Zum Thema 30 FPS vs. 60
Gibt ein einfaches Beispiel, warum mehr (gerade bei schnellen Spielen) meist besser ist. Wenn sich ein Objekt sehr rasch über den Bildschirm bewegt (kann bei Egoshootern vorkommen, z.B. man dreht sich gerade um, während das Objekt an einem vorbeisaust), kann es bei weniger Fps vorkommen, dass das Objekt gar nie sichtbar ist, da im einen Bild das Objekt noch links vom Bildschirmrand ist & beim nächsten bereits rechts davon. Bei mehr FPS würde man das Objekt erkennen können. Zudem kann unser Wahrnehmungsapparat kleine Unterschiede in einer Bewegung wesentlich besser erfassen, wenn die Bewegung möglichst flüssig ist (man versuche in einem Hasenjagdgame den Hasen zu treffen, wenn man nur 10 FPS hat - das Ding hoppelt da scheinbar zufällig von Seite zu Seite). Dazu kommt das Problem, dass die meisten Games kein sauberes Motion Blur anwenden. Motion Blur ist wie bereits erwähnt ein Effekt von Kameras, da diese pro Bild eine gewisse Belichtungszeit haben. Wenn ein Objekt sich während dieser Zeit bewegt, erscheint es verschwommen auf dem Bild, was unserem Auge einen weiteren Hinweis auf die Bewegung liefert.
Zum Thema Raytracing in Games
Ich glaube nicht daran, dass so schnell Raytracing Games kommen. Bisher hab ich noch keine einzige überzeugende Demo gesehen (weder das obige Video noch z.B. das Video mit Quake 4 mit Raytracing). Meistens sieht man in den Videos hauptsächlich toll verspiegelte Oberflächen, die so in der Realität fast nicht vorkommen. Weiche Oberflächen sind mit Raytracing (zumindest in der traditionellen Variante) verflucht schwer zu simulieren, da Licht an weichen Oberflächen gestreut wird - da müsste man anfangen, für jeden Lichtstrahl, der auf eine weiche Oberfläche fällt, hunderte von weiteren zu berechnen - absoluter Overkill..