wsippel
L20: Enlightened
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Japan ist in der Tat ein großartiges Beispiel: Die Euphorie ist schneller verflogen, als sie sich einstellte. Sieht man besonders deutlich an SquareEnix. Es ist zwar absolut korrekt, dass mit Spielen auf Konvergenzgeräten Geld umgesetzt wird, aber das trifft auf Facebook-Spiele oder MMOs ebenfalls zu. Diese Nischen ersetzen nicht, sie ergänzen. Zumindest auf absehbare Zeit.Nach den überaus überspitzen Reaktionen hier ist ersichtlich dass ich wohl Salz in eine Wunde streut habe.
Dass solche Geräte einen großen Aufbruch haben, ist an dem stark wachsenden Markt ersichtlich, sie sind mobil, leistungsstark, multifunktional und bekommen immer mehr Beachtung im Bereich des Gamings. Japan ist dafür schon ein Vorzeigebeispiel, ein Land in denen schon einige Konsolen IPs ihren Weg auf diese Geräte gefunden haben. Diese Welle schwapt nun in die westliche Welt, womit der Absatzmarkt groß und somit das Interesse von Publishern weiter steigt, da sich die Geräte bald in vielen Hosentaschen befinden werden. Was daran nun verwerflich sein soll zu behaupten dass diese Geräte einem Extragerät wie einem 3DS Wind aus den Segeln nehmen soll ( und das im Gegensatz zu einem Fernseher, das war die Grundaussage ), ist nicht ganz klar, aber es einfach zu missachten zeugt von Ignoranz oder Dummheit.
Die Verlagerung von Konsolen auf Handhelds ist wesentlich eindeutiger, aber daraus abzuleiten, dass es von dort aus nahtlos Richtung Mobiltelefone weitergeht, ist voreilig. Handhelds und Konsolen folgen den selben Gesetzmäßigkeiten. Spieler haben ähnliche Erwartungen, und sind bereit, dafür ähnliche Preise zu bezahlen. Die Entwicklung funktioniert ähnlich, die Geschäftsmodelle sind praktisch identisch, und in beiden Fällen hat man es mit Plattformen zu tun, die speziell für diesen Einsatzzweck konstruiert und gebaut wurden. Die exklusive Widmung der Geräte alleine macht schon einen riesigen Unterschied, auch psychologisch.
Einfach ausgedrückt: Spiele für Konvergenzgeräte sind der Döner oder die Bratwurst der Industrie. Fastfood. Mal schnell unterwegs etwas einwerfen, wenn man Hunger hat. Wenn's nicht schmeckt, oder was dazwischenkommt, wirft man den angebissenen Burger weg. Nicht schlimm, war eh billig, und wirklich lecker im Zweifel auch nicht. Hat gesättigt, das reicht. Wer gut essen gehen will, geht essen. Nimmt sich Zeit. Die Frage "Bratwurst oder Filet Mignon?" stellt sich nicht. Und McDonalds hat noch kein Spitzenrestaurant in die Pleite getrieben. Zumal auch nicht ungewöhnlich ist, in der Mittagspause schnell einen Döner einzuwerfen, und dann abends schön entspannt einen Hummer zu genießen.



... für ein handy trotzdem beeindruckend. denke allerdings dass sowas für den 3ds kein problem sein sollte. und wer behauptet, der 3ds wäre grafisch schlechter als ein iphone 3g? 

... war n gutes spiel damals