@MagicMaster
Naja, Steam muss halt die Spiele auf ihrem Service limitieren, wenn sich Phyta jetzt schon über Cut the Rope und Co ärgert wie wärs dann wohl erst wenn einfach alles dort erscheinen darf. Die "großen" Indie Titel erscheinen eh nach wie vor problemlos, nur für die "Indie Indie" Titel schauts genauso aus wie immer. Und eigentlich dachte ja jeder, dass Greenlight das lösen würde aber es hat nicht so recht funktioniert. Immerhin arbeitet Valve dran, denn das ist imho notwendig.
Wie gesagt, ich bin eigentlich auch ein Fan davon, ich hab keine Lust auf der Suche nach guten Titeln durch 300 Tetris/Türme von Hanoi/InfiniteRunner/DoodleJump Klone wühlen zu müssen, die von Amateurprogrammierern eigentlich nur als Lernprojekte erstellt wurden.
Valve sollte einfach mal vernünftige Regeln aufstellen und dann alle Spiele zulassen, die diese Regeln einhalten. Irgendwas wie "muss mindestens ein/zwei/drei kommerzielle Spiele entwickelt haben, für den internationalen Release muss zumindest eine englische Sprachversion existieren, für die Veröffentlichung des ersten Spiels müssen 1000€ gezahlt werden". Das sind quasi die Vorraussetzungen, die auch die Konsolenhersteller nutzen (plus bei denen natürlich noch Zeug wie "muss das DevKit sicher wegschließen können") und dürfte einen vernünftigen Service bei wenig Einschränkungen gewähren und würde endlich Klarheit bringen. Daneben dann noch ein Greenlight nur für Titel die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, weil auch da durchaus Perlen dabei sein können.
Momentan ist Greenlight einfach eine Echokammer, das wird Valve nicht helfen neue Zielgruppen zu erschließen (mal abgesehen davon, dass so ein Massenvotingprozess letztendlich auch die Kreativität ausmerzt).
Niemand ärgert sich btw über Cut The Rope, sondern nur darüber dass Cut The Rope einfach so erscheinen konnte, während andere langjährige Entwickler über Greenlight geschickt werden. Valve hat da einfach überhaupt keine Klarheit drin. Eador darf auch demnächst erscheinen ohne über Greenlight gehen zu müssen und das ist von nem Indie Entwickler aus Russland der weitaus weniger vorweisen kann als Idea Factory (nicht dass das Spiel es nicht verdient hätte, Eador soll ja ziemlich gut sein).
Das Problem sind für mich auch nicht unbedingt die nur japanischen Entwickler, sondern das ganze System. Bei den japanischen Entwicklern schneidet sich Valve nur dadurch imo unnötig von ner ganzen Fanbase ab (ich würde aber trotzdem sagen, dass die japanischen Entwickler es weitaus schwieriger auf Steam haben. nicht weil Valve das böse meint, aber da scheinen einfach mehr Fans westlicher Spiele zu arbeiten, die vermutlich diese Titel nicht mal kennen - vllt trifft es auch eher "nicht angloamerikanische" Entwickler, einfach weil Valve sich bei denen nicht auskennt, die japanische Entwicklerszene ist davon nur die international bekannteste, sodass es mehr auffällt). Ob ein westliches Indie Game mehr oder weniger erscheint ist für den Entwickler zwar scheiße, aber die Fans von westlichen Indie Games hat Valve eh schon auf der Platform.
Ich nutze Steam ja selbst gerne und oft, aber dass der Marktführer und schon fast Monopolist auf größere klassische Videospiele am PC solche riesigen problematischen Felder hat nervt mich enorm.