Die Auftritte von Catwoman (netter Fanbonus, aber eigentlich sinnlos) und Bane, das Untergrundquartier in der Kanalisation von Gotham, sowie die ganze Story um die Gesellschaft der Schatten sowie dem Gefängnis, haben dem Auftrieb von TDK nämlich einen ordentlichen Dämpfer verpasst. Der Stil, der schon in BB zum Tragen kommt, sagt mir einfach nicht zu. Auch wenn man versucht hat, das ganze noch so dezent wie möglich zu gestalten.
Der eigentliche Plot um Bane und die Zerstörung Gothams mit dem Kern eines Atomreaktors, und der ganze Weg dahin, war da eigentlich nur die Spitze des Eisbergs. Was mich am meisten enttäuscht hat war Bane selbst. Wo der Joker noch Chaos, um des Chaos willens stiftete, weil er eine soziopathe Gestalt war, die Gefallen an Anarchie fand, also für sich genommen ein echter Charakter war - handelt Bane lediglich als einfacher Handlanger. Getrieben aus übernommenen fundamentalistischen Motiven, die er im Zuge seiner kurzen Zeit in der Gesellschaft der Schatten eingeflößt bekam und dem Einfluss, den die Tochter von Ra's al Ghul auf ihn ausgeübt hat. Zu allem Überfluss musste es dann am Ende auch noch einen Twist geben, der die Gestalt des Bane noch weiter herabgewürdigt hat, da ihm nun auch noch der letzte Rest Souveranität seiner Handlungen abgesprochen wurde. Vom muskelbepackten Rambo, zum Schoßhündchen Mirandas. Miranda selbst war auch so 'ne Gabie, aber egal. Doch auch bis zu diesem Moment fand ich seine Auftritte eher gehalt- und charakterlos. Er hatte zwar ordentlich Screentime, doch was genau hat er eigentlichgetan? Er tauchte auf, schwang eine kurze Rede, sprengte was in die Luft und verschwand wieder. Und das mehr oder weniger über den ganzen Film. Worin genau lag sein großer Hass auf Batman eigentlich begründet, dass er ihn brechen wollte, ihn foltern wollte? In der Zerschlagung der Schatten? In der Loyalität zu Ra's al Ghul, dem Mann, der ihn aus der Gesellschaft gestoßen hat? Letztlich kann es ja nur die Liebe zur Tochter gewesen sein, wodurch deren Motive, zu seinen wurden. Für mich strahlte die Figur des Bane zumindest zu keiner Zeit eine wirkliche Gefahr aus. Er war in seiner Art einfach zu grobschlächtig und austauschbar. Ein großer starker Typ, dessen einziger Zweck darin besteht, Batman in der Kanalisation zu verprügeln und ihn kurzzeitig aus der Stadt zu jagen. Daran konnte auch der verzweifelte Versuch, ihn durch seine Legende mächtiger wirken zu lassen, nichts ändern. Und mit der Maske fehlte dem Charakter leider auch noch die Mimik, die vielleicht noch etwas Tiefe erzeugt hätte. Ich find's wirklich tragisch wie sie die Figur verheizt haben. Hardy hätte mehr zeigen können.
Von der Präsenz Robins war ich ehrlich gesagt überrascht, positiv. Mir hat die Rolle im Gegensatz zu einigen anderen hier, sehr gut gefallen. Er wirkte körperlich noch nicht besonders agil, zumindest im Nahkampf (Baustellen-Szene), dafür verkörperte er aber mit Gordon die Rolle des gotham'schen Aufstandes. Er war, verhältnismäßig, die Prise Realismus die ich mir eigentlich öfter gewünscht hätte. Und die Szene in der er Bruce wissen lässt, dass er über Batman Bescheid weiß, war unter den ruhigen Momenten, einer der wenigen wirklich guten. Neben den Dialogen zwischen Alfred und Bruce.
Der restliche Cast hat einen sehr guten Job geleistet, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Catwoman hätte man zwar denkbar besser einführen können, als sie auf die Jagd nach einem ominösen Computerprogramm zu schicken, von dem später kein Hahn mehr kräht. Aber sei es drum. Der Auftritt von Scarecrow war ganz gut, wenn auch kurz.