beim Mindestlohn widerspreche.
Es gibt ein paar linke Position mit denen ich mich durchaus anfreunden könnte.
Das wir in Deutschland eine soziale und keine komplett freie Marktwirtschaft wollen ist bei allen Parteien Konsens.

Die Gehaltsfrage könnte nur weltweit geregelt werden. Die besten Leute werden in der Regel dahin gehen wo es das meiste Geld gibt. Das die 80 Mios von Herrn Wiedekin nicht leistungsgerecht sind ist klar, die von Herrn Schumacher wohl auch nicht (und der sitzt auch noch in der Schweiz). Trotzdem is Schumi der Held und der Ackermann der böse wobei der wahrscheinlich als Schweizer schon mehr Steuern in D gezahlt hat als Schumi.

Zitat (bin zu faul für das richtige zitieren :ugly:): "aber nur DAS meint wahre freiheit...selber entscheiden wie viel zeit man investiert und wie viel geld man will durch leistung."

Das ist der springende Punkt. Das seh ich nicht ganz so. Wer gar nicht arbeiten will sollte vom Staat auch nichts bekommen.
Ob man dann 20h für 20k, 40h für 35k oder 80h für 100k arbeitet ist die individuelle Freiheit.
Das kommt dann eben drauf an wie man Geld und Freizeit gewichtet. Mir ist Freizeit z.B. sehr wichtig, dafür verzichte ich auch gerne auf Geld und beneide keinen Vorstand für seine 100 Stunden Wochen.

Das die (versagenden) Banken gerettet werden müssen is scheiße, aber was will man dagegen machen? Solange man sie dazu verpflichten kann die Schulden in guten Zeiten zurück zu zahlen wäre es noch OK.


grün könnte ich mir in d-land gut vorstellen :) und sorry aber ich fühle mich permanent missverstanden :ugly:
hab ja auch gesagt, dass ich mich da keiner partei richtig verpflichtet fühle...ich bin ideologisch links (aufklärung, gleichheitsgedanken....gerechtigkeit blablubb :-)) aber nicht jede partei die sich links nennt ist deshalb was für mich *g* ich find den antifaschismus von der linken nett...ich find die toleranz bei den grünen toll....das sind alles nette ausschnitte aber die grosse idee bei der spd fehlt mir irgendwie.
was ist eigentlich denen ihr gesamtprogramm ? wir machen alles wie die cdu aber schmücken es besser ?....

obama ist auf seine weise linksradikal.
imho....:)
klar hat er ansichten die hier nicht vorstellbar wären, dafür setzt er in punkten akzente die kaum glaubhaft sind.
abgesehen davon bewerte ich seine aussagen im amerikanischen licht auch anders als hier...das kann man nicht 1:1 umlegen das würde hier ganz anders klingen....aber hier fehlen irgendwie leute mit konsensgedanken und visionen.

ich meinte nur, dass eigentlich JEDE FORM von armnhilfe den markt verzerrt....hab nur paar sachen gelistet....ist irgendwie schwer festzulegen, wo man denn nun die grosse freiheit setzen will und wo pöööse restriktionen.

@weltweit bin ich absolut bei dir....ich hab aber schreckliche angst vor der wto...die wird aktuell eigentlich nur deshalb zurückgehalten, weil doch alle mitglieder irgendwie ihre eigeninteressen durchsetzen wollen. internationale gesamtmindeststandards die umzusetzen sind...mein wunschtraum...wollten schon einstein und orwell.

und zum springenen punkt...pöh *g* das wäre gerade der punkt wo ich der fdp recht gebe. wie soll sich der mensch denn absolut frei entfalten, wenn er erst wieder zur überlebenssicherung ( ja über mehr red ich gar nicht ;) gezwungen ist ....das schränkt ja auch die bildungsmöglichkeiten wieder ein.
beim rest geb ich dir total recht....selber mehr verdienen können durch mehr arbeit, dass wäre sozial :-) ( und mit besserer ausbildung eben noch mehr aber innerhalb des realen und wenn überschüsse kriegen alle was ab......die minusrechnung kassieren die unten ja auch ).
 
ja ne is klar :rolleyes: würde man die geschichte mehr beachten und versuchen aus ihr zu lernen, hätten wir eine finanzkrise diesen ausmaßes vlt. nicht am hals. ähnliche fehler wurden schon vor 70 jahren gemacht, allein deshalb ist wirtschaftsgeschichte von sehr großer relevanz. abgesehen davon ist mein hauptfach vwl, dass ihr kleingeister daon nichts versteht, hat mich nicht überrascht :-P :lol:
jedes studienfach hat relevanz, sogar pferdewissenschaften.

die geschichte wiederholt sich immer....aber die regeln von damals haben wir ja abgeschafft in den 70ern 80ern jetzt kommen sie wieder und in 30-40 jahren wieder weg.
warum ? weil es geld bringt....die menschen leben zu kurz und sind "doof" :ugly:
 
jede generation macht die gleichen fehler... leider.
abgesehen davon bezweifle ich, dass wir wieder "regeln" oder das system der ersten 3 nachkriegsjahrzehnte haben werden. so war mein kommentar auch nicht gemeint.
 
jede generation macht die gleichen fehler... leider.
abgesehen davon bezweifle ich, dass wir wieder "regeln" oder das system der ersten 3 nachkriegsjahrzehnte haben werden. so war mein kommentar auch nicht gemeint.

doch glaube ich.
irgendwas das in zukunft solche "wettbewerbszusammenbrüche" verhindern wird, wird denke ich doch "installiert" werden :-)
 
und zum springenen punkt...pöh *g* das wäre gerade der punkt wo ich der fdp recht gebe. wie soll sich der mensch denn absolut frei entfalten, wenn er erst wieder zur überlebenssicherung ( ja über mehr red ich gar nicht ;) gezwungen ist ....das schränkt ja auch die bildungsmöglichkeiten wieder ein.
beim rest geb ich dir total recht....selber mehr verdienen können durch mehr arbeit, dass wäre sozial :-) ( und mit besserer ausbildung eben noch mehr aber innerhalb des realen und wenn überschüsse kriegen alle was ab......die minusrechnung kassieren die unten ja auch ).

In den Zielen sind wir dann gar nicht mehr soooo weit auseinander, trotzdem landen wir bei total konträren Parteien.:scan:

Frei entfalten ist schön und gut, aber doch nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Würde mich auch lieber frei entfalten als morgen wieder um 6 aufzustehen *kotz*. Aber wenn dann niemand mehr arbeiten geht weil es ja die soziale Hängematte gibt...dann...ja was dann?

Die Arbeitnehmer sollte man stärker am Unternehmensgewinn beteiligen, dann profitieren die auch direkt an den Überschüssen.
 
Mit jedem Jahr wird die Anzahl wirklich wählbarer Parteien geringer. Selbst ehemals als besonders "moralisch", "sozial" oder "grün" geltende Parteien (das "christlich" lasse ich mal weg, da so etwas IMHO in der Politik ohnehin nichts verloren hat) demaskieren sich in der Regierungsverantwortung meist selbst. Und ich wette auch die Linkspartei wird ersteinmal in der Regierungsverantwortung (ja, ich weiß daß ist derzeit eher unwahrscheinlich) von den meisten ihrer derzeitigen Forderungen abrücken. Im Moment ist sie also (noch ?) eines der kleineren Übel.

Die SPD hat sich schon lange überlebt, selbst mit einem Austausch des derzeitigen Kaders, sehe ich eigendlich keinen Grund mehr diese Partei wirklich noch als "links" anzusehen, für mich ist diese Partei unreformierbar und damit obsolet. Man muss sich all die "Schröderianer" nur einmal anschauen. Müntefering kann man nicht ernst nehmen, Steinmeier dürfte IMHO eigendlich kein politisches Amt mehr innehaben - so jemanden als Kanzlerkandidat aufzustellen entlarvt die SPD ja erst recht, Wiefelspütz findet Überwachung gar nicht mal so schlecht, Hubertus Heil? oh je. Um überhaupt noch ernstgenommen zu werden, sollte sich die SPD erst einmal von Personen wie Schröder (und wie schon gesagt, dem gerade unter Schröder besonders fragwürdigen Steinmeier) distanzieren. Warum weist man den ehemaligen Kanzlern immer erst nach ihrer Amtszeit die Verfehlungen nach?:
Spendenbetrüger wie Kohl berufen sich auf ihr Ehrenwort gegenüber illegalen (und damit kriminellen) Spendern haben aber trotzdem keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Schröder hat öffentlich behauptet, man wolle sich nicht am Irakkrieg beteiligen, hat dieses aber im Geheimen hinter dem Rücken der Bevölkerung aber doch gemacht (allein der Fall Murat Kurnaz hätte eigendlich das Karriereende von Steinmeier sein müssen) und hält gefährliche Despoten wie Putin für "lupenreinen Demokraten", weil dieser ihm nach seiner Kanzlerkarriere zu Lohn und Brot verhelfen kann... und dies auch tut. Ich bin gespannt welcher Lobbyist Merkel nach ihrer politischen Karriere für ihren "tatkräftigen Einsatz" belohnt.

Von der Wirtschaftspolitik der CDU brauche ich garnicht erst anzufangen, sie zu wählen schließt sich schon allein aufgrund ihrer Einstellung zum Thema Überwachung und Datenschutz aus. Wenn man glaubt der Tiefpunkt in Sachen Überwachung und Zensur wäre schon erreicht, kommt irgendein weiterer reaktionärer Hinterbänkler (wenn es den nur Hinterbänkler wären) dieser Partei unter einem Stein hervorgekrochen und will die Freiheit noch mehr einschränken. Und ich stehe auch zu meiner Meinung, daß die CDU (und natürlich auch SPD) Politik in diesem Bereich zu großen Teilen verfassungsfeindlich agiert, IMHO in letzter Konsequenz eine Gefahr für eine echte Demokratie darstellt. Die ursprünglich mit Terror-Prävention begründeten Maßnahmen werden schleichend immer mehr ausgeweitet und können irgendwann letztendlich als Antwort auf etwaige soziale Verwerfungen (und damit inhergehende Proteste) der neoliberalen Politik der letzten Jahre nach Innen gerichtet werden. Also sozusagen die deutsche Version einer gelenkten Demokratie wie in Russland. Bei uns verläuft das ganze nur ein wenig schleichender.

Das wie gerade erst in Hessen ausgerechnet die FDP einen Zugewinn an Stimmen bekommt, halte ich gerade in Krisenzeiten (ganz besonders, wenn man sich die Ursachen der Krise vor Augen hält) für sehr bedenklich. Wäre die FDP schon vor Jahren in eine Regierungsverantwortung gekommen, und hätte ihre marktradikalen Ideologien der Deregulierung, Privatisierung und Einschränkung von sozialer Verantwortung umsetzen können, dann könnten wir uns heute hinter Island, Spanien oder Großbritannien (CDU/FDP hätte uns IMO der politischen Ausrichtung von Überwachung+Neoliberalismus in England am ehesten angenähert) als weitere Kandidaten eines sich ankündigenden Staatsbankrottes anstellen. Selbst Rot-Grün hat es ja noch ganz allein geschafft mit ihren Deregulierungen den Weg freizumachen für die "kreativen Finanzkonstrukte" der Banken, die ja unter anderem zur derzeitigen Krisen geführt haben. Ich wage es kaum mir auszumalen, was erst die FDP in diesem Bereich so alles in die Wege geleitet hätte und wie es dann heute bei uns ausschauen würde.

Aufgrund der Politik unter Rot-Grün und solchen offensichtlichen Lobbypolitikern wie Schily verbietet es sich für mich die Grünen zu wählen. Eine grüne FDP 2.0 braucht eigendlich auch niemand mehr.

Was bleibt also (natürlich wie immer nur IMO) noch als "kleineres Übel" übrig?:
  • Die Linke
    Wer SED Altkader immer noch ausgerechnet bei der Linken (die derzeit eher von Alt-SPDlern dominiert wird) vermutet, sollte sich z.B. einmal die politische Vergangenheit der Ministerpräsidenten von Thüringen und Sachsen anschauen. Althaus und Tillich waren damals nämlich nachweislich linientreue Parteifunktionäre (es gibt da schöne Zitate Tillichs aus einer Rede, die glaube ich kurz vor der Wende zum Anlass einer Jugendweihefeier erfolgte), die als typische Wendehälse inzwischen natürlich lieber harte Law-and-Order Politiker spielen, die es gerne auch einmal etwas reaktionärer mögen.
  • Die Piratenpartei
    Leider wird man diese, wie auch die folgenden Parteien, auf kaum einem Wahlzettel finden können
  • Die Partei
    Besser als gar nicht oder eine der neoliberalen Rattenfänger der selbsternannten "Volksparteien" zu wählen, ist es sicherlich eine Satire-Partei zu wählen
  • APPD
    ... wenn man sie denn noch irgendwo auf seinem Wahlzettel finden sollte

AnGer schrieb:
Umverteilung von Wohlstandsverhältnissen ist für mich reines Wunschdenken.
Wieso das denn? Die letzten Jahre haben doch sehr gut bewiesen das eine Umverteilung möglich ist - wenn auch in umgekehrter Richtung. Allein der Armutsbericht war ja sozusagen die zynische Erfolgsbilanz der Umverteilung von Unten nach Oben unter Rot-Grün und Rot-Schwarz. Laut diversen Statistiken hat es unsere Bundesrepublik im Vergleich zu anderen Ländern ja in Rekordzeit geschafft die Einkommensverhältnisse so weit zu prekarisieren, daß man einer im Verhältnis zu den unteren Einkommensgruppen recht kleinen Klientel sozusagen den Hebel in die Hand gegeben hat, das "Hire & Fire" Prinzip mit erhöhtem Druck auch bei uns durchzudrücken. Und von den erweiterten Möglichkeiten Tarifverträge über Leiharbeit, ("freiwillige") Scheinselbstständigkeit oder gar "christliche" Scheingewerkschaften zu umgehen fange ich garnicht erst an.
 
ja ne is klar :rolleyes: würde man die geschichte mehr beachten und versuchen aus ihr zu lernen, hätten wir eine finanzkrise diesen ausmaßes vlt. nicht am hals. ähnliche fehler wurden schon vor 70 jahren gemacht, allein deshalb ist wirtschaftsgeschichte von sehr großer relevanz. abgesehen davon ist mein hauptfach vwl, dass ihr kleingeister daon nichts versteht, hat mich nicht überrascht :-P :lol:
jedes studienfach hat relevanz, sogar pferdewissenschaften.

war ja auch nur ein spaß. studiere doch selbst geschichtswissenschaft, aber auch nur als nebenfach... ;-)

in meinem nächsten leben studiere ich übrigens brauwesen... :-P
 
Da die CDU nur noch sozialdemokratische Politik macht und immer mehr nach links driftet wird es wohl Pro XXX werden. Das geht natürlich wenn die Pro Initiativen sich überhaupt landesweit organisieren.

Ansonsten bleiben nur die Republikaner. Haben sich so weit es mir bekannt ist auch eindeutig von der NPD distanziert. Übringens eine Abspaltung der CDU die Reps. Die ganze Diffarmierung ist zum Teil ihre eigene Blödheit aber natürlich auch politisches Kampfmittel der anderen Parteien.

Ich hoffe die CDU bekommt ne ordentliche Watsche und merkt das sie mit konservativen Wählern nicht alles machen kann.

Also ganz klare Protestwahl bei mir!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ich wette auch die Linkspartei wird ersteinmal in der Regierungsverantwortung (ja, ich weiß daß ist derzeit eher unwahrscheinlich) von den meisten ihrer derzeitigen Forderungen abrücken.

Ja natürlich, da alles andere gar nicht möglich ist.
Also lieber populistische Rattenfänger vom linken Rand wählen, die für die Masse wohl klingende Maßnahmen versprechen von denen sie wissen, dass sie ohnehin nicht umsetzbar sein werden?
In der Opposition ist es immer leicht.
Gott sei Dank lassen sich nur wenige (Linke wieder unter 10%) so verarschen.

Auf den Rest brauch man gar nicht einzugehen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich alle die so denken wie du irgendwo weit weg eine Insel kaufen und einen eigenen Staat gründen und dann den ganzen Tag mit Gänseblümchen im Kreis laufen. :hippie1:

Und die FDP hätte einen Staatsbankrott verursacht.:lol: Was würde denn dann die Linke machen? Die würden ja keine 10 Tage überstehen.
Ne wenn die hier was zu sagen bekommen hilft echt nur noch auswandern.
Aber wenn die SPD bald wieder Opposition ist dann wird die Linke endlich wieder überflüssig...
 
die fdp würde imo doch eher nen staatsbankrott verursachen langfristig als die momentane regierung.....weil sie ja praktisch 90% aller steuern senken oder abschaffen will.....und der staat kann nur sich selbst komplett zurücknehmen oder eben bankrott gehen ;)

( auch n vereinfachtes bild aber die magst du doch zum verständnis snap *g*)
 
die fdp würde imo doch eher nen staatsbankrott verursachen langfristig als die momentane regierung.....weil sie ja praktisch 90% aller steuern senken oder abschaffen will.....und der staat kann nur sich selbst komplett zurücknehmen oder eben bankrott gehen ;)

( auch n vereinfachtes bild aber die magst du doch zum verständnis snap *g*)

Ich seh das Problem aber eher auf der Ausgabenseite.
Hätte man früher versucht die Ausgaben zu beschränken (auch und vorallem zur Kohl-Regierung) hätte man jetzt mehr Spielraum die Krise zu bekämpfen.
Siehe z.B. Bayern wo wir prozentual viel weniger zur Zinsentilgung aufwenden müssen.
Potential wär imo verhanden (Rüstung, Außeneinsätze, Bürokratie etc.)
Die nächsten werden Regierungen werden aber ohnehin kein mehr zum verschwenden haben. Kein Spielraum für linke Politik.
Umverteilung ist doch eher was für Boomphasen.

BtW: Die FPD vertritt jetzt durchaus andere Positionen als zur Kohl-Regierung. Wer sich immer beschwert, dass der Linken die SED Vergangenheit vorgeworfen wird, sollte das auch mal zur Kenntnis nehmen und vielleicht mal einen Blick in alle Wahlprogramme werfen.

@Ganon: Nicht auf dich bezogen (nicht dass du dich wieder angegriffen oder misverstanden fühlst :-) )
 
BtW: Die FPD vertritt jetzt durchaus andere Positionen als zur Kohl-Regierung. Wer sich immer beschwert, dass der Linken die SED Vergangenheit vorgeworfen wird, sollte das auch mal zur Kenntnis nehmen und vielleicht mal einen Blick in alle Wahlprogramme werfen.
Ich persönlich hab nichts gegen liberale (um mal Volker Pispers in anderem Zusammenhang zu zitieren:"wir arbeiten ja noch an einem Mittel")Aber solange die FDP mit der CDU zusammenarbeitet/arbeiten will werde ich sie nicht wählen Ich gebe meine Stimme entweder der Linkspartei oder den sonstigen.Meine Lieblingskoalition wäre allerdings die "Ampel" allerdings nur wenn die SPD sich mal auf ihr Kerngeschäft zurückbesinnen würde daher sind SPD und Grüne schonmal nicht wählbar. :( Wie Belphegor aber auch schon gesagt hat die Linke kippt dann doch zu schnell. Natürlich sind manche ihrer Versprechen nicht einzuhalten aber wenn du kleine Freiheiten willst musst du grosse fordern die Linken müssten ja so oder so einen Koalitionspartner suchen und der würde denen dann auch schon ein wenig "aufhalten" das machen sie allerdings in letzter Zeit selber zu oft. Grüne sind auch nicht wählbar weil nur Steigbügelhalter für die SPD somit bleiben mir nur noch die sonstigen.
 
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