Mehr Story wie in SS ist echt nicht schwer. Das beweisen doch schon allein MM und TP. Sogar OoT hat mehr Story.
In SS gab es an sich nur diesen Krieg zwischen Hylia und dem Todbringer, welchen Hylia unter Konsequenzen gewann. Sie reinkarniert als Zelda und Link wird eben durch seine Taten und der Anerkennung durch Phai als Gebieter zum Helden. Da hätte in SS wesentlich mehr kommen müssen! Es gab keinen großen Bezug auf das alte Volk der Hylianer welches einst von hylia in den Himmel gebracht wurde, man ist nicht auf das Triforce-Symbol eingegangen welches überall im Erdland erbaut wurde obwohl die Königsdynastie erst nach SS beginnt.
Und auch nahm man keinen Bezug auf die Götter Din, Farore und Nayru, auch wenn man ihre komischen Flammen da sammeln mussten.
Wenn ich bedenke was Nintendo da alles in TP gebracht hat, mit Zeldas Kapitulation zum Wohle des Volkes, die Vergangenheit des Schattenvolkes, Zantos Gründe für seine Taten, Ganondorfs Exekutierung,Midnas Gefühle etc.
Oder in MM die Geschichte von Horror Kid, den Sagen um Majoras Maske, die ganzen Gefühle und Taten der NPCs welche mit Majoras Maske verwoben waren.
Auch WW war an der ein oder anderen Stelle besser inszeniert, wenn ich da so an Ganondorfs Aussagen im Finalkampf denke.
Nee nee, also storymäßig war SS da schon schwächer als frühere 3D-Zedas. Da muss Nintendo unbedingt wieder zurückfinden.
Du stellst es hier aber nun auch recht verkürzt dar. Was ist mit Ghirahim, den Zeitportalen, dem Fluch des Todbringers und Impa? Das sind auch alles Teile der Story. Wo ich dir zustimme, ist, dass es im Grunde zu wenige (klare) Bezüge gab. SS ist definitiv der erste Teil und fungiert bis zu einem gewissen Grad als Grundstein für alle weiteren folgenden Geschichten. Insofern war mein größter Kritikpunkt daran, dass auch hier wieder storytechnisches "Backlinking" betrieben wurde, sprich auf noch ältere Zivilisationen, noch weiter zurückliegende Ereignisse, etc. verwiesen wurde. Das fand ich unbefriedigend - auch wenn man streng genommen argumentieren könnte, dass die Serie nicht umsonst "The Legend of Zelda" heißt und SS alle Ursprünge
dieser Legende vollständig abdeckt. Was davor war, sprich Hylia, der Krieg und die vorangegangenen Ereignisse, könnte somit theoretisch eine eigene Spielreihe sein, die im selben Universum stattfindet, aber eine andere Thematik behandelt.
Von sowas war allerdings ein Twilight Princess auch nicht frei. Das Schattenvolk ist dafür ein gutes Beispiel. Man kennt zwar die Motivation von Midna und Zanto, aber eigentlich habe ich mich bis zum Schluss (und weit danach) gefragt, was es nun genau mit dem Schattenvolk auf sich hat und was vorgefallen ist, dass diese im Dämmerlicht-Reich landen mussten. Als man die Wüste betritt und Midna meint, dass sie zu dem verbannten Volk gehört, hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass eine dementsprechende Backstory präsentiert werden wird. Konkret geschehen ist das jedoch nicht.
Auch ist es richtig, dass MM im Detail mehr Story hat. Aber gemessen an dem Großen und Ganzen und im Kontext der Saga ist diese jedoch eher hintergründig, um nicht zu sagen, vernachlässigbar. Besonders, wenn man bedenkt, dass es ja ein vieldiskutiertes Thema im Fandom ist, ob MM überhaupt geschehen ist. Da hat SS insofern mehr zu bieten, dass hier wirklich Dinge präsentiert wurden - und zwar große Dinge - welche die Geschehnisse späterer Teile neu oder anders beleuchten.
Dass Zelda die wiedergeborene Hylia ist, war für mich enthüllungstechnisch ein Megaton. Vom Impact auf die Geschichte her IMO vergleichbar mit Darth Vaders Vaterschaft von Luke.