Videospiele-"Journalismus"

Wer immer noch meint dass es nur eine wilde Verschwörungstheorie sein, das passiert gerade direkt vor der Haustür:
http://www.ka-news.de/region/karlsr...Was-fuer-ein-teurer-Bloedsinn;art6066,1470260
Das Karlsruher Institut für Technologie plant das "Studentenwerk" in das "Studierendwerk" umzubenennen, eine Aktion die voraussichtlich mindestens 100.000€ kosten soll. Passend dazu ist ein anderer Artikel verlinkt über eine Professorin der Berliner Humboldt Universität, die die Sprache nun auch ver-SWJ-len will:
Das ist wirklich Unsinn, korrekt heißt es Studierxwerk :v:
 
diese grassierende panik von männern hier über die gesamte gender-debatte find ich persönlich ziemlich überraschend. das ist keine "verschwörung", das ist eine öffentliche debatte, an der man wahlweise teilnehmen kann...oder außen vorbleiben und lustige verbindungen aufstellen.
 
diese grassierende panik von männern hier über die gesamte gender-debatte find ich persönlich ziemlich überraschend. das ist keine "verschwörung", das ist eine öffentliche debatte, an der man wahlweise teilnehmen kann...oder außen vorbleiben und lustige verbindungen aufstellen.

Ist doch trotzdem Schwachsinn, wie viel Geld und Energie damit verschwendet wird. Das Deutsche trifft wenigstens eine sprachliche Unterscheidung zwischen männlich und weiblich. Eine Nuance, die im Englischen erst im Kontext deutlich wird. Und zur allgemeinen Unterscheidung nochmal: Ein Raum voller Studenten bedeutet nicht, dass in dem Raum nur Männer sitzen. In einem Raum voller Studentinnen sitzen allerdings nur Frauen. Also werden Frauen sogar sprachlich hervorgehoben im Gegensatz zu Männern.
 
diese grassierende panik von männern hier über die gesamte gender-debatte find ich persönlich ziemlich überraschend. das ist keine "verschwörung", das ist eine öffentliche debatte, an der man wahlweise teilnehmen kann...oder außen vorbleiben und lustige verbindungen aufstellen.

Genau das würd ich auch sagen wenn ich ein Illuminat wäre :scan:
 
Ein Raum voller Studenten bedeutet nicht, dass in dem Raum nur Männer sitzen. In einem Raum voller Studentinnen sitzen allerdings nur Frauen. Also werden Frauen sogar sprachlich hervorgehoben im Gegensatz zu Männern.

das ist reine gewohnheitssache. sprachlich heißt es, dass genauso nur männer da sein könnten, wir sind es allerdings nur halt so gewohnt und konditioniert. ^^ mir persönlich ist das allerdings auch relativ egal, ich gendere nur wenn ich muss - einfach schon aufgrund von faulheit. *g

ich verstehe nur nicht, wieso man da jetzt groß panik haben müsste und seine existenz, bzw. identität irgendwie so gefährdet sieht, dass man glaubt, unser hobby stürbe - mal wieder.
 
das ist reine gewohnheitssache. sprachlich heißt es, dass genauso nur männer da sein könnten, wir sind es allerdings nur halt so gewohnt und konditioniert. ^^ mir persönlich ist das allerdings auch relativ egal, ich gendere nur wenn ich muss - einfach schon aufgrund von faulheit. *g

Wenn in der Zeitung steht, "der Raum war voller Studenten", dann gehe ich automatisch davon aus, das auch Studentinnen anwesend waren. Um hervorzuheben, dass es eine reine Männerrunde war, müsste man schon sowas wie "der Raum war voller männlicher Studenten" schreiben.

ich verstehe nur nicht, wieso man da jetzt groß panik haben müsste und seine existenz, bzw. identität irgendwie so gefährdet sieht, dass man glaubt, unser hobby stürbe - mal wieder.

Mich nervt an dieser Diskussion, dass wir angeblich Frauen sprachlich diskriminieren und dann kommen plötzlich solche politisch überkorrekten Wortvergewaltigungen wie Studierende zustande :ugly:

Na ja, typisches First-World-Problem und eine rein akademische Debatte, die gar nicht in der allgemeinen Bevölkerung ankommt.
 
Mich nervt an dieser Diskussion, dass wir angeblich Frauen sprachlich diskriminieren und dann kommen plötzlich solche politisch überkorrekten Wortvergewaltigungen wie Studierende zustande :ugly:

Na ja, typisches First-World-Problem und eine rein akademische Debatte, die gar nicht in der allgemeinen Bevölkerung ankommt.

oh, frauen WERDEN seit jahrhunderten im deutschen sprachlich quasi völlig unterschlagen, alleine schon durch konstruktionen wie "man". die frage ist nur, wie sehr man sich daran stört. ich gebe dir recht, dass es wortvergewaltigungen gibt aber studierende ist doch nun wirklich keine neuschöpfung, sondern ein altes wort, das einfach die geschlechtslose mehrzahl meint.

aber glaubt mir, die debatte kommt völlig in der bevölkerung an...gibt kaum etwas, was geradezu zu solch undifferenzierten und niveaulosen hassströmen in onlineforen und leserbriefen führt, wie die genderfrage. wenn die sprach-diskriminierung kein sexismus ist, die reaktionen auf diese diskussionen sind es im quadrat. :nyah:
 
oh, frauen WERDEN seit jahrhunderten im deutschen sprachlich quasi völlig unterschlagen, alleine schon durch konstruktionen wie "man".
Dafür möchte ich aber doch ein paar mehr Beispiele sehen als "man". Ich glaube nicht, dass sich ein paar Männer vor einigen Jahrhunderten zuhause hingesetzt und dann darüber diskutiert haben, wie man weibliche Worte aus der deutschen Sprache verbannt und wie man das tugendhafte Männliche unterstreicht.^^ Eine Sprache entwickelt sich über viele, viele Generationen und zu der Entwicklung haben selbstverständlich ebenso Frauen beigetragen.

Glaubst du eigentlich es schmerzt Frauen innerlich, wenn sie irgendwelche Satzkonstruktionen mit "man" beginnen müssen? So wie es mich schmerzt, bei Mehrzahl und beim Siezen "Sie" zu benutzen ;)

aber glaubt mir, die debatte kommt völlig in der bevölkerung an...gibt kaum etwas, was geradezu zu solch undifferenzierten und niveaulosen hassströmen in onlineforen und leserbriefen führt, wie die genderfrage. wenn die sprach-diskriminierung kein sexismus ist, die reaktionen auf diese diskussionen sind es im quadrat. :nyah:

Meinst du die Debatte wird chauvinistisch geführt und richtet sich gegen die Emanzipation oder rührt die Aufregung eher daher, dass eine kleine Elite auf eigene Faust unsere Sprache verändern und gewisse Worte und Redewendungen geradezu verbieten will? Es gibt nämlich sehr ähnliche Diskussionen bei Worten wie Zigeunerschnitzel oder Mohrenkopf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dafür möchte aber doch ein paar mehr Beispiele sehen als "man". Ich glaube nicht, dass sich ein paar Männer vor einigen Jahrhunderten zuhause hingesetzt und dann darüber diskutiert haben, wie man weibliche Worte aus der deutschen Sprache verbannt und wie man das tugendhafte Männliche unterstreicht.^^ Eine Sprache entwickelt sich über viele, viele Generationen und zu der Entwicklung haben selbstverständlich ebenso Frauen beigetragen.
Glaubst du eigentlich es schmerzt Frauen innerlich, wenn sie irgendwelche Satzkonstruktionen mit "man" beginnen müssen? ;)

weder noch. ich glaube, dass das männliche einfach als der normale standard angesehen wurde, ohne jegliche debatte, weil es eben normal ist. das war schon zu zeiten so als die frau noch dafür verantwortlich gemacht wurde, dass die menschheit aus dem paradies vertrieben wurde, bzw. gesagt wurde, die frau ist "unrein" wenn sie ihre regelblutung hat und würde krankheiten übertragen. ^^

das ist keine verschwörung - das war einfach dominante realität und normalität. anders zu denken war quasi nicht vorstellbar - göttliche ordnung. insofern nö.

und zur zweiten frage....."schmerzen" ist so ein großes wort. was man gewöhnt ist, daran ist man gewöhnt. stören sich auch genug dunkelhäutige menschen nicht an mohrenköpfen und begriffen wie "neger". außerdem reden viele frauen bewusst nicht darüber, weil sie nicht als.....panik panik....FEMINISTINNEN (das sind alles leute wie alice schwarzer, die ihre bhs mal in den 60er über nem lagerfeuer verbrannt haben) gelten wollen. gibt aber auch wirklich genug frauen, die sich inzwischen daran stören, was aber natürlich auch daran liegt, dass viele erst heute mal offen darüber nachdenken, was sprache bedeutet, was sprache aussagt und was sie kann. es ist einfach eine form von unterschlagung - nicht mehr und nicht weniger.

ob man diese unterschlagung jetzt für schlimm oder beachtenswert hält ist eine andere frage...ich bin wie gesagt zu faul aber vorhanden ist sie, das lässt sich halt schwer leugnen und ist halt historisch gewachsen. ^^

Meinst du die Debatte wird chauvinistisch geführt und richtet sich gegen die Emanzipation oder rührt die Aufregung eher daher, dass eine kleine Elite auf eigene Faust unsere Sprache verändern und gewisse Worte und Redewendungen geradezu verbieten will?

das ist ne trickfrage, weil das wort emanzipation früher auch ne beleidigung war - stichwort "emanzen"! der himmel wird uns auf den kopf fallen und so - bis sich die rechtliche gleichstellung eben erfolgreich durchgesetzt hat, gesellschaftlich sowieso. haben manche scheinbar bis heute aber nicht verziehen, weshalb heute - wie gesagt - nur alice schwarzer das prädikat feministin führen darf als spinnerin, während die realität vor paar jahrzehnten quasi völlig ausgeblendet wird, wo eine frau erst die erlaubnis ihres ehemanns brauchte, um einen beruf anfangen zu dürfen.

insofern JEIN - die debatte WIRD chauvinistisch und antifeministisch geführt UND eine elite will auf sprachliche irrwege, die aus einer irrealen objektiven weltsicht diskriminieren - aufmerksam machen. beides gleichzeitig.

im übrigen gabs dieses weltuntergangsgerede über vergewaltigung der sprache auch bei der rechtschreibreform, was da rumgejammert wurde - ende der deutschen sprache schlechhin, im vgl. damit ist das hier quasi nichts und die änderungen auch nur minimal. verboten wird auch 0, es wird nur versucht ein gespür dafür zu schaffen, dass worte macht besitzen und sprache nie tot ist, immer lebendig, immer im wandel. das ist kein sakrileg, das ist maximal besserwisserei und partielle erbsenzählerei, die aber ideologisch trotzdem ein theoretisch argumentierbares ziel verfolgt. kann man mögen, kann man ablehnen aber differenziert sollte man sich damit beschäftigen.
 
Also wird uns, sogar den Frauen, mit unserer Muttersprache (!) schon ein chauvinistisches Gedankengut in die Wiege gelegt, das alles weibliche als weniger wertvoll betrachtet? Diese These halte ich für sehr gewagt, denn nichts Anderes sagt diese Anschauung aus. Ich weiß allerdings auch, dass sie nicht von dir stammt. ;)

Ich hatte übrigens meinen Beitrag noch einmal editiert: Was sagt es über unsere angeblich chauvinistische Sprache aus, dass für Mehrzahl und Höflichkeitsform das weibliche "Sie" benutzt wird? Und erkennst du nicht Parallelen zwischen Debatten um Wörter wie Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf oder Führer? Die werden ebenso hitzig und beleidigend geführt.
 
hier mal etwas, was man gelesen haben muss zu dem ganzen gamergate ding.

To fair-minded proponents of #GamerGate:

A few nights ago, I spent several hours on Twitter asking questions and patiently reading the answers from a dozen so of your fellow gamers. I had already read a fair amount about #GamerGate and the events surrounding it, but I wanted to get a clearer sense of what it means to the people who were promoting the tag. I endeavored to be as fair-minded about it as I knew how. Now that I’ve determined to respond (after a day of debating with myself whether or not it was worth doing so), I hope you’ll give the same consideration to what I have to say.

weiter gehts hier:
https://medium.com/@upstreamism/to-fair-minded-proponents-of-gamergate-7f3ce77301bb


achja und auf den leigh alexander artikel "'Gamers' don't have to be your audience. 'Gamers' are over." von vor ein paar tagen gab es eine antwort mit dem artikel "Gaming Journalism Is Over" von david auerbach.

Slate readers are over, declining—a dead demographic.

Why on Earth would I start a column with this thesis? There is no faster way to alienate my audience—that is, the people who pay my bills. And yet, this is exactly what writers at not one but half a dozen online gaming publications did to their audiences last week, and it points to a significant shift in the business of gaming. Gamers are not over, but gaming journalism is.
 
Also wird uns, sogar den Frauen, mit unserer Muttersprache (!) schon ein chauvinistisches Gedankengut in die Wiege gelegt, das alles weibliche als weniger wertvoll betrachtet? Diese These halte ich für sehr gewagt, denn nichts Anderes sagt diese Anschauung aus. Ich weiß allerdings auch, dass sie nicht von dir stammt. ;)

Ich hatte übrigens meinen Beitrag noch einmal editiert: Was sagt es über unsere angeblich chauvinistische Sprache aus, dass für Mehrzahl und Höflichkeitsform das weibliche "Sie" benutzt wird? Und erkennst du nicht Parallelen zwischen Debatten um Wörter wie Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf oder Führer? Die werden ebenso hitzig und beleidigend geführt.

natürlich ist sprache immer historisch gewachsen und daher voll von gedankenspielen, die heute vermutlich als antiquiert gelten. gibt ja viele redewendungen, bzw. metaphern, die heute tot sind, weil sich niemand mehr an ihren ursprung und ihre frühere bedeutung erinnern kann. weib war früher auch ein normales wort und gilt heut als unhöflich, wenn nicht gar beleidigend. nichts ist statisch in der sprache - aber auch nichts ist wertfrei.

allgemein gesagt, hast du mit deiner provokanten übertreibung natürlich recht: tradierte kultur übernimmt vorurteile ebenso wie positives und macht uns in gewisser weise für gewisse bilder eher empfänglich als als mitglieder einer anderen kultur. wobei wir heute in einer welt leben, die einerseits komplexer ist aber andererseits wir alle auch viel mehr wissen als früher und auch sensitiver sind bei bestimmten dingen.

kann man jetzt natürlich sagen, dass das luxusprobleme sind aber du kennst doch die bedürfnispyramide - man braucht einen bestimmten wohlstand, um von gedanken des reinen überlebens weg zu kommen und sich mal um selbstentfaltung und selbstverwirklichung zu kümmern. insofern ist das anstreben höherer - naiv wirkender - zielsetzungen für menschen eine höhere entwicklungsstufe, weil sie jetzt auch intellektuell freier agieren als vorher und man sich selbst ebenso hinterfragt wie dritte.

"weniger wertvoll" trifft es nicht - das wörtchen "mitgemeint" trifft es eher. frauen müssen sich sprachlich immer mitgemeint fühlen...aber ich weiß, dass die pointe in südlicheren sprachen noch weitaus witzloser ist. die historische begründung wäre frauenfeindlich gewesen, die heutige verwendung ist größtenteils wertfrei und hat vor allem gewohnheitsrecht. insofern nein - da steckt heute kein frauenhass dahinter - darüber nachzudenken, den sowieso immer in beweglichen sprachfluss auch in dieser hinsicht zu sensitivisieren ist aber kein verbrechen und kein sakrileg. ^^


und zu deinem zweiten absatz - ich habe nie behauptet, dass nur die genderdebatte hitzig und beleidigend geführt wird, du hast völlig recht. in diesen anderen debatten über sprache und wortherkunft wird ebenfalls permanent mit worten wie nazi und gutmensch artikuliert, was ich ebenfalls - gelinde gesagt - zum kotzen finde. wobei ich da immer unterscheide, wie jemand argumentiert. einen 70-jährigen sehe ich seine sprachliche gewandtheit viel eher nach als einen 20-jährigen.

lange rede, kurzer sinn: wir haben einen gigantischen gesellschaftlichen sprung gemacht im 20. jahrhundert, der kulturell und sprachlich (noch) nicht so nachvollzogen wurde. vielleicht kommt es, vielleicht nicht, über kurz oder lang passt sich sprache immer an, mir sind einige generaktivistinnen genauso suspekt wie allen anderen, ich musste auf der uni oft genug in solchen fragen mit den augen rollen aber ich erkenne das grundlegende argument an. ich muss es ja nicht teilen. ^^
 
Ich denke ein großes Problem der Debatte ist, dass hier so viel vermischt wird. Wir haben einerseits Vorwürfe der Korruption und einseitiger Berichterstattung im Gaming-Journalismus, gepaart mit der nun schon gut ein bis zwei Jahre andauernden Sexismus-Debatte und dazu kommen noch ein paar rechte Schwachköpfe, die versuchen, ihre eigene Agenda durchzudrücken. Durch die Grenzen, die dabei verschwimmen, fällt es schwer, über die richtigen Probleme zu diskutieren weil sich stattdessen immer reihum erstmal empört wird und die Stimmung so negativ aufgeladen ist, dass quasi schon ein falsches Wort eine Diskussion vollkommen aus den Fugen werfen kann. Und so haben wir die Situation, dass die eine Seite sagt, dass der Gaming-Journalismus tot ist und die andere, dass die Gamer tot sind, während sich eine ganz kleine Gruppe von Leuten ins Fäustchen lacht, weil sie ach so toll getrollt haben.

Hier ein interessanter Bericht/, der versucht möglichst alle Seiten der Diskussion etwas einzufangen.
 
Es gibt Aspekte und Aussagen, die Sarkeesian in ihrer Arbeit trifft, an denen man wenig Anstoß nehmen kann, die Fragen aufwerfen, über die es sich zu sprechen gehört und es ist schön, dass diese Themen durch Sarkeesian so stark in den Fokus gerückt worden sind, wie noch nie zuvor in der Videospielgeschichte. Brauchen wir wirklich eindimensionale, weibliche Charaktere, deren einziger Sinn und Zweck ist, passives Objekt zu sein, um dem männlichen Hauptcharakter einen Grund zum Agieren zu geben? Was soll der Schwachsinn mit dem sexualisierten Charakterdesign, zum Beispiel ersichtlich an den typisch weiblichen Rüstungen in Fantasy-Spielen? Müssen halbnackte Booth Babes über die Messegelände tanzen? Und natürlich die goldene Preisfrage: Wo sind die ordentlichen, weiblichen Hauptcharaktere? Und aus Sarkeesians Werk lassen sich natürlich andere, ähnliche Fragen zu weiteren Personengruppen ableiten, die in Videospielen stark unterrepräsentiert sind. Wie viele Spiele kennt ihr, zum Beispiel, mit einem homosexuellen Charakter, welcher eben nicht primär durch seine sexuelle Orientierung definiert ist? Oder wie wäre es mit Moslems in Videospielen, die nicht einfach nur der extremistische Feind sind?
Imo ist das hier der Kern des Problems: Der Wunsch, Videospiele unnötig mit sozialen Statements zu überfrachten. Ein Spiel gewinnt nichts, wenn man nur um des Repräsentieren Willens einen schwulen Charakter einbaut, oder einen Moslem, oder eine andere Minderheit. Dass heißt nicht, dass man das nicht machen kann, es heißt, dass man als Spieleentwickler nicht darauf verpflichtet ist, auf sowas achten zu müssen.

Auch nervt, dass noch immer Sarkeesians falsche Behauptung nachgeplappert wird, es gäbe in Videospielen keine starken weiblichen Figuren. Wer die nicht sieht schaut einfach nicht hin.
 
Imo ist das hier der Kern des Problems: Der Wunsch, Videospiele unnötig mit sozialen Statements zu überfrachten. Ein Spiel gewinnt nichts, wenn man nur um des Repräsentieren Willens einen schwulen Charakter einbaut, [..]

ich fand das bei rogue legacy einfach nur genial, wo es einen schwulen char gab, der einfach 0 unterschiede zum quasi standard-char hatte. subtile und aussagekräftig gleichzeitig. ^^
 
ich fand das bei rogue legacy einfach nur genial, wo es einen schwulen char gab, der einfach 0 unterschiede zum quasi standard-char hatte. subtile und aussagekräftig gleichzeitig. ^^
Der einzig vernünftige Weg, wie man so etwas angehen kann, das eigentliche Spiel bleibt im Fokus. Wenn man stattdessen mit so etwas hausieren geht, wie progressiv man ist und quasi mit Leuchtreklame über einen schwulen Charakter darauf hinweist, dass es ihn gibt, hat man schon verloren.
 
Auch nervt, dass noch immer Sarkeesians falsche Behauptung nachgeplappert wird, es gäbe in Videospielen keine starken weiblichen Figuren. Wer die nicht sieht schaut einfach nicht hin.

Das Problem ist da doch nur, dass man, wenn man was anderes sagt, in die Ecke der Unmoralischen gestellt wird.

Wenn jetzt nen Entwickler sagen würde "Nö. Wieso? Wir haben das Spiel so geplant. Wir werden jetzt nicht die Prostituierten rausschreiben, weil es sie eben im 16. Jahrhundert wirklich so gab." dann wirds nen Shitstorm geben.
Da hingegen labern Entwickler jetzt "Ja. Sarkeesian hat uns die Augen geöffnet. Beim nächsten Game werden wirs anders machen".

...
Das ist pure Heuchlerei. Das sind alle Lippenbekentnisse, aber wenn man dann zu Hause sitzt, unter Ausschluß der Öffentlichkeit, wird alles wieder anders.

Es gab doch mal nen Artikel vom eigentlich sehr gutem Videogamejournalisten Jason Schreier, in dem er die großen Brüste bzgl. Dragons Crown anprangerte. Später im NeoGAF hingegen schrieb er, wie cool er irgendnen laufendes Stereotyp aus nem Tales of Teil mochte...
 
Zurück
Top Bottom