Obama FTW

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Ich weiß schon, was für Textauszüge ich als erstes im Englisch LK interpretieren darf :lol:

Stylistic Devices: Wie immer das gleiche^^ :P

mich als Englisch LKler hat bei der Rede auch die deutsche Übersetzung angekotzt. ich hab versucht mich die ganze zeit aufs englische zu konzentrieren aber der übersetzer hat mich als wieder rausgerissen :ugly:
 
mich als Englisch LKler hat bei der Rede auch die deutsche Übersetzung angekotzt. ich hab versucht mich die ganze zeit aufs englische zu konzentrieren aber der übersetzer hat mich als wieder rausgerissen :ugly:
Ja der Übersetzer ging irgendwie gar nicht.^^
 
Boah, hab sie mir jetzt auf Youtube angesehen.
Echt nur Sprechblasen. ~_~
Aber naja, stimmt schon - was hätte er auch sagen sollen.
 
Boah, hab sie mir jetzt auf Youtube angesehen.
Echt nur Sprechblasen. ~_~
Aber naja, stimmt schon - was hätte er auch sagen sollen.


ist doch nur promotion. über terrorismus darf er sich unterhalten, weil die republikaner im weißen haus dann kein problem damit haben. wenn er in deutschland bei einer offiziellen "nichtwahlkampfveranstaltung" (ich weiß klingt komisch) anfängt wie im wahlkampf guantanamo zu kritisieren und den krieg im irak zum großen thema macht oder für seine healthcare-pläne werbung macht, dann wäre die aufregung groß. wer inhaltlich was will, der soll sich ein paar der debates von den vorwahlen anhören, wo gewisse themen inhaltlich bis zum geht nicht mehr ausgelutscht wurden.

imho sind obamasprechblasen aber die geilsten ever, auch wenn ich bei wahlkampfreden mehr mitfiebere. joa ich bin ein obamafanboy der 1. stunde....vor 3 jahren wurde ich von meinem ehemaligen geschichte prof noch ausgelacht, wenn ich gesagt habe, dass obama und nicht frau clinton nächster nominee der dems wird. das blatt hat sich gewendet^^
 
Mir ist der Typ viel zu schleimig. Man kann ihn kaum irgendwo packen, es gibt eigentlich keine großen Reibungsflächen. Und das ist das Gefährliche: Obama verspricht seit Wochen und Monaten Allen Alles, komplett ohne Gedanken daran, ob er es jemals auch nur ansatzweise so einhalten könnte. Seit einiger Zeit wirft man ihm nicht nur Machtgeilheit vor, sondern auch Größenwahnsinn und den Verlust jedweden Sinnes für die Realität. Das selbst aus dem eigenen Lager zu hören, ist schon ein alarmierendes Zeichen.

Gestern lässt sich sich der "Senator aus Illinois" (und mehr ist er nicht) dann in Berlin feiern - erstmal mit ordentlicher Verspätung, wie es sich für einen Star gehört, dann mit vielen warmen Worten ohne großen Inhalt.

Eine Welt ohne Atomwaffen? Dann soll er das mal in den USA ansprechen, wo er schon bei seinem ersten Anti-NRA-Kurs aneckte und mittlerweile sogar Waffenfreund werden musste.

Eine Welt ohne Folter? Dann soll er doch einmal deutlich machen, wie man Guantanamo ein Ende bereiten und den Kampf gegen den Terror aus Sicht der USA anders organisieren könne.

Eine Welt in Freiheit? Dann soll er wiederum deutlich machen, was Guantanamo und Co für die Freiheit bedeuten und ob die Entwicklung der USA in Richtung eines Überwachungsstaats so viel mit diesem Freiheitstraum zu tun habe.

Mir persönlich waren insbesondere die Anfangserzählungen zu schwülstig (die Klischeekarte für den amerikanischen Heimatmarkt) und fielen zu oft die Worte "kämpfen" und "sollten" - alles halbwegs greifbare wurde dann mit Europa in Verbindung gebracht.

Dazu ein bisschen Kritik an Bush, ohne aber irgendwie konkret zu werden - in der Vergangenheit sei es zum Auseinanderdriften gekommen, weil die USA Fehler gemacht hätten. Was waren das denn für Fehler? War es der Fehler eines Alleingangs in der Irakfrage, bei der nun andere einbezogen werden sollen? War es der Fehler grenzenloser Arroganz, Europa nicht mehr zu beachten? War es der Fehler einiger Misstöne, die falsch verstanden wurden? Wiederum keinerlei Aussage, ob es große Fehler oder Kleinigkeiten waren und ob sich in der Zukunft daran etwas ändern würde - für mich hörte sich das eher so an, dass viele Fehler gemacht wurden und Europa sich diesen Fehlern schlichtweg anpassen müsse, statt gemeinsam über die Vermeidung weiterer Fehler nachzudenken.

Obama verpasste die Gelegenheit, eine einmalige und weltbewegende Aussage zu treffen, die ihn in die Geschichtsbüche rgebracht hätte - Kennedys Auftritt kennt heute noch beinahe jeder, Obama wird man schon bald wieder vergessen haben. Ein schöner Marketinggag, inhaltlich aber ohne jede Aussagekraft. Schöne Bilder für der amerikanischen TV-Markt, der die bisherigen Conventions und Wahlkampfauftritte mittlerweile in- und auswendig kennt. Viel Show und fast nichts dahinter - leider.
 
Mir ist der Typ viel zu schleimig. Man kann ihn kaum irgendwo packen, es gibt eigentlich keine großen Reibungsflächen. Und das ist das Gefährliche: Obama verspricht seit Wochen und Monaten Allen Alles, komplett ohne Gedanken daran, ob er es jemals auch nur ansatzweise so einhalten könnte. Seit einiger Zeit wirft man ihm nicht nur Machtgeilheit vor, sondern auch Größenwahnsinn und den Verlust jedweden Sinnes für die Realität. Das selbst aus dem eigenen Lager zu hören, ist schon ein alarmierendes Zeichen.

Gestern lässt sich sich der "Senator aus Illinois" (und mehr ist er nicht) dann in Berlin feiern - erstmal mit ordentlicher Verspätung, wie es sich für einen Star gehört, dann mit vielen warmen Worten ohne großen Inhalt.

Eine Welt ohne Atomwaffen? Dann soll er das mal in den USA ansprechen, wo er schon bei seinem ersten Anti-NRA-Kurs aneckte und mittlerweile sogar Waffenfreund werden musste.

Eine Welt ohne Folter? Dann soll er doch einmal deutlich machen, wie man Guantanamo ein Ende bereiten und den Kampf gegen den Terror aus Sicht der USA anders organisieren könne.

Eine Welt in Freiheit? Dann soll er wiederum deutlich machen, was Guantanamo und Co für die Freiheit bedeuten und ob die Entwicklung der USA in Richtung eines Überwachungsstaats so viel mit diesem Freiheitstraum zu tun habe.

Mir persönlich waren insbesondere die Anfangserzählungen zu schwülstig (die Klischeekarte für den amerikanischen Heimatmarkt) und fielen zu oft die Worte "kämpfen" und "sollten" - alles halbwegs greifbare wurde dann mit Europa in Verbindung gebracht.

Dazu ein bisschen Kritik an Bush, ohne aber irgendwie konkret zu werden - in der Vergangenheit sei es zum Auseinanderdriften gekommen, weil die USA Fehler gemacht hätten. Was waren das denn für Fehler? War es der Fehler eines Alleingangs in der Irakfrage, bei der nun andere einbezogen werden sollen? War es der Fehler grenzenloser Arroganz, Europa nicht mehr zu beachten? War es der Fehler einiger Misstöne, die falsch verstanden wurden? Wiederum keinerlei Aussage, ob es große Fehler oder Kleinigkeiten waren und ob sich in der Zukunft daran etwas ändern würde - für mich hörte sich das eher so an, dass viele Fehler gemacht wurden und Europa sich diesen Fehlern schlichtweg anpassen müsse, statt gemeinsam über die Vermeidung weiterer Fehler nachzudenken.

Obama verpasste die Gelegenheit, eine einmalige und weltbewegende Aussage zu treffen, die ihn in die Geschichtsbüche rgebracht hätte - Kennedys Auftritt kennt heute noch beinahe jeder, Obama wird man schon bald wieder vergessen haben. Ein schöner Marketinggag, inhaltlich aber ohne jede Aussagekraft. Schöne Bilder für der amerikanischen TV-Markt, der die bisherigen Conventions und Wahlkampfauftritte mittlerweile in- und auswendig kennt. Viel Show und fast nichts dahinter - leider.


sry, aber das ist absoluter bullshit. sei mir nicht böse, aber einen kennedyauftritt, den der großteil der welt mit ein paar worten und nicht mehr verbindet, mit der obamarede zu vergleichen ist schonmal absolutes no go. du gibst dir die antwort schon selbst: obama ist "nur" senator von illinois (obwohl das "nur" schon nicht schlecht ist) und kam nicht als präsident. das nächste was absoluter schwachsinn ist: einen politiker anhand einer rede zu beurteilen und das auch noch bei diesem auftritt in berlin, wo er sicherlich sehr vorsichtig sein musste um nicht an verschiedenen politischen feldern anzuecken. guantanamo hier ansprechen? wie gesagt war keine wahlkampfveranstaltung und zu guantanamo hat er sich denke ich schon des öfteren geäußert. natürlich war das eine oberflächlichliche rede, aber mehr konnte man doch nicht ernsthaft erwarten.

zu behaupten, dass obama zur zeit allen alles verspricht ist leider zur zeit aus irgendwelchen gründen in den medien und viele nemen diese meinung auf. keine ahnung warum, hat sich sein programm in den letzten monaten gar nicht verändert, aber wie wahlkampf medientechnisch hinsichtlich der demokraten läuft wissen wir ja schon seit einiger zeit. ist ja nix neues. dieses flip-flopper gerede ist imho der größte blödsinn überhaupt. ein bisschen realist sollte man schon sein um zu wissen, dass ein obama zwar von visionen usw. spricht, aber dass er allein das nicht bringen wird. er hat sich zu dem ganzen schon oft genug geäußert und weiß ganz genau, dass er sich das system nicht wegdenken kann und kompromisse eingehen muss und wird. genau dafür steht obama ja auch. dass er bereit ist sich die argumente der gegner anzuhören und deswegen verstehen auch viele seinen politischen record beim ersten mal nicht. seit mitte 2007 steht bei obamas programm, dass er zwar für schärfere waffenkontrollen usw ist, aber am grundgedanken nichts ändern will (geht in den usa auch schlecht). warum man das als flip-flopping auslegt ist mir ein rätsel. das passiert zur zeit bei vielen themen...das so getan wird, als wär er früher für andere dinge gestanden, obwohls nicht so ist.

ziemlich schlimme sache, dass so viele darauf aufspringen. einen politiker auf grund seiner reden einzustufen funktioniert nicht. man kann reden toll finden (und bei allem respekt gegenüber einen jfk, für den ich mich selbst sehr interessiere und der einer meiner absoluten lieblings-us-präsidenten war), und obamas reden sind mit die besten, die die welt je gesehen hat. da mein ich nicht die rede in berlin, sondern sowas wie seine "siegesrede" nach den letzten vorwahlen. die rede bei der convention 2004 oder auch die reden von iowa und south carolina. obamas programm ist und wahr imho von anfang an das realistischte (vor allem sein healthcareplan schlägt hinsichtlich realismus und finanzierung jenes einer clinton um längen) und an dem sollte man sich orientieren wenn man harte fakten will. an reden und visionen orientiere ich mich, wenn es mir um die persönliche einstellung und ideologie eines kandidaten geht und die ist ja auch nicht unwichtig.
 
Naja zu jfk wir waren nie näher an einem Atomkrieg als unter ihm (Kubakrise) :ugly:
Der eintritt in Vietnam nicht zu vergessen war auch unter jfk.

Jaja so ist die Zeit und die geschichte mit genug zeitlichen abstand sieht alles nicht mehr so schlimm aus.

Obama hat das gesagt was er sagen durfte nicht mehr nicht weniger das war eine veranstaltung für die us-amerikaner nicht für uns Europäer.
Das problem ist wenn er jetzt so hoch stilisiert wird am ende wenn er wirklich präsi ist wird es umso schwerer sein nein zu mehr truppen in u.a Afghanistan oder eventuell Iran zu sagen.
Seine aussagen zu den Kernwaffen zeigt ja deutlich wohin die reise geht mit ihm als eventuellen Präsidenten.
 
Naja zu jfk wir waren nie näher an einem Atomkrieg als unter ihm (Kubakrise) :ugly:
Der eintritt in Vietnam nicht zu vergessen war auch unter jfk.

Nicht ganz richtig. Der kalte Krieg wurde erst durch die Sowjetunion ausgelöst. Der Kommunismus verstand sich damals selbst eine Ideologie die früher oder später im finalen Endkampf auf den Kapitalismus treffen würde. Die UdSSR hat immer mehr Staaten in Europa eingenommen und dann auch noch Raketen auf Kuba stationiert. Kennedy hat richtig reagiert und einen nuklearen Weltkrieg mit seinen Beratern verhindert.

Der Vietnam Krieg begann am 30.Juli 1964 als eine Vergeltungsaktion auf einen Vorfall. JFK starb am 22. November 1963. Merkst du was?
 
Naja zu jfk wir waren nie näher an einem Atomkrieg als unter ihm (Kubakrise) :ugly:
Der eintritt in Vietnam nicht zu vergessen war auch unter jfk.

Jaja so ist die Zeit und die geschichte mit genug zeitlichen abstand sieht alles nicht mehr so schlimm aus.

Obama hat das gesagt was er sagen durfte nicht mehr nicht weniger das war eine veranstaltung für die us-amerikaner nicht für uns Europäer.
Das problem ist wenn er jetzt so hoch stilisiert wird am ende wenn er wirklich präsi ist wird es umso schwerer sein nein zu mehr truppen in u.a Afghanistan oder eventuell Iran zu sagen.
Seine aussagen zu den Kernwaffen zeigt ja deutlich wohin die reise geht mit ihm als eventuellen Präsidenten.


zu jfk und kuba: imho falsch. eigentlich ist es eher so, dass bei dieser situation wohl allein die tatsache, dass zu der zeit zufällig die herren chruschtschow und kennedy an der macht waren, einen atomkrieg verhindert hat. keiner kann sagen wie das unter lyndon b., einen nixon oder später einem reagen ausgesehen hätte.

auch die vietnam geschichte stimmt nicht ganz. kennedy hat vietnam zunächst forciert, wollte dann aber raus. der tod und johnson kamen aber dazwischen und zögerten den krieg weiterhin hinaus...
 
sagt der obama-fanboy...


dennoch bin ich realist und erwarte mir von obama keine wunder. in dem sinne würde ich mich auch als kennedy-fanboy bezeichnen und dennoch war er politisch nicht mal halb so erfolgreich wie die allgemeinheit das denkt.

mich fasziniert ja eher die person barack obama...das ändert nichts an meiner aussage, dass ich einen politiker nie allein auf grund von reden oder ähnlichem beurteilen würde. das ist einfach nicht wirklich klug. den medien (und vor allem den europäischen bzw. vor allem deutschsprachigen) darf man in sachen u.s. wahlkampf auch nicht wirklich vertrauen. fox news hat sich über die jahre lächerlich gemacht was die beurteilung von demokratischen politikern angeht und wenn man einen steingart vom spiegel öfters liest, könnte man weinen....umfragen sind oft 2 monate alt und absolut nicht mehr aktuell und dann wird betitelt: obama verliert in umfragen an boden. da muss man vorsichtig sein.
 
Ich mag Obama nicht und sympatisch ist er auch nicht wie viele meinen. Er wird es auch nicht schaffen, Präsident von den Staaten zu werden. Der Olle McCain wird es leider schon richten. Und das die Deutschen (nicht nur die Deutschen) leider mal wieder die Arschkriecher der Amerikaner sein müssen geht mir auch auf den Keks.

Obama ist ein Schleimbeutel mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mag Obama nicht und sympatisch ist er auch nicht wie viele meinen. Er wird es auch nicht schaffen, Präsident von den Staaten zu werden. Der Olle McCain wird es leider schon richten. Und das die Deutschen (nicht nur die Deutschen) leider mal wieder die Arschkriecher der Amerikaner sein müssen geht mir auch auf den Keks.

Obama ist ein Schleimbeutel mehr nicht.

Besser Schleimbeutel als McCain.
 
Naja zu jfk wir waren nie näher an einem Atomkrieg als unter ihm (Kubakrise) :ugly:
Der eintritt in Vietnam nicht zu vergessen war auch unter jfk.

Jaja so ist die Zeit und die geschichte mit genug zeitlichen abstand sieht alles nicht mehr so schlimm aus.

Obama hat das gesagt was er sagen durfte nicht mehr nicht weniger das war eine veranstaltung für die us-amerikaner nicht für uns Europäer.
Das problem ist wenn er jetzt so hoch stilisiert wird am ende wenn er wirklich präsi ist wird es umso schwerer sein nein zu mehr truppen in u.a Afghanistan oder eventuell Iran zu sagen.
Seine aussagen zu den Kernwaffen zeigt ja deutlich wohin die reise geht mit ihm als eventuellen Präsidenten.

Das ist der Punkt, den viele vergessen ;)
Das war keine Veranstaltung für die Deutschen, sondern einzig und alleine nach Amerika gerichtet, auch wenn das natürlich nicht so offensichtlich gesagt wurde xD
 
Der Medien-Hype um Obama ist IMHO massiv penetrant. Man will ihn derzeit wohl zu einem ähnlichen Image wie Kennedy verhelfen, wobei man (was ja schon zur Sprache kam) genau wie bei diesem die dunklen Seiten gerne ausblendet. Manche Berichte über Obama sind aber schon sehr naiv. Manch einer glaubt doch tatsächlich das Gewäsch, daß er einen anderen Kurs in Nahost einschlagen will. Dabei hat er ja selbst schon offen zugegeben das er zwar Truppen aus dem Irak abziehen will, jedoch die in Afghanistan verstärken will. Wärend Bush Druck (Propaganda inklusive) auf den Iran ausübt, will Obama Pakistan ins Visier nehmen.

Viele sagen ja (wohlgemerkt zurecht) das der Wahlkampf in den USA sehr, sehr oberflächlich geführt wird. Aber wenn man die Interviews mit Berlinern vor und nach der Rede gesehen hat, will man am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wie massiv oberflächlich dort über Obama gesprochen wird. Von seinen tatsächlichen politischen Zielen (die denen von Bush noch immer recht nahe stehen) haben viele offensichtlich keinerlei Ahnung. Sollte er tatsächlich Präsident werden, werden viele in Deutschland sicherlich noch ihr blaues Wunder erleben, schließlich kann es dann durchaus geschehen, daß Obama natürlich auch Forderungen stellt, z.B. mehr europäische (was natürlich die Deutschen auch einschließt) Truppen nach Afghanistan zu schicken. Genau das hat er ja bereits anklingen lassen.

Viele machen sich in der Tat völlig falsche Vorstellungen von seinen politischen Zielen. Als es in den USA darüber entschieden wurde, ob man Privatfirmen, die auch auf illegale Weise der Regierung (z.B. durch illegales Abhören) beim "Anti-Terror-Kampf" geholfen haben, vor Strafverfolgung schützen sollte, stimmte Obama für "Ja". Das heißt, selbst wenn in Sachen Anti-Terror Grundrechte verletzt wurden, müssen sich Schnüffler/Spitzel/Denunzianten (z.B. die Telekommunikationsunternehmen oder die Helfershelfer bei der Entführung/Verschleppung von vermeindlichen Terrorverdächtigen) keine Sorgen mehr machen dafür belangt zu werden. Einschränkungen des Waffenbesitzes wird es mit ihm wohl nicht geben und die Todesstrafe findet er ganz OK. Außenpolitisch wird sich die USA mit ihm allerhöchstens etwas "höflicher" geben. Aber an der Ausrichtung der Politik ändert sich (natürlich) nichts. Es gibt da ja auch das passende Zitat, daß die USA ein Ein-Parteien-System mit zwei rechten Flügeln sei. Den versprochenen "Change" wird es mit Obama genausowenig geben wie mit irgend einem der anderen Präsidentschaftskandidaten.

Und nicht das jemand glaubt, daß wäre nur wieder Anti-Amerikanismus - in Deutschland ist die politische Lage in den letzten Jahren nicht viel besser gewesen:
Kohl stellt sich gerne als "Wende-Kanzler" dar, war aber nur zur rechten Zeit am rechten Ort. Die Wende ging von der Mitte des Volkes aus, Kohl war nur zufällig zu dieser Zeit Kanzler. IMHO wird Helmut Kohl allerhöchstens als gigantischer Fettfleck auf der Zeitleiste der deutschen Geschichte in Erinnerung bleiben. Der fette Spendengeldbetrüger sollte IMHO derzeit eher in Beugehaft genommen werden, bis er endlich die Namen der Geldgeber in der CDU-Spendenaffäre herausrückt.

Schröder hat einen neoliberalen Rechtsruck zu verantworten, von dem sich die SPD wohl (hoffentlich?) nicht mehr erholen wird. Außerdem hat er sich mit seinem Geklüngel mit einem "lupenreinen Demokraten" wie Putin, der eigendlich ein brandgefährlicher Despot war/ist inzwischen sowieso moralisch disqualifiziert. Inzwischen weiß ja jeder, warum er mit dem ehemaligen KGBler Putin auf Kuschelkurs gegangen ist - er wollte seinen späteren Job bei Gazprom nicht aufs Spiel setzen.

Und über das Merkel muss ich wohl kein Wort verlieren. Zusätzlich zur Verschärfung des (von diversen Think Tanks, Lobbyisten und Medien angeheizten) neoliberalen (antisozialen ...oder gar asozialen?) Kurses war/ist man unter dem Merkel zu jeder außenpolitischen Schandtat bereit (z.B. die von Steinmeier (allerdings noch unter Schröder) zu verantwortenden Entführung und Internierung von deutschen Staatsbürgern ins Konzentrationslager Guantanamo). Was man unter Schröder mit Schilys Hilfe an Ermächtigungsgesetzen in Richtung Überwachungstaat (begründet wie immer mit 9/11) in die Wege geleitet hat, wird nun zementiert und immer weiter verschärft. Allgemein sehe ich die Ära Schröder/Merkel inzwischen als ein erneut dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte an, da immer öfter mühsam erworbene Grundrechte in Frage gestellt werden. Selbst der Grundsatz "von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen" hat inzwischen keinen Bestand mehr. Aber was will man von Lügnern wie dem Merkel erwarten, welches seine Antrittsrede schon mit einer der dicksten Lügen der deutschen Geschichte begann: "Wir müssen mehr Freiheit wagen" wird wohl in Zukunft in einem Atemzug mit Sätzen wie "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen" genannt werden, denn selten wurde die Freiheit mehr beschnitten als unter Schröder/Merkel.
 
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